Kambodscha Cambodia - Siem Reap, Phnom Penh & Kueste 2003

TEIL 31 - CAMBODIATRIP



Die Lobby des KING-GUESTHOUSES:

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Schnell duschen, und ab die Post zu Dritt auf dem Moped. Nur isaanerprobte Hardcorebiker können sich das vorstellen, ein kleines Moped mit 2 großen Kerlen und einer Frau dazwischen. Das Ganze im dichtesten Verkehr auf den schlechtesten Straßen mit den bescheuertsten Verkehrsregeln.
Egal, da muß man durch :D

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Wir fahren etwas herum, um Franky die Stadt zu zeigen. Es ist nicht immer leicht für mich, bei dem kurzen Radstand des Mopeds die Balance zu halten. Jeder Ampelstop erinnert an Bodybuilding-Beinpressen oder solche Geschichten. Die Zickzackrallye um die tiefen Schlaglöcher auf den wenigen Asphaltstraßen sind für Theptida und mich schon eher Standardprogramm - bei unseren vielen, diesjährigen Reisen nach Phnom Penh.
Wir brummen also am Königspalast vorbei, entlang des Tonle Sap Flusses bis hoch in die nördlichen Bereiche der Stadt.


Der lange Tag neigt sich seinem Ende, aber wir 3 haben nun wirklich Hunger.
Die Gegend um den Beung Kak See ist prädestiniert für gutes und preiswertes Essen und eine Aussicht, wie es sie in Phnom Penh fast besser nicht gibt.
Hier ist ein Binnensee fast zugewuchert mit Schlingpflanzen, und an dessen Ufer befinden sich an der östlichen Seite etliche Rucksacktouri-Billigherbergen sowie dazu passende Restaurants. Nicht weniger als 6 dieser Restaurants haben Terassen auf den See hinaus gebaut, und dort begeben wir uns nun hin.

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Das LokLak hier hat eine gute Qualität, und für $ 1,50 ist es auch sehr preiswert.

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Auf dem zugewucherten See drehen große Fledermäuse ihre Loopings und fangen Insekten aus der Luft, das sieht schon atemberaubend aus - wenn die Kunstflugpiloten unter denen ganz dicht über den Pflanzen wieder abdrehen und an Höhe gewinnen.

Nachdem wir uns den Magen schmackhaft gefüllt haben, rollen wir wieder in Richtung der großen Flüsse. Am Zusammenfluß des Mekhong mit dem Tonle Sap River verweilen wir etwas und lassen den prächtigen Vollmond auf uns wirken. Theptida probiert sich mit Nachtaufnahmen und Langzeitbelichtung. Ein schwieriges Unterfangen mit einer kleinen Digicam, ich beginne meine Canon T90 zu vermissen!

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Theptida möchte ins Hotel zurück, aber ich ziehe noch ein wenig mit Franky um die Häuser. Phnom Penh hat einiges zu bieten, auch in der Nacht, oder.....gerade dann :D

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Adressnachtrag:

The King Guesthouse
Ansprechpartner: Mr. William (spricht gutes Englisch)
No 74 St. 141 Sangkat Vael Vong
Khan 7 Makara
Phnom Penh
phone: +855 11 937 132, +855 12 930 011, +855 23 220 512

(die ersten beiden sind Mobilephones und GSM-sms fähig)
Zimmerpreise: $ 3 bis $ 25, Aircon ab $ 7, 24 h-Security
kleines Restaurant im Haus, Laundry und Mopedrental (3 $/tag)

Gratis Pickup per Minivan bei der Fährenanlegestelle oder auch am Busterminal/Airport wird zugesichert. Zimmer sind relativ sauber und ab $ 7 auch geräumig. Betten sind bequem.
 
TEIL 32 - CAMBODIATRIP



Die Rauschgiftpizzabäcker entlang des Sisowath-Quay haben Hochkonjunktur, "Happy-Pizza" mit Marihuana als Oregano-Ersatz ist bei vielen sehr beliebt. Recht seriös tut man sich hier, hat das Angebot in netten Restaurants direkt am Flußufer parat. Sogar in den Menüs taucht das Unwort "Ganja" und "Happy-Herb" auf. Früher gab es hier auch 'mal "Magic-Mushroom Pizza", aber die hochgiftigen Halluzinogene in den seltenen Pilzen haben etlichen Touristen das Lebenslicht ausgeblasen, weil die dann dachten - sie könnten vom Hoteldach aus fliegen, oder sich zu Fuß über den Mekhong wagen :hehe:

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Diese Nacht sollte es noch in sich haben. Franky hat sich sattgesehen, und will in's Bett. So kenne ich meinen Srößling gar nicht! Aber ich habe auch ein paar müde Stellen im Gesicht, besonders um die Augen herum. :roll:

Im King-Guesthouse angekommen, wartet eine schläfrig wirkende Theptida auf unsere Rückkehr. Ich darf nicht an den Kühlschrank, obwohl ich durstig bin :(

Was geht denn nun für ein Film hier ab? Und dann dämmert es mir, es ist Mitternacht, und die beiden haben zur Einläutung meines Geburtstages sich etwas einfallen lassen! Ich muß wieder hinunter zum Restaurantteil des Guesthouses, und dort feiern wir dann ein wenig. (sorry, Foto ist verwackelt - da vom angeheiterten Guesthousepersonal gemacht :D )

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Gemeinsam mit dem Guesthouse-Staff wird die Torte vernascht, und wir trinken zur Feier des Tages einen leckeren Rotwein. Ich bin sehr happy, und mit so etwas habe ich nun wirklich nicht gerechnet. Theptida hatte die Torte irgendwo hergezaubert! Die kleine Feier hier in Phnom Penh, mit meinen beiden liebsten Menschen - die wird mir noch lange in der Erinnerung verbleiben. :tu:

Der schwere Rotwein und die Strapazen des Tages lassen unsere Feier jedoch nur von kurzer Dauer sein. Die Augenlider sind sehr schwer, und wir schlafen alle schnell ein. Franky bewohnt ein 3 $ Einzelzimmer unter'm Dach, und er kommt nochmal zurück um sich mit Taschenlampe und Mosquitoklatsche auszurüsten.
Das Programm für den morgigen Tag ist umfangreich, und wir brauchen unbedingt eine richtige Mütze voll Schlaf.

 
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Schon um 5:45 Uhr stehen wir auf, denn wir haben heute besonders viel vor. Zunächst geht's schnurstracks zum Bäcker auf der Minivong-Road, hier gibt es nämlich Phnom Penh's leckerste Brote und auch Brötchen wie von Flensburg bis Garmisch.
Vor dem Backwarenladen setzen wir uns auf's Trottoir - Franky holt bei Caltex schnell einige Kleinpäckchen Butter und Marmelade. Wir schmausen und ergötzen uns an den vielen Kapriolen, die sich hier direkt vor unseren Augen abspielen. Wie in einem Slapstick-Movie rollt hier der Verkehr. Alles fährt kreuz und quer, der stärkere hat immer Vorfahrt. Hilflos steht ein Polizist irgendwo an einen Baum gelehnt, und schaut, etwas resigniert wirkend, auf das totale Chaos vor ihm.

Die Straße ist asphaltiert in diesem Bereich und die Staubentwicklung hält sich in Grenzen. Frühstück auf dem Gehsteig, etwas völlig normales hier. Schließlich schlafen 30 % aller Einwohner der Hauptstadt nicht unter einem Dach!
Wir sind nicht sehr weit entfernt vom Toul Sleng, dem berüchtigten KZ der Roten Khmer. Franky muß das unbedingt noch sehen und wir fahren gemeinsam dorthin. Theptida und ich waren schon mehrfach hier, es ist nicht besonders schön, aber sehr lehrreich. Wir versprechen Franky, Ihn hier in einer guten Stunde wieder abzuholen und machen uns zu zweit auf den Weg zum Russenmarkt.

Der Russenmarkt quillt über vor lauter Textilien. So früh am Morgen haben viele Geschäfte hier noch geschlossen - aber wir finden alles, was wir brauchen.

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Die Preise sind, wie immer, sehr niedrig, und wir erstehen etliche Teile, die hier in Cambodia für den Export in die USA oder nach Europa gefertigt worden sind. Die Auswahl ist im laufe der Jahre sehr gut geworden, und die Größen hier sind besser sortiert, als auf thailändischen Märkten. Selbst schattenwerfende Zeitgenossen können sich hier eindecken.

Ein Besuch bei unserem Steinschnitzfritzen fördert zutage, daß er immer noch an seinem riesigen Exportauftrag arbeitet. Der Ärmste, er tut uns leid, hundertfach identische kleine Kunstwerke zu schaffen.

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Aber er macht seine Sache mit der gebotenen Akribie und Sorgfalt. Wir schauen ihm noch einen Moment lang zu, und dann machen wir uns auf den Weg zurück zum KZ.

Das Toul Sleng KZ ist vielleicht nur 1 km Luftlinie weit, auf dem Wege dorthin fahren wir an etlichen Mopedservicewerkstätten vorbei. Hier in Cambodia sieht so eine allerdings etwas anders aus, als in Europa oder Nordamerika:

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TEIL 34 - CAMBODIATRIP


Franky hat sich in der Zwischenzeit im S 21 umgesehen, und er wartet schon am Tor auf uns. Einige Dinge hier möchte er mir noch zeigen und Theptida auch einige Fotos schiessen, auf die 2 $ Eintritt soll es uns nun nicht ankommen, also gehen wir noch einmal hinein.

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Von außen kann man die ehemalige "Toul Svay Prey Secondary School" nicht zwingend als Schule oder Foltercamp erkennen, aber der Stacheldraht auf dem Sichtschutzzaun war 'mal elektifiziert, wie uns die Isolatoren an den Befestigungspunkten verraten.

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Hier herrschten in den Jahren der Roten Khmer-Herrschaft von 1975 bis 1979 grausame Sitten, und die Räumlichkeiten und Artefakte sind als stumme Zeitzeugen zu besichtigen. Unendliches Leid wurde allen der ca. 20.000 Inhaftierten zuteil. Elektroschocks, Ertränkungen, Folter mit giftigen Insekten, Folter durch Blendungen.... jede Variante von Qual wurde hier an den oftmals unschuldigen Insassen des kommunistischen KZ's ausgetestet.

Das Schild hier weist auf die Regeln im Camp hin:

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Von diesem Gestell aus wurden Inhaftierte kopfüber in Jauchetröge getaucht:

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Von außen sieht man nicht allzu viel von dem Grauen, das hier damals herrschte.



 
@ sostengo

jo, an perversion war das damals kaum zu ueberbieten. im naechsten part kommt der rest davon. ist halt historisches geschehnis dort...hat das land und die leute sehr gepraegt. wanhsinn, das man heute die einwohner cambodias zu den freundlichsten und nettesten in ganz asien rechnen kann. auslaendern gegenueber hat man bei weitem weniger vorurteile als z.b. in thailand.
nirgendwo sonst habe ich so viel herzlichkeit und gastfreundschaft erleben duerfen, als bei meinen allerersten trips dorthin - als es noch offiziell kein reiseland war.

@ have fun

danke fuer deinen kommentar. auch ich bin wirklich kein freak von diesen ausstellungen menschlicher grausamkeiten. habe bei dem trip hier nur meinem sohn die gelegenheit geben wollen, sich das einmal persoenlich zu verinnerlichen. ist schon etwas anderes, dort einmal live gewesen zu sein. wiederholungen stehen auch nicht mehr auf meinem programm, aber nach phnom penh moechte ich schon bald wieder reisen - freue mich schon riesig darauf!

ciao

abstinent
 
BUCHTIPP fuer den, der sich einmal einlesen moechte - was so in Cambodia's Rotlichtbezirken, speziell Phnom Penh abgeht und abging:
(bei mir koennt ihr da keine Info's saugen, aber es gibt ja ergaenzend Literatur der Fachautoren!)

BUCHTIPP 1: So war es in den wilden 90ern:

Off the Rails in Phnom Penh by Amit Gilboa (englisch)

"Into the Dark heart of Guns, Girls and Ganja"


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BUCHTIPP 2: So stellt sich Phnom Penh's Nightlife heute anschaulich dar:

Bangkok - Pattaya - Phnom Penh von Jeff S. (deutsch)

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ciao

abstinent
 
TEIL 35 - CAMBODIATRIP

Sehr beeindruckend sind auch die Fotodokumente hier, hier eine Ansicht von einem Teil der 20.000 Opfer:

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Volkssport bei den Khmer Rouge war es auch, Babies der hier inhaftierten in die Luft zu werfen, und dann vor den Augen der Eltern in der Luft mit vollautomatischen Gewehren zu durchsieben. Von den schlimmsten Unmenschlichkeiten zeugen gemalte Bilder, denn andere Bilddokumente sind nicht überliefert.

Die Minizellen in den ehemaligen Klassenräumen sind noch so erhalten, wie damals......und dem Besucher läuft hier ein Schauer nach dem anderen über den Rücken.

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Die Aufseher hier waren oftmals noch halbe Kinder, aber in deren verbriefter Grausamkeit standen sie den Erwachsenen in Nichts nach. Die Schreie der vergewaltigten Frauen, deren laute Schreie erst nach dumpfen Schlägen oder Schüssen verstummten, waren in der Nachbarschaft Tag für Tag zu hören gewesen. Tote wurden auf Viehtransportern und Wasserbüffelkarren zu den Killing Fields gekarrt, man tat dies nicht im Schutze der Dunkelheit oder unter Verwendung von zugedeckten Waggons.
In den Zellen verreckten die Inhaftierten, angekettet wie Vieh und ohne Rechte irgendwelcher Art. Es gab keine Rotkreuz-Schlipsträger oder Überwacher in Phnom Penh mehr, es war das rechtloseste aller Länder der Welt, und im Gegensatz zu Reports über die Geschehnisse in anderen KZ's der Historie, kann ich mich noch sehr gut an die Nachrichten von damals erinnern.

Sehr empfehlenswert ist hierzu auch der Film "The Killing Fields", der die Geschichte einer Freundschaft zwischen einem US-Journalisten und seinem Khmer-Freund schildert.

Man schämte sich nicht für das, was hier geschah.
Die Volksrepublik China lieferte noch lange infrastrukturell Benötigtes in das Khmer Rouge Kamputchea.
Andere steckten ihren Kopf in den Sand und warteten ab.

Betroffen schaut mein Sohn auf diese Gedenkstätte zurück, während wir die cambodianische "Normalität" schon direkt vor dem Tor wieder unter den Füßen haben. Durch diese Straße flanieren keine gekrönten Häupter oder hochgestellte Beamte, hier gibt es nur Abfall, Dreck und Staub auf den unbefestigten Straßen mit mordsmäßig großen Schlaglöchern.

Die grausamsten Exponate hat man mittlerweile aus der Ausstellung entfernt. Die Folterwerkzeuge, den gynäkologischen Folterstuhl für inhaftierte Frauen und die Landkarte.
Die Landkarte war für mich eine der Impressionen auf vorherigen Trips hierher, deren Erinnerung am nachhaltigsten war:

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Die Landkarte ist ein Puzzle aus Schädeln und Gebeinen der Opfer der Kommunisten um Pol Pot.
Nun gibt es sie nicht mehr, aber in meinen Erinnerungen wird sie für immer verbleiben.


 
TEIL 36 - CAMBODIATRIP


Die ganze Angelegenheit hier, hat Franky etwas überfordert. Und er wirkt sehr nachdenklich, als wir der Stätte des Grauens den Rücken zukehren. Es bleibt uns noch genügend Zeit für ein ausgiebiges Mittagsmahl, aber uns fehlt der Appetit. Die Erinnerungen an das Gesehene sind zu frisch.
Ursprünglich wollten wir mit Franky auch hinaus zu den echten Killing Fields, aber die Exponate dort sind noch grausamer und mindestens ebenso eindrucksvoll. Ich möchte meinen Jungen aber nicht überfordern, und wir gehen ausgiebig am Fluß entlang spazieren.
Franky sinniert über die Greueltaten der Roten Khmer, und ich bin sehr froh, daß er darüber spricht. Das zeugt von baldiger Verarbeitung der Eindrücke und von seinem Verstehen der Zusammenhänge damals.
Die ihm vorenthaltenen Ausstellungen und Denkmäler an den Killing Fields in Ek Choeng (nur eines von vielen) kann ich euch aber zeigen, denn diese Fotos hier haben wir bereits auf unserem letzten Trip gemacht:

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Sorry, ich beschränke mich hier doch nur auf das eine Foto mit den Schädeln. Der Baum, an dem Hunderte von Babies zerschmettert wurden oder die Massengräber selbst braucht man vielleicht nicht als Foto in meinem Bericht hier.

Der Checkout im King Guesthouse ist unproblematisch, und schon ganz kurze Zeit später stehen wir an der Bushaltestelle des GST-Busses nach Sihanoukville.

Die Mittagshitze läßt den Asphalt flimmern, und dicke Schlaglöcher vor uns sorgen für ein Mopedslalom drumherum.

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Die wenigen Pickuptrucks in Cambodia werden gut ausgelastet. Dieser hier hat eine interessante und hochbrisante Dachlast aus vollen Gasflaschen und Benzin in Wassergefäßen.Natürlich alles nur gegen "normales" wegfliegen durch den Fahrtwind gesichert.
Cruise Missiles sind, so glaube ich fest, fast weniger gefährlich.

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Benzintransport in Wasserkanistern ist übrigens auch so ein Volkssport in Cambodia.
Dieser Kombi hier ist voller Gasflaschen, und die 100 bis 150 Liter Sprit in Kanistern sind mit Ketten an den Gasflaschen befestigt:

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Kann sich jemand auch nur annähernd vorstellen, was passiert, wenn die immer leckenden Kanister ihren leicht entzündlichen Inhalt in Richtung der siedendheißen Auspuffanlage tröpfeln lassen?
Der Bubi auf der Ladeklappe bräuchte eine Rasur gewiß nicht mehr auf seine "Things-to-do-liste" zu setzen.


Die Fahrt nach Sihanoukville verläuft völlig problemlos, der Bus braucht für die Strecke heute auch nur 2 1/2 Stunden. Wahrscheinlich, weil ich ja heute Geburtstag habe, und wir das noch ein wenig feiern wollen.
 
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