Member hat gesagt:
"Eliza": "Das sagten Sie bereits"
"Wie geht es Ihnen?"
"Ich fühle mich in letzter Zeit schlecht."
"Können Sie sagen, was Ihren Zustand verschlechtert hat?"
"Ich weiß nicht ... Na ja, ich hatte einen Nervenzusammenbruch ..."
"Das tut mir leid."
"Was soll's ... Ich glaube, es liegt an mir ..."
"Würden Sie gerne daran glauben?"
"Sie denken, das stimmt nicht?"
"Keine leichte Frage."
"Ich sage Ihnen was: Mein Vater ist schuld!"
"Mag Ihr Vater Sie und umgekehrt?"
"Keine Ahnung ... Ist mir egal ..."
"Ärgern Sie sich manchmal über Ihren Vater?"
"Er akzeptiert mich nicht."
"Was, glauben Sie, denkt Ihr Vater über Sie?"
"Er hält mich für einen Versager."
"Was träumen Sie in letzter Zeit?"
"Träumen? ..."
"Erzählen Sie mir davon."
"Ich träume in letzter Zeit oft, dass ich stürze ..."
"Welche Personen erscheinen in Ihren Träumen?"
"Meine erste Freundin."
"Ihre Freundin?"
"Ja."
"Fahren Sie fort."
"Mein Vater mochte sie nicht ..."
"Verstehe."
"Ehrlich gesagt ... Ich habe meinen Vater erschossen!"
"So, haben Sie."
"Und ich habe die Leiche verschwinden lassen."
"So?"
"ICH HABE DIE LEICHE VERSCHWINDEN LASSEN!"
"Das sagten Sie bereits."
Es ist offensichtlich: Hier spricht ein routinierter Psychotherapeut mit seinem Patienten. Durch geschicktes Nachfragen und unterschwellige Andeutungen steuert er ihn in kürzester Zeit in den Kern seines Seelenproblems: der Vater als Über-Ich, als Instanz, die das Individuum mit seinen unerfüllbaren Ansprüchen überfordert und frustriert. Das läuft alles ab wie im Lehrbuch, lediglich die Reaktion des Therapeuten wirkt angesichts des Mordgeständnisses ein wenig abgeklärt. Aber auch diese Gelassenheit ist wohl nur ein Ausdruck großer Routine: Ihn, den Fachmann für gekränkte Seelen, kann nichts mehr schocken ...