Luftfahrt News

Der A350F macht seinen Erstflug. Im Vergleich zu seinem Konkurrenzmodell Boeing 777 hat er einen Kerosinverbrauch um 20% geringer.


 
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Macht aus meiner Sicht absolut Sinn:

Condor sollte mal mit Bangkok Airways sprechen.
Die können denen erklären wie das geht.
 
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Hat wohl dramatische Szenen an Board gegeben. Einer der Piloten soll im Cockpit mit einem Taschenmesser verletzt worden sein und einige Passagiere mit den Crewmembern haben den Angreifer überwältigt, wie berichtet wird.

 
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Mal eine sachliche Information, die ich gegen diese Schmierenjournalie stelle. Bild ist und bleibt für mich halt billigste Klatschpresse, zumindest was aktuelle News und Politik angeht. :smiley emoticons my2cents: Andere Bereiche, wie Sport Bild, Auto Bild und das leider abgesetzte Bild Lagezentrum mit Julian Röpke, sehe ich halt anders und nicht negativ.

Auf einem Flug von Fly Dubai nach Israel soll es an Bord im Cockpit zu einer "Prügelei" unter den Piloten gekommen sein. In meinen Augen primitivstes Click Bait um aus einem nicht abschließend geklärten Zwischenfall eine Tatsachenbehauptung zu machen.

Ja – dein Einwand ist berechtigt, zumindest was die Formulierung „Prügelei“ als feststehende Tatsache betrifft. Ich habe die aktuelle Berichterstattung gerade geprüft, und genau hier lohnt sich die saubere Trennung zwischen gesicherten Fakten und noch ungeklärter Ursache.

Gesichert ist bislang:

  • Flydubai FZ1073 Dubai–Tel Aviv setzte zunächst 7700 (allgemeiner Notfall) und anschließend 7500 (unlawful interference) ab.
  • Das Flugzeug änderte die Flugrichtung, sank deutlich und landete sicher in Tabuk, Saudi-Arabien.
  • Israelische Kampfflugzeuge wurden alarmiert.
  • Es war offenbar keine Entführung.
  • Flydubai selbst spricht zunächst lediglich von einem „incident“ und erklärt, man arbeite mit den Behörden zusammen.
Dann kommt die entscheidende Ebene: Ein israelischer Sicherheitsbeamter, der anonym bleiben wollte, sagte Reuters, die Piloten hätten sich körperlich bekämpft. Reuters schreibt ausdrücklich, dass noch nicht klar sei, ob einer der Piloten das Notsignal absichtlich ausgelöst habe.

Und AP formuliert ebenfalls vorsichtig: Es habe einen Streit zwischen den Piloten gegeben; die Ursache des Streits sei aber unklar, und die Ermittlungen liefen.

Das ist also etwas anderes als:

„Prügelei im Cockpit! Piloten schlagen sich während des Fluges!“
Denn damit werden mehrere Unsicherheiten zu einer scheinbar abgeschlossenen Geschichte verdichtet.

Besonders interessant finde ich, dass sich die Geschichte innerhalb weniger Stunden geradezu exemplarisch entwickelt hat:

1. Gesicherte Beobachtung:
7700 → 7500 → Kursänderung → Sinkflug → Saudi-Arabien.

2. Erste Interpretation:
Mögliche Entführung → israelische Abfangjäger.

3. Neue Information:
Kein Hijacking, offenbar interner Vorfall zwischen den Piloten.

4. Daraus wird medial:
„Cockpit brawl“, „pilots fight“, teilweise sogar „knife fight“.

Bei Reuters taucht beispielsweise bereits die Aussage einer Angehörigen eines Passagiers auf, die von Schreien, einem Messer und Blut berichtet. Das ist aber eine Passagier-/Angehörigenschilderung und keine bestätigte Rekonstruktion des Geschehens.

Und genau da würde ich deine Kritik ansetzen: Der journalistisch saubere Satz wäre derzeit etwa:

„Nach Angaben eines israelischen Sicherheitsbeamten kam es im Cockpit zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden Piloten. Die genauen Umstände sind Gegenstand der laufenden Untersuchung.“
Das ist eine völlig andere Aussage als „Die Piloten prügelten sich im Cockpit“.

Und als ehemaliger Aviation-Stress-Engineer dürfte dir noch etwas auffallen: Die Flugparameter sind zunächst wesentlich belastbarer als die psychologische Geschichte dahinter. Ein Transpondercode, eine aufgezeichnete Höhenänderung und ein Kurswechsel sind objektive Ereignisse. Was im Cockpit zwischen zwei Menschen tatsächlich passiert ist, muss dagegen rekonstruiert werden.

Gerade bei einem Ereignis, bei dem Code 7500 ausgelöst wurde und gleichzeitig ein erheblicher Sinkflug stattfand, wäre ich mit einer fertigen Story ausgesprochen vorsichtig.

Kurz gesagt: „Es gab einen ungewöhnlichen Vorfall im Cockpit, der offenbar mit einer körperlichen Auseinandersetzung der Piloten zusammenhing“ – ja. „Es gab eine Prügelei“ als abschließend feststehende Tatsache – dafür ist die Informationslage momentan noch zu dünn.

Und tatsächlich ist das ein schönes Beispiel für genau das, was du als Clickbait aus einer vorläufigen Lagebeurteilung eine Tatsachenbehauptung machen beschreibst. 


 
Es gibt Fotos vom angeblich beschätigtem Heck durch dem Sturzflug von 34.000 auf 14.000 Fuß.
Angeblich sollen auch zufällig anwesende Piloten geholfen haben die Maschine unter Kontrolle zu bekommen.
 
So, ich habe gerade Heute gesehen und dort lagen mittlerweile aktuelle Informationen. Ich habe ChatGPT malgebeten, hier eine aktualisiere Faktensammlung zusammenzustellen.

Was inzwischen bekannt ist​

Bei Flydubai FZ1073, einer Boeing 737 MAX 8 von Dubai nach Tel Aviv, befanden sich nach Reuters 172 Personen an Bord, davon 169 israelische Staatsbürger. Die Maschine startete um 03:05 UTC.

Etwa zweieinhalb Stunden später kam es zu einem massiven Zwischenfall im Cockpit.

1. Das Flugzeug ging plötzlich in einen extremen Sinkflug​

Die Flugdaten zeigen einen außergewöhnlichen Vorgang:

  • Reiseflughöhe zunächst etwa 34.000 ft
  • anschließend ein Sinkflug um ungefähr 14.000–17.000 ft in sehr kurzer Zeit
  • zeitweise fiel die Maschine mit hoher Geschwindigkeit
  • danach stabilisierte sich das Flugzeug wieder und sank weiter kontrolliert in Richtung Saudi-Arabien.
Reuters spricht von einem Absturz um mehr als 14.000 ft innerhalb von rund 30 Sekunden; andere Auswertungen kommen auf etwa 17.000 ft innerhalb von gut zwei Minuten, weil mehrere Sinkflugphasen zusammen betrachtet werden.

Das ist ein wichtiger Punkt: Es handelte sich nicht einfach um einen normalen Notabstieg. Die Flugparameter passen zu dem inzwischen bekannt gewordenen Kampf im Cockpit.


2. Es kam tatsächlich zu einem körperlichen Angriff zwischen den Piloten​

Hier hat sich die Informationslage entscheidend verändert.

Flydubai selbst bestätigt inzwischen ausdrücklich:

Es habe eine Auseinandersetzung im Cockpit gegeben.
Die Airline bestätigt außerdem, dass die Maschine anschließend von weiteren Flydubai-Piloten an Bord gesichert und nach Tabuk geflogen wurde. Die Airline betont allerdings weiterhin, dass Motiv und genaue Hintergründe Gegenstand der Untersuchung sind.

Nach den übereinstimmenden Berichten von Reuters, israelischen Behörden und Passagieren geht die Geschichte aber wesentlich weiter:

Der Co-Pilot soll den Kapitän mit einem Messer angegriffen und verletzt haben.

Der verletzte Kapitän soll anschließend noch die Cockpittür geöffnet haben, woraufhin Passagiere und Besatzungsmitglieder in das Cockpit eindringen konnten. Dort überwältigten sie den Angreifer.

Reuters konnte inzwischen auch ein von einem Passagier aufgenommenes Video verifizieren, auf dem zwei blutende Männer im vorderen Bereich der Maschine zu sehen sind. Einer wird als der angegriffene Pilot bezeichnet, der andere trägt die drei Streifen des Co-Piloten.

Das ist also inzwischen deutlich mehr als eine anonyme Medienmeldung.


3. Die Passagiere haben offenbar tatsächlich die Situation gerettet​

Das ist vielleicht der bemerkenswerteste Teil des gesamten Vorgangs.

Als das Flugzeug plötzlich stark absank und die Passagiere vorne die Auseinandersetzung bemerkten, gingen mehrere Personen zum Cockpit.

Ein Passagier überwältigte den angreifenden Piloten.

Zusätzlich befanden sich weitere Flydubai-Piloten als Reservecrew an Bord. Diese konnten anschließend die Kontrolle über die Maschine übernehmen und sie nach Tabuk fliegen.

Reuters berichtet außerdem von einem britischen Piloten außerhalb des Dienstes, der sich unter den Helfern befand.

Damit ergibt sich ungefähr folgende Kette:

Angriff → Kapitän verletzt → Kontrollverlust/Sinkflug → Cockpittür wird geöffnet → Passagiere greifen ein → Angreifer überwältigt → Ersatzpiloten übernehmen → Maschine wird stabilisiert → Landung in Tabuk.

Das erklärt rückblickend auch die zunächst schwer verständlichen Flugverlaufsdaten.


4. Und damit bekommt auch der Transpondercode 7500 eine andere Bedeutung​

Das war unser ursprünglicher Knackpunkt.

Zunächst sah es so aus:

7700 → 7500 → israelische Kampfjets → Umleitung

und man wusste nicht, warum.

Jetzt ergibt das wesentlich mehr Sinn.

7700 bedeutet allgemeiner Notfall.

7500 bedeutet „unlawful interference“, also eine widerrechtliche Einwirkung auf das Flugzeug – insbesondere Entführung.

Während des Vorfalls wurde tatsächlich 7500 gesetzt. Anschließend wechselte die Maschine wieder auf 7700 und landete in Saudi-Arabien.

Das war also offenbar kein bloßer Fehlgriff am Transponder. Es gab tatsächlich einen massiven Eingriff in die Kontrolle des Flugzeugs.


5. Warum wurden israelische Kampfjets alarmiert?​

Das war nach den damaligen Informationen vollkommen folgerichtig.

Eine Maschine mit Ziel Tel Aviv sendet 7500 und verhält sich gleichzeitig ungewöhnlich.

Für die israelische Luftverteidigung ist zunächst nicht erkennbar:

  • Ist das eine Entführung?
  • Gibt es einen terroristischen Angriff?
  • Soll die Maschine möglicherweise nach Israel gebracht werden?
  • Ist Israel selbst das Ziel?
Deshalb wurden israelische Kampfflugzeuge gestartet und gleichzeitig eine Krisenbesprechung mit Netanyahu und Verteidigungsminister Katz durchgeführt.

Erst später wurde klar, dass die Ursache innerhalb des Cockpits lag.


6. Warum landete die Maschine ausgerechnet in Tabuk?​

Das war ebenfalls kein Zufall.

Die Maschine befand sich bereits im beziehungsweise nahe dem saudischen Luftraum und benötigte einen Flughafen, den sie schnell und sicher erreichen konnte.

Der Flughafen Tabuk erhielt um etwa 08:44 Uhr Ortszeit den Notruf und bereitete eine Notlandung vor. Die Maschine landete dort gegen 09:45 Uhr Ortszeit.

Beide Piloten wurden verletzt und zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Passagiere blieben ansonsten offenbar unverletzt.


7. Was ist mit dem Motiv?​

Das ist momentan der unsicherste Teil.

Hier sollte man sehr sauber zwischen verschiedenen Ebenen unterscheiden.

Israelische Sicherheitskreise gehen inzwischen offenbar von einem gezielten Angriff aus.

Verteidigungsminister Israel Katz bezeichnete den Vorgang als einen versuchten jihadistischen Terroranschlag und erklärte, das Ziel des Angreifers sei gewesen, das Flugzeug zum Absturz zu bringen.

Netanyahu äußerte ebenfalls, einer der Piloten habe den anderen niedergestochen und anschließend versucht, das Flugzeug zum Absturz zu bringen.

Aber: Das Motiv ist bislang nicht öffentlich geklärt.

Reuters schreibt ausdrücklich, dass die Airline vor voreiligen Schlussfolgerungen warnt und das Motiv weiterhin untersucht wird.

Deshalb würde ich derzeit nicht sagen:

„Es war definitiv ein islamistischer Terroranschlag.“
Sondern:

Nach israelischer vorläufiger Einschätzung wird ein terroristisches Motiv untersucht bzw. inzwischen als wahrscheinlich angesehen; das Motiv ist öffentlich aber noch nicht abschließend belegt.
Das ist ein wichtiger Unterschied.


8. Interessant ist auch die Nationalität der Piloten​

Nach den derzeitigen Berichten war:

  • der Kapitän Emirati
  • der Co-Pilot Omaner
Der Co-Pilot soll erst seit weniger als einem Jahr für Flydubai gearbeitet haben.

Saudi-Arabien hat den mutmaßlichen Angreifer nach Angaben Netanyahus festgenommen und verhört.

Über sein persönliches Motiv, politische/religiöse Verbindungen oder einen konkreten Tatplan ist derzeit allerdings noch nichts Belastbares veröffentlicht.


9. Es gab offenbar auch Schäden am Flugzeug​

Auf Bildern nach der Landung ist eine Beschädigung am Seitenleitwerk/Ruderbereich zu erkennen.

Ein ehemaliger Leiter der israelischen Flugsicherheit beim Shin Bet erklärte gegenüber israelischen Medien, dass diese Beschädigung wahrscheinlich durch den extremen Sinkflug beziehungsweise die dabei auftretenden Belastungen entstanden sein könnte und nicht durch einen Beschuss von außen.

Das passt wiederum zum inzwischen bekannten Ablauf.


10. Was passierte anschließend mit den Passagieren?​

Die Passagiere mussten zunächst in Tabuk bleiben.

Flydubai stellte anschließend Ersatzflugzeuge bereit. Die Passagiere wurden noch am selben Tag nach Israel zurückgebracht; laut Guardian erfolgte die Rückkehr ungefähr acht Stunden nach der Notlandung.

Die Airline bestätigte außerdem, dass sie zwei Ersatzflugzeuge nach Tabuk geschickt hat.


Und damit würde ich unsere ursprüngliche Einschätzung korrigieren​

Wir hatten heute Morgen noch:

„Gewalttätige Auseinandersetzung an Bord, möglicherweise Pilotenstreit; Entführung ausgeschlossen.“
Das war aufgrund der damaligen Informationslage vernünftig, ist aber inzwischen überholt.

Der derzeitige Erkenntnisstand sieht vielmehr so aus:

FZ1073
→ normaler Start in Dubai
→ Reiseflug
→ massiver Sinkflug
→ gewaltsamer Angriff im Cockpit
→ Kapitän schwer verletzt
→ 7700
→ 7500
→ israelische Abfangjäger starten
→ Passagiere/Besatzung überwältigen den Angreifer
→ Ersatzpiloten übernehmen
→ Flugzeug wird stabilisiert
→ Umleitung nach Tabuk
→ sichere Landung
→ beide ursprünglichen Piloten im Krankenhaus
→ mutmaßlicher Angreifer von saudischen Behörden festgesetzt
→ Passagiere später mit Ersatzflugzeug nach Israel.



Was für mich dabei noch offen bleibt​

Es gibt vier Fragen, bei denen ich momentan bewusst noch keine endgültige Aussage machen würde:

  1. Warum griff der Co-Pilot den Kapitän an?
  2. War der Angriff von Anfang an als Selbstmord-/Absturzattacke geplant?
  3. Warum bzw. von wem wurde genau der Code 7500 gesetzt?
  4. Handelt es sich tatsächlich um einen terroristisch motivierten Angriff oder um eine andere Ursache?
Gerade Nr. 4 ist der Punkt, bei dem israelische Regierungsvertreter und die Airline derzeit unterschiedliche Grade an Gewissheit vermitteln: Israel spricht bereits von einem möglichen bzw. wahrscheinlichen Terrorakt, während Flydubai ausdrücklich sagt, dass Motiv und Hintergründe noch untersucht werden.

Der wirklich bemerkenswerte Erkenntnisgewinn gegenüber heute Morgen ist aber: Es war offenbar tatsächlich ein lebensgefährlicher Angriff im Cockpit und keineswegs lediglich ein „Fehlalarm“. Die Passagiere und die zufällig mitfliegenden Ersatzpiloten haben dabei vermutlich verhindert, dass aus dem Vorfall eine Katastrophe wurde.

Zusätzliche Quellen:









Ergänzend noch ein Video von Konstantin Flemig:

 
Zuletzt bearbeitet:
Wer kein Blut sehen kann soll hier lieber nicht klicken.



Die hatten echt Glück dass 2 Piloten unter den Passagieren waren.
 
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