Hallo,
da ich jetzt zurück bin, fasse ich die Informationen bezüglich der Anreise nach Tanga und der Fährverbindung nach Pemba Island (Tansania) zusammen.
Die Anreise erfolgte per Bus. Es gibt zwei Busunternehmen, die die Strecke bedienen:
Tahmeed und
Tawakal.
Bei der Anreise habe ich mich für Tawakal entschieden, da ich von Diani aus angereist bin und diese dort im Gegensatz zu Tahmeed halten. Tahmeed fährt nur ab Mombasa.
Die Kosten bei Tawakal betrugen:
- 1.500 KES für normale Sitze
- 1.900 KES für VIP-Sitze
Abfahrt ist in Mombasa um 04:30 Uhr (oder 05:00 Uhr), in Diani um 05:30 Uhr. Die Ankunft in Tanga erfolgte nach ca. 5 Stunden. Abends um ca. 17:00 Uhr gibt es ebenfalls eine Verbindung.
Nehmt auf jeden Fall die VIP-Sitze. Die sehen aus wie BC-Sitze und befinden sich vorne im Bus. Wir hatten Pech und mussten hinten sitzen, wo es ziemlich stark gewackelt hat und die Fahrt entsprechend unangenehm war.
Auf der Hinreise ist der Fahrer gefahren wie ein Verrückter, um als Erster an der Grenze zu sein (hat er nicht geschafft, wir waren die Zweiten). Nach etwa 90–120 Minuten waren wir an der Grenze. Dort hat die Abfertigung ca. eine Stunde gedauert. Ich war allerdings schon nach 20–30 Minuten fertig, da ich ein Visum benötigte und direkt zum Chief vor durfte, um dieses zu beantragen (50 US-Dollar in bar oder per Karte, M-Pesa geht auch, aber wohl nur über die Einzahlungsstelle oder so). Bei meiner SLT hat alles etwas länger gedauert, der Gelbfiebernachweis wurde auf der Hinreise aber problemlos akzeptiert (das war auf der Rückreise anders).
Tahmeed fährt, soweit ich weiß, um 10:00 Uhr und abends gegen 17:30 Uhr (bei der Abendzeit bin ich mir nicht ganz sicher). Der Preis liegt bei ca. 1.300–1.500 KES und es gibt ausschließlich „VIP“-Sitze.
Dieses Unternehmen habe ich auf der Rückreise genutzt. Sie sagen zwar, dass alle Sitze VIP sind, aber der Bus war ziemlich abgerockt. Die Sitze waren zwar größer, aber nicht verstellbar (1:1:1-Bestuhlung). Außerdem wurde unterwegs überall gehalten (im Gegensatz zu Tawakal), wodurch sich die Rückreise ewig hingezogen hat. Der Bus hatte in Tanga außerdem bereits eine Stunde Verspätung.
Die Abfahrt in Tanga ist bei beiden Unternehmen zwischen 10:00 und 11:00 Uhr morgens. Abends gibt es ebenfalls eine Verbindung, die genauen Zeiten weiß ich aber nicht mehr.
Die Preise waren bei beiden Unternehmen gleich. Beide Tickets habe ich online über die kenianischen WhatsApp-Kontakte gebucht.
Nun zur Zan Fast Ferries
Ja, die Fähre gibt es und sie fährt auch. Das Büro von
Zan Fast Ferries befindet sich zusammen mit dem Tawakal-Büro. Teilweise bedient sogar dieselbe Dame beide Büros.
Die Informationen wurden daher direkt vor Ort eingeholt.
Hier ist das Büro in Tanga:
Google Maps
Website:
ZanFast Ferries
Aktuelle Informationen zur Fährverbindung (Stand: 02.08.2026)
Die Fähre fährt täglich, außer mittwochs und freitags.
- Es gibt zwei Abfahrtszeiten:
Die Hin- und Rückfahrt können direkt vor Ort im Büro gebucht werden.
Preise:
- Einheimische: 17.000–30.000 TZS
- Kenianische Staatsbürger: 70.000 TZS
- Ausländische Reisende: 112.000 TZS
Diese Informationen stammen direkt vom Anbieter (02.08.2026). Wer die Strecke kürzlich gefahren ist, kann gerne ergänzen, ob Fahrzeiten und Preise weiterhin aktuell sind.
Ich habe mich diesmal letztendlich gegen Pemba Island entschieden, da ich in Ushongo genau das gefunden habe, was ich in Pemba gesucht hatte (okay, der Sonnenuntergang hat gefehlt). Ansonsten war ich eine Woche lang in Ushongo glücklich. Dort gibt es einen etwa 3–5 km langen Strand, an dem sich maximal zehn Touristen verteilen, sodass man sich wirklich wie allein fühlen und entsprechend frei bewegen konnte (tagsüber nackt am Strand spazieren, draußen Sex haben etc.).
Die Unterkunft habe ich für 50 Dollar gehabt und diese war top.
Kann auch den Manger Dennis empfehlen der sehr gut Englisch spricht und weitere 8 Villen dort betreut, wenn ihr dahin reist solltet ihr seinen Kontakt suchen, er kann alles für einen erledigen.
Dennis: +255 768 375 330
Daneben befindet sich auch ein kleines Fischerdorf mit einem neu eröffneten „Club“, in dem wir abends schöne Stunden mit Einheimischen verbracht haben. Dadurch konnte ich mich dort etwas einleben, anstatt wieder weiterzureisen und irgendwo nur ein paar Tage zu bleiben. Außerdem sind die zusätzlichen Kosten für Anfahrt und Versicherung nach Pemba auch nicht zu vernachlässigen.
Beim nächsten Mal werde ich aber vermutlich zwei Wochen Pemba und Sansibar erkunden.
Noch ein paar Anmerkungen
In Tansania kann man mit kenianischem M-Pesa bezahlen (International Transfer). Das funktioniert einwandfrei und analog zu M-Pesa in Kenia. Der Wechselkurs ist allerdings nicht besonders gut. Bei mir lag er, glaube ich, etwa 1 KES schlechter als der Online-Kurs.
Die Geldwechsler vor Ort, die überall vertreten sind, haben teilweise sogar bessere Kurse als online angeboten.
Das Visum konnte problemlos an der Grenze für 50 US-Dollar beantragt werden.
Für mobiles Internet habe ich eine eSIM genutzt. Das Netz vor Ort (Ushongo) war allerdings eine Katastrophe und kaum nutzbar.
Sprachlich war es für mich schwierig, da kaum jemand richtig Englisch spricht. Selbst meine SLT hatte teilweise Probleme, sich auf Suaheli verständlich zu machen.
Die Menschen wirken grundsätzlich etwas kühler und reservierter als in Kenia und man braucht etwas Zeit, um mit ihnen warm zu werden. Dafür wird man aber auch nicht ständig von irgendjemandem angequatscht. Nach paar Abenden hatte ich aber nette Kontakte zu Einheimischen, auch wenn Unterhaltungen wirklich schwierig waren.
Auf der Rückreise hatte meine SLT Probleme bei der Wiedereinreise und wurde ins hintere Büro gebeten. Dort wurde ihr vorgeworfen, nicht den richtigen Gelbfiebernachweis zu haben. Die Begründung war, dass die Gelbfieberimpfung nicht auf dem offiziellen gelben Schein eingetragen worden war. Dieser war nicht von der kenianischen Behörde ausgestellt (es gibt anscheinend einen Unterschied).
Meine SLT hatte die Impfung in einer privaten Klinik erhalten. Diese dürfen aber wohl nicht den offiziellen gelben Impfpass verwenden, sondern nur einen normalen Impfnachweis. Die private Klinik wurde auch angerufen und hat versucht zu erklären, dass sie die Schutzimpfung tatsächlich erhalten hatte. Das hat allerdings nichts geholfen und sie musste noch einmal geimpft werden – für 1.500 KES (in der Klinik hätte die Impfung 2.500 KES gekostet).
Die Kosten für die zweite Impfung wurden uns aber bereits nach etwa 10 Minuten von der Klinik erstattet. Das fand ich sehr positiv.
Hoffe ich konnte die Informationen hier einigermaßen übersichtlich hier festhalten.
Wenn ihr Fragen habt, versuche ich diese gerne zu beantworten.
VG
P.s. Eine Sache habe ich vergessen zu erwähnen bezüglich ETA, bei mir war ein Single Entry ETA ausreichend um nach Kenia - Tanzania - Kenia zu reisen.