Thailand Nachrichten aus Thailand 2026

Danke für den Beitrag, lieber @VIO, aber auch an diesem Artikel der Blitzbirnen muss einiges in ein korrigierendes Licht gerückt werden. In Thailand gibt es kein Blutgeld. Blutgeld entstammt in seiner rechtlichen Bedeutung dem Islam und ist dem thailändischen Rechtssystem fremd. Die Blitzbirnen erwecken ganz in der Tradition des Boulevard-Journalismus den Eindruck, dass man durch Zahlung eines gewissen Betrages das Urteil beeinflussen könnte. Der Artikel vermischt hier zivilrechtliche Aspekte der Wiedergutmachung mit strafrechtlicher Strafzumessung.
Also selbst bei der BILD-Zeitung könnten die nicht anheuern. 🗞️ Zu absurd und widersprüchlich einzelne Artikel im WB.
 
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Der Vater von Tunchanok Donhomla hat ein Entschädigungsangebot des australischen Mordverdächtigen Simon Carman abgelehnt. Thongchai Donhomla erklärte gegenüber dem australischen Sender ABC, er werde die Würde seiner Tochter nicht gegen Geld tauschen — auch wenn er arm sei. Ein Satz. Mehr braucht es nicht.

:bravo:👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍

 
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Der Vater von Tunchanok Donhomla hat ein Entschädigungsangebot des australischen Mordverdächtigen Simon Carman abgelehnt. Thongchai Donhomla erklärte gegenüber dem australischen Sender ABC, er werde die Würde seiner Tochter nicht gegen Geld tauschen — auch wenn er arm sei. Ein Satz. Mehr braucht es nicht

ich sag' mal nix dazu
 
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Die Deklaration der Patientenrechte in Thailand, herausgegeben vom Medical Council of Thailand gemeinsam mit mehreren Fachräten, ist eindeutig: In einer lebensbedrohlichen Situation hat jeder Mensch das Recht auf sofortige Behandlung, unabhängig von seiner Zahlungsfähigkeit. Punkt drei dieser Erklärung verpflichtet das Personal, lebensrettende Maßnahmen ohne Rücksicht auf die finanzielle Lage des Patienten einzuleiten.

hatten wir nicht hier mal die Fragestellung, wann das KH eingreifen muss,um einen Patienten das Leben zu retten? einige sagte ja, dass erst die KK gezeigt werden muss, egal wie schlecht es einen geht.

 
Tja, also ich war ja Mai 2024 kurz vorm Kollaps und kann schon bestätigen, dass die ganz schön kurios im Pattaya Memorial nach der Bezahlung fragten, aber währenddessen haben die mich eben auch behandelt. Es nicht so, dass die erst die Zahlung geklärt wissen wollten. Sobald das aber zumindest glaubhaft geklärt war (ich hatte nur die Amex dabei, die aber dort nicht funktionierte, versicherte aber, dass ich im Zimmersafe noch ne Visa habe) wurde ich viel besser behandelt (gefühlt zumindest), als jemals irgendwo. Nachzulesen hier.
 
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Der Vater von Tunchanok Donhomla hat ein Entschädigungsangebot des australischen Mordverdächtigen Simon Carman abgelehnt. Thongchai Donhomla erklärte gegenüber dem australischen Sender ABC, er werde die Würde seiner Tochter nicht gegen Geld tauschen — auch wenn er arm sei. Ein Satz. Mehr braucht es nicht.

Ich ziehe meinen Hut vor der Einstellung des Vaters!

Die Blitzbirnen haben halt mal wieder einen Artikel hingerotzt, der mangelhaft ist. Hier wird mal wieder Zivil- und Strafrecht in einen Topf geworfen. Ich war zu faul heute Morgen, um es in eigene Worte zu fassen und habe es mal an Gemini mit der Bitte um einen Faktencheck übergeben:

Hier ist eine rein sachliche Analyse und ein rechtlicher Faktencheck der in Boulevardmedien wie dem Wochenblitz häufig genutzten Formulierungen zum thailändischen Strafrecht.

Gerade im Rahmen von aufsehenerregenden Kriminalfällen im Ausland (wie dem Mordfall an der 17-jährigen Thunchanok „Cake“ durch den Australier Simon Peter Carman in Pattaya) kommt es in der Berichterstattung regelmäßig zu Verzerrungen an der Schnittstelle von Rechtstheorie und Rechtspraxis.

Fakt 1: „Nach Thai-Recht kann eine von der Opferfamilie akzeptierte Entschädigungszahlung bei der Strafzumessung mildernd wirken...“​

Rechtliche Einordnung: Teilweise richtig, aber irreführend formuliert.

  • Die Theorie (Gesetz): Das thailändische Strafrecht (Thai Penal Code) kennt keinen Paragrafen, der besagt, dass Geldzahlungen an Opfer direkt das Strafmaß mindern. Zivilrechtliche Schadensersatzansprüche (Schmerzensgeld, Bestattungskosten) und das staatliche Strafverfahren sind formal getrennt.
  • Die Praxis (Richterrecht): In der thailändischen Gerichtspraxis findet jedoch Section 78 des Strafgesetzbuches Anwendung. Diese erlaubt es Richtern, bei Vorliegen von „mildernden Umständen“ (extenuating circumstances) das Strafmaß zu reduzieren. Der Versuch, den Schaden wiedergutzumachen (durch Zahlung von Entschädigungen an die Hinterbliebenen), wird von Gerichten als tätige Reue und positives Sozialverhalten gewertet.
  • Die Grenze beim Kapitalverbrechen: Bei schweren Verbrechen wie geplantem Mord (premeditated murder, Section 289) reicht eine reine Geldzahlung in der Praxis bei Weitem nicht aus, um ein mildes Urteil zu erwirken. Lehnt die Opferfamilie das Geld demonstrativ ab (wie in diesem Fall der Vater), fällt dieses Indiz für eine „glückliche Schadensregulierung“ im Sinne des Täters komplett weg. Die Formulierung im Boulevard, dass dies „mildernd wirken kann“, fängt die Komplexität nicht ein und erweckt fälschlich den Eindruck eines zivilrechtlichen Freikaufs.

Fakt 2: „Nach Thai-Recht kann ein glaubwürdiges Schuldbekenntnis das Strafmaß um die Hälfte reduzieren — unabhängig davon, ob die Familie einer Entschädigung zustimmt.“​

Rechtliche Einordnung: Rechtstechnisch ungenau, entspricht aber der gängigen Justizpraxis.

  • Der Gesetzestext: In Section 78 (Mitigation of Punishment) des Thai Penal Code ist verankert, dass das Gericht die Strafe bei mildernden Umständen – wozu ein Geständnis und die Kooperation mit den Behörden zählen – reduzieren kann. Wörtlich heißt es dort jedoch: „...by not more than one-half“ (um nicht mehr als die Hälfte). Das Gesetz setzt somit eine Obergrenze fest und keinen festen Automatismus. Die Strafzumessung verbleibt verfassungsrechtlich vollumfänglich im Ermessen des Richters.
  • Die Justizrealität: Obwohl es im Gesetz als Ermessensentscheidung („Kann-Bestimmung“) formuliert ist, hat sich in der thailändischen Rechtsprechung ein fester Standard etabliert: Legt ein Täter ein vollständiges, sofortiges und glaubwürdiges Geständnis ab (was dem Staat ein langes, teures Beweisverfahren erspart), gewähren die Richter fast durchgehend die maximale Reduzierung von exakt 50 %.
  • Auswirkung auf die Todesstrafe: Da auf vorsätzlichen Mord in Thailand die Todesstrafe steht, greift hier zusätzlich Section 52. Sie regelt die mathematische Halbierung der Todesstrafe. Eine Reduzierung um die Hälfte bedeutet hier die zwingende Umwandlung in eine lebenslange Haftstrafe oder eine zeitige Freiheitsstrafe von 50 Jahren.
Fazit des Faktenchecks:Boulevardmedien neigen dazu, Ermessensspielräume von Richtern als feste Rechtsansprüche oder starre Automatismen darzustellen („das Recht reduziert um die Hälfte“). Während die mathematische Halbierung bei Geständnissen der realen thailändischen Gerichtspraxis entspricht, bleibt die Behauptung, Schadensersatz mindere das Strafmaß, eine journalistische Vermischung von zivilrechtlicher Wiedergutmachung und der richterlichen Würdigung von Reue.
Eine visuelle Einordnung der polizeilichen Ermittlungen direkt nach der Tat in Pattaya bietet dieser Bericht von ABC News Australia, in dem die Festnahme des Verdächtigen am Flughafen Bangkok und die Rekonstruktion der Ereignisse durch die thailändischen Behörden zusammengefasst werden.

Hier das Video von ABC News Australia:

 
... und was hat das nun noch mit aktuellen Nachrichten aus Thailand zu tun???
 
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wie oft wurde das jetzt schon abgesagt? 50x ? :dog:


++++

Wer Fleischprodukte ohne Genehmigung ins Land bringt, begeht eine Straftat — unabhängig von Menge, Verpackung oder Reisegrund.

 
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Wer Fleischprodukte ohne Genehmigung ins Land bringt, begeht eine Straftat — unabhängig von Menge, Verpackung oder Reisegrund.


Das Gesetz gibt es seit 2018!!!

Beschränke deine geistreichen Links bitte zukünftig auf echte News ohne Clickbait-Schlagzeilen!
 
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