Philippinen / Luzon: 675 Kilometer in 4 Tagen mit dem Motorrad



Gestärkt durch einen kleinen Snack fanden wir auch noch ein Teil des Rotlichtmilieus von Baguio. Nicht sehr einladend von aussen wollten wir trotzdem mal einen Augenschein nehmen. Bei mir liegt die Schmerzgrenze relativ hoch. Kein Wellblechhaus oder keine Toilette ist mir grundsätzlich zu schade, aber dies hier hat meine Vorstellungskraft weit übertroffen.

Bereits im Eingangsbereich hat es derart bestialisch gestunken, dass es mir beinahe den Magen kehrte. Und als uns im Durchgang ein Geist ohne Zähne entgegen kam, machten wir rechtsumkehrt und wollten nur wieder das Licht am Ende des Tunnels erreichen.

Im Hotel haben sie uns später von dieser Örtlichkeit auch aufs Schärfste abgeraten. Immer wieder würden da Touristen abgezockt und bestohlen.


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Vom Hotel Securitas wurde uns das KLEX empfohlen. Wir liessen es uns nicht nehmen und statteten dem Night Club einen Besuch ab. Eine grosse Bar mit Lounge und einer Bühne, wo jeweils ein Mädel ihre Show zum Besten gab. Es waren etwa 25 Mädel am Start und Eine sah besser aus als die Andere. Entsprechend gesalzen waren auch die Preise; Barfine 3500 Peso, Ladydrink 200 bis 1700 Peso. Vergleichbar mit einem Cabaret, so wie wir es aus Deutschland oder der Schweiz kennen. Das KLEX öffnet ab 2000 Uhr seine Türen.

Nach zwei SML zog es uns schlussendlich doch zurück ins Hotel, damit wir frühzeitig in die Federn kamen. Ziel war es, am nächsten Tag unmittelbar nach Sonnenaufgang aufzustehen.


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(Bild aus dem Netz)
 
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TAG 2:

Tagwache war um 0700 Uhr und anschliessend wurde im Hotel ein Frühstück mit Speck, Ei und Toast zur Stärkung aufgenommen. Ziel war es, spätestens um 0830 Uhr 'on the Way' zu sein. Ziel am heutigen Tag sollte Banaue sein.

Wir haben unzählige Einheimische gefragt, wie lange wir bis Banaue benötigen, jedoch waren die Zeitangaben derart unterschiedlich (4 bis 12 Stunden), dass wir uns unmöglich eine Vorstellung machen konnten. Aber wir waren uns bewusst, dass eine gewaltige Strecke vor uns liegt.

Die Temperatur war äusserst angenehm frisch und eine gute Jacke kann oder muss ich jedem empfehlen. Obwohl Baguio sehr gross und weitläufig war, war es ein Leichtes, aus der Stadt zu finden und den richtigen Weg einzuschlagen.

Auf der Karte liegt Banaue zwischen Bontoc und Lagawe. Unschwer zu erkennen durch die braune Farbveränderung , dass die gesamte Strecke durch die Bergen führt.


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Stadtrand von Baguio; beim Betrachten der Bilder nachvollziehbar, dass es bei einem Erdrutsch zwangsläufig zur Katastrophe kommt.


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4 bis 12 Stunden für diese Strecke :shock:.........da müssen wir für diesen Ausflug wohl doch mehr Zeit einplanen. Man will ja schließlich nicht auf der Flucht sein.

Darüber mehr am Ende des Tage !!!


Höchster Punkt !!!!! Aber nicht der Kühlste. Umso weiter man nach Norden kam, fiel auch die Temperatur. Ich schätze mal, dass wir hier vermutlich keine 20 Grad hatten.

Es gab hier noch eine Aussichtsplattform und einen kleinen Fressbalken (bei uns Autobahnraststätte, hier natürlich nur ein kleiner Kiosk).

Das dritte Foto ist keine Kopie vom Member Finder, aber offensichtlich haben wir genau den selben Standort für das Foto ausgewählt.



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Kleine Stadt Höhe Mankayan, ca. auf halber Strecke in Richtung Bontoc.
Man beachte die eingekleideten Personen auf der Strasse. Weit weg von sommerlichen Temperaturen.

(Alle Bilder entsprechen übrigens der chronologischen Reihenfolge der Fahrt.)

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Tankstopp auf dem Lande.
Auf der ganzen Strecke im Gebirge gibt es genug Möglichkeiten, Saft für sein Bike zu tanken.


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Und immer wieder die schöne Landschaft..................


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hey Super Bericht, dieser macht lust um zu Buchen und einen solchen trip zu unternehmen, vorallem als Biker nicht nur DE A CH Berge und strecken zu fahren

Danke für das Lob. Ich kann es dir nur empfehlen :tu: Mach es !!!



Gut 40 Kilometer von Bontoc entfernt, wurde die Landschaft noch grüner und saftiger. Traumhafte Reisterrassen, eingebettet zwischen Gebirge, Häusern und Fluss. Man(n) muss es gesehen haben.............
Nun kann ich es schon mal nachvollziehen, als ich im Bericht von Finder gelesen habe, das die Umgebung von Bontoc eigentlich viel mehr als Banaue selbst zu bieten hat.

Ich möchte Euch mit meinen Fotos auch immer wieder einen Eindruck über die Strassenqualität geben. Eine Zusammenfassung wird am Ende des Tages noch folgen. Nicht immer sagen die Bilder bis dato die Wahrheit, wo es Sonne hat, gibt es auch Schatten.


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Vor Bontoc sind wir an einem Punkt angekommen, wo wir den einzigen Fehler unserer Reise gemacht haben.
Die Zeit stand bereits bei 1530 Uhr und wir wollten unbedingt Banaue vor Einbruch der Dunkelheit noch erreichen. Die Berge waren eingehüllt in tiefhängenden Wolken und es kam ein stürmischer Wind auf. Es machte den Anschein, als würde demnächst ein Unwetter aufkommen.
Es wäre Fatal gewesen, die Strecke durch die Berge bei Nacht zu fahren. Aus diesem Grund liessen wir ein unnötiger Stress aufkommen. Der Regen wäre nur halb so wild gewesen, da sämtliches Gepäck wasserdicht verpackt gewesen war.

Die beste Entscheidung hätte gelautet, in Bontoc zu übernachten und von da aus einen kleinen Trip zu unternehmen.
Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit haben wir es unterlassen, Bontoc und Umgebung zu besuchen und vermutlich so den schönsten Teil der Reise zu verpassen. Bontoc ist eine wunderschöne Stadt, welche durch einen Fluss in der Mitte getrennt ist. Eine grosse Brücke verbindet die Ortschaft.

Leider habe ich deshalb nicht ein Foto von Bontoc selbst und nur sehr wenige von der Anfahrt nach Banaue hinauf. Ich kann dem Member Finder nachträglich nur beisteuern, dass Bontoc und Umgebung mehr zu bieten hat, als Banaue selbst.

Fazit: Wenn jemand dieselbe Tour mal machen will, plant einen Tag mehr ein und übernachtet in Bontoc. Nicht zuletzt auch deshalb, da die Strecke von Baguio nach Bontoc seine Zeit und vor allem grosse Kräfte (geistig und körperlich) in Anspruch nimmt.

Anfahrt von Bontoc hinauf in Richtung Banaue.


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ich habe dir noch einen super tip falls wieder mal länger auf ne motorradtour geht

Leider kann ich den Link nicht aufmachen :cry:


Von Bontoc nach Banaue benötigten wir knapp 2 Stunden. Wir waren schon ziemlich erschöpft von der langen Fahrt und es schlichen sich erste Fahrfehler ein. Langsam aber sicher wurde es gefährlich, nicht zuletzt aus dem Grunde, dass auf der Passhöhe dichter Nebel herrschte.

Auf der Bergspitze präsentierte uns die Natur ein unheimliches Schauspiel. Eine gigantische Radarstation (made in USA?), eingehüllt im Nebel, mitten in einem kleinen Dorf, wo Katzen, Hunde, Hühner und Kinder die Strasse prägten, und dazu die mysteriöse Stille.


Ankunft in Banaue, die Sonne hat wieder Vorderhand genommen. Genau so unheimlich wie das Wetter vor ein paar Kilometer noch war, so wunderschön blau ist der Himmel am Ziel. Genial, was die Natur hier veranstaltet hat :tu:.


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Ein Hotel zu finden war kein Problem. Es gab mehrer Hotels, wo man Unterschlupf hätte finden können. Wir entschieden uns für das Banaue Hotel. Es lag perfekt auf einer Höhe und der Ausblick war einfach gigantisch. Wir buchten den Deluxe Room für 3000 Peso. Nicht gerade preiswert, aber der Balkon und das Panorama war das Geld schon wert.


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