Wir "Touristen" hatten jeder ein eigenes Zelt mit Schlafkabine und Vorraum. Die 10 Leute Personal schliefen zusammen in einem Zelt. Essen gabs 3 x am Tag je 3 Gänge. Jederzeit Kaffee und Tee oder Fruchtsaft und Wasser sowieso. Den Umständen entsprechend ging es uns also richtig gut. Gewandert, manchmal auch geklettert wurde sehr langsam . Für 5-10km braucht man normal 2 Stunden. Wir hatten jeweils einen halben Tag und sind nachmittags aus Langeweile ne Runde extra gegangen. Es ging auch nicht darum in kurzer Zeit eine bestimmte Strecke zu schaffen, sondern um Akklimatisierung. Wir wanderten tagsüber bis auf 4600m, um dann unter 4000m im Camp die Nacht zu verbringen. Abgesehen davon das ich beruflich täglich 8-10h auf den Beinen bin und ab und zu Rad fahre, habe ich mich in keiner Weise irgendwie besonders vorbereitet. Alles ist wirklich leicht zu schaffen.
Bis auf den Tag der Gipfelbesteigung.
Es geht spätestens Mitternacht los. Über 1200 Höhenmeter bis zum Gipfel und wenn man mal kurz vergisst kräftig zu atmen, bekommt man schlagartig das Gefühl man muss ersticken. Kopfschmerzen mehr oder weniger sowieso. Weil ich leichtsinniger Weise nicht ständig mein Gesicht vor der Sonne geschützt hatte, war es ziemlich verbrannt und geschwollen.
Mein Gesicht war völlig entstellt und wurde von Face ID meines Handys nicht mehr erkannt. Daher wurde mein Passwort abgefragt ( mein Geburtsdatum). Ich stand vor dem Uhuru Peak und wollte von meinem Gide ein Foto von mir machen lassen. Mein Kopf war so leer, ich wusste mein Gebutsdatum/Passwort nicht mehr. Es hat mehrere Minuten gedauert, bis ich das Richtige gefunden hatte. Man kann sich das nur vorstellen, wenn man das erlebt hat.
Ich glaube aber, fast Jeder der den Willen hat es zu schaffen , schafft es auch. Aber das ist auch unbedingt die Grundvoraussetzung . Nur mal so, geht das nicht.
Anhang anzeigen IMG_3236.jpg
Anhang anzeigen IMG_3143.MOV
Anhang anzeigen IMG_3157.jpg
Anhang anzeigen IMG_3157.jpg