Berichterstattung und Infos aus meiner Reise nach Havana
Reisezeitraum 17.3.-28.3.
Unterkünfte sind problemlos zu finden. Bei AirBnB beginnend mit 20€ für einfache Wohnungen mit etwas älterem Möbel. Ab 30-35€ kommen schon gute Wohnungen. Hotels sind, wenn sie separat zum Flug gebucht werden, schon recht teuer. Melia Cohiba ca 160€/Nacht. Ibericostar Select auch 160€/ Nacht. Packert gerne auch 250€/ Nacht.
Taxis sind etwas verwirrend. Bei den großen Hotels stehen meist Taxis die einem zum direkten Ziel bringen. So wie man es eigentlich auch kennt. Preis ist von 5-15$. Zum Flughafen 30$. Es gibt aber auch Sammeltaxis die meist die Langen Straßen abfahren und man kann (hop-on hop-off) für 200 CUP (1€=360CUP) mitfahren. Man sollte etwas spanisch sprechen.
Restaurants sind in der ganzen Stadt verfügbar. Auch wenn man etwas außerhalb wohnt. Im Touristischen Zentrum liegt ein Abendessen bei 10-15€ / Person….. etwas abseits des Trubels auch schon bei 3-5€.
Geld wird nur auf dem Schwarzmarkt getauscht. 1$=360CUP (Stand 3.2025) Man kann den Vermieter fragen, oder sonst jemand, zu dem man Vertrauen hat. Abzocke ist natürlich möglich, wenn man zu jemanden geht, der einem auf der Straße anspricht. Banken sind ein NoGo, da diese 1$=121CUP tauschen (offizieller Wechselkurs). Ist etwas heikel, man braucht eigentlich einen Kubaner, dem man vertrauen kann.
Zigarren, zumindest die bekannten Marken, sind in offiziellen Geschäften zu bekommen. Die gibt es im Touristischen Zentrum oder im Cohiba Melia Hotel. Eines kann ich gleich sagen, einen „Schnapper“ macht dort niemand. Preise fest in Dollar und auch auf Weltmarkt Niveau. Ich habe einige Tage gesucht. Am Ende hat mir mein Vermieter welche besorgt. Sicher echte (es gibt viele schlechte Fälschungen). Ich habe Cohiba Robusto für 13$/Stück bekommen. Ohne Kiste, aber sicher originale.
Lebensmittel und Getränke gibt es an vielen kleinen Läden, die eher an Kiosks erinnern. Einfache Dinge wie Bier, Wasser, Instandnudeln, Chips ect. Diese kleine Shops sind meist fussläufig zu finden. Auch wenn man weit außerhalb vom Zentrum wohnt. Bier liegt etwa bei 0,6€ oder 200CUP. Die sind dann auch schon gekühlt.
Zum Thema Mädels kann ich wenig berichten. Bei Badoo sollte eine SLT zu finden sein. Ansonsten ist am Abend in der Altstadt wohl einiges los. Preise für SLT beginnen bei 25€/Nacht…. Was auf der Strasse aufgerufen wird, weiss ich nicht. Ich denke aber Kuba gehört eher zu den günstigeren Ländern.
Jetzt der Grund, der mich dazu bringt, euch eher von einem Urlaub dort abzuraten. Mir gefällt das Land und die Menschen. Ich habe auch gute Momente dort gehabt und konnte auch einige Kubaner in Ihrem Zuhause besuchen. Somit einen „kleinen“ Einblick in das Leben eines Kubaner bekommen. Die sind wirklich leidenswillig. Oder es einfach schon gewohnt. Die meisten Kubaner sind hoffnungslos unterbezahlt. Ich habe von 2 Lehren (an verschiedenen Tagen und die sich nicht kannten) gehört, das deren Gehalt bei 5-6.000CUP liegt (~16€).
Was sehr schwierig ist, ist die Infrastruktur. Vor meinem Haus war ein Rohrbruch und das Wasser floss in den Randstein. Im Randstein hatten sich schon Algen bebildet. Ist also nicht erst seit ein par Tagen so. Das gleiche habe ich alle par hundert Meter gefunden. Es gab also an JEDEM Tag einige Stunden, an denen es kein Wasser gab. Das gleiche gilt für Strom. JEDEN Tag für gerne auch mal 5-7 Stunden. Da passiert aber nicht viel. Man muss sich daran gewöhnen, dass man Duscht wenn Wasser da ist und nicht wenn man möchte. Das gleiche gilt für Handy laden. Jetzt mein Dealbreaker für Kuba. Ich bin in einen mehrtägigen Blackout gekommen. Der dritte innerhalb von Monaten. Wäre also 1 Blackout pro 8 Wochen. Wenn man 2 Wochen in Kuba ist, steht die Chance derzeit ¼ dabei zu sein.
Blackout bedeutet das es in der GESAMTEN Stadt keinen Strom und wenige Stunden später kein Wasser mehr gibt. Keine Strassenbeleuchtung, der Kühlschrank geht nicht mehr, Handy kann nur noch mit Powerbank geladen werden. Das Internet funktioniert noch seltener wie zuvor schon. Die großen Hotels waren auch betroffen. Einige hatten noch Diesel im Generator und waren daher erst 1-2 Tage später dunkel. Einige haben im „Notbetrieb“ auch länger durchgehalten. Großer Mist! Viele Länden haben gar nicht erst geöffnet. Wenige Restaurants konnten mit Generatoren noch geöffnet bleiben, aber das meiste des öffentlichen Lebens war herunter gefahren. Mir wurde empfohlen bei Nacht nicht mehr auf die Strasse zu gehen, da mit Unruhen zu rechnen sei. Was auch der Fall war. Dazu weiß man ja auch nicht wenn der „Spuck“ endlich ein Ende hat…. Bei mir waren es 5 Tage. Ich hab versucht in den Restaurants mit Generator mein Handy aufzuladen und ansonsten nur geschaut das ich genug Wasser und essen im Haus habe. Echt nicht sehr schön, wenn man mal hart auf dem Boden aufschlägt. Ich war allein dort und kann mit dem Entzug von Komfort noch umgehen. Wenn man dort aber mit Familie ist, wird das echt schnell blöd.
Wie gesagt, ich hatte auch gute Momente dort, aber das Risiko sollte schon deutlich erwähnt werden, damit jeder einschätzen kann, worauf er sich einlässt.
Das Condor Kuba nicht mehr anfliegt, mit deren Argument dass die Situation am Flughafen so schwierig ist, kann ich jetzt deutlich besser verstehen.
Es tut mir sehr leid um die gebeutelten Kubaner. Deren Leben wir täglich schwieriger.