Thailand Bangkok, Chiang Mai, Loei, Pattaya – and I'm getting older (na so was!)

Cavigliano

V.I.P
Ersteller
Mitglied seit
12.06.2013
Beiträge
3.068
Likes erhalten
5.965
Hallo zusammen,

banaler Titel, ich weiß - „I´m getting older“. Sollte mir als Jahrgang 1958 nicht so ganz unbekannt sein, aber offenkundig habe ich wohl so manchmal den Drang mich zu benehmen, als wäre ich immer noch 25 Jahre alt.

Zur Vorgeschichte: Eigentlich stand für 2016 keine SOA-Reise an. Ich hatte nach meinem letzten SOA-Aufenthalt (März/April 2015) vollmundig angekündigt, von spaßtouristischen Aktivitäten fürderhin Abstand zu nehmen, um in DACH mal wieder eine feste Beziehung einzugehen. Das habe ich dann auch versucht, für Januar 2016 war eine gemeinsame Kanaren-Reise geplant, aber es ging dann Ende letzten Jahres schief, und exakt am 31. Dezember fand ich mich vor meinem Rechner wieder, über „skyscanner“ Bangkok-Flug für den Monat März gebucht, dann Rundreise festgelegt, Inlandsflüge + Busse gebucht, dto. Hotels. Irgendwann lärmte draußen etwas herum, aha - Neujahr. Pulle Bier aus dem Kühlschrank geholt, Prost. Dann Touren festgelegt, Webseiten von National Parks besucht, Höhenprofile der Strecken runter geladen etc. etc. - der übliche Planungswahnsinn.

Am Morgen „stand“ die Tour.

Zuerst 4 Nächte Bangkok: diverse Stadtrundgänge geplant, zwei Girls sollten nächtens auch dabei sein (1 Stunner aus Go-Go-Bar + 1 „vorzeigbare“ Freelancerin für einen Besuch einer der Rooftop-Bars).

Dann 3 Nächte Chiang Mai: Stadtbesichtigung und am letzten Tag Besteigung des Doi Pui (1685 m) geplant (natürlich von ganz unten aus), Nachtleben - mal sehen.

Dann 4 Nächte in die absolute Provinz nach Loei: geplant waren eine große Fahrradtour, ein Tagesausflug nach Chiang Khan und als sportlicher Höhepunkt ein Besuch im Phu Kradueng National Park. „Mädelstechnisch“ erwartete ich rein gar nichts, wurde dann jedoch positiv überrascht – und konnte das Angebot nicht annehmen, weil ich einfach zu „groggy“ war (peinlich!).

Zum Schluss dann 5 Nächte Pattaya, zur Erholung, vorzugsweise mit einem netten Girl und gutem „take care“.

Was ich nicht bedacht hatte: Das ständige Herumreisen, die täglichen Touren, fehlende Erholungspausen, mangelnder Schlaf, der tägliche „Aircondition-Terror“, die mörderische Hitze gerade im Norden/Nordosten nebst grauenvoll staubiger Luft etc. setzten mir so sehr zu, dass ich mich ab Chiang Mai ständig mit irgendwelchen Erkältungssymptomen herumschlagen durfte. Eigentlich hätte ich mir einmal mindesten eine eintägige Auszeit nehmen müssen, aber „Planerfüllung“ ist bekanntlich wichtiger.

So etwas habe ich zum ersten Mal erlebt. Auf meinen bisherigen Touren konnte ich mir eigentlich ungestraft (fast) alles erlauben. Nun ja, willkommen in der Realität!

Anyway, Spaß gemacht hat es trotzdem.

Es gibt viele Fotos, jedoch nur von einem der drei Girls, mit denen ich das Kopfkissen teilte. Beim ersten habe ich es glatt vergessen, und beim zweiten hätte ich mit der Kamera schon hinterher rennen müssen, denn sie erwies sich als echte „Runnerin“. Die von mir gemäß den arbeitsrechtlichen Bestimmungen (Artikel 147 thailändisches Arbeitsgesetzbuch) dann vorgenommene anteilige Honorarkürzung erboste sie derart, dass sie neben dem ortsüblichen Schwall an Vorwürfen/Beschimpfungen mir doch tatsächlich das Privileg verschaffte, Mitglied im erlauchten „Club der von einem zeitlich unbegrenzten Aufenthaltsverbot an einem bestimmten Ort Betroffenen“ zu werden. Ehre, wem Ehre gebührt.
::D:

Viel Spaß beim Lesen.
 
  • Like
Reactions: 16 users
Bangkok – 1.Tag:

Der Flieger landet pünktlich um 18:00 Uhr. Die Einreiseformalitäten sind schnell erledigt. Mit Airport Rail Link bis Haltestelle Makkasan, von dort mit dem Skytrain bis „Sukhumvit“, und zu Fuß gut 10 Minuten bis zum Hotel.

Es liegt in einer ruhigen Seitenstraße der Sukhumvit Soi 18. Vorher komme ich an einigen Massageläden vorbei. Beim ersten springen einige Girls auf. „Massssaaaaage!!!“ Ich deute auf mich und meinen Koffer und frage: „for whom?“ Sie lachen und lassen mich gehen.

Das Hotel „BB Boutique Mansion“ ist ein kleines, familiengeführtes Hotel. Das Zimmer ist modern eingerichtet, sehr sauber und verfügt (ein absolutes Muss für meinen Morgenkaffee) über einen Balkon.

Anhang anzeigen DSCN2766.jpg

Anhang anzeigen DSCN2771.jpg


Nach Auspacken, Dusche und Umziehen begebe ich mich sofort wieder auf die Sukhumvit Soi 18. Ich brauche eine Foot-Massage (nothing more).

Die Läden gucke ich mir jetzt genauer an (Foto vom nächsten Tage).

Anhang anzeigen DSCN2764.jpg

Angesichts der Lage spricht eine unwiderlegbare Vermutung dafür, dass dort nur ein ganz bestimmtes Körperteil eines Mannes eine fachgerechte Versorgung erwarten darf. Aber am ersten Abend bin ich nicht anspruchsvoll. Einer der Läden ist gut besucht, die Girls lärmen auch nicht so herum, also gehe ich rein.


Es sieht hier doch einigermaßen seriös aus. Diplome der Mädels(?) hängen an der Wand.

Ich werde zu einem Sessel geleitet. Dann erscheint Nun – eine elfengleiche Gestalt, für eine Thai-Lady ziemlich groß, sehr schlank, hübsches Gesicht, so Anfang 20. Zu meinem profunden Schatz bewährter Vorurteile gehört, dass junge und hübsche Girls nicht massieren können. Egal, denke ich, den Fuß wird sie mir schon nicht abreißen, und ich kann mich auch an ihrem Anblick erfreuen.

Sie legt los und sofort merke ich, dass ich mich gründlich getäuscht habe. Jeder Handgriff sitzt. Sie hat es tatsächlich gelernt. Mit großer Unnachgiebigkeit spürt sie sämtlichen Verspannungen nach und lächelt zufrieden, wenn ich bei einigen schmerzhaften Passagen laut vernehmlich atme.

Den eigentlich beabsichtigten Besuch in teuren Massage-Tempeln kann ich mir also sparen. Die Kleine ist wirklich gut. Die Stunde kostet 250 Baht, ich gebe 300 Baht.

Nach einem Essen gehe ich in die Soi Cowboy. Es ist Low Season, zudem mitten in der Woche, und entsprechend wenig los. Sofort ertönt der Chor „where you come from, come in“. Ich „marschiere“ das Spalier einmal rauf und runter.

In eine Go-Go-Bar will ich nicht gehen, sondern die Wärme genießen. Also setze ich mich irgendwo draußen hin und trinke ein Chang-Beer. Nach einiger Zeit erscheint eine Lady und wir beginnen ein bisschen small-talk. Sie ist im Gesicht ähnlich stark geschminkt wie eine japanische Butoh-Tänzerin (d. h. kalkweiß) und fragt mich, für wie alt ich sie halte. Ich schaue kurz hin, auch auf die besonders verdeckten Krähenfüße um die Augen und denke, na, bestimmt 30 – und sage 23. Sie ist ganz happy und meint, sie sei 30, ich heuchele Erstaunen und bestelle einen LD.

Sie ist süß, sehr bemüht um mich, überhaupt nicht LD-koberisch, allerdings nicht mein Fall, aber ich will heute eh erst einmal ankommen (Letzteres teile ich ihr fairerweise auch mit). Ich lasse noch zwei LD´s springen, dann geht gegen 01:30 Uhr in einigen Bars das Licht auf einmal aus. Ich schaue sie fragend an: Stromausfall? Sie meint nein, die Sperrstunde von 02:00 Uhr werde mittlerweile strikt eingehalten, und einige Inhaber hätten letzte Zeit Strafen bekommen und würden jetzt kein Risiko eingehen. Allerdings sehe ich, dass in einigen Bars alles nach drinnen verschwindet, so nach dem Motto „Schotten dicht und weitermachen“.

Ich zahle die erstaunlich moderate Rechnung und gehe zurück zum Hotel. Im 7/11 will ich mir noch einen „Absacker“ holen, stehe aber an der Kühle vor einem Schild, das mich auf die seit Jahren üblichen Alkohol-Verkaufszeiten (11:00 – 14:00 und 17:00 – 24.00 Uhr) hinweist. Da hat sich im letzten Jahr noch keiner dran gehalten. Interessant. Aber egal, müde bin ich jetzt eh genug.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: 9 users
Bangkok – 2.Tag (Teil 1)

Am frühen Morgen entdecke ich auf der Sukhumvit Road eine geeignete Frühstücks-Location (nur Thai-Food, eher ungewöhnlich in dieser „Farang-Gegend“), die ich auch in den nächsten Tagen in Anspruch nehmen werde.

Anhang anzeigen DSCN2714.jpg

Dann geht es mit der MRT Richtung Norden bis zur Endhaltestelle „Bang Sue“. Von dort will ich Richtung Nonthaburi (Pibul Songkram 3), dort befindet sich die nördliche Endhaltestelle der Expressboote auf dem Chao Phraya River.

Bevor ich mir ein Taxi nehme, laufe ich erst einmal etwas herum, mal ein bisschen Einblick in das „normale“ Bangkok nehmend.
Unter diversen Stelzen, Überführungen etc. erstrecken sich weitläufige Märkte.

Anhang anzeigen DSCN2716.jpg

An einem Kanal gelange ich in eine Gegend, die schockierend ärmlich wirkt. Die Bewohner sehen entschieden nicht so aus, als ob sie sich über die Anwesenheit eines fotografierenden Farangs freuen würden, daher stecke ich die Kamera in den Rucksack.

Kurz danach sieht es schon wieder besser aus. Ich winke mir ein Taxi heran. Der Fahrer versteht kaum Englisch, aber als ich „Pibul Songkram 3“ sage, meint er strahlend „yes“ und fährt los, allerdings in die falsche Richtung, wie ich auf meinem Smartphone (Google Maps) unschwer erkennen kann. Ich lasse ihn also anhalten und erkläre ihm auf der Karte, wohin ich will. Kartenlesen scheint nicht so seine Stärke zu sein, daher einigen wir uns darauf, dass ich neben ihm Platz nehme und ihn dirigiere. Kurz vor Erreichen des Ziels meint er auf einmal „Aaahhh, Pibul Songkram 3“ und beginnt lauthals zu lachen. Verstehe die Leute, wer will (vermutlich lag es aber an meiner Aussprache!). Wir verabschieden uns lachend. Über den kleinen Tip freut er sich sehr.

Das Boot fährt gerade ab, ich husche noch schnell an Deck. Die Fahrt beginnt.

Selbst im äußersten Norden von Bangkok wird ordentlich gebaut.

Anhang anzeigen DSCN2724.jpg

Nach Durchqueren der Rama VIII Bridge beginnt die „touristische Kernzone“.

Anhang anzeigen DSCN2731.jpg

Der Wat Arun ist diesmal eingerüstet (den habe ich alter Kulturbanause wieder einmal nicht besucht).

Anhang anzeigen DSCN2742.jpg


Unermüdlich surren die Baukräne.

Anhang anzeigen DSCN2748.jpg


Irgendwann wird das dann alles so aussehen wie hier.

Anhang anzeigen DSCN2749.jpg

Am Sathorn Pier steige ich aus und fahre mit dem Skytrain zum Lumphini Park, wo ich etwas herumlaufe.

Anhang anzeigen DSCN2754.jpg

Ohne die unermüdlich herumfahrenden Tankwagen wäre es hier vermutlich ziemlich dürr. Mir wurde erzählt, dass es seit Wochen bereits nicht mehr geregnet habe.

Ich stoße dann auf ein interessantes Detail: An einigen Stellen im Park lässt die Regierung einen „Trimmparcour“ errichten. Dies scheint mir ja ein Faible autoritärer Regimes zu sein („Mens sana in corpore sano“), was mir vor einigen Jahren in der Türkei schon einmal aufgefallen ist. Den Englisch sprechenden Bauleiter frage ich, ob die Dinger denn später auch genutzt werden würden. Er meint, vermutlich nicht, und lacht.

Anhang anzeigen DSCN2760.jpg

Auf ruhigen Seitenstraßen gehe ich zur Sukhumvit Road und besuche dort eine der schicken Malls („Terminal 21“). Im hervorragenden Food Court („Pier 21“) gehe ich Essen.

Anhang anzeigen DSCN2762.jpg

Von dort bin ich wieder schnell in der Sukhumvit Soi 18, die an einigen Stellen erstaunlich grün ist.

Für heute habe ich mein Besichtigungsprogramm erfüllt und darf mir daher ohne schlechtes Gewissen später einen Abstecher ins Nachtleben gönnen.
:yes:
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: 10 users
Ehe ich es vergesse:

Danke für das freundliche Feedback der Mitleser -

und auch einen großen Dank an die Forumsleitung für die hervorragende Foto-Software. Da macht das Hochladen ja richtig Spaß!
 
  • Like
Reactions: 3 users
Bangkok – 2.Tag (Teil 2)

Bevor ich losgehe, gönne ich mir noch eine Foot-Massage bei Nun. Sie ist heute erkennbar schlecht drauf. Vielleicht hat Mama-san ihr „den Kopf gewaschen“ (ein bisschen divenhaft ist sie schon). Lustlos knetet sie an mir herum. Ich frage freundlich „everything okay?“. „Yes“ (schnaub!). Jetzt lässt sie ihren Groll an meinen Füßen aus. Autsch! Ich sage „please not so strong, relax!“. Sie beruhigt sich wieder und kriegt noch so einigermaßen die Kurve. Aber kein Vergleich zu gestern. Na ja, einen schlechten Tag hat jeder mal. Den Tip gebe ich ihr trotzdem.

Später geht es dann zur Nana Plaza. Im Biergarten des Eingangsbereichs ist ein Platz frei, von dem ich beste Sicht auf das Treiben habe. Ich stelle fest, dass das leckere Chang-Draft immer noch sagenhaft günstig ist (55 Baht). Dann fahre ich mit der Rolltreppe in den First Floor. Wie immer werde ich von einem Rudel Ladyboys attackiert. Same, same. Dann mache ich einen Rundgang, auch in den Second Floor. Die Stimmung scheint allgemein noch ein bisschen mau zu sein.

Also verlasse ich die Nana Plaza und gehe in der Sukhumvit Soi 4 in eine Beer Bar. Dort ist mehr los. Ich lerne Mai kennen. Sie ist die „Umsatzmaschine“ und „Ladydrink-Rekordhalterin“ in dem Laden. Es gibt wirklich keinen Tisch, auf dem nicht ein LD für sie steht. Sie macht das wirklich sehr geschickt und charmant, überhaupt nicht pushy, und achtet immer darauf, bei ihren „Gönnern“ auf eine Stipvisite vorbeizuschauen. Sie schafft es sogar, die beiden deutschen Pärchen an meinem Nachbartisch zu umgarnen, die kurz nach mir gekommen sind. Es handelt sich um typische Birkenstockträger, moralisch gefestigt und stets bereits, sich über das Unrecht in der Welt zu empören. Mir als erkennbar allein reisendem Touristen haben sie zur Begrüßung schon mal einen missbilligenden Blick zukommen lassen. Idioten! Jetzt sind sie alle von Mai ganz angetan. Schon komisch anzusehen.

Dabei sieht Mai nicht besonders hübsch aus, und etwas stämmig gebaut ist sie auch. Aber sie hat Witz und Charme und ist eine richtige „Stimmungskanone“.

Ich beobachte die Freelancer auf der Straße. Nichts wirklich dabei, wo ich sagen würde: whow. Ein LB versucht mehrmals, mein Interesse zu erwecken, vergeblich. Mai, die auf einmal neben mir mit einem eigenen Drink und einem Frei-Bier für mich erscheint, meint, sie sei eine Freundin von ihr und sehr nett. Es ist im Moment etwas ruhiger in der Bar und Mai hat offenkundig Lust, sich mit mir zu unterhalten.

Sie ist 26 Jahre alt und stammt (natürlich) aus dem Isaan. In der Bar arbeite sie schon einige Jahre. Sie verdiene dort sehr gut. Einen Freund habe sie nicht, auch keine Kinder. Was sie nicht zum Leben brauche, schicke sie ihren Eltern. Die führen ja jetzt in ihrem Dorf ein schönes Leben, denke ich, als sie mir einige Fotos zeigt (Kühlschrank, Flat-TV, Moped etc.). Der einzige Sohn der Familie ist natürlich der „Prinz“ und darf auf ihre Kosten studieren. Ich denke mir meinem Teil, enthalte mich aber jeglichen Kommentars.

Sie werde bestimmt oft ausgelöst, frage ich sie. Überhaupt nicht, ist die Antwort. Vor 24:00 Uhr sei dies generell nicht möglich, und danach betrage die Barfine immer noch satte 1000 Baht. Das schrecke Customer ab. Und sich nach Dienstschluss einen Customer zu angeln, sei ihr strikt untersagt. Klar, die Besitzer wollen, dass sich Mai voll auf das „Umsatzkloppen“ konzentriert.

Schon irgendwie ein armes Girl, das hier ihre Jugend verplempert, denke ich. Sie schaut auch jetzt etwas nachdenklich drein. Ich sage zu ihr „Life is life, no pompem“, und sie lacht. Ich spendiere noch einen LD, dann gehe ich wieder in die Nana Plaza.

Dort ist jetzt wesentlich mehr los. Am Ende des First Floors schwingt ein Girl eine kleine Peitsche, mit der sie die vorbeigehenden Customer (ein bisschen) traktiert. Als sie mich sieht, holt sie mit dem rechten Arm ganz weit aus. Ich täusche ein Ausweichmanöver an, gehe dann aber rechts an ihr vorbei. Blitzschnell gleiten jedoch zwei Girls, die ebenfalls im Eingangsbereich herumlungern, von ihren Hockern herunter und „schwups“ haben sie mich elegant durch den Vorhang bugsiert. Wir lachen, das war schon gekonnt, muss ich sagen. Einen Drink ist die Nummer allemal wert, also nehme ich Platz.

Die Show ist eher mittelprächtig, ebenso das Bühnenpersonal. Dann habe ich auf einmal einen kleinen „Floh“ auf meinem Schoß sitzen. Ca. Anfang 20, sehr skinny, in irgend einen Hauch von einem roten Netzteil gehüllt. Sie fühlt sich an, als habe sie gerade jemand aus dem Gefrierschrank geholt. Ich habe wie üblich knallwarme Hände (die Girls sagen immer „hot, hot“), und es hätte mich nicht gewundert, wenn es „zisch“ gemacht hätte. Dem Girl (Name wieder vergessen) gefällt das, sie fordert mich auf, meine Hände überall draufzulegen. Irgendwann ist sie ein bisschen „aufgetaut“ und ich darf mich mit ihren kleinen, aber schön festen Titten beschäftigen. Natürlich werden LD´s fällig.

Sie würde gerne von mir ausgelöst werden, aber sie ist mir einfach zu jung und zu skinny. Da kriege ich eher Beschützerinstinkte, als dass ich wirklich geil werde.

Also gehe ich irgendwann wieder, die Rechnung ist erstaunlich moderat (etwas über 800 Baht).

Mir ist es jetzt zu spät, irgendein Girl für die Nacht „auf Teufel komm raus“ zu suchen. Morgen ist auch noch ein Tag. Dann werde ich mal gezielt nach einer passenden Go-Go-Bar Ausschau halten.

Auf dem Weg ins Hotel fällt mir ein, dass der Schlummertrunk auch heute wieder ausfällt (hatte nämlich vergessen, ein paar Biere zu bunkern). Mist, aber was soll´s, die Leber wird es danken.

 
  • Like
Reactions: 8 users
Bangkok – 3.Tag (Teil 1)

Früh am Morgen fahre ich mit der MRT zur Endhaltestelle Hua Lamphong. Dort schaue ich mir erst einmal den alten Bahnhof an.

Anhang anzeigen DSCN2773.jpg

Da
nn gehe ich eine Weile am Kanal entlang.

Anhang anzeigen DSCN2778.jpg


Irgendwann geht es dann Richtung Alt-Bangkok. Wenigstens ein bisschen Kultur darf es heute sein.

Dann erreiche ich den Wat Suthat mit der ca. 8 Meter hohen Buddha-Statue.

Anhang anzeigen DSCN2785.jpg

Anhang anzeigen DSCN2790.jpg

Beim Verlassen des Tempel-Geländes komme ich an der „Großen Schaukel“ vorbei.

Anhang anzeigen DSCN2791.jpg

In einer Seitenstraße werden Buddha-Statuen und Sakralgegenstände jeglicher Größen in Unmengen produziert. Ich frage mich, wer die eigentlich kauft.

Anhang anzeigen DSCN2795.jpg

Ich lasse mich jetzt etwas durch die quirlige Umgebung treiben.

Anhang anzeigen DSCN2796.jpg

Irgendwann passiere ich die „Durian-Alley“ („Allee der Stinkfrüchte“).

Anhang anzeigen DSCN2798.jpg

Auf einer Länge von gut 200 m werden diese zu den jeweiligen Ständen angeliefert und von den dort anwesenden Marktfrauen zu verzehrfertigen Portionen verarbeitet. Beim Passieren treibt mich eine unerklärliche Eile an …....

Die Hitze setzt mir langsam etwas zu, also steige ich in einen der bei mir so beliebten „8-Baht-Klapperbusse“ ein, die haben nämlich eine natürlich-angenehme Aircondition.

Anhang anzeigen DSCN2800.jpg

Technisch sind die Dinger durchaus in Ordnung, was ich bemerke, als ein Motorbike den Fahrer zu einer Vollbremsung zwingt. Das Ziel ist mir vollkommen unbekannt (alles auf Thai beschriftet), eigentlich will ich in Richtung Victory Monument.

Da kommt der Bus dann auch tatsächlich an.

Die Mischung aus Verkehrsstau, Überführungen, Kanalidylle etc. ist wie immer faszinierend.

Anhang anzeigen DSCN2803.jpg

Mit dem Skytrain geht es dann wieder Richtung Hotel. In der Sukhumvit Soi 18 gönne ich mir in einem der zahlreichen Restaurants erst mal ein Thai-Curry und beschließe, für den Rest des Tages ein bisschen abzuhängen.

Später gehe ich noch zur Massage. Die gute Nun ist heute wie ausgewechselt, sie strahlt mich an (schlechtes Gewissen?) und legt sich voll ins Zeug. Für den morgigen (letzten) Tag buche ich für 12:00 Uhr eine 2-stündige Body-Oil-Massage, danach will ich (Plan muss sein!) mir am Nachmittag im Beergarden in der Sukhumvit Soi 7 eine vorzeigbare Freelancerin für den Besuch der Rooftop-Bar im Marriot-Hotel auf der Sukhumvit angeln.

Heute soll mir ja bekanntlich noch ein Girl aus einer Go-Go-Bar die Nacht versüßen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: 15 users
@PattayaFan und andere "Neuzugänge": freue mich, dass ihr auch dabei seid!


Bangkok – 3.Tag (Teil 2)

Am Abend gehe ich dann in die Nana Plaza. Heute will ich „strategisch“ vorgehen, d. h. ich schaue mir die Bars der Reihe nach an, treffe eine Vorauswahl von drei Bars und entscheide mich dann für:

Anhang anzeigen angelwitch-bangkok.jpg

Anhang anzeigen img_5685.jpg

(Fotos stammen aus dem Netz)

Ich bekomme einen Tisch in zweiter Reihe genau in der Mitte der Bühne, beste Sicht also.

Die Girls sind allesamt sehr hübsch, die Shows sehenswert, so etwa alle 15 Minuten gibt es einen Szenenwechsel, man bekommt hier für sein Geld wirklich etwas geboten.

Der Laden ist straff geführt, dafür sorgt die megafette und unsympathische Mama-san, die alle Mädels ständig auf dem Radar hat. Wer auf der Bühne nicht vollen Einsatz zeigt, wird direkt zu ihr hin zitiert und erhält eine kleine Standpauke.

Störend ist die ständige LD-Koberei der Kellnerinnen, aber da bin ich hartleibig. Auch Mama-san kriegt keinen, was sie offenkundig als Majestätsbeleidigung empfindet. Mir egal. Wenn ich ein Girl bei mir habe, das mir gefällt, bin ich kein „LD-Kiniau“, für den Rest der Belegschaft bin ich aber nicht zuständig.

Auf der Bühne fällt mir ein Girl auf, sehr knackige Figur, nicht so skinny, interessantes Gesicht, sie lächelt mir zu, und „schwups“ sitzt sie auch schon neben mir. Mama-san, deren wachsame Schweinsäuglein überall sind, hat die Lage direkt gepeilt und das Girl zu mir beordert.

Unabhängig davon, dass Mama-san mir herzlich unsympathisch ist, muss ich doch sagen, dass sie einen guten Job macht.

Das Girl heißt Noi (Vorname geändert). Sie ist 29 Jahre alt (wirkt jünger), stammt aus dem Isaan, hat eine Tochter, die bei den Eltern lebt, der Ehemann hat sich vom Acker gemacht. Sie lebe schon seit einigen Jahren in Bangkok. In der Bar arbeite sie erst seit zwei Monaten. Vorher habe sie in einem Restaurant als Kellnerin gearbeitet und sei mit dem Geld gerade immer so ausgekommen. Eine Freundin habe ihr dann empfohlen, hier anzuheuern. Ihr „Familienrat“ habe dem auch zugestimmt.

Sie sei noch in der „Probezeit“ (wie lange diese dauere, hänge vom Ermessen von Mama-san ab). In dieser Zeit gebe es keinen „day-off“, danach alle zwei Wochen einen. Der Verdienst sei gut, da könne sie nicht klagen, aber sie wisse nicht, ob sie das auf Dauer durchstehe. Ihr Leben bestünde im Moment eigentlich nur aus ein bisschen Schlafen, Wäsche reinigen, Motorbiketaxifahrten und Arbeit.

Noi gefällt mir sehr gut, sie ist nicht dumm, spricht auch recht gut Englisch, Ausstrahlung und Figur sind top.

Gerade will ich mich nach der Höhe der Barfine erkundigen, da erscheint Mama-san und verkündet, dass Noi und ich jetzt in mein Hotel gehen werden. Die Barfine betrage nur 700 Baht, und ich solle ihr (Mama-san) zum Abschied auch einen LD spendieren.

Das hätte sie mal besser nicht gemacht, denn ich kann es nun wirklich nicht ausstehen, wenn mir als zahlendem Customer gesagt wird, was ich zu tun habe. Kühl lasse ich sie also (erst einmal) abblitzen. Jetzt kann sie mich noch weniger ausstehen als ohnehin schon. Grins.

Noi gluckst ein bisschen in sich hinein. Sie meint, Mama-san wäre schrecklich, ständig würde sie an ihr herum mäkeln. Sie äfft sie dann täuschend echt nach. Ich muss lachen, sage ihr aber dann, dass sie sich besser zurückhalten soll, Mama-san kriegt hier auch im Halbdunkeln wirklich alles mit.

Zwei LD´s später erscheint Mama-san und verkündet, dass ich heute einen „special discount“ erhalte (Barfine = 300 Baht). Ich grinse in mich hinein und sage zu. Mama-san bekommt jetzt den heiß begehrten LD (ist bei ihr wohl eine Frage des Prinzips).

Noi zieht sich um. Sie erscheint dann in einem knallroten, eng anliegenden Kleid. Whow!

Mit dem Taxi fahren wir zur Sukhumvit Soi 18. Sie hat etwas Hunger, ich auch, also essen wir eine Kleinigkeit in einem Restaurant und trinken auf der Terrasse dann noch ein Bier. Ich genieße die Blicke zweier um uns herum sitzender Farang-Pärchen. Was die Kerle jetzt denken, steht ihnen ins Gesicht geschrieben.

Wir begeben uns dann in mein Hotel. Die Rezeption ist voll „verschnarcht“, nach einem ID-Check wird noch nicht einmal gefragt. Mir ist das egal.

Noi ist ziemlich shy, scheint wohl also tatsächlich erst seit kurzem „dabei“ zu sein. Mich stört das nicht; ob ein Girl nackt oder im Handtuch aus der Dusche kommt, ist mir nun wirklich vollkommen wurscht.

Im Bett erkundige ich ihren schön festen body und unterziehe sie einem intensiven „Oral-Verwöhnprogramm“, das ihr sichtlich Spaß macht. Die folgende GFS-Nummer ist schööön lang und intensiv, so muss es sein.

Als ich zufrieden wegdämmere, denke ich, dass das Leben doch durchaus angenehm sein kann …..
 
  • Like
Reactions: 14 users
Bangkok – 4.Tag (Teil 1)

Am Morgen erwache ich, als sich jemand intensiv mit „Klein-Cavigliano“ beschäftigt. Es ist Noi, die dann grinsend mit einem Conti vor meiner Nase herumwedelt und kurz danach aufsattelt …..

Ich mache mir dann meinen Morgenkaffee, sie bekommt einen Tee (von diesem Service ist sie sichtlich angetan) und wir liegen noch etwas im Bett.

Dann steht sie auf, sie will in ihrem Zimmer mal ein bisschen ausschlafen (was sie auch gestern Abend bereits angekündigt hatte). Mir ist das Recht, denn heute habe ich ein volles Programm, und ich will mir auch noch ein bisschen die Beine vertreten.

Über Geld haben wir gestern Abend nicht gesprochen. Ich gebe ihr 3000 Baht, sie ist zufrieden (habe ich damit jetzt die Preise verdorben?).

Ich begleite sie noch zu einem Motorbiketaxi, „take care“, dann braust sie davon.

In einer Garküche nehme ich erst mal einen kleinen Imbiss.

Anhang anzeigen DSCN2809.jpg

Dann gehe ich Richtung Benjakiti Park und bewundere ein geplantes „Bauherrenmodell a la Bangkok“:

Anhang anzeigen DSCN2808.jpg

Der Park selber besteht aus einem langgestreckten See mit umliegendem Grünstreifen.

Anhang anzeigen DSCN2810.jpg

Anhang anzeigen DSCN2813.jpg

Einige Jogger sind auch schon unterwegs.

Anhang anzeigen DSCN2816.jpg

Am Parkausgang findet gerade ein Dreh statt. Die hübsche, aber sichtlich entnervte Hauptdarstellerin muss immer wieder dieselbe Szene wiederholen.

Anhang anzeigen DSCN2820.jpg

Einige Jugendliche nehmen mich in Beschlag, um sie vor diesem "hochwichtigen Ereignis" abzulichten.

Um 12:00 Uhr erscheine ich dann pünktlich bei Nun zur Massage.

Sie geleitet mich ins Obergeschoss. Der Laden scheint doch einen gewissen Anspruch zu haben, denn die Kabinen sind von hölzernen Wänden umgeben und statt einer „durchgenudelten“ Matratze am Boden erwartet mich eine professionelle Massageliege.

Nun macht sich ans Werk. Ich genieße es und lasse mich fallen. Als ich auf dem Rücken liege und sie die Innenseiten meiner Oberschenkel bearbeitet, zeigt „Klein-Cavigliano“ die zu erwartende Reaktion. Nun grinst zufrieden - und verpackt ihn gekonnt in dem Handtuch. Nach „special service“ fragt sie nicht, das habe ich aber auch nicht erwartet.

Als sie sich zum Ende hin mit meinen Schultern beschäftigt, fragt sie mich, ob ich letzte Nacht ein Girl gehabt habe. „Yes“. Von wo? „Nana Plaza, Go-Go-Bar“ . Ob ich das Girl heute wieder auslösen werde? Vermutlich nicht (von meinem Beergarden-Plan erzähle ich natürlich nichts).

Schweigen.

Ob mir Thai-Food gefalle. - Sehr.

Sie meint, sie würde manchmal gerne Pizza essen, mit viel Belag und vor allem ordentlich Käse drauf. Das könne sie sich auch erlauben - und lachend schlägt sie sich mit der flachen Hand auf den Bauch.

Ich aber nicht, entgegne ich.

Sie schaut auf meine Figur und meint, ich sei aber nicht „too much pumpui“. Ich habe auch nur zwei Kinder.

Ich schaue sie fragend an.

Sie piekst in meine linke „Hüftrolle“ und sagt „children number 1“, dann in die rechte „children number 2“. Freches Ding.

Wir albern ein bisschen herum. Es ist klar, worauf sie hinaus will. Ich soll sie heute auslösen, und nach einem Pizza-Essen geht es dann in meinen „loom“.

Einen kurzen Moment schwanke ich, dann halte ich (Trottel!) weiter an meinem Plan fest (Nun ist vielleicht nicht die richtige Begleiterin für den Besuch einer schicken Rooftop-Bar).

Ich lasse das Gespräch im Sande verlaufen. Nun lässt sich keine Enttäuschung anmerken und beendet die Massage. Nach dem Duschen zahle ich für die beiden Stunden 600 Baht, angesichts der Qualität ein sehr günstiger Preis. Sie erhält 150 Baht Tip, worüber sie sich sehr freut.

Im Pier 21 gehe ich Essen und löse meine Chipkarte wieder ein. Dann geht es zurück zum Hotel.

Am Nachmittag mache ich mich dann auf den Weg zum Beergarden …..
 
  • Like
Reactions: 8 users
Bangkok – 4.Tag (Teil 2)

Im Beergarden in der Sukhumvit Soi 7 angekommen laufe ich erst einmal herum und besichtige die Schar der weiblichen Gäste, die hier ohne Hintergedanken einen entspannten Nachmittag verbringen. Es sind ziemlich viele Girls anwesend, jedoch optisch haut mich nichts vom Hocker.

Na ja, erst mal am Tresen Platz genommen und ein Bier bestellt. Ich bemerke, dass ich neben den üblichen Blicken aus einer bestimmten Ecke ganz besonders intensiv begutachtet werde und drehe mich um.

Da sitzt doch tatsächlich ein hübsches Girl, das ich bei meinem Rundgang glatt übersehen haben. Wir lächeln uns zu, dann winke ich sie heran.

Sie heißt Aaum, ist Anfang 40, für eine Thailänderin recht groß (knapp über 170 cm), sehr schlank, gepflegte Erscheinung (schicke Jeans und Bluse). Könnte passen. Ich bestelle ihr einen Drink. Sie trinkt Wasser - Alkohol trinke sie wegen der Figur nur selten. Auf selbige ist sie sichtlich stolz, ich solle ihren Bauch begutachten, der ist in der Tat ganz flach. Sie betreibe mit ihrer Mutter zusammen einen Frisörsalon. Im Beergarden halte sie sich nur selten auf (wenn akuter Geldmangel bestehe). Dafür ist ihr Englisch aber richtig toll, denke ich. Aber wenn sie diese Story braucht, warum nicht.

Dann erscheint ihre Freundin, ein ziemlich plumpes Ding. Aaum meint, ich könne sie beide zum „Vorzugspreis“ von 2 x 4000 Baht haben.

Eigentlich hätte ich hier direkt „Tschüss“ sagen müssen; wer schon mit einem solchen Stuss zu Beginn anrückt, da darf man sich hinterher über rein gar nichts mehr wundern. Aber heute ist wohl mal wieder so ein Tag, wo ich keinen Fehler auslasse.

Ich erkläre, an ihrer Freundin kein Interesse zu haben und mehr als 3000 Baht für LT bezahle ich grundsätzlich nicht. Sie will jetzt ein bisschen diskutieren (LT normalerweise bei ihr für 5000 Baht, wer´s glaubt ….). Ich sage ihr höflich, dass ich mir sicher sei, dass sie heute noch einen Customer zu ihren Konditionen finden werde und bedanke mich für ihre Gesellschaft.

Jetzt macht sie den „Einkehrschwenk“, auf einmal ist der Preis doch okay („ausnahmsweise“). Sie will sich in meinem Zimmer noch ein bisschen frisch machen, bevor wir zur Rooftop-Bar aufbrechen.

Dort angelangt, geht sie unter die Dusche, legt sich nackt auf das Bett und blickt mich erwartungsvoll an. Okay!

Ich fingere sie ein bisschen, sie wird zu meinem Erstaunen sofort klatschnass, stöhnt und sagt, dass ich den Finger jetzt auf keinen Fall mehr raus nehmen dürfe. Sie hält mir abwechselnd ihre linke und rechte Brust zur „Spezialbehandlung“ hin. Mehrmals scheint sie kurz vorm Kommen zu stehen, haut mir ihre Nägel in den Rücken, sie kämpft anscheinend richtig. Nach einer gefühlten Ewigkeit ist es dann soweit, ich bekomme noch mal die volle „Nägel-Breitseite“ und sie brüllt fast den ganzen Raum zusammen.

Nach Luft schnappend liegt sie neben mir und meint „Thank you, thank you“. Dann erzählt sie mir, dass sie beim Sex immer mit dem Kommen Probleme habe und es meistens fürchterlich lange dauere. So etwas wie heute habe sie schon lange nicht mehr erlebt.

Na ja, ein Gentleman hilft, wo er kann, denke ich.

Ich ziehe sie dann an mich, küsse sie auf den Mund und flüstere ihr ins Ohr, dass jetzt aber der ernsthafte Teil ihres heutigen Arbeitstages beginne. Sie lacht - und macht sich ans Werk. Ihre Dienstleistungs-Qualitäten sind nicht zu beanstanden.

Wir dösen dann ein bisschen im Bett herum, da bemerke ich auf einmal eine gewisse Unruhe bei ihr. „My daughter …. medicine ....“.

Mir schwant, was kommt. Sie hat mir vorher von ihrer Tochter erzählt, die an einer Atemwegserkrankung leide. Die Medikamente könne sie sich nur leisten, wenn sie ab und an in den Beergarden gehe.

Sie springt aus dem Bett und meint, sie müsse jetzt sofort Medikamente für ihre Tochter kaufen, ich solle ihr die 3000 Baht geben, und in einer Stunde sei sie wieder zurück, dann könnten wir zu der Bar fahren.

Ich erkläre ihr freundlich, dass ich kein Newbie sei. Was ich damit meine, fragt sie. „You know exactly what I told you“ ist die Antwort.

Jetzt wird sie pampig. Warum ich ihr nicht vertraue, sie möge mich, aber jetzt sei sie sehr enttäuscht.

Das Ganze wird mir zu blöd. Kühl erkläre ich ihr, dass sie natürlich das Recht habe, bereits jetzt zu gehen. Aber damit sei unsere Session dann auch beendet, und sie erhalte „money only for shorttime“, d. h. 1500 Baht.

Sie geht erwartungsgemäß an die Decke. Ein Schwall von korrektem Englisch, original Thai und „Thinglish“ ergießt sich über mich. Ich sitze auf einem Stuhl und höre mir das Ganze gleichmütig an. Wie ich so hartherzig gegenüber ihrer Tochter sein könne etc. Blablabla.

Schon merkwürdig, denke ich in dem Moment, da wird immer über die kulturellen Unterschiede zwischen Thais und Farangs geredet, aber einen ähnlichen „Schuldbewußtsein-Injektions-Sermon“ habe ich mir vor einigen Wochen auch in DACH anhören müssen.

Ich stehe dann auf, strecke ihr die 1500 Baht hin und bitte sie, zu gehen. Anderenfalls werde ich die Security rufen und deute auf das knallrote, auf der weißen Kommode stehende Telefon (bei dem ich mich in den letzten Tagen gefragt habe, was passiert, wenn man den Hörer abnimmt - vielleicht meldet sich dann das Büro von Wladimir Putin ..).

Sie zickt immer noch herum. Mit zynischem Unterton packe ich noch 100 Baht drauf ("for taxi to get daughters medicine as soon as possible“).

Wütend reißt sie mir das Geldbündel aus der Hand und marschiert zur Tür, die ich ihr übertrieben förmlich aufhalte. Irgendetwas muss sie jetzt noch drauflegen, das ist mir klar. Mit bedeutungsschwanger-drohendem Ton wird dann die gerechte Strafe verkündet:

„You are not allowed to come into the Beergarden once again! Never! And notice, I have many friends there.“

Ich verkneife mir jetzt so gerade noch die Frage, was sie daran denn so stören würde, wenn sie sich doch ohnehin im Beergarden so selten aufhielte. Allerdings wäre es nun vielleicht doch nicht so klug, in ein loderndes Feuer noch einen Benzinkanister zu schmeißen.

Sie rauscht von dannen, ich schließe geräuschvoll die Tür.

Whow, denke ich, „Beergardenverbot“. Sofort fällt mir ein verdienter Member dieses Forums ein, gegen den einmal sogar ein komplettes „Beach Road - Verbot“ verhängt wurde. Na, denke ich grinsend, da bin ich ja geradezu glimpflich davon gekommen.

Etwas „angenagt“ bin ich natürlich schon. Was tun jetzt?

Erst mal mails checken, daran habe ich heute noch gar nicht gedacht.

Eine mail von einem Wohnungsnachbarn ist auch dabei. Als ich sie öffne, stehen mir die Haare zu Berge. Was ist das denn für ein Sch.......?

Er teilt mir mit, dass mein vor dem Haus geparktes Auto ab dem morgigen Tage im absoluten Halteverbot stünde, da die Stadt Köln dort mit einer Baumaßnahme beginnen werde. Ob ich einem Nachbarn den Wohnungs-/Autoschlüssel gegeben habe, damit man das Fahrzeug noch rechtzeitig entfernen könne?

Das wäre ja „super“, Abschlepp- und Abstellkosten, da kommen ja glatt 400 - 500 Euronen zusammen.

In der nächsten Stunde setzt eine hektische „Nachrichtenversendungs-Aktion auf allen Kanälen“ ein. Eine weitere Stunde später erhalte ich eine neue mail; beigefügt ist ein Foto von meinem Auto mit dem neuen Standort. THX Jungs!!!!

Meine Laune ist jetzt schlagartig geradezu euphorisch geworden. Dann fällt mir Aaum wieder ein. Das ist ja Komik pur. Wenn ich mit ihr zur Bar gegangen wäre, hätte ich mit Sicherheit nicht mehr meine mails abgerufen. Danke Aaum!

Wie heißt es doch so schön in Goethes Faust: „Die stets das Böse will und stets das Gute schafft“. Einfach köstlich.

Da ich morgen wegen der Weiterreise nach Chiang Mai recht früh raus muss, verzichte ich für diesen Abend auf weitere nennenswerte Aktivitäten und gönne mir in dem Beergarden im Nana Plaza noch einige Bierchen. Dann ist Schicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: 14 users
Menü
Zurück
Oben Unten