Thailand Das erste Mal in Thailand - Januar 2006

Der Skytrain in Bangkok

Auf den Skytrain werde ich am Ende meines Berichts nochmals ausführlicher und mit einigen Bildern eingehen. Ein paar Tipps für Bangkok-Neulinge, die wie ich den Skytrain nicht nur als Beförderungsmittel nehmen, sondern damit eine Stadtrundfahrt quasi aus der Luft erleben wollen:

Nehmt euch einen Platz entweder ganz am Anfang oder ganz am Ende des Zuges! Die Fensterscheiben sind nämlich nur hier nicht zugeklebt mit sichthemmender Werbung. Zieht euch warm an! Thai lieben Klimaanlagen und lassen die gerne auf Hochtouren laufen. Dementsprechend ist der Skytrain ein rollender Kühlschrank, was zu einer fiesen Erkältung führen kann, wenn man da empfindlich und schlecht vorbereitet ist. Nebenbei bemerkt gilt das auch für Taxis und die Ladenkette 7/eleven.

Für Rundfahrten empfiehlt sich der Kauf eines so genannten "Touristenticket", das ist eine Tageskarte, die für beliebig viele Fahrten gültig ist. Das ist mitunter billiger und auch praktischer, als jedes Mal einen Einzelfahrschein zu lösen. Die Skytrain-Tickets gelten nicht für Busse oder die U-Bahn, denn die verschiedenen Bahnsysteme werden von unterschiedlichen Privatfirmen betrieben. So etwas wie einen Verkehrsverbund gibt es in Bangkok nicht. Das Tarifsystem des Skytrain ist super einfach und auch ohne Thai-Sprachkenntnisse leicht zu verstehen.

Es gibt keine Schwarzfahrer im Skytrain, folglich auch keine Fahrscheinkontrollen und keine Schwarzfahr-Strafen. Beim Betreten und beim Verlassen der Bahnstationen muss man mit dem elektronisch codierten Ticket durch ein Drehkreuz. Das Ticket also bis zum Verlassen der Zielhaltestelle aufheben!

Mir ist es mal passiert, dass ich versehentlich eine Station zu weit gefahren bin und folglich zu wenig bezahlt habe. Prompt weigerte sich das Drehkreuz am Ausgang, mich gehen zu lassen, was ich nicht verstand, denn ich war mir meines Fehlers nicht bewusst. Was jetzt passierte, gibt es so wohl nur in Thailand: eine sehr attraktive junge Frau des Skytrain-Personals war ruckzuck bei mir und bat mich höflich, mitzukommen. Sie steckte mein Ticket in ein Lesegerät und erklärte mir sehr freundlich, dass ich nur bis zur Vorstation bezahlt habe. Ich bekomme einen Riesenschreck und erwarte eine Standpauke nebst mindestens 2.500 Baht Strafe fürs Falschfahren. Weit gefehlt: ich darf für 20 Baht (die reguläre Preisdifferenz!) nachlösen und man entschuldigt sich bei mir für die Unannehmlichkeit!

Ein netter Unterschied z.B. zur Kölner U-Bahn ist auch die Tonlage der Stationsansagen. Wie die weibliche Ansage z.B. von "Sala Daeng" samtweich und trotzdem hervorragend verständlich rüberkommt, macht mir eine Gänsehaut. Dies gilt insbesondere, wenn man die unfreundlich heraus gerotzten und viel zu lauten Ansagen wie "APPELLHOFPLATZ!!!" im morgendlichen Kölner Berufsverkehr schon mal unausgeschlafen und mit Kater erleben durfte.

Stadtimpressionen, aus dem fahrenden Skytrain fotografiert. Leider spiegelt sich die Beleuchtung in der Scheibe. Das war kaum zu vermeiden, weil die Scheiben getönt sind und die Beleuchtung recht hell ist.

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Siam Paragon

Schließlich habe ich dem Konsumtempel Siam Paragon einen Kurzbesuch abgestattet. Eigentlich bin ich kein Freund hochmoderner, gesichtsloser Einkaufszentren, aber das Siam Paragon sollte man zumindest kurz gesehen haben.

Hier gibt es eine atemberaubend schöne, geschwungene Architektur mit runden, weichen Formen, viel Platz und Licht und ausreichenden Ruheplätzen zu bewundern. Was ich aus Köln kenne, ist dagegen absolut provinziell und lächerlich! Für Schnäppchenjäger ist das Siam Paragon allerdings ungeeignet, denn hier gibt es ausschließlich internationale Marken- und Luxusprodukte zu entsprechenden Preisen. Nicht meine Baustelle!

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Chao Phraya

Stalker hat gesagt.:
Sieht irgendwie besser aus als in echt
Das liegt nur am guten Wetter :yes:, es war strahlend blauer Himmel. Bei meiner 2008er Tour sah das nicht mehr so schön aus.

In diesem intensiven und für mich außergewöhnlichen Urlaub geht alles so leicht und problemlos, das kenne ich in dieser Form bisher nicht. Ich fühle mich wie ein Fels in der Brandung. Die innere Ruhe, die die Thai auch im lautstärksten Getümmel an den Tag legen, färbt stark auf mich ab. Dabei ist der Geräuschpegel und die Fülle der äußeren Reize immens. Im Gegensatz zu Deutschland stört mich der Lärm hier aber überhaupt nicht. Ich bemerke es lediglich daran, dass ich die Klingel- und Hörerlautstärke meines Mobiltelefons auf Maximum stellen muss und trotzdem meinen Gesprächspartner oft nicht verstehe oder das Klingeln überhöre.

Gerade das wüste Getümmel der Schiffe mit ihren überdimensionierten, lautstarken Bootsmotoren vom Pier aus zu beobachten ist für mich wie eine Meditation. Irgendwie bin ich ergriffen und berührt, ja manchmal sogar zu Tränen gerührt.

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Bangkok, der 3. Tag

Heute steht eine Khlongtour nach Bang Yai auf dem Programm. Dazu fahre ich mit dem Schnellboot von Banglampoo zum Chang Pier und buche dort direkt am Nachbarpier unter Umgehung der davor befindlichen Schlepper das Linien-Longtailboot nach Bang Yai für 50 Baht. Dieses Boot ist nicht für mich als langbeinigen Farang gebaut, ich weiß nicht, wohin mit meinen Beinen, da der Sitzabstand nur für Thai gerechnet ist. Irgendwie falte ich mich zusammen, ich sitze extrem unbequem und bin der einzige Farang an Bord.

Dann geht es schon los, und ich merke, das wird hier keine Kaffeefahrt! Der Bootsführer gibt mit seinem mächtigen, für das schmale Longtail schwer überdimensionierten und entsprechend lauten Motor ordentlich Gas und wir zischen quer über den Chao Phraya Richtung Klong Bangkok Noi. Das Wasser spritzt heftig, dagegen helfen die seitlichen Planen nicht viel, sodass ich in letzter Sekunde meine Kamera rette. Leider gibt es deshalb hier keine Fotos, es wären sonst die letzten gewesen

Wir fahren vorbei an ärmlichen Pfahlbauten am Fluss. Ich frage mich, wo hier die Armutsgrenze liegt. Was ist Slum, woran mache ich fest, was eine bessere Hütte ist? Mein Wertesystem steht auf dem Prüfstand. Unglaublich, wie manche Menschen leben können, ohne sichtbar unter ihren Lebensumständen zu leiden. Und wir beschweren uns über jeden Furz...

Langsam verlassen wir die große Stadt. Nach der Unterquerung einer Autobahnbrücke wird es zunehmend ländlicher und grüner, die Hütten sind hier schon eher Häuser. Es gibt offensichtlich keine rückwärtige Straße, sondern nur diesen Wasserweg zu den Pfahlbauten. Das Boot hält auf Zuruf an privaten Hauseingängen, wo ein paar Thais aussteigen. Schließlich wird auch der Platz vor mir frei, sodass ich endlich genug Raum für meine Beine bekomme und die Fahrt zum reinen Vergnügen wird.

Jedes Haus hat ein oder mehrere kleine Boote. Kinder plantschen vergnügt im schmutzig-braunen Wasser. Es gibt sogar Geschäfte, die nur per Boot anzufahren sind, und die ihre Waren zur Wasserseite hin an einer Art Theke mit Vitrine anbieten. Ein paar wenige Obst- und Gemüsehändler bieten ihre Waren von einem Boot aus an, aber ein "schwimmender Markt" ist das noch nicht.

Irgendwann hält unser Boot an einer improvisierten Tankstelle. Der Sprit wird von Hand durch einen langen Schlauch gepumpt und dieser anschließend vollständig geleert. Ich ärgere mich schwarz, dass ich meine Kamera nicht herausgeholt habe, weil der Tankstopp wesentlich länger als erwartet dauert und sehenswert ist.

Schließlich erreichen wir Bang Yai, das ein uninteressantes Dorf ist, wo ich nichts sehenswertes entdecken kann. Ein paar Kinder kommen mir entgegen. Ich grüße freundlich, die Kids gucken mich an, als wäre ich soeben vom Mars gelandet und hätte ein grünes Gesicht. Sie kichern, als ob sie noch nie einen Farang gesehen hätten. Ich frage mich durch nach dem Linienbus nach Nonthaburi, da kein Boot mehr zurück fährt. Kein leichtes Unterfangen, denn kaum jemand spricht englisch hier.

Schließlich erreiche ich den Bus, der mich für nur 5 Baht nach Nonthaburi bringt. Die Fahrkartenverkäuferin ist jung und bildschön, aber auch sehr scheu und lässt sich leider nicht fotografieren. An einer Haltestelle rennt sie mit einem Papier zu einem Büro. So weit ich es sehen kann, stempelt sie dort eine Art Stechkarte. Auch in Thailand wird die Arbeit mitunter streng kontrolliert...

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Wie gesagt, wegen dem Spritzwasser gibt es leider keine Fotos von der Bootsfahrt. Noch ein Tipp von mir für so eine Klongtour mit dem Longtailboot: ich werde nächstes Mal versuchen, einen Platz ganz vorne zu ergattern! Das Boot hebt sich vorne ein ganzes Stück aus dem Wasser, sodass es wahrscheinlich mehr zu sehen und weniger Wasserspritzer gibt. Möglicherweise gibt es da auch mehr Beinfreiheit. Aber bestimmt auch mehr Geschaukel! Allerdings ist das sowieso nichts für Angsthasen oder Leute, die zu Übelkeit im Boot neigen :shock:. Das ist keine Touristenausflugsfahrt mit einem Dampfer der Köln-Düsseldorfer auf dem Rhein, sondern es geht hier ab wie Schmidts Katze. Mann, hat das einen Höllenspaß gemacht! :wirr:
 
BAHTMAN hat gesagt.:
Kannst du was zu deiner Technik sagen. Was für eine Cam hast du verwendet...
Hi BAHTMAN, schau mal etwas weiter oben, mein Post vom Fr März 21, 2008 6:15 pm Titel: Fototechnik. Wenn dann noch Fragen sind, bitte gerne.
 
kalli hat gesagt.:
die pics sind wirklich allererste sahne, meinen allerhoechsten ... :respekt:
Danke!
kalli hat gesagt.:
vielleicht hast du lust, uns im technikteil einen crashkurs
zum besseren gebrauch einer cam zu geben...
Nun, das ist nicht in zwei Sätzen gesagt, und die Kameras sind auch nicht alle gleich. Ich denke mal darüber nach, ob und wie das machbar ist. Es wird aber auf jeden Fall etwas dauern.
 
Weiter nach Pattaya

Nach Ankunft mit dem Bus in Nonthaburi nehme ich für 2 Baht die Fähre zum anderen Ufer des Chao Phraya, und von dort das Expressboot für 13 Baht zurück nach Banglampoo. Ich setze mich wieder an den Pier und betrachte nachdenklich das Gewusel auf dem Fluss und lasse das Erlebte Revue passieren. Es wird Abend und ich mache mich zu Fuß auf den Rückweg zur Khaosan Road. Die Traveller auf der Khaosan gehen mir langsam auf die Nerven: ich bin ja ein kontaktfreudiger Mensch, aber hier habe ich keine Schnitte - wahrscheinlich, weil ich dem Dresscode nicht entspreche. Angesagt sind Filzhaare, Armyhosen und Tattoos. Die meisten Traveller sind außerdem sehr jung, klar haben die kein Interesse an einem "alten Sack" wie mir. :twisted:

Langsam fühle ich mich ein wenig einsam so als allein Reisender, und mittlerweile regt sich auch die sexuelle Lust. :fuck: Es wird Zeit für mich, nach Pattaya weiterzureisen. :fuck: :fuck: :fuck: Hier in Bangkok eine Thailady klarzumachen, kommt für mich noch nicht in Frage, da ich keinerlei Erfahrung mit dem Gewerbe habe und deshalb befürchte, abgezockt zu werden.

So buche ich in einem Reisebüro auf der Khaosan ein Ticket für den Minibus nach Pattaya für 450 Baht. Ein großer Fehler, wie sich herausstellt: Am nächsten Morgen um 11 soll es los gehen. "Minibus" ist der richtige Ausdruck, das Gefährt ist wirklich winzig, eng und mit dem Gepäck schnell überladen. Wir fahren mit einer halben Stunde Verspätung los und über diverse Nebenstraßen mit reichlich Stau noch zu einem zweiten Treffpunkt, um weitere Reisende aufzunehmen. Doch der Bus ist zu klein, die haben zu viele Tickets verkauft. Also geht es mit einer Person zu viel, Gequetsche und lautstarken Protesten zu einem dritten Treffpunkt zwecks Umladung auf ein anderes Fahrzeug und Aufnehmen weiterer Fahrgäste. Mittlerweile sind wir 2 Stunden lang kreuz und quer durch Bangkok unterwegs!!!

Nach über 5 Stunden (!!!) Fahrt in dieser Sardinendose erreichen wir endlich das Busterminal in Pattaya. Wir werden äußerst unfreundlich an die frische Luft gesetzt. Ich habe keine Ahnung, wo ich hier bin, stinksauer und gerädert von der unnötig langen Fahrt. :shock: Meine Frage nach dem Weg ins Zentrum wird nicht beantwortet, der Fahrer ist einfach nur froh, uns los zu sein. Nie, nie wieder privater Minibus aus einem Traveller-Reisebüro an der Khaosan, nächstes Mal nehme ich einen öffentlichen großen Bus!
 
Ich rufe meinen Freund Horst (Namen geändert) an. Horst wohnt seit vielen Jahren in Pattaya, kommt immer im Frühjahr und im Herbst nur für ein paar Wochen nach Deutschland. Er ist Mitte 50 und lebt in Pattaya mit seiner 20-jährigen Thaifreundin Lek. Er hat Geld wie Heu, aber ist trotz allem ein sympathischer Mensch. Horst hat gerade keine Zeit (wegen Shorttimes :wink0: ), aber sein Freund Jürgen wird sich um mich kümmern. Wir vereinbaren einen Treffpunkt in einer Bar nahe des Kreisverkehrs. Der Weg dorthin wird zu einer Irrfahrt, da mir die Bezeichnung "Dolphin" entfallen ist, ich Kreisverkehr mit "Circlesquare" übersetze und damit hier niemand was anfangen kann. So erreiche ich den Dolphin erst nach einer weiteren Stunde. Heute ist es mir ein Rätsel, wie man in Pattaya diesen markanten Platz verfehlen kann :roll:

Jürgen treffe ich zum ersten Mal, er sieht ein wenig gefährlich aus: muskelbepackte Oberarme, eine bullige Erscheinung, er redet viel und laut. Wir sind uns aber auf Anhieb sympathisch. Er hat für mich ein schönes, ruhiges Zimmer etwas abseits des Rummels klar gemacht : Umphan Apartment, Naklua Soi 14, es liegt dort ziemlich weit hinten durch und versteckt. Das Zimmer ist schön groß, die Anlage ist ziemlich neu gebaut, blitzsauber, mit Aircon, TV und einem riesigen Doppelbett. Jürgen scherzt mit dem Zimmermädchen, ob überhaupt schon jemand auf dem neuen Bett bum-bum gemacht hat? Er hat den besonderen Charme, sodass sie darüber lachten muss, ich würde für so eine Ansage möglicherweise gelyncht werden.

Schließlich ruft Horst an, er ist mit seinem Shorttime fertig. Wir verabreden uns für ein gemeinsames Sushiessen im Big C. Ich werde äußerst herzlich empfangen, die beiden Jungs sind echt gut drauf. Das Sushi ist sehr reichhaltig und köstlich, suuuper! Horst hat seine Freundin Lek mit dabei. Ich bin sehr angenehm von ihr überrascht, sie spricht richtig gut Englisch und ist weder auf den Kopf noch auf den Mund gefallen. Mir wäre so ein Altersunterschied allerdings nicht geheuer und nicht angenehm, denn ich würde mir neben so einer jungen Frau dann super alt vorkommen. Ich frage mich, wie es ihr damit wohl gehen mag ?

Abends gehen wir ohne Lek auf einen gemeinsamen Rundgang über die Walking Street. Die Beerbars übertönen sich in der Lautstärke ihrer Musik, man kann sich selbst mit Anschreien nicht mehr verständigen. Den Krach und die Kakophonie der unterschiedlichen Musik kann man doch nur im besoffenen Kopf ertragen! Ich beginne zu verstehen, warum manche hier schon morgens mit dem Saufen anfangen :saufen: . Aber das ist definitiv nicht mein Ding! Dabei bin ich mit Lautstärke sonst nicht gerade empfindlich, die Loveparade in Berlin hat mir z.B. gefallen.
 
Pattaya, Soi 6

Am nächsten Tag ziehe ich mit Jürgen durch die Soi 6. So was habe ich noch nie gesehen und auch nicht erwartet, die Mädels sitzen wie die Trauben vor den Läden. "HELLLOOO, WELLCOOOOME!!!" - Rufe aus jeder Ecke. In mir kommt der kleine Junge hoch, der ein schlechtes Gewissen bekommt und sich fühlt, als ob er etwas Verbotenes tut. Ich habe die Hosen voll! Ich bin halt ein Hansel, ein Greenhorn, das mit dem ältesten Gewerbe bisher jeden Kontakt vermieden hat.

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Erschwerend kommt hinzu, dass ich mich auch noch körperlich unpässlich fühle mit Nacken- und Bauchschmerzen. Habe wohl einen Zug abbekommen. Jürgen warnt mich vor den Kathoeys, ich wäre bestimmt voll drauf reingefallen, bekomme aber dank seiner Hinweise einige Unterscheidungsmerkmale an die Hand. Er verabschiedet sich schließlich, und ich entscheide mich für eine Massage. Für meine erste Nummer hier ist es noch nicht der richtige Tag.

Am Anfang der Soi 6 von der Beachroad kommend ist auf der linken Seite ein Massageladen, den ich aufsuche. Ich buche 1 Stunde zu 350 Baht (ca. 7 Euro) für eine Ganzkörper-Ölmassage. Die etwas kräftiger gebaute und nicht mehr ganz junge Masseurin ist super nett, knetet mich sehr angenehm durch, nur ihre rauen Hände sind ein leichter Störfaktor. Ich möchte nicht wissen, was die hier für Arbeitszeiten und Gehälter haben. Kein Wunder, dass die bei ihrem Job so kräftige Oberarme hat. Den ganzen Tag lang einen Farang nach dem anderen durchzukneten stelle ich mir mehr als anstrengend vor, diese Frauen verdienen meinen höchsten :respekt:

Die Massage - ohne "Happy End" - hat äußerst gut getan, aber meine Nackenschmerzen gehen davon nicht weg. Ich fühle mich insgesamt angeschlagen und gehe früh zu Bett.
 
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