Thailand Das erste Mal in Thailand - Januar 2006

Danke für das umwerfende Feedback! Weiter gehts:

Ich habe gut geschlafen und fühle mich wieder gesund und fit. Zeit für neue Erfahrungen, und das beginnt für mich damit, dass ich mir ein Moped miete, zumal mein Apartment nicht gerade zentral gelegen ist. Ich habe einen Motorradführerschein, bin aber noch nie gefahren - d.h. mit 18 habe ich das letzte Mal auf einen motorisierten Zweirad gesessen. Rückwirkend betrachtet ein bodenloser Leichtsinn, zumal ich weder einen internationalen Führerschein noch eine Auslandskrankenversicherung habe. Und der Verkehr in Pattaya ist höllisch, dazu kommen noch die oftmals besoffen fahrenden Farang. Aber über sowas denkt man im Urlaub nicht nach.

Mit der in der Naklua Road gemieteten Honda mache ich mich erst mal in wenig befahrenen Seitenstraßen vertraut. Ist ja eigentlich ganz einfach, das Ding fährt sich wie von selbst! Ich drehe ein paar Runden, um ein Gefühl für das Teil zu bekommen, es macht mir einen Höllenspaß! Endlich mobil in Pattaya. Ich bin mir der Unfallgefahr bewusst, bin halt Anfänger und dann auch noch der thailändisch-chaotische Linksverkehr. Dank meiner defensiven, wachen Fahrweise und dem weitgehenden Verzicht auf Alkohol schaffe ich es, die Tage in Pattaya unfallfrei zu überstehen - wobei auch eine große Portion Glück eine Rolle gespielt haben dürfte, wenn ich so manche Unfallberichte lese.

Zeit für die Soi 6! Ich parke das Moped in der Beachroad und mache mich zu Fuß auf den Weg durch die Meile. Es ist Nachmittag, die Frauen sitzen in Scharen vor den Bars, und kaum ein Farang ist zu sehen. Das sind optimale Voraussetzungen! Dank der Hinweise von Jürgen und Horst bin ich über die üblichen Preise und Modalitäten gut informiert. Das ist Gold wert! Die meisten Mädels hier sehen mir zu jung aus. Hier ist die Gelegenheit für was Junges, aber ich will es nicht übertreiben. Der Abstand sollte passen! Spuren gelebten Lebens im Gesicht stören mich nicht, wenn der Körper in gutem Zustand ist.

Ich gerate an Li, eine ganz nette Frau mit einem sexy Tattoo am Oberarm. Sie ist keine Superschönheit und nach eigener Angabe 28 Jahre alt. Aber ihre nette und offene Art zieht mich an. Es ist mein erstes Mal bei einer Prostituierten, ich bin hochgradig nervös und komme mir vor wie beim ersten Mal überhaupt. Sie bemerkt meine Unerfahrenheit und bietet mir frech einen Shorttime für 1000 Baht an. Ich lache sie nur aus, kenne ja die Preise, und nach einigem Hin und Her ist es für 500 + 300 Barfine kein Problem.

Wir gehen in die karg ausgestattete erste Etage. Sie seift mich ordentlich ein, wir lachen und haben Spaß miteinander bei der gemeinsamen Waschung. In Handtücher eingewickelt geht es über den Flur in ein tristes, fensterloses Zimmer, das nur von einer fiesen Kaltlicht-Leuchtstofflampe erhellt wird. Ich bin viel zu aufgeregt, als dass ich mich daran hätte wirklich stören können. Eher stören mich ihre heftigen Schwangerschaftsstreifen. Ich habe kein Problem mit Müttern, aber so ein Streifenhörnchen habe ich noch nie gesehen! Der schöne dunkle Teint lässt diese Schönheitsfehler leider gnadenlos auffallen. Also Augen zu und durch! Ihre samtweiche Haut fühlt sich super angenehm an, sie ist fast gar nicht behaart, ein herrliches Gefühl.

Die Aktion an sich spare ich mal auf für den 18er Bereich. Da werde ich schreiben, sobald ich meine Freischaltung habe, gerne auch detaillierter und mit Fotos.

Schon nach gefühlten 2 Minuten kommt die berüchtigte und verhasste Frage: "Okay, okay? Why you not come?" Mist aber auch. Die Aktion war wirklich nicht toll, aber ich bin froh, es überhaupt gemacht zu haben. Trotz allem habe ich es nie bereut oder als Reinfall angesehen, denn ich habe nicht erwartet, dass es beim ersten Mal gleich super klasse wird. Erfahrungen muss man machen, und man lernt bekanntermaßen nie aus. Ich bin wohl an die falsche Frau geraten, aber Abzocke sieht meiner Meinung nach noch ganz anders aus.

Ich habe sie anschließend trotzdem noch auf einen Drink eingeladen und ein wenig ausgefragt. Mich interessieren ja durchaus auch die Hintergründe. Ihre Arbeitszeit geht von 12.00 mittags bis 01.00 nachts. Die ca. 10 Girls dieser Bar übernachten gemeinsam in einem Schlafraum im 2. OG des Hauses. Bis dort Ruhe herrscht, wird es meistens 02.00 Uhr. Meine Frage, warum sie in Pattaya arbeitet, beantwortet sie mit der üblichen Klischeegeschichte: Sie kommt aus dem armen Norden und hat sich scheiden lassen, weil ihr Mann ein Trinker und Schläger ist. Er hat nichts gemacht, sie musste arbeiten und ihr Kind versorgen. Jetzt hat er den achtjährigen Sohn, sie verdient das Geld für alle und darf ihren Sohn nicht sehen.

Ob die Story stimmt, halte ich für zweifelhaft. Die Arbeit als Prostituierte ist auch in Thailand verrufen und lässt sich so prima rechtfertigen. Auch für den Farang ist so eine Geschichte prima, denn da hat man(n) hinterher das Gefühl, was Gutes getan zu haben. Im Übrigen glaube ich auch nicht mehr, dass sie 28 Jahre alt war, sondern schätze sie auf mindestens 35.
 
Ich erlebe eine ganz rührende Szene, als eine Gruppe Rollstuhlfahrer in die Soi 6 kommt. Die werden von den Girls mit offenen Armen empfangen, und mangels behindertengerechtem Zugang zum Shorttime-Zimmer bekommen sie ein hingebungsvolles Blaskonzert gleich in der Bar.

Abends bin ich wieder auf der Soi 6. Eine kleine Bühne wurde aufgebaut, es gibt Livemusik, die sehr fetzig ist und mir unter die Haut geht. Die Stimmung ist sehr ausgelassen, die Bargirls tanzen, singen und kreischen auf der Straße. Ich ärgere mich schwarz, dass ich die Kamera nicht dabei habe! Jürgen, ein Freund von ihm und ich sind die einzigen Farang, die hier fasziniert stehen bleiben. Wir bekommen kostenlos (!!!) Mekhongwhisky-Cola angeboten, der in einem Friseurladen ausgeschenkt wird. Es gibt Schwein vom Grill, saulecker! Ich glaube, dass ich so ein zartes Schweinefleisch überhaupt noch nie gegessen habe. Die Stimmung in der Gasse ist unbeschreiblich, ich bin tief berührt. Es scheint mir eher ein Fest von Thai für Thai und nicht für Farang zu sein, trotzdem werden wir integriert und bekommen kostenlos Fleisch und Drinks angeboten.

Ich stehe gegenüber der Bühne. Eine weniger attraktive Lady aus der unmittelbar benachbarten Bar kuschelt sich an mich ran, ich lasse sie gewähren und denke mir nix dabei. Da hatte ich aber die Rechnung ohne die Mamasan gemacht. Die wird schnell ziemlich penetrant und will, dass ich mit der Lady an meiner Seite oder mit einer anderen aus ihrem Stall auf einen Shorttime gehe. Mehrfach zeigt sie auf ihre Girls und versucht mir unmissverständlich klar zu machen, dass ich mich gefälligst jetzt für eine zu entscheiden habe. Ich hasse so etwas, außerdem sind ihre Girls ausnahmslos überhaupt nicht mein Fall, also winde ich mich raus und suche mir einen anderen Standort.

Am nächsten Tag mache ich einen Ausflug zur Radiostation, von wo aus ein schöner Blick auf die Bucht von Pattaya zu genießen ist.

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An der Radiostation ist ein Tempel:

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Vom Suchen und Finden der Longtime-Lady

Ich fange an, mich hier zu langweilen und denke an eine baldige Weiterreise an die schönen Strände von Koh Chang, aber ich bin hier noch nicht fertig, denn die Suche nach einer Longtime-Lady steht noch aus. Mir gefällt die super leichte Zeit, auch mit Horst und Jürgen ist es so easy. Horst will mich mit einer seiner Shorttime-Ladies bekannt machen, als er von meinen nicht so super tollen Erlebnissen in der Soi 6 hört, und die soll sehr nett und witzig sein - das ist Männerfreundschaft. Da wird aber nichts draus, denn sie sagt ab wegen einem anderen Customer. Ich bin, ehrlich gesagt, fast erleichtert, habe ich doch den Anspruch, auch ohne freundschaftliche Kuppelei selber eine anständige Lady zu finden. Klasse finde ich allerdings das Angebot und die offene, ehrliche Kommunikation miteinander.

Wieder gönne ich mir eine schöne Ganzkörper-Ölmassage. Das tut so gut! Anschließend sitze ich auf einer Mauer an der Beachroad und komme mit einer alten Thailänderin neben mir in ein lustiges und ungezwungenes Gespräch. Wir lästern gemeinsam über die Farangs. Sie: "Look, look, sexy man!" und zeigt auf so ein mega-fettes Schwein. Ich kurz drauf: "Look, sexy lady!" und zeige ihr eine hässliche alte Schachtel im Zweiteiler, bei deren Anblick einem schlecht werden kann. Wir lachen uns halb tot. Ich liebe es, einfach so mit Leuten quatschen zu können, ohne dass irgendwas erwartet wird!

Später ziehe ich mit Jürgen durch die Soi 8. Auf die Soi 6 haben wir erst mal keine Lust mehr. Er hat dank seiner charmanten Art ruckzuck eine tolle Lady an seiner Seite, und ich habe eine, die mir nicht gefällt. So eine schüchterne Kindfrau ohne Busen, mit der ich nicht reden kann und die langweilig ist. Ich verabschiede mich und gehe alleine zur Beach Road, mal nach den Freelancerinnen schauen. Um diese Zeit ist auf der Beachroad die Hölle los. Die Ladies bieten sich an wie Sauerbier. Viele Kathoeys (Transvestiten) sind darunter, und da heißt es gerade für einen Anfänger wie mich, sehr gut aufzupassen. Ich habe Zeit und lasse mich treiben. Viele der Girls törnen mich mit ihrem Geschrei eher ab, nicht wenige sehen stark verbraucht aus oder sind extrem zurechtgemacht. Mir gehen die oft gehörten Warnungen vor Diebstählen und Geschlechtskrankheiten bei den Freelancerinnen durch den Kopf. Das hier ist ein sehr merkwürdiger Markt und ich überlege schon, die Suche für heute ergebnislos zu beenden.

Da sehe ich etwas abseits zwei unauffällige Frauen in Straßenkleidung sitzen. Die eine ist etwas pummelig und hat eine Baseballmütze auf. Ihre Freundin hat eine sehr dunkle Haut und ein schönes Gesicht mit offenem Lachen. Nach einem Blickkontakt und einer unaufdringlichen Kontaktaufnahme durch die mit der Baseballmütze kommen wir ins Gespräch. Sie heißt New. Ihre Freundin Noy ist angeblich zum ersten Mal in Pattaya zum Geldverdienen und spricht leider kaum Englisch, sodass New übersetzt. Die beiden sind mir sofort sympathisch wegen ihrer unaufdringlichen und ungezwungenen Art. Wir quatschen lange miteinander. Noy ist 35 Jahre alt und auch das gefällt mir, aber ich zögere noch, nicht zuletzt wegen der Sprachprobleme.

Schließlich entscheide ich mich, sie erst mal für einen Shorttime mitzunehmen. Mit New vereinbare ich, sie später am gleichen Ort wieder "abzuliefern". Ich habe mit Noy erstmalig eine Sozia auf dem Moped, und wir fahren zu meinem Zimmer in die Naklua Soi 14. Dort angekommen gehen wir erst mal gemeinsam duschen. Da ich meine Wertsachen nicht sicher verstaut habe, lasse ich sie nicht unbeaufsichtigt in meinem Zimmer. Wir seifen uns gegenseitig ein und haben dabei viel Spaß miteinander. Ich bin sehr angenehm überrascht über ihren schönen Körper. Gut, die Schwangerschaften sind auch an ihr nicht spurlos vorüber gegangen und sie ist nicht mehr 20. Aber alles an ihr ist fest und gut proportioniert, die Haut samtig weich, ihr Körper schöner als der von manchen jungen Dingern, die ich in der Soi 6 erlebt habe.

Sie ist echt süß und ein wenig schüchtern, versucht aber locker zu bleiben. Sie wickelt sich zunächst in ein Handtuch ein und legt sich damit, noch nass, ins Bett. Aber sie lässt sich ohne Widerstand wieder auswickeln. Ich mache sehr langsam, erst kuscheln wir nur zärtlich miteinander. Sie fühlt sich wunderbar an, und diese dunkle, herrlich samtige Haut zu spüren macht mich sehr geil. Wir sind beide ziemlich aufgeregt. Schließlich geht es zur Sache, und da zeigt sich der Vorteil einer reifen Frau. Sie weiß genau was sie tut, und sie hat dabei die Ruhe weg. Es ist ein sehr intensiver und herzhaft guter Sex mit ihr. Sie ist dabei zu 100% präsent und aufmerksam, macht keinen Zeitdruck und sieht mir die ganze Zeit in die Augen. Wow, ist das eine positive Überraschung!

Ich überreiche ihr die vereinbarten 500 Baht, sie sagt "Thank you" und macht einen Wai. Wir fahren zurück an die Beachroad, ich speichere ihre Nummer in mein Handy, wie essen noch zusammen und ich verabschiede sie bis zum nächsten Tag.

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Pattaya mit Noy

In meiner Pension in der Naklua Soi 14 gibt es einen kleinen Thai-Massageladen von einer etwas aufdringlichen und älteren, aber netten Thai, mit der ich schon oft einen netten Schwatz hatte. Ich buche eine Massage bei ihr und bin maßlos enttäuscht, denn sie kommt lust- und gefühllos rüber. Kein Vergleich zu meinem Stamm-Massageladen an der Soi 6 / Beachroad. Ich bin fast froh, als es vorbei ist. Obendrein drückt sie ihr Missfallen darüber aus, dass ich letzte Nacht eine Lady im Zimmer hatte. Das kann ich ja gar nicht leiden, Einmischung in meine Angelegenheiten! Sie setzt noch einen drauf und warnt mich, ich könnte bestohlen werden, sie hätte deswegen schon einige Männer weinen sehen. OK, das geht nicht ungehört an mir vorbei, denn ich bin ich ja sowieso eher misstrauisch. Ich nehme mir vor, auf meine Sachen gut aufzupassen.

Ich fahre zur Central Pattaya Road, wo ich drei Maßhemden habe schneidern lassen, um sie abzuholen. Nach meinen Erfahrungen aus Indien rechne ich mit mehreren Nachbesserungen, schlampig gemachten Nähten und Problemen in der Wäsche. Aber die Stoffe waren so schön und der Preis von 500 Baht pro Hemd sehr verlockend, sodass ich es riskiert habe. Und ich wurde hier sehr positiv überrascht: die Hemden passen alle perfekt und sind super sorgfältig genäht! Auch jetzt, nach über zwei Jahren und ungezählten Wäschen in der Waschmaschine sehen sie immer noch aus wie am ersten Tag. Ich bin sehr beeindruckt von dieser Qualität.

Am Nachmittag rufe ich Noy an. Sie freut sich, von mir zu hören und wir treffen uns im Big C.

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Keine Einkaufsorgie ihrerseits, sie lässt sich von mir lediglich ein einfaches, billiges T-Shirt vom Straßenstand schenken, sehr gut. Später fahren wir zum Jomtien Beach und gemeinsam noch mal zum Big Buddha Hill. Da es mit ihr sehr entspannt und total unanstrengend ist, nehme ich sie Longtime mit zu mir, aber nicht ohne vorher meine Wertsachen sicher zu bunkern. In der folgenden Nacht hat mich Noy endgültig von ihren Qualitäten überzeugt. Sie hat eine sehr süße Art mit viel Humor und Zärtlichkeit. Sie kuschelt sich ganz eng an mich und scheint den Körperkontakt wirklich zu mögen, was mich etwas verwirrt, denn ich denke, das kann doch gar nicht sein bei einer Professionellen. Aber es ist ein herrliches Gefühl, das lediglich dadurch getrübt wird, dass sie am nächsten Morgen ganz früh los muss, um ihre Freundin New zu verabschieden.
 
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