Infothread - Dar es Salaam/Tansania/Sansibar

Einreise Samstag, also vor zwei Tagen, per Bus von Mombasa aus:
- 7K KES (am liebsten Cash, aber zur Not auch über den dortigen Mpesa-Agenten) für die Gelbfieberimpfung mit Zertifikat. Man wird wirklich gepiekst.
- 1K KES für Ostafrikaner
- 7K KES für mein Visum, eigentlich auch Cash, aber dank Mpesa-Agent ging es auch so
- Einreise für Ostafrikaner mit Reisepass gratis, bekommen einfach einen Stempel in den Reisepass. Ohne soll es wohl rund 1K Kosten und neben der ID noch ein paar weitere Dinge benötigt werden.

Das waren beides einzelne Räume und ich habe keine Ahnung wer da überhaupt einen Überblick hat. Ich denke, ich hätte da einfach durchgehen können. Aber wenige Kilometer nach der Grenze kamen wir in eine Polizeikontrolle und ein Officer ging durch den kompletten Bus und kontrollierte Reisepass+Stempel. Aber nicht das Gelbfieber-Zertifikat.

Einen "Raum" für Krankenversicherung habe ich nicht gesehen. Ebenso kein Schild, niemand hat deswegen etwas gesagt.
Beim Betreten des Gebäudes wird das Gepäck gescant. Mein Rucksack war mal wieder auffällig (wie am Flughafen in Deutschland) und ich musste alles rausholen. Einen Grund habe ich weder in DE noch hier erfahren.

Bei der Immigration für mein Visum wurden mir noch ich glaube drei Fragen gestellt. Die habe ich wahrheitsgemäß beantwortet: Ich bin Tourist, mache eine Rundreise und keine Ahnung wie lang, je schöner das Land desto länger. Keine Fragen zu Unterkunft, Rückreisetickets, Krankenversicherung oder Gelbfieberimpfung. Das Visum ist für 90 Tage gültig.

PS: Der Tahmeed-Bus für 1500 KES ist gerast wie ein Verrückter. Wir wurden von keinem einzigen Auto überholt, haben aber viele PKW überholt! Dutzende Tuktuks im Gegenverkehr mussten ausweichen, teils runter vom Asphalt. Man kann hier mit einem Uber/Taxi nicht wirklich Zeit sparen, vielleicht an der Grenze ein paar Minuten. 15K hätte Uber haben wollen.
 
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Kurzinfo zu Tanga:
Eine relativ kleine Stadt, man ist mit dem Sightseeing recht schnell durch. Ein Ausflug zur Totem-Insel war interessant, die Höhlen und das Museum auch. Auf der Insel ist man bis auf den Guide teilweise komplett alleine. Auffällig ist direkt, die Leute sprechen so gut wie kein Englisch. Mal eben dem Motobike-Fahrer sagen wohin man will, schwierig. Selbst das Ziel auf Google Maps zeigen hilft da oft nicht. Es wird dann rumgeiert, woanders hingefahren und am Ende mehr Geld verlangt, weil man ja Umwege gefahren ist. Was wirklich hilft: selbst die Strecke auf Google Maps einprägen und sagen wo er langfahren muss oder eben das Handy in der Hand halten und Navigator spielen.

Dass es mal zu Deutschland gehörte, merkt man. Einerseits sind die Leute stolz auf die deutschen Hinterlassenschaften (Gebäude, Eisenbahn, Baumwolle), andererseits war Kolonisation natürlich keine gute Sache. Ein paar deutsche Eigenheiten wie "runter von der Straße", wenn man mal kurz nicht auf dem Gehweg läuft, haben sie sich auch angeeignet. Ist mir nie in Kenia passiert, in Tanga zweimal, obwohl kein Auto kam! Die typisch deutsche "Freundlichkeit" gehört wohl auch dazu. Einerseits kümmert man sich, wenn man ins Restaurant geht, es keine Speisekarte gibt, stehen schnell 4 Angestellte am Tisch und jeder versucht mit wenigen Worten Englisch oder Zeichensprache zu vermitteln, was es gibt. Will man ein Gericht für 7€ bestellen, wird man gewarnt: Das ist zu teuer und für eine Person viel zu groß! Andererseits sucht man ein Lächeln bei einer Dienstleistung oft vergeblich. Auch die Frage nach einer Toilette wird nur mit einer Himmelsrichtung beantwortet. In Kenia hat man da ja eher eine persönliche Eskorte zur nächsten Toilette.

Beim Transport per Motobike quer durch die Stadt für 5000 TZS (250 KES bzw. 1,70€) fragte ein Einheimischer, ob ich das denn wirklich bereit bin so viel zu zahlen. Der Motobike-Fahrer gab ihm dann ordentlich kontra. Die meisten Motobikes sind viel kleiner als in Kenia! Manche Fahrer sind verwundert, wenn man zu zweit aufsteigen will! Frauen sitzen i.d.R. 90° gredreht da drauf, also beide Beine auf einer Seite. Alle Frauen tragen Kleider, nahezu ausnahmslos!

Frauen, interessiert euch bestimmt: Das typisch kenianische "Hiiiii" ist hier ein "Habariiii" von jungen Frauen. Teils rufen Kinder ihre Mütter, wenn man die Straßen langläuft. Für den Deutschen, der sich ungerne mit einer Frau unterhält und lieber gleich ins Bett geht, bestimmt gut geeignet. Wenn man nicht will, bleibt man bestimmt nicht alleine.

Essen (Restaurant+"Supermarkt") und Transport sind imho etwas günstiger als in Kenia. Supermarkt ist aber relativ, sowas wie Naivas habe ich nicht gefunden. Klamotten am Markt hingegen sind etwas teurer. Bettler gibt es auch zahlreiche. Man kann nein sagen oder 200-500 TZS geben (7-17 Cent), falls man Kleingeld hat. Bei 1000 TZS (50 KES bzw. 33 Cent) hat man schon fast einen Freund fürs Leben. Kleingeld bzw. Wechselgeld ist auch oft ein Thema, aber nicht so schlimm wie in Kenia.

Falls ihr von Tanga per Bus weiter wollt: Einheimische empfehlen Kange Bus Stand. Für 3€ gibt es da für Einheimische den Bus (ca. 150 km). Mzungupreis ist aber 4€ (oder der Koffer kostet 1€ extra). Aber Aufpassen! Selbst wenn Express dran steht, muss nicht Express drin sein. Es handelt sich, verglichen mit Kenia, eher um ein Matatu, sowohl von der Größe als auch von der Fahrweise her. Mit bis zu 30 Leuten vollgestopft. Also Google-Maps-Zeit mal zwei. Sprich 5,5 Stunden für gut 150 km. Wer online ein Ticket sucht, wird nicht fündig. Eben wie bei Matatus in Kenia. Es soll aber auch echte Express-Busse geben.

Uber funktioniert nicht! Little zeigt immer den gleichen Preis an, egal ob 1 km oder 150 km. Bolt scheint zuverlässig zu sein.
 
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Products | NIC Tanzania

Dann bei "Inbound Travel Insurance" auf "Learn more"

Travelling to Both Mainland Tanzania and Zanzibar?

Many visitors combine their trip to Tanzania, perhaps enjoying a safari on the Mainland before continuing to Zanzibar for a beach holiday.

If your journey includes both Mainland Tanzania and Zanzibar, you do not need to purchase the mandatory Inbound Travel Insurance twice, provided you already hold valid cover obtained at your first point of entry, subject to the applicable terms and conditions.

This means a visitor entering through Mainland Tanzania with valid NIC Inbound Travel Insurance may subsequently travel to Zanzibar without purchasing another mandatory policy. Likewise, a visitor entering through Zanzibar with valid cover may subsequently travel to Mainland Tanzania without purchasing another mandatory policy.

Damit sollte klar sein, daß es jeweils nur eine der beiden Versicherungen für Tanzania / Sanzibar benötigt, die dann beides abdeckt.
 
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