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Straende in Cambodia

Kommen wir 'mal zur Beantwortung der Golfstraende in Cambodia.

Cambodia hat zwischen den Landesgrenzen zu Viet Nam und Thailand einige Hundert Kilometer Straende, doch nicht alle davon sind von einer Beschaffenheit, die einen verwoehnten Urlauber begeistern wuerde!

Gleichzeitig ist die gesamte Kueste gesaeumt von mehr oder weniger grossen Inseln und Inselchen, diese sind meist echte Juwelen!

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Ich fange 'mal im Sueden an der Viet Nam Grenze an, da ist die Provinz Kampot mit der kleinen Enklave des Staedchens Kep. Ehedem Feudalseebad fuer franzoesische Besatzer, hat aber wohl seit dem Abruecken derselben in den 50er Jahren nicht mehr allzu viele Besucher erlebt.
Festlandstraende sind nach meiner Ansicht klein, schmal, dreckig und unter aller Sau was die Infrastruktur angeht. Einige 100 Backpacker im Monat sorgen hier auch nicht fuer eine Infrastruktur die den Touristen begeistert. Es gibt Guesthouses und Hotels in ausreichender Menge, aber der gesamte Strand hier ist eher als traurig zu bezeichnen und erinnert bestenfalls an Bang Saen oder Naklua's Beach. Schwimmen, das tun hier nur Verwegene.
Vorgelagerte Inseln sind mit Booten erreichbar und sollen neben tollen Straenden auch weitestgehend unberuehrte Natur vorweisen. Strom wird es dort wohl nur aus Generatoren geben und fuer mehr als einen Tagesausflug mag es derzeit noch an passenden und adaequaten Uebernachtungsmoeglichkeiten mangeln. Plaene fuer groessere Touriobjekte sind in frueher Planungsphase, aber derzeit ist die Idylle noch geniessbar. Bootstarife sind nicht teuer, Verpflegung sollte man mitnehmen.
Die gesamten Strandpromenaden des Festlandes sind mehr oder weniger zugepflastert mit Fressbuden, diese sind irre teuer und werden wohl nur von wohlhabenden Khmer und den wenigen Touristen frequentiert!
 
Die Reize der suedlichen Kuestenprovinzen sind also zweifelsohne im Hinterland oder auf den zahlreichen vorgelagerten Inseln zu finden, die Kuestenorte selber geben sehr wenig her. Es gibt eine bescheidene Rotlichtszene, die aber im Vergleich zu PP oder S'ville eher unbedeutend und provinziell ist.

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Endlose Fressbudenreihen flankieren an den "Badeorten" wenig einladend aussehende Mikrostraende.

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Verlaesslichen Aussagen zu Folge sind die Inselbeaches hier aber supertoll. Jedem aus Phnom Penh anreisenden Kuestenurlauber empfehle ich dennoch diese Strecke, weil erstens gibt es da einiges zu sehen und zweitens bietet das unmittelbare Hinterland viele einmalige Sights! Die Strassen sind allesamt gut und prima befahrbar, die Route an die echten Straende in Sihanoukville ist angenehmer und schoener hier her! Obendrein kann man den Ede Wolf auf dieser kleinen Schleife gut besuchen!

Herausragendes Stopover fuer Individualreisende ist der Bokor Hill National Park mit seinen einmaligen Panoramen und dem tollen kuehlen Mikroklima dort oben. Die Temperaturen sind auch waehrend der heissesten Jahreszeit angenehm frisch und der Ausblick bei gutem Wetter schier einzigartig.

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Die Anfahrt von Phnom Phen kann mittles Zug, Bus oder Taxi erfolgen. Der Zug ist irre langsam und verkehrt nur an jedem 2.Tag, er faehrt an Ede's Haus vorbei in Richtung S'ville und ist sicher ein Erlebnis fuer sich. Vorbei sind allerdings die Tage, vo vor der Lok immer ein Sandwagen hergeschoben wurde, auf dem man gratis mitfahren konnte - dieser diente dazu, die teure Lok vor neuen Minen zu schuetzen :wirr:

Ueber die Buslinien findet ihr im Reiseberichteteil in jedem Abstinent-Cambodiabericht detaillierte Angaben zu Fahrplaenen, Kosten und Routing. Empfehlen kann ich auch die vom Psar Thmei (Central Market) verkehrenden Busse der Gesellschaft GST.

Taxen sind Sammeltaxen und fahren ebenfalls vom suedlichen Zufahrtsweg des Psar Thmei ab. In Cambotaxen (meist Toyota Camry) werden 6 Plaetze verkauft, der Beifahrersitz zaehlt als 2, die Heckbank als 4 Sitze! Preis ist Verhandlungssache, als Auslaender wird man gerne gefoppt. Uebliches Spiel ist es auch bei komplett gebuchten und bezahlten Autos dann doch noch Cargo oder Leute mitzunehmen. Kurs ist wahrscheinlich so um die 50 $ bei den derzeitigen Spritpreisen fuer die 240+ KM Strecke.

Mitfahrt in den Minivan Sammelbussen ist aus folgenden Gruenden nicht zu empfehlen:

(Bild wir nachgereicht, Upload bricht immer ab :byee: )

Mit dem Mietmotorrad oder dem Auto ist die weitraeumige Umgehung der direkten Bus/Cargoroute nach S'ville sehr zu empfehlen, an den Gefaellestrecken gibt es immer wieder grauenhafte Unfaelle dort!
 
Habe heute erschreckende News zum Bokor von meinem Freund Darius, dem Weltreisenden in Sachen "Enduro unterm Arsch, Pinaysweetie im Ruecken" erfahren. Der Huegel ist seit Kurzem in Privathand, es werden nun 80 $ Eintritt dort erhoben! Streicht euch bei dem Wuchermist den Huegel, denn das ist der Spass dort nicht wert nach meiner Meinung.

Morgen habe ich viel Loy Krathong zu feiern und ein abendliches Carabao-Livekonzert mit Freunden vor der Brust. Wuensche euch Allen einen tollen Vollmondtag und setze hier mit den real und unreal Beaches in S'ville fort, sobald ich wieder nuechtern sein werden!

greetz

Rabatti

P.S. Wer mal sehen will, was ein angehender Weltumrunder so alles erleben kann ......auf seiner ersten 10 Monatsetappe (17.000+ KM Suedostasien), der kann hier einen netten Blog vom Darius nachlesen:

http://www.horizonsunlimited.com/tstories/dogito66/003192.php

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Sihanoukville ist das einzuge Seebad in Cambodia, welches neben gescheiten Beaches auch eine gewisse Infrastruktur vorweist. Fuer einen reinen Badeurlaub allerdings hielte ich die Straende nicht fuer besonders berauschend, zumindest die direkt vorgelagerten nicht.

Leider haben touristische Baumassnahmen aus dem ehemals idyllischen S'ville eine Art von Grossbaustelle gemacht. :wirr:

Es gibt etliche Straende dort, noerdlich zwischen dem Hafen und dem Oelpier sind einige bisher noch nicht verbaute kleinere, unter anderem der "Hun Sen Beach". Nett wenn man ein Bike oder Gefaehrt hat, die Reise nicht wert wenn man dafuer einen Transport organisieren muss. Transport ist nun eines der vorrangigen Probleme der Touristen in S'ville - doch dazu mehr spaeter.

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Die Victory Beaches im Nordwesten waren immer nette Chillout Straende mit kleineren Bars, Restaurants und einem Bootspier wo man Kaehne fuer Inseltouren chartern konnte. Der Strand war ok, die Duenung maessig und Verunreinigungen nur ein minimales Problem. Man kam prima mit dem Moped hin, eine Strasse vor dem Weather Station Hill (Backpackergegend)
von der Ekkareachroad fuehrte direkt dorthin (Bootssteg).
Im Fruehsommer praesentierte sich die ganze Gegend dann als Megabauprojekt, ein Touridomizil ordentlicher Groesse wird hier errichtet - Fotos von dem schrecklichen Zustand dort liefere ich noch nach.


Hier ist schonmal eins:
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Der 2. Grosse Strand vor der ehemaligen Hotelruine, die dem Beach auch seinen Namen verlieh "Independence Hotel" ist hinsichtlich des im Krieg stillgelegten Hotelbauprojektes dort schon sehr weit fortgeschritten, entlang eines kilometerlangen Sichtschutzes & Bauzauns kann man zwar noch nahe der Kueste entlangfahren, aber an den Strand oder das Meer kommt man nur noch ueber das von Hunderten an Guards gesicherte Hotelgelaende.
Das Hotel selbst duerfte mittlerweile in Betrieb sein und fast der gesamte Strand wird exklusiv fuer deren Gaeste sein. :wirr:

Hier ging es 'mal direkt zum tollen Strand, mittlerweile sieht man nur noch die Spitzen der kuentigen Neckermaenner Gastronomie dort

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Nur noch ein klitzekleiner und felsiger Bereich des maechtig langen Independence Strandes ist zufaellig noch begehbar, aber alle Strandhuetten und Bars wurden hier vertrieben. Im Hintergrund das Hotel, ca. 2 KM noerdlich von hier, Zufahrt ueber die Beachroad, am suedlichen Ende des Bauzauns noch etwas weiter, dann kann man direkt nach rechts auf den eher kuemmerlichen Beachrest.

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Der natuerlich eminent wichtige (und weiterhin vorhandene Rotlichtbereich zu S'ville sowie die infrastrukturellen Novitaeten fuehre ich am Schluss hier auf, weiter geht es gleich mit dem ebenfalls so gut wie nicht benutzbaren Beach Nummer 3, dem Sokha Beach :wirr:
 
@ smiley

Ich denke das Mix an verbliebenem Strand, Nightlife und der potentielle Spass dort wird noch fuer eine recht kurze Zeit zu haben und zu finden sein.
Die Rotlichtecken bluehen noch aber man hoerte schon vermehrt Stimmen aus dem Neckermannlager dass diese Puffs ja ein "Dorn im Auge" der Touristen sein. Wenn die fetten Barangmamas ihre plaerrenden Sprosslinge in Massen erst einmal vom geharkten Strand ueber den gemaehten Rasen und vorbei an netten Pflanzbeeten zerren, die Eiscafes um Importeis "bereichert" sind und McDoof sowie die anderen tollen Boten der Zivilisation dort heimisch sind - allerspaetestens dann wird auch ueber der allerletzten Bretterpuffbude der Abbruchhammer kreisen. Die vielen und unendlich langen wilden Straende, die mir und anderen hier die Tage verschoenerten, die sind schon sehr arg geschrumpft und in einem bis 2 Jahren wird davon gar nichts mehr uebrig sein. Schon heute kommen hier wegen der nun leichteren Anreise die ersten Soischleicher-Bratzopis aus Pattaya eingerollt. S'ville ist noch nicht ganz tot - wird es aber fuer mich persoenlich schon in Kuerze sein.
:yes:

Es gibt noch Oasen der Ruhe und Beschaulichkeit an wilden Straenden dort, aber die Fluchtreflexe vor den Dumbtouris und Prassern sollten schon etwas geschult sein.
Im Folgetext komme ich nun aber auf den "besseren" Occhaheuteal- und Otres- sowie den Reambeach zu sprechen, da gibt es noch z.T. das, was mich frueher an S'ville begeistert hatte, sogar noch in 2008 :tu:
 
Der Sokha Beach ist von S'villes Straenden zwar der flaechenmaessig kleinste gewesen, aber ein perfekter Badestrand fuer Sonnenanbeter, die auch etwas an Restaurants und Bars unweit des Liegestuhles schaetzten.

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Vom Ende der Ekkareach am Loewenkreisel leicht ueber den Berg (Thnau ST.)erreichbar gewesen, wurde der Sokha Beach vor ein paar Jahren der allererste "Privatbeach Cambodias".

Das Sokha Beach Hotel & Resort hat alle kleinen Geschaefte verdraengt und der Strand ist bis auf den ganz linken unattraktiven Abschnitt von Mengen an Guards abgeschirmt. Zur Landseite hin ist das Resort eher eine Festung.

Selbst die cambodianische Presse schreibt, das es sich bei dem Sokha-Resort um das wohl weltweit einzige 5-Sterne Resort handelt, welches seine Gaeste mit anderthalb Sternchen verwoehnt. Bei Zimmerpreisen jenseits der 80 Dollar werde ich mir den Krampf auch nicht 'reinziehen muessen!
Selbst ein Spaziergang entlang der nun gepflasterten Beachpromenade vor dem Hotel wird einem Barang bei gut besuchtem Hotel verwehrt, ausserdem wimmelt es dort zur Saison nun von angekarrten Angkorjapsen oder - koreanern, die hier ihre pauschale Verlaengerungswoche zusaetzlich zum Angkor Wat/Bayon buchen.

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Der fein geharkte Touristrand mit seinen malerischen Strohschirmchen ist sehr sauber, das kann man von dem klitzekleinen "oeffentlichen" Strandabschnitt ganz links nicht behaupten, denn hier knubbeln sich die Khmers und an Wochenenden die Naherholer und Weekendleutz aus PP. In Khmer stehen hier uebrigens grosse Schilder "BETRETEN fuer KHMER absolut verboten!" an der deutlich gemachten Grenze zum Privatbeach.

Mit Sicherheit werden Uebernachtungsgaeste aus den Massagebuden und Bretterpuffs der Umgebung mit derben Restriktionen belegt. Joinerfee hat es offiziell keine, aber fuer einen 20 $ Schein drueckt der Guard des Nachts schnell ein Auge zu. Das Touri-Idiotenpack weiss nicht - das diese 20 $ ganz alleine noch bis vor Kurzem ihm ein Zimmer nebst LT Tante, Tipp und Mopedmiete garantiert haetten.
 
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