INSIDERTIPPS & Antworten auf eure Fragen!

Auf vollen 2 KM Laenge verbleibt dem Touristen und den Einheimischen derzeit noch der Occhaheuteal Beach, seinerzeit das Prunkstueck aller Beaches in S'ville. Feinsandig, sauber und immer noch naturbelassen, wenn man einmal von dem ganz westlichen Abschnitt absah, der schon immer den Drogiebeachboys und Dauerabhaengern reserviert zu sein schien.
Occha'beach war fast immer meine erste Anlaufstelle fuer Badefreuden und man musste nicht weit mit dem Moped gurken (tolles Beachbiking!) um einen Strandabschnitt quasi fuer sich alleine zu haben.

Drei Strassen verlaufen parallel zueinander im Hinterland hier, alle sind gesaeumt mit Hotels und Guesthouses der verschiedensten Kategorien. Alle haben wirklich eins gemeinsam: Sie waren in echter Beachnaehe und der tolle Strand war ohne Moped oder Transportmittel prima in wenigen Fussminuten zu erreichen. Das gesamte Viertel hier ist vom Loewen-Kreisverkehr anzufahren (siehe Karte).

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Die ersten 500-800m sind dicht belagert mit Badefreunden, Bananenbootcowboys und neuerdings sogar Jetski! Das wird gar Manchen freuen, die Riffe allerdings hier einstmals direkt vor dem Strand, die sind schon seit ein paar Jahren mausetot. Es herrscht nun ein Gedraenge wie man es vom Jomtien her kennt, kein Wunder denn hier konzentriert sich nun Alles. Strandgastronomiebetreiber in diesem Segment haben nun auch Barangfood und natuerlich bebilderte Speisekarten. Das die Kurse daher mehr als verdreifacht wurden schert kaum jemanden. Die ersten Vollmondparties werden ausgeschrieben und die ganzen fliegenden Haendler aller 4 Stadtstraende konzentrieren sich nun auf diesen 5-800 Metern.

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Diese Fotos sind uebrigens aus 2008!

Occa'beach, low season:

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Doch lasst euch nicht truegen, der Strand ist ellenlang und erstreckt sich bis zur Einmuendung des kleinen Flusses im Osten, den es wirklich noch gibt!

Das Fischerdorf dort, in dem die leckeren Grillereien immer zubereitet wurden, das hat brutalst gelitten und es ist eigentlich kein Dorf mehr - aber solch sentimentale Anwandlungen sollte man sich in Cambodia getrost schenken.

Schoen ist noch der hintere Teil des Occa'beaches geblieben, wenn es dort nicht schon die ersten Vorboten einer bedrohlichen Entwicklung gaebe.
So wie zum Beispiel dieses Schildchen hier:

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In Anbetracht der thailaendischen Muelltugenden der Nachbarn haben diese vermaledeiten Styroporfressverpackungen nun auch Einzug in Cambodia gefunden. Die Beachfresshuettenbetreiber auf dem "zivilisierten" Teil des Strandes scheinen ihren Muell hier ein paar hundert Meter weiter zu entsorgen und der ehemals traumhafte Beach sieht nun verheerend aus:

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Fassungslos stand ich vor dem Muell, der sich hier ueberall in seinem grellen Weiss so kontrastreich praesentierte. Sauber macht hier niemand - es schert sich keiner drum!

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Hier die kuemmerlichen Reste des Fischerdorfes vor dem ehemaligen Militaerlager auf dem Huegel hinter dem Fluesschen:

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Hier ist fuer euch einmal ein Foto vom 'geschaeftigen' Teil des Occaheuteal Beaches aus 2006:

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Das Paradies verlagert sich weiter, weg von allen ATM's, Betonstrassen, Luxushotels und den tollen Sachen, die Otto Dooftourist so mit sich bringt. Doch keine Angst - dort wo die Tourbusse noch keine Chinesenmassen ausklinken koennen, dort wo Kumpel Soischleicher noch keine Erbsensuppe oder Wiener Schnitzel bekommt.....da kann man immer noch tropische Badevergnuegen geniessen. Die stete Flucht vor den Neckermaennern und dem Russenpack der Individualtouristen oder Spasshaber setzt sich weiter fort.

Das ehemalige Drillcamp der Cambodianischen Marines ist auf dem Huegel am hinteren Ende des Occa'beaches gelegen. Leser uralter Abstinent-Berichte kennen das Lager und die Action dort gut. Idyllisch die Lage auf dem Huegel, der den Otres Beach vom Occaheuteal abtrennte.
Am Occa' gab es schon ein paar Fressbuden und Getraenkedealer, am ganzen Otres- gerade einmal 2 solcher Etablissements. Die Strasse endet (2008) auf der Huegelkuppe und statt Zeltlager hat es dort nun 1-Sterne Holzbungalows zum 4-Sterne Preis.

Die Karte hier drueber zeigt den Otresbeach uebrigens nicht mehr, er ist wie ein Spiegelbild dem Occhaheuteal von der Form her gleichend auf der fernen Huegelseite.
 
Der Otres Beach ist ohne eigenes Moped wie auch der im folgenden Text gezeigte Strand nicht erreichbar. DIe Suedspitze hinter dem Huegel waere eine 2 stuendige Wanderung vom Loewenkreisverkehr entfernt. Langsam tasten sich Strassenbauwerke aus dem nun erschlossenen Hinterland an den Beach heran, im Sommer 2008 hatten diese den Otres aber buddhaseidank noch nicht erreichen koennen. Auch wird die Beachroad irgendwann vom Huegel hier herunterfuehren, aber so lange koennt ihr dort noch natuerliche Badefreuden und relaxing in original cambodianischer Atmosphaere geniessen, vielleicht noch ein Jahr lang.....

Bilder vom Sommer 2008:

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Preise sind derzeit noch auf altem Niveau, Haengematten und Beachchairs fuer Kaeufer der Getraenke frei. An Speisen gibt es regulaer nichts, man kann aber eine Reismahlzeit oder ein Lok Lak fuer den naechsten Tag bestellen, das bringen die Beachmaedchen dann fuer euch mit und machen es frisch fertig. Der Otres ist absolut muellfrei und meist hat man noch mehrere Kilometer fast fuer sich alleine!
 
Der schoenste, privateste und ruhigste Festlandsbeach Cambodias befindet sich nicht weit von S'vlle. Um dorthin zu gelangen braucht man aber ein Gefaehrt, am Besten ein Moped.
Man muss von S'ville aus in Richtung Osten ueber den ersten steilen Berg drueber (Richtung Phnom Penh) und dann beim ehemaligen Airport rechtwinklig nach rechts abbiegen. Ich nenne diesen Beach Ream Beach, weil er sehr nahe an der Ream Navybase liegt und auch den Ream Nationalpark als unittelbaren Nachbarn hat. Gesamtfahrtsstrecke ca. 20 - 25 KM, aber jeder einzelne davon lohnt sich!
Die Strasse fuehrt zur Navybase und kleineren Fischersiedlungen sowie einer PTT Pierstation fuer per See angefrachtete Treibstoffe. Stellenweise fuehrt sie dicht a Ufer vorbei und hier gibt es einfachste Khmer Style Ausflugsrestaurants (letzte Gelegenheit zum Getraenkekauf!) und Bootscharter zu 30 - 50 % der in S'ville aufgerufenen Freierpreise! Fischerkaehne fuer bis zu 16 Leuten kosten hier so ab 25 $ fuer einen ganzen Tag, kleinere Boote sind preiswerter aber nicht immer verfuegbar. Bei Inseldestinationen weit weg muss man mit einem Treibstoffzuschlag rechnen.

So sieht die Landebahn des Airports aus, im Hintergrund der Bergruecken, den man aus S'ville kommend ueberquerte:

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Fahrt am Ufer entlang:

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Diese Strasse fuehrt euch dann wieder in Richtung Osten aus dem Ort heraus und es geht dann ein kleines Stueck vorbei an Wasserbueffeln bis in eine gaenzlich unbebaute Zone.

Hier muesst ihr dann aufpassen, denn die kleine Bruecke ueber den Wasserlauf zur Linken ist schnell uebersehen.
So sieht das von der Strasse her aus:


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Von der Bruecke sind es nur noch wenige hundert Meter bis an den Reambeach!
 
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Ein besserer Trampelpfad ist nun alles, was das Herz den Badefreudigen noch von einem urwuechsigen Beach trennt!
Frauen, Getraenke und Snacks sollte man dabei haben - alles andere ist dort unlimited:

Ein vor vielen Jahren verlassenes Pier rottet dahin:

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Was der Stuemper oder Pauschaltourist hier als "Dreck" bezeichnen wuerde, das sind Piniennadeln von den Strandbaeumen:

(im Hintergrund ein irgendwann einmal hier gestrandetes Pontonpier)

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@ F.C.

Danke fuer deine Worte! Die individuelle Philosophie des Reisens sollte in der Tat sehr den Beduerfnissen des Reisenden angepasst sein. Wer halt "Futtern wie bei Muttern"-Kueche braucht oder ohne Aircon in den Tropen nicht schlafen kann, dem bleiben ja viele (und staendig mehr werdende) Reisezeile vorbehalten. Ich schaetze wirklich die Natuerlichkeit tropischer Laender, wie man sie ausserhalb dieser Touristenregionen eher vorfindet. Beschwerliche Anreisen oder infastrukturelle Maengel vor Ort bewahren das Idyll fuer mich eine kleine Weile laenger, aber die Zivilisation draengt mit ihren Errungenschaften bis in hinterste Winkel vor.
Wenn tausende von Kilometern Traumstrand in Burma, Suedthailand (Pattani & Narathiwat) erstmal so weit erschlossen und bereisbar sind - dann findet man die kleine Minderheit der echten Individualreisenden vielleicht noch auf abgelegenen indonesischen oder philippinischen Inseln oder im tibetanischen Hochland. Fuer Jeden ist eigentlich zur Zeit Alles zu haben, was er braucht. Man muss sich halt nur informieren und ich gebe Freunden gerne weiter, was ich auf meinen Trips so sah und erleben durfte. Ich sehe das als Privileg noch so manches jungfraeuliches Territorium erkunden zu koennen - irgendwann werde auch ich Konzessionen an Gesundheit und Bequemlichkeit machen muessen und einen Gang zurueckschalten...noch geht es aber prima!
Auf die landestypischen Bordelle und Puffs gehe ich nach den Beaches drauf ein, der Thematik des Freundeskreises treu bleibend - wenn jemand diese Gegenden nun bereisen will, so kann er auch gerne nach weiteren Details hier fragen.

Rabatti
 
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