Die thailändische Regierung hat die visafreie Einreisedauer für Touristen aus über 90 Ländern (darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz) wieder von 60 auf 30 Tage verkürzt. Dieser Schritt beendet die erst im Sommer 2024 eingeführte, großzügige Regelung. [
1,
2]
Die tatsächlichen Ursachen für diese Entscheidung liegen im massiven Missbrauch der bisherigen Bestimmungen: [
1,
2]
- Bekämpfung von Kriminalität: Die thailändischen Behörden verzeichneten einen starken Anstieg von Ausländern, die die lange visafreie Zeit als Basis für illegale Online-Betrugsnetzwerke (wie Callcenter-Scams) und andere kriminelle Aktivitäten nutzten.
- Illegale Arbeitsaufnahme: Viele Reisende nutzten die 60 Tage, um ohne offizielle Arbeitserlaubnis im Land zu arbeiten. Oft handelte es sich dabei um Tätigkeiten in Sektoren, die eigentlich thailändischen Staatsangehörigen vorbehalten sind.
- "Dauer-Tourismus" und Visa-Hopping: Die Regierung geht nun streng gegen sogenannte „Nominee-Geschäfte“ (ausländisch kontrollierte Unternehmen unter thailändischem Namen) und Personen vor, die de facto dauerhaft in Thailand lebten, ohne die korrekten Langzeitvisa zu besitzen. Auch illegale „Border-Runs“ werden nicht mehr toleriert.
- Fokus auf Qualitätstourismus: Das Tourismusministerium stellte fest, dass der Großteil der regulären Urlauber ohnehin innerhalb von 30 Tagen wieder abreist. Mit der Maßnahme verabschiedet sich Thailand vom reinen Fokus auf hohe Einreisezahlen und fördert stattdessen gezielt „Qualitätstouristen“. [1, 2, 3, 4, 5]