Kenia Nairobi, Kisumu, Mombasa. Sommer 2023.

Eigentlich hoffe ich auf ein Zeitfenster, um noch etwas mehr über die Pole-Dance-Clubs in Nairobi zu schreiben. Meine Tage und Nächte in Mombasa sind allerdings ziemlich ausgefüllt. Da bleibt manchmal nicht so viele Möglichkeiten.

Gestern, am Samstagabend, wollte ich erst im Safari Inn etwas essen. Es war aber überraschend leer. Rudi, der Inhaber, saß fast alleine an dem großen Tresen. Ich habe mich direkt vom Fahrer ins Eagles Nest in Mtwapa bringen lassen. Wie im Safari Inn, gibt es dort ebenfalls ordentliches Essen.

Nach einem Spaziergang durch Mtwapa bin ich dann gegen Mitternacht zufällig im Club Legend gelandet. Der liegt schräg gegenüber vom Eagles Nest und bietet Platz für vielleicht 100 Gäste. Er ist nicht auf edel getrimmt wie das Screenshot oder der Yacht Club. Etwa 20 bis 30 Gäste waren dort. Mit einer Ausnahme alles Afrikaner.

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Hier der Standort auf Google Maps.

Aufmerksam bin ich geworden, weil in der Mitte des Clubs 3 Girls auf einer kleinen Bühne tanzten. Das konnte man vom Eingang aus sehen. Auf einem mit Kunstleder überzogenen Sofa habe ich Platz genommen und dem Treiben zugeschaut.

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An dem Tisch vor der Bühne saßen 8 oder 9 Mädels. Alle recht jung. Einfache Girls. Nicht aufgetakelt, wie inzwischen viele im Casaurina. Beim Tanzen hat sich die Mädelsrunde abgewechselt. Schade, dass nur sehr wenig los war. Die Show war gar nicht so schlecht und einige Girls richtig sexy. Um die Stimmung etwas zu heben, habe ich jeder Tänzerin 200 KES zukommen lassen. Für alle zusammen gab es noch eine Schachtel Zigaretten. Das kam gut an, weil sie wohl gar nicht damit gerechnet haben.

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Die Performance war erotisch, aber eben nicht so "naked", wie in einigen der Nairobi Clubs. 2 Girls machten mir auch spontan die Freude eines Lapdance auf dem Sofa. Hautnah. Das unter Beifallsbekundung ihrer Freundinnen und einiger anderer Gäste.

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Eine der Tänzerinnen erzählte mir, dass sie und ein anderes der Girls heute beim Dance-Contest im Casaurina antreten. Ich werde es vermutlich verpassen, da ich am Abend bereits verabredet bin.

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Mit den sehr willkommen Trinkgeldern für die Mädels und 3 Bier, habe ich in etwas über 2 Stunden 3.200 KES (21 Euro) ausgegeben. Dafür gab es viel
Spaß und gute Unterhaltung. Mit so einer Show hatte ich in Mtwapa ja nicht gerechnet.
 
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Nach 6 Wochen Kenia bin ich seit letztem Freitag wieder zurück in Deutschland. Gut erholt.

Diesem Thread fehlt ein wenig die Kontinuität. Vor 2 Woche habe ich aufgehört hier zu schreiben, weil die freien Zeitfenster immer weniger wurden. Als Butterfly - also jemand der oft und gerne die Mädels wechselt - ist man ja viel auf der Jagd. Zudem brauchen die Begleiterinnen ausreichend Aufmerksamkeit. Da setzt man sich nicht einfach mal hin und widmet sich eine halbe Stunde seinem Smartphone.

Zu Nairobi, Mombasa und besonders zu Kisumu habe ich noch einiges interessantes zu berichten. Das hole ich die nächsten Tage nach.
 
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Kisumu am Lake Victoria.

Nach 8 Tagen in Nairobi stand ein Abstecher nach Kisumu an. Geplant waren 3 Übernachtungen dort. Gebucht hatte ich zwei Flüge mit Jambojet. Das direkt auf deren Portal: Nairobi - Kisumu - Mombasa. Diese Gesellschaft fliegt mehrmals am Tag diese Strecken. Günstig waren für mich Abflugzeiten um 13 Uhr. Mombasa wird dabei übrigens ohne Umstieg in Nairobi angeflogen. Bezahlt habe ich zusammen rund 140 Euro. Das mit Handgepäck und 2 Koffern je 23 kg.

Es war Freitag, der 7. Juli. In ganz Kenia waren Proteste gegen die Regierung angekündigt. Angeführt u.a. von dem unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Odinga, der seine Hochburg rund um Kisumu hat. Die Fahrt zum Jomo Kenyatta Airport in Nairobi verlief problemlos. Der Uber-Preis vom Zentrum nach dort betrug ca. 7 Euro. Die Abwicklung am Terminal für Domestic Flights war wie gewohnt zügig. Der Flug startete pünktlich.

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Abflug in Nairobi. Die Flugzeit betrug rund 60 Minuten.

Am kleinen, sehr sauberen Airport von Kisumu schien noch alles in Ordnung zu sein. Mich ärgerte nur, dass die Fahrer von Bolt und Uber per Chat versuchten, horrende Aufpreise für den 15 Minuten-Trip zum Hotel rauszuschlagen. Ein Bolt Fahrer machte sich auf den Weg zum Airport, brach dann die Fahrt aber kommentarlos kurz vor dem Ziel ab. Nach einigem Verhandeln fand ich dann einen Taxifahrer am Flughafen, der mit 1.000 Shilling (ca. 6,50 Euro) einverstanden war.

Auf der Zufahrtsstraße vom Airport Richtung Zentrum hatten sich Gruppen junger Männer zusammengerottet und mit Steinen die breite Fahrbahn blockiert. Rechts und links brannten alte Autoreifen und ein Haufen Müll. "Hooligans" sagte mein Fahrer und reichte, während er langsam weiterfuhr, einen 100 Schilling Schein durch das Fenster.”"Wegezoll." Dafür lotste ihn dann ein anderer Typ durch die Sperre. Der Wagen mit verdunkelten Scheiben hinten war glücklicherweise nicht als Taxi erkennbar. Hätten die Typen einen Weißen entdeckt, hätte es auch ganz anders ausgehen können.

Nach 500 Meter gab es eine weitere Sperre. Etwa 50 oder 60 Typen lungerten da rum. Als wir näherkamen, gab es Bewegungen. Die Hooligans rannten plötzlich rechts und links davon. Nicht wegen uns, sondern weil sich von der anderen Seite ein Militär-LKW mit Soldaten auf der Ladefläche nähert. Mein Fahrer zögerte nicht und fuhr über die verwaiste Steinsperre hinweg. Seinen Toyota kräftig hat es kräftig durchschüttelt. Das war sehr klug, denn das Militär drehte um. Man wollte der Konfrontation wohl aus dem Weg gehen. Im Rückspiegel konnte ich sehen, wie die Typen triumphierend zurückkehrten und die Straße wieder blockierten.

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Fast wie ein Kriegsgebiet. Im Zentrum sah es dann so aus. Wirklich alle Läden, Bars und Restaurants an denen wir vorbeifuhren, waren geschlossen. Die Straßen fast menschenleer. Kein Matatu oder Bus war unterwegs. Nur sehr vereinzelt Autos oder Motorräder.

Mein 4-Sterne Hotel (Sarova-Imperial) erwies sich gerade in dieser Situation als eine gute Wahl. Das Personal begrüßte mich freundlich. Unübersehbar waren allerdings einige mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten in der Lobby. Das Zimmer war komfortabel und blitzsauber. Die Bar im Hotel und das Restaurant waren geöffnet. Das Internet funktionierte. Es waren allerdings nur sehr wenige Gäste vor Ort.

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Freitagnachmittag. Ein Blick aus dem Hotel. Hier wirkte alles eigentlich ruhig und friedlich. Aber gespenstisch leer. Kein Verkehr, keine Menschen und auf dem bewachten Hotelparkplatz fast keine Autos. Nur eine Polizei-Kolonne mit einem Panzerwagen fuhren vorbei.

Vor dem Verlassen des Hotels wurde ich nachdrücklich gewarnt. Sogar das Personal der Tagschicht blieb über Nacht dort. Der Security-Chef des Hotels beruhigt mich: Morgen sei alles wieder in Ordnung. Nur heute hätten die Menschen aus “Solidarität” alles lahmgelegt. Wer nicht mitmachte, dem drohten allerdings Repressalien. Hooligans würden sie Situation zu ihrem eigenen Vorteil nutzen.

Der Mann von der Security hatte recht. Am Samstag erlebte ich eine ganz andere Stadt. Freundliche Menschen und dazu sehr belebt. In Nairobi war an diesem Freitag zwar nicht alles geschlossen, aber es gab in Teilen der Stadt Unruhen und Gewalt. Außerhab der Stadt starben diesem Tag sogar Menschen. Von Mombasas Nordküste (u.a. Bamburi Beach und Mtwapa) berichteten mir Girls, dass das Leben dort weitgehend normal verlief. Nur in der Innenstadt von Mombasa gab es größere politische Proteste.

Übrigens. Den vereinbarten Preis für die Taxifahrt habe ich verdoppelt. Der Fahrer ist ein Risiko eingegangen und hat viel Mut gezeigt.
 
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Ein friedlicher Samstag in Kisumu

Kisumu liegt auf 1.200 Meter über Meereshöhe. Die Temperaturen empfand ich als angenehm. Wärmer als im kalten Nairobi, aber nicht zu heiß. Der Äquator ist nur 25 km entfernt. Der UV-Index erreicht Höchstwerte, auch bei Bewölkung. Eine Mütze bzw. Kappe ist absolut empfehlenswert. Zu viel Sonne sollte man besonders in der Mittagszeit meiden.

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Das Sarova Imperial im Zentrum. 4 Sterne. Eine qualitativ wirklich durchdachte und sehr gute Unterkunft. Das Zimmer und das Bad waren top. Es gibt nicht so viele Hotels in Kisumu. Beim Sarova stimmten die Lage und das Feedback. Das war mir dann die ca. 70 Euro je Nacht wert. (Gebucht bei Booking.com.) Für ein nicht ganz so günstig gelegenes 3-Sterne Hotel hätte ich immerhin fast 50 Euro bezahlen müssen - bei ziemlich durchwachsen Bewertungen.

Ich hatte übrigens Tinder aktiviert und ein klein wenig Hoffnung, für den Freitag doch noch ein Girl in der Nähe zu finden. Das Hotel ist ja bekannt in der Stadt. Mit 3 oder 4 von habe ich mich ausgetauscht, aber keine wollte es wagen, die eigene Wohnung zu verlassen.

Samstag gab es ein Kontrastprogramm zu dem Protest-Freitag. Die Stadt wirkte sehr friedlich. Geöffnete Läden und die Straßen voller Menschen. Für einige Straßen der Innenstadt hatte der Gouverneur übrigens einen autofreien Tag ausgerufen.

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So sah es in der Nähe meines Hotels aus. Ohne Autos. Kisumu ist erstaunlich sauber und die Menschen wirken entspannter als in Nairobi oder Mombasa-Town. Mit einem Motorrad-Taxi habe ich mich ein wenig durch die Stadt fahren lassen.

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Das ist Dunga Beach, ca. 8 km von der City entfernt. Die leichte Brise am Strand ist sehr angenehm. Es ist kein Badestrand, sondern ein kleines afrikanisches Fischerdorf. Ich habe ein Restaurant besucht. Das erkennt man im Bildhintergrund.

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Europäische Touristen verirren sich hierhin eher selten. Es ist aber ein durchaus idyllisch Ort, der bei Inlandstouristen beliebt ist. Man kann sich übrigens auch mit einem Boot ein Stück weit auf den See rausfahren lassen. Mit Fotos haben die Leute kaum Probleme, was nicht überall in Kenia so ist.

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Es gibt einen kleinen Fischmarkt. Das ist Frauenarbeit. Hier wird auch Fisch getrocknet und in Kesseln frittiert.

In den Medien findet man eine Reihe von Berichten über eine besondere Art der Prostitution am Victoriasee. Um an den begehrten Fisch zu kommen, müssen an manchen Orten Markthändlerinnen den Fischern neben dem Kaufpreis auch ihren Körper anbieten:


Das Restaurant ist ein Platz für Locals. Es steht auf Pfeilern im See. Ich bestellte Fisch. Die Waitress reichte mir warmes Wasser und Seife, um meine Hände zu waschen. Als ich um eine Gabel und ein Messer bat, teilte sie mir mit, dass man sowas hier nicht hätte. Von meinem Tisch schaute ich auf das Ufer, wo sich Dutzende Storchenvögel und andere Vogelarten tummelten.

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Der Tilapia - ein Buntbarsch aus dem Lake Victoria - hat übrigens ausgezeichnet geschmeckt. Finger und Fladenbrot sind tatsächlich besser als Messer und Gabel geeignet, um den zu verspeisen.

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Zwischendurch landeten immer mal wieder die kleinen Fischerboote an. Ein wirklich schöner Platz zum Relaxen.

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Noch ein Blick in die Restaurant-Küche. Sehr traditionell.

Gegen 16 Uhr war ich zurück im Stadtzentrum. Von dort fuhr ich gleich in den angrenzenden Stadtteil Kondele. Der ist weniger fein und etwas berüchtigt, weil es viel Prostitution gibt. Dazu mehr im nächsten Beitrag.
 
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Kondele - Afrika für Fortgeschrittene.

Kondele ist ein Stadtteil von Kisumu, der sich im Nordosten an die City anschließt. Abseits der 2 Hauptstraßen prägen Armut und Slums das Bild. Prostitution ist verbreite. Sie hat sogar zugenommen. Im letzten Jahr wurden im Zentrum von Kisumu einschlägige Nightclubs geschlossen und Sexworkerinnen in die Peripherie vertrieben. Siehe -> hier

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Eine der zwei Hauptstraßen in Kondele. Am Straßenrand Marktstände. Hier mit Eiern und lebenden Hühnern. An dieser Stelle sogar mit gepflastertem Bürgersteig und Zebrastreifen.

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Am Abend öffnen dort viele Garküchen. Spätestens ab 21 Uhr ist das für nicht Einheimische eine NoGo-Area. Deshalb habe ich die dortigen “Girls-Bars” nach Einbruch der Dunkelheit nicht besucht. Das schreibt -> Wikipedia (übersetzt) :

(...) Kondele wurde in den Medien immer wieder negativ dargestellt. Aufgrund seiner Geschichte politischer Gewalt wurde es in vielen Medienartikeln als Brutstätte des Terrors, als Brennpunkt oder Hinterhof der Gewalt bezeichnet. [21]
Aufgrund seiner hohen Arbeitslosenquote, der hohen Armut und einer hohen Anzahl von Sexarbeiterinnen und Prostituierten wurde Kondele in den lokalen Medien sowohl für eine hohe Prostitutionsrate als auch für einige der billigsten Prostituierten des Landes bekannt gemacht. [22] In ähnlicher Weise hat Kondele die Aufmerksamkeit auf die nationalen Medien gelenkt, weil sie eine der höchsten HIV- und AIDS-Prävalenzraten im Land haben. [22] Darüber hinaus ist es auch berüchtigt für seine Slumbedingungen.

Ein Berührungspunkt mit der Prostitution hatte ich dann doch. Da war es noch hell. Als ich in eine Seitenstraße (eher ein Weg mit Lehmboden) einbog, stand ich nach wenigen Metern vor einem Bordell. Das war ein gemauertes, recht schäbiges eingeschossiges Gebäude. Einige Girls saßen auf der rechten Seite hinter einem vergitterten Tor, andere auf alten Gartenstühlen direkt vor dem linken Eingang. Für europäische Maßstäbe waren sie nicht sonderlich ansprechend. Vielleicht, weil sich keine wirklich zurecht gemacht hatte. Für die lokalen Kunden ist das weniger wichtig. Es gab ein wenig Smalltalk. Dann ging ich zu einer Art improvisierten Bar auf der anderen Seite.

Dieses Bar war nicht viel größer als ein Wohnzimmer. Innen gab es 4 Sofas mit Tischen davor. Den kleinen Getränkeausschank hatte man mit Gitterstangen gesichert. Aus einer alten Box ertönte afrikanische Musik. Auf einem der Sofas saß ein recht ordentlich gekleideter Schwarzer, der mit einem Mädel rum machte. 2 andere Typen auf dem zweiten Sofa tranken Bier aus Plastikbechern. Ich hatte 3 Mädels zur Auswahl.

Entschieden habe ich mich für Evelyn. Eine Luo, angeblich 21 Jahre alt. Seit 3 Monaten arbeitete sie in dem Puff gegenüber. Mit 17 ist sie Mutter geworden, wie sie mir später erzählte. Ich trank ein Tusker und bestellte für sie ein Smirnoff Ice. Danach ging es zurück zu dem Bordell.

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Evelyn, die ich für ein Shorttime gebucht habe. Sex gibt es in Kondele ab 300 KES (= 2 Euro). Ich bot 800. Dafür sollte es 2 Shots und zusätzlich “romantic” geben. Im Hintergrund der Eingang zur beschrieben Bar.

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Das angeblich beste Verrichtungszimmer im Bordell. Eine ältere Frau brachte uns dorthin und berechnete mir dafür 400 KES extra. Es gab eine Toilette, eine Art Dusche, ein sauberes Handtuch, ein Kondom und etwas Toilettenpapier. Da Betttuch erschien sauber.

Evelyne hat sich ausgezogen. Ihre Figur war ansehnlich. Die Brüste, trotz Mutterschaft, nicht hängend. Überrascht war sie, dass ich kein "fucking" wollte. Wir haben uns etwas auf dem Bett unterhalten und es gab ein paar Zärtlichkeiten von ihr. Sie hat mehrfach Sex angeboten und wirkte tatsächlich etwa geknickt, als ich es ablehnte. Ich wäre ihr erster Mzungu gewesen, wie sie betonte. Zumindest wollte sie einmal einen weißen Penis in die Hand nehmen. Nur für einen Moment. Ich habe dann eingewilligt und kurz meine Hose geöffnet. Sie dankte es mit einem triumphierenden Lächeln. 1.000 KES bekam sie am Schluss von mir. Das fand ich okay und mag keine Diskussion, ob das eventuell überbezahlt war. ;-)

Meine Neugier auf die lokale PaySex-Szene war erst einmal befriedigt. Man sollte sich allerdings über die Hintergründe im Klaren sein. Das ist "Survival-Sex", der die nötigsten Bedürfnisse der Frauen und oft auch von deren Kinder abdeckt. Bordell-Owner, Kriminelle und die korrupte Polizei verlangen vermutlich ihren Anteil. Kunden profitieren von der Not dieser Frauen. Anders bei vielen (PaySex-)Girls in den schicken Mombasa-Clubs. Da geht es oft um besseren Lifestyle: Neue Klamotten, ein neues Phone und neuen Content für TikTok & Co.
 
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Ein wenig Nightlife.

Rund um Kisumu sind die Luo beheimatet. In Kenia spielt die Stammeszugehörigkeit (Englisch: Tribe) eine identitätsstiftende Rolle. Die Luos sind historisch aus der Nilregion im Norden zugewandert. Die Hautfarbe ist dunkler, der Körperbau der Frauen ist oft durch mehr Rundungen geprägt, die Gesichter sind etwas afrikanischer und zudem gibt es eine eigene Sprache und eigene Musik. Die Luos sind einer der wenigen kenianischen Stämme, wo Mädchen nicht beschnitten wurden. (Stichwort: Genitalverstümmelung.)

An der Küste in Mombasa trifft man öfter auf Luos, auch bei den Club-Girls. Viele stammen aus der Gegend um Kisumu. Mit denen habe ich überwiegend gute Erfahrungen gemacht. Im Bett und außerhalb. Sie sind selbstbewusst, aufgeschlossen und spielfreudig. Da war es naheliegend, bei meinem Abstecher nach Kisumu ins Nightlife einzutauchen. Allerdings hatten mich einige meiner weiblichen Bekannten vorgewarnt: Typische Anmach-Clubs wie das Casaurina oder Stripbars wie in Nairobi, würde ich dort nicht finden.

In einem Zeitungsbericht war ich auf das DaPlace gestoßen, wo angeblich Poledance angeboten wird. (Foto unten aus dem Artikel.)

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Nachdem am Freitag Kisumu ein kompletter Ausfall war, habe ich mich am Samstagabend von einem Bolt-Fahrer zu diesem DaPlace bringen lassen. Das liegt ziemlich weit vom Zentrum entfernt. Die Fahrzeit beträgt etwa 20 Minuten. Der Parkplatz war fast leer. Deshalb bat ich den Fahrer zu warten, da ich wohl nicht lange bleiben wollte.

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Das DaPlace: Innen groß und hip ausgestattet. Samstags gegen Mitternacht fast leer. Ein Kellner sagte mir, dass es die Poledance-Shows so nicht mehr gäbe. Aber donnerstags fänden meist spezielle Dance-Shows statt. Nach einem Bier (Heineken, 400 KES) war ich wieder draußen. Mein Fahrer meinte, ich sollte es sonntags noch einmal probieren. Da sei der Laden immer voll. Das war er dann auch. Trotzdem war ich am Sonntag nicht zu lange dort, weil das nicht der richtige Platz für einen älteren Mzungu war, “Beute” für die Nacht zu machen. Pärchen und Freundesgruppen dominierten. Hier der -> Facebook-Account des Clubs.

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Anders das Alleyways im Zentrum von Kisumu. Da habe ich die Zeit ab Mittnacht verbracht. So 300 Gäste waren dort. Ich war der einzige männliche Weiße. Es gab noch 2 Europäerinnen, die dort waren. Eine von denen mit einem schwarzen Typen, die andere mit einem eindeutig lesbischen Girlfriend. Die Musik war gut und die Stimmung auch. Die Preise sind etwas günstiger als in Mombasa.

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Das Alleyways ist kein typischer Huren Club, wie manche in Mombasa. Trotzdem ist der Flirt-Faktor für einen Mzungu (Weißen) recht hoch. Das trotz 50+ wie bei mir. Ich hatte viel netten Smalltalk. Einige Girls hätten mich direkt ins Hotel begleitet. 2 von denen waren wohl Huren, die schnell mit dem eindeutigen Angebot zur Sache kamen: "I want to fuck with you." Andere Flirts waren mit Freundinnen dort, hatten einen Job und erwarteten sich vermutlich Vorteile von einem Mzungu-Kontakt. Mit einer von ihnen habe ich dann auch noch einige Tage gechattet. Sie hätte mich gerne in Mombasa besucht.

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Auch am Sonntag war ich im Alleyways, wo es wieder voll war. Es gibt auch Tische draußen, wo man für ca. 4 oder 5 Euro eine Mahlzeit bekommt.

Nach einer durchzechten Nacht, ein (mir nicht bekanntes) Girl ins Hotel mitzunehmen, ist nicht so mein Ding. Deshalb fuhr ich jeweils gegen 3 bzw. 4 Uhr alleine zurück. Ich bekam allerdings einige Telefonnummern. Am Sonntagnachmittag hätte mich sicher eins der Girls im Hotel besucht. Aber meine Zeit war knapp. Ich wollte noch etwas von der Stadt sehen. Sex musste nicht unbedingt sein, denn ab Montag lag ja noch ein Monat Bamburi Beach vor mir.
 
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Ein kleines Fazit.

Kisumu hat mir gut gefallen. Allerdings waren 3 Tage (minus dem einem Demo-Tag) deutlich zu kurz. Auch in Sachen Girls & Bitches blieb wenig Zeit. In Mombasa Nairobi findet man Location, wo man Mädels trifft, mit denen es schnell zur Sache geht. Die haben auch Erfahrung mit Europäern. In Kisumu scheinen solche Hook-ups komplizierter zu sein, zumindest wenn man Girls der gehobeneren Liga sucht. Vermutlich, weil es in der Provinz weniger Nachfrage von zahlungskräftigen Clients gibt. Es hat einen Grund, warum viele Luo-Mädels in Mombasa nach Arbeit suchen.

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Eine der Hauptstraßen in Kisumu. In der Gegend gibt es auch viele Clubs. Die Rotlicht-Szene wurde in den letzten zwei Jahren allerdings aus dem Zentrum verdrängt.

Meine Überlegung war, eventuell ein Girl aus Kisumu für eine Woche in mein Apartment in Mombasa einzuladen. Für sie ist Beach-Urlaub ein außergewöhnliches Erlebnis. Es wirkt sich positiv auf die Stimmung aus. Die "Akquise" in Kisumu erscheint aber schwieriger als in Nairobi. Besonders wenn man etwas speziellere Mädels sucht, so wie ich. Zudem ist der Anfahrtsweg mit dem Bus viel länger. Deshalb ist es bei meinem einen Stripgirl aus Nairobi geblieben, die 5 Tage in Bamburi-Beach zu Besuch war.

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Grace, ein 24-jähriges Tinder-Girl aus Kisumu. Wir hatten einen netten Chat. Ihre Motivation war eindeutig: Spaß, Benefits (Vorteile - meist finanzielle) und nichts Festes. Für ein Treffen hat es aber nicht gereicht. Es gab weitere interessante Tinder-Optionen, wobei die Zahl der erhalten Likes in Nairobi etwa um den Faktor 10 höher lag.

Tinder hat in letzter Zeit viele Profile gesperrt, bei denen sie Prostitution vermuteten. Wenn man finanzielle Vorteile einfordert oder anbietet, ist das riskant. Gleiches gilt bei zu eindeutigen Fotos. Sinnvollerweise verlegt man die Kommunikation nach dem ersten Kontakt auf WhatsApp.

Es gibt in Kenia einige PaySex-Portale, wo die Mädels für die Anzeigen zwischen 10 und 20 Euro im Monat bezahlen. Rahaescorts ist eines davon. Für Nairobi und Mombasa gibt es einige Auswahl. Nicht so für Kisumu. Nur 5 Profile, davon 2 männlich. Das war's:


Top-Girls findet man auf diesem Portal eher nicht. Dafür sind die Preisforderungen meist deutlich höher als in Clubs. Das liegt wohl daran, dass die Zielgruppe der Anzeigen eher aus dem Business kommt. Männer, die Shorttime suchen und keine Zeit für Clubs haben.

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Kisumu Airport. Montag, 13 Uhr. Bombardier Q400 von Jambojet. Mein Direktflug nach Mombasa (= 100 Minuten) startete mit knapp einer Stunde Verspätung. Der Flughafen ist klein, modern und macht einen guten Eindruck. Check In, Gepäckaufgabe und die beiden Security-Kontrollen waren in weniger als 10 Minuten erledigt. Am Gate gibt es einen kleinen Imbissstand.

Übrigens: Jambojet ist eine Tochter von Kenya Airways. Laut Wikipedia besteht die Flotte aus sieben Flugzeugen des oben abgebildeten Typs. Die haben ein Durchschnittsalter von 4,7 Jahren. (Stand Februar 2023.)

Meine Urlaubszeit ist relativ begrenzt. Da bin ich froh, mit Mehrarbeit etc. auf 11 Wochen im Jahr zu kommen. Den Aufenthalt in Kisumu fand ich interessant, aber doch nicht so spannend, dass ich die Stadt gleich wieder besuchen möchte. Als Rentner werde ich über mehr Zeit verfügen. Dann könnte ich mir ein oder zwei Wochen am Lake Victoria vorstellen. Atmosphärisch hat es mir im Luo-Land gut gefallen.
 
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Nochmal Nairobi...

Es geht (auf der Zeitschiene) jetzt zurück nach Nairobi. Dort habe ich in 8 Tagen mehr als ein Dutzend Locations besucht. Über diese lohnt es zu berichten. Bisher habe ich in diesem Thread nur etwas zu den Stripclubs Bavon und Cadillac geschrieben.

In der Keekorok Road liegen außer dem Bavon noch die Stripclubs Gabeez und Liddos. Direkt neben dem Liddos befinden sich die öfter erwähnten Hemak Suites, wo ja bereits einige Foren Kollegen abgestiegen sind. Zudem gibt es zwischen dem Liddos und Gabeez einen Straßenkiosk, der Alkohol verkauft. Da kann man schnell die Vorräte im eigenen Hotelkühlschrank auffüllen. Gelegentlich stehen auch einige Straßenschwlben auf der Keekorok Rd. Dort meistens nachts und gelegentlich sonntags, wenn die Geschäfte zu sind. In der angrenzenden River Rd. gibt es mehr von ihnen. Das zu allen Tageszeiten. Der Kollege @Rauhnacht hat über einen Besuch schon mal berichtet. Incl. Bilder. Siehe u.a. -> hier.

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Das Sophia Joy ist ein Billig-Bordell. Es liegt gegenüber vom Gabeez. Im Hintergrund erkennt man das Liddos. Wenn da Club + Accomodation steht, weiß man, dass es Stundenzimmer für die Verrichtung gibt.

Huren trifft man dort bereits am Morgen. Oft stehen schon 5 oder 6 von ihnen im Flur und im Treppenhaus, das zu der Bar in der ersten Etage führt. In der verteilen sich ca. 25 Tische in 3 Räumen. Daneben gibt es noch einen vergitterten Bartresen, eine Küche und einen Billardtisch. Besonders voll wird es ab dem späten Nachmittag. Dann sind auch schon mal 20 Girls dort.

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Rice and Beef im Sophia Joy. Für etwas mehr als 2 Euro.

Das Bier ist billig. Die Gäste sind Afrikaner, von denen viele etwas heruntergekommen wirken. Manche trinken ihr Bier aus Plastikbechern, konsumieren Khat (leicht berauschende Pflanzenblätter) und hängen da einfach nur ab, Solange es nicht zu voll war, habe ich mich im Sophia Joy nicht unwohl gefühlt. Gelegentlich bestellte ich mir sogar etwas zu Essen. Die offene Küche (ebenfalls hinter Gitterstäben) macht einen sauberen Eindruck. Das was sie da produzieren, fand ich okay und preiswert. Einige Girls aus den Strip-Clubs lassen sich von dort auch Essen bringen.

Bei meinem ersten Besuch im Sophia Joy hatte ich noch mehr Respekt. Das ist eher ein Ort für unerschrockene Europäer mit einiger Reise- und Afrika-Erfahrung. Tagsüber und abends fand ich es weitgehend okay, aber nachts liefen mir da zu viele gestörte, bekiffte oder angetrunkene Typen rum. Nach Mitternacht sind auch weniger Girls vor Ort.

In der Etage über der Bar gibt es Verrichtungszimmer. Ausprobiert habe ich keines. Die Preise dafür werden vermutlich (je nach Ausstattung) zwischen 400 und 1000 KES liegen. Sex mit den Mädels wird man vermutlich ab 500 KES bekommen. Gefragt habe ich nicht, denn die Girls aus dem Sophia-Joy fielen nicht in mein Beuteschema. Gelegentlich trifft man dort auch Huren, die halbwegs sexy aussehen. Sie würden einen sicher ins Hotel begleiten. Solche Deals sind mit den Girls in den Strip-Clubs komplizierter, denn die Besitzer machen ja oft richtig Geld, wenn ein Gast einen der überteuerten Privat-Rooms bucht.

Das Sophia Joy sollte man nicht mit dem stadtbekannten Sabina Joy in der Moi Avenue verwechseln. Letzteres ist deutlich größer, sauber und besser überschaubar. Es gibt mehr Security. Offensive Anmache der Mädels ist da nicht erwünscht. Die Auswahl ist größer. Man findet auch eher mal Girls von etwas gehobenerer Qualität. Es gibt keine einheitlichen Preise in den Bordellen. Es hängt von den Girls und den Verhandlungen ab.
 
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Verglichen mit anderen Billigpuffs in Kenia, aber auch Asien oder Lateinamerika, ist das Sophia Joy kein ganz schlimmer Platz. Ich erinnere sogar Lokale/Puffs in deutschen Rotlichtvierteln, die nicht besser waren. Z.B. in Frankfurt oder St. Pauli. Zumindest vor 30 Jahren.

Die Keekorok Rd. und die nähere Umgebung ist allerdings ab 22 Uhr kein sicherer Ort mehr. Da lungern immer Typen rum. Auch welche, die nur auf die Chance warten, schnell an Kohle zu kommen. 2019 bin ich selbst mal in der Nähe überfallen worden und habe glücklicherweise nur ein älteres Handy dabei eingebüßt. Eine meiner weiblichen Stripclub-Bekanntschaften hat es vor 2 Monaten erwischt. Früh morgens auf dem Weg vom Bavon zum nahgelegenen Matatu-Platz. Sie und eine Kollegin wurden ausgeraubt. Die Täter haben nicht diskutiert, sondern gleich mit Knüppeln zugeschlagen. Sie hat eine blutende Kopfwunde davongetragen. Umstehende Personen haben nicht eingegriffen. Die Narbe war noch einen Monat später zu sehen.

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Die Keekorok Rd aufgenommen von meinem Zimmer den Hemak Suites. Nachts gegen 2 Uhr. Unten rechts im Bild das Gabeez, gegenüber (mit S. makiert, weil verdeckt) das Sophia Joy und oben mittig im Bild das Bavon. Das Liddos ist nicht zu sehen, denn es grenzt ja direkt an die Hemak Suites.

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Hier der Blick aus dem Hemak in die andere Richtung. Ebenfalls um 2 Uhr in der Nacht. Links, ca. 50 Meter weiter, liegt der Matatu Platz (Koja Stage) und das recht bekannte Lokal Roast House. Fast keine Menschen dort. Ganz anders übrigens Mtwapa an der Mombasa Coast. Gegen 2 Uhr ist die dortige Hauptstraße noch sehr belebt. Da gibt es viele offene Läden und viele improvisierte Straßen-Lokale. Zwischen Quickmart (24h geöffnet), Posta und dem Casaurina bzw. Naiz, laufe ich um diese Zeit ohne ein Gefühl von Angst herum.

Wer zwischen den Cubs Liddos, Gabeez, Bavon und den Hemak Suites wechselt, der geht höchstens 60 oder 70 Meter. Die Straße ist nachts ziemlich leer und überschaubar. Vor den vergitterten Eingängen steht jeweils ein Typ von der Security. Da ist das Risiko relativ kalkulierbar. Das Sophia Joy hatte bei meinen Besuchen keine Security am Eingang. Um in die Bar zu kommen, muss man an Huren im langen Flur unten vorbei und dann die schmale, verwinkelte Treppe hoch. Ich finde es nicht so angenehm, wenn mir da nachts 2 oder 3 angetrunkene Typen entgegenkommen, die vielleicht gerade ihr letztes Geld für Alk oder Sex ausgegeben haben.

Das Sabina Joy in der Moi Avenue (Business District) vermittelte mir in Sachen Sicherheit ein deutlich besseres Gefühl. Ab abends sitzt ein Security-Guy unten im Treppenhaus. Dazu gibt es mehrere, durchtrainierte Kollegen im Barbereich. Wie schon erwähnt: Das Publikum im Sabina Joy erscheint weniger heruntergekommen als im Sophia Joy. Sie kommen zum Teil wohl aus den umliegenden Büros. Auch das Personal dort habe ich als seriös erlebt. Es gab auch keine männlichen Gäste im Sabina Joy, die mich angebettelt haben. Anders im Sophia Joy, wo ab und zu einer dachte, dass so ein Mzungu spendabel sein sollte.

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Ein Blick aus dem Sabina Joy auf die Moi Avenue am Nachmittag. Das liegt geschätzt einen Kilometer Fußweg von der Keekorok Rd. entfernt. Abends, so ab 23/24 Uhr, würde ich draußen auch hier nicht mehr nicht mehr rumlaufen. Einmal wartete ich vor dem Eingang auf mein Uber-Taxi und wurde sofort von 2 Typen heftig bedrängt. Da habe ich es beim nächsten Mal vorgezogen, gleich im Flur zu warten und erst nach Ankunft des Wagens die 10 Meter über den Fußweg zu laufen.

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Abschließend noch eine Straßenkarte. (Google Maps.) Oben, in Rot mit einem K. markiert, der Bereich der beiden Fotos aus der Keekorok Rd.. In Blau der Verlauf der größeren River Rd, wo es Straßenprostitution und einige Bordelle gibt. Links von der Tom Mboya St. beginnt der modernere Business District. Unten im Bild der Stadort des Sabina Joy.
 
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Die River Road. Eine ganz besondere Straße.

Von der sehr “afrikanischen” River Road zum modernen Business-District von Nairobi sind es nur ca. 300 Meter. Es wirkt ein wenig wie zwei unterschiedliche Welten. Die Gegend rund um die River Road wird durch einfache Menschen geprägt. Es ist kein Slum, aber hier ist auch die urbane Unterschicht zuhause. Es gibt viele kleinere Geschäfte und Handwerksbetriebe. Straßenhändler haben den größten Teil der Gehwege für sich okkupiert. Auf den überfüllten Wegen kommt man nur langsam voran. Den Transport übernehmen oft noch Karrenschieber, die am Straßenrand auf neue Aufträge warten.

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Der namensgebende Nairobi River ist heute eher eine kanalisierte Kloake. Die River Road verläuft parallel, aber 200 Meter von dem entfernt, was mal ein Fluss war. Am Ufer sieht man hier eine große Freiluftwerkstatt für PKWs. Viele der mobilen Mechaniker haben sich spezialisiert. Ihre Ausrüstung ziehen sie auf Karren hinter sich her. Der eine macht Blecharbeiten, der anderer lackiert oder schweißt.

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Die Straßen in dem Viertel sind sehr belebt. Unsicher habe ich mich bei Tag und am Abend nicht gefühlt, obwohl ich weit und breit der einzige Weiße war. Die Menschen sind ganz überwiegend freundlich.

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Der hintere Teil der River Road an einem Sonntag. Da ist nicht ganz so viel los

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Auch gegen 20 Uhr abends sind noch viele Leute unterwegs.3 Stunden später sieht das anders aus. Dann trauen sich auch viele Kenianer nicht mehr hierher. Die Gegend hat keinen guten Ruf, obwohl die Polizeipräsenz zugenommen hat.

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Unübersehbar sind hunderte Kleinbusse, die ihre Fahrgäste preiswert durch das ganze Land transportieren. Viele große Buslinien sind dort ebenfalls beheimatet. Es ist ein regelrechtes Verkehrsdrehkreuz. Große Busse wie Dreamliner, die z.B. von Mtwapa nach Nairobi fahren, haben ihre Endstation in der River Road. Manchmal bin ich überrascht, wie das alles bei der Enge dort und dem Chaos noch funktioniert.

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Die River Road ist eine relativ alte Straße. Laut Wikipedia hatte der ehemalige britische Eisenbahn-Stützpunkt Nairobi 1929 gerade mal 32.000 Einwohner. Heute sind es deutlich über 4 Millionen. Ab und an sieht man noch Gebäude aus den 1920er und 30er Jahren. Schon damals waren eingewanderte Araber und Inder im Business präsent, was auch die Architektur auf diesem Bild belegt. Übrigens: Keine 100 Meter von diesem Punkt entfernt steht in der Keekorok Rd. ein kleiner indische Tempel. Auf einer Steinplatte über dem Eingang wurde das Baujahr 1927 vermerkt. Kenianische Inder sind heute Teil der Gesellschaft, allerdings betreiben sie inzwischen ihre Geschäfte eher in den feineren Stadtbezirken.

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Viele Busse werden zu kleinen Kunstwerken. Manches ist Kitsch, manches aber auch nett anzusehen. Es lohnt, mal stehenzubleiben und sich die Arbeit der Künstler anzusehen. Oft werden Comics adaptiert und Sehnsüchte projiziert. Nicht selten werden hübsche Frauen als Motiv gewählt.
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Einer der bedeutendsten Schriftsteller Kenias hat Mitte der 1970er Jahre dieser Straße und dem Viertel ein Denkmal gesetzt. Der Roman “Going Down River Road von Meja Mwangi wurde übrigens auch ins Deutsche übersetzt: Der beruflich gescheiterte Protagonist des Romans kommt nach Nairobi und landet in der River Road. Er schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch. In einer der billigen Bars lernt er Wini kennen, eine alleinerziehende Mutter, die mit Prostitution ihren Lebensunterhalt verdient ...

In der River Road und den Seitenstraße ist traditionell Prostitution beheimatet. So wie bei uns früher in den Bahnhofsgegenden vieler Großstädte. Schon tagsüber stehen da einige Dutzend Girls vor Hauseingängen oder heruntergekommenen Bars. Die Preise für die “schnelle Verrichtung” (one shot) gehen so ab 300 KES (2 Euro) los, wobei ggf. noch ein Aufschlag für das Zimmer notwendig ist. Das ist ganz überwiegend Armutsprostitution. Viele Frauen kämpfen ums Überleben. Gestylt oder sexy gekleidet sind nur ganz wenige Straßenhuren. Wirklich ansehnliche Girls findet man dort kaum. Jedenfalls für den mitteleuropäischen Geschmack. Nach einigen Gesprächen vermute ich, dass die wenigsten dieser Huren eine positive Einstellung zum Sex entwickelt haben. Zudem sind ihnen manche Sonderwünsche europäischer Männer eher fremd.

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Dieses Bild von der River Road habe ich von der Außenterrasse des "Drifters" gemacht. An den Hauseingängen gegenüber stehen immer mal wieder Huren, die sich anbieten. Die Kontaktaufnahme ist eher diskret. Offensive Anmache habe ich nicht erlebt bzw. beobachtet. "Anbahnungslokal" ist vielleicht das passende Wort für das Drifters Restaurant. Da laufen immer Girls rum. Meist war ich da aber nur zum Essen. Die Aufnahme entstand so gegen 20 Uhr. Von draußen sieht es übrigens so aus:

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Im nächsten Beitrag werde ich näher auf ein Bar-Bordell in der River-Road eingehen. Das habe ich einige Male besucht. Es ist der Club Classic VIP, wobei VIP sehr geschmeichelt ist. Der zweite Laden ist das oben erwähnte Drifters. Es gibt dort halbwegs ordentliche Stundenzimmer. Eines habe ich mal in weiblicher Begleitung ausprobiert.

Ich habe ganz bewusst einiges über die River-Road geschrieben. Nairobi hat nicht viele klassische Sehenswürdigkeiten. Die Gegend hier würde ich zu den spannendensten Orten zählen. Einen, den man sehen und erleben sollte. Bei Fotos ist Vorsicht angebracht, denn als Weißer fällt man definitiv auf. Das Risiko ist groß, dass man von Leuten angangen wird die glauben, auf einem der Bilder zu sein. Tatsächlich geht es vielen oft nur ums Geld. Ein Smartphone in der Hand lockt zudem Diebe und Räuber. Die reißen es aus der Hand und verschwinden in der Menge.
 
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