Palawan - Philippines 10 Tage im März 2010



Von Puerto Princesa nach El Nido

Eine direkte Schiffsverbindung von PP nach El Nido gibts nicht, man kann versuchen einige Teilstrecken mit dem Boot zurückzulegen, ist aber letztlich doch auf die Strasse angewiesen. Wer sich kein Auto mietet fährt mit dem Bus oder Jeepney, eine zwar billige aber zeitraubende und beschwerliche Angelegenheit. Eine gute Alternative ist ein Minibus, der braucht nicht so lange für die ca. 240 km, etwa 7 Std. mit einigen Pausen, aber nonstop und garantiertem Sitzplatz und AC. Preis ca. 800 Pesos, Abholung vom Hotel.

Der Palawan Highway ist von PP bis Roxas durchgehend asphaltiert, weiter über Taytay nach El Nido teilweise. In der Regenzeit kann die Reise schon mal problematisch werden, im März kein Problem. Wenn man auf der Schotterpiste meilenweit hinter einem anderen Fahrzeug hinterherfährt weiss man einen Minibus mit geschlossenen Fenstern und AC zu schätzen!:yes:



Die Landschaft bietet schöne Ausblicke zu beiden Ufern, führt durch viel Grün und Berg und Tal.
Palawan ist ja eine über 400 km langgestreckte Insel, aber max. 40 km breit zwischen der der Sulu See und dem Südchinesischem Meer. Überwiegend gebirgiger Dschungel mit Erhebungen bis über 2.000 m.




Auf Palawan gibts keinen Massentourismus, aber an exponierten Orten trifft man doch auf nicht wenige Touristen und Backpacker aus Europa und Übersee. Nahe El Nido gibts einige Luxusresorts auf den Inseln, die Besucher werden von Manila nach El Nido eingeflogen. Da gibts manchmal Restplätze zu horrenden Preisen, im Gegensatz zu den sehr moderaten Tickets via PP oder Coron


7.00 holt mich der Minibus vom Moana ab, ich bin der erste Fahrgast und bekomme den Platz vorn neben dem Fahrer. Da hab ich gute Sicht und Platz, denn der Bus füllt sich auf der Abholtour langsam mit Touris. Dann fährt er zum BusTerminal wo die Ladung komplettiert wird, d.h. alle verfügbaren Plätze werden mit Filippinos/as aufgefüllt. Alles Gepäck aufs Dach. Ich bekomme auch Gesellschaft, eine hübsche 30er-in quetscht sich auf den Notsitz, wir kommen aber gut zurecht. Sie ist Lehrerin an der high school in El Nido (schauh was es dort alles gibt) und fährt einmal im Monat ihre Familie in PP besuchen. So hab ich ne angenehme Unterhaltung für die Fahrt und einen netten Abend in El Nido.
 


El Nido

liegt malerisch an einer großen Bucht, vorgelagert die Inseln des Bacuit-Archipels, umgeben von hohen, schroffen Kalksteinfelsen. Das Panorama ist phantastisch, vergleichbar mit der Halong Bucht im Golf von Tonking, Nordvietnam.

Das Städtchen macht einen gepflegten Eindruck, die Hotels, Restaurants sind überschaubar und zu Fuss schnell erreichbar. Der Strand ist sauber, zum Baden und Schnorcheln fährt man aber besser mit dem Boot zu einer der vielen Inseln. Am Abend gibts in etlichen Restaurants am Strand Life music, auch im Ort. Es sind recht viele Leute unterwegs, western Touries und Backpacker, viele Franzosen. Ein beliebter Treffpunkt ist das Art Cafe der Schweizerin Judith, hier ist auch ein Reisebüro, buchen von Ausflügen und Flügen. Hier hab ich auch den Rückflug von Coron nach Manila mit Cebu Pacific gebucht. Ein Nachtleben gibts kaum, das "Angebot" an freelancern zB im Hardrock oder auf der Strasse ist eher dürftig.

Am ersten Abend hab ich gleich ne Sunset Fahrt unternommen. Bin zum Art Cafe geschlendert und seh das bald ein Boot abgeht. Ticket gekauft und gleich gings an Bord, gut 2 Stunden, Bier inclusive.





 


Auch muss man sich darauf einstellen dass es Strom nur zu bestimmten Zeiten gibt.

Ich bin im "Lally & Abeth" abgestiegen, am nördlichen Ende des Strandes, direkt am Meer, nicht weit weg von der Bushaltestelle. Eine schöne Anlage mit Restaurant und viel Grün, die Leute sehr freundlich. Es gibt Zimmer und Bungalows, fan oder AC. Bootstouren kann man auch imL&A buchen, da fährt das Boot direkt am Hotel ab. Frühstück ist inclusive, und über dem Bett hängt ein grosses Moskitonetz.






Das Restaurant, man kann ganz ordentlich essen! Von oben schönen Blick aufs Meer.




Das Moskitonetz gross und praktisch. Im März ist ja gottseidank keine Moskito Hochsaison, also auch keine Malariagefahr, aber am Abend beissen die Viecher. :roll: Lange Hosen und ein wenig Nobite können nicht schaden.

 


Ich bleib 3 Nächte im L&A, am Tag unternehm ich Bootstouren zu den Inseln, dann schlender ich durch das Örtchen und abends sitz ich in einem Restaurant direkt am Strand. Den zweiten Tag treff ich die Lehrerin, sehr sympatisch, sehr aufgeschlossen, sie ist hier nicht wirklich glücklich. Was nützt die schönste Natur wenn du fernab deiner family bist. Wir sitzen lange zusammen, dann noch ein kleiner Spaziergang, mehr ist nicht drin, die Leute... Schliesslich hat sie ihren guten Ruf zu verlieren, wir rufen ein tricycle und bye bye. Ich geh die Dorfstrasse zurück Richtung L&A, trink in einer Bar noch ein paar Bier, aber die wenigen Freischaffenden törnen mich eher ab denn an, mehr noch die alleinreisenden Emanzen. :?






Am Strand
 


Das Art Cafe, belebter Treffpunkt von früh bis abends, Cafe, Reisebüro, Boutique, Restaurant.



Der Ort ist nicht sonderlich attraktiv, allein eingebettet in die phantastische Landschaft ist's ein Juwel!






Bei Ebbe ist der Strand natürlich nicht so attraktiv


 



Bancas gibts genug, du kannst Touren in jedem Hotel, einem guten Dutzend Reisebüros im Ort oder direkt am Strand mieten, grosse und kleine, mit einem oder mehreren Bootsleuten






El Nido, einfach schön!
 


Wenn es auf die Inseln geht wird's noch schöner, die Ausflüge von El Nido und Coron! :lach1:

Es geht weiter, ist ja grad erst Halbzeit.:bye:

Muss nur immer die pics heraussuchen und im Fünferpack hochladen.:ironie:
 


Island Hopping nahe El Nido

In El Nido werden in Hotels und Reisebüros mehrere Standard Bootstouren angeboten, die zu wunderschönen Inseln und Riffs führen. Je nach Teilnehmern fahren kleinere oder größere bancas, es werden mehrere Inseln, Riffs und Lagunen angefahren, man hat viel Zeit zum schwimmen und schnorcheln und relaxen an Land. Das einzige Problem ist oft ein schattiges Plätzchen zu finden, denn die Sonne brennt gnadenlos. Auch auf dem Boot ist man gut beraten sich einen Platz im Schatten des Sonnensegels oder Dachs zu suchen, zusammen mit dem Salzwasser bei rauher See ist ein Sonnenbrand gebongt. :hehe:

Ich hatte mir trotz Vorsorge auf dem Trip zur Honda Bay schon einen leichten Sonnenbrand zugezogen. In PP hat man mir in der Farmacy AloeVera Öl empfohlen, das hat über die nächsten Tage recht gut gewirkt.

Es gibt 5 Standardtrips die jeweils zu bestimmten Inseln fahren, meist das gleiche Programm. So kann man bei unterschiedlichen Anbietern buchen ohne daß man eine Tour zweimal unternimmt. Je Tour zahlt man zwischen 600 und 900 Pesos, ganztags, mit Lunch (meat, seafoods, vegetables, rice, fruits...) der unterwegs zubereitet wird. Reichlich Wasser sollte man mitbringen, unterwegs gibts nichts. Besatzung meist 1 oder 2 junge Burschen, die die Tour auch variabel gestalten. Man wird nach dem Frühstück am Strand vor dem Hotel abgeholt oder wo vereinbart, dann gehts von Insel zu Insel und ist gegen Abend wieder zurück. Oder man bucht ein Fahrrad oder ein trike, oder ein Kayak...

Tour1 Small Lagoon, Big Lagoon, Simezu Island, Intalula





 


An mancher Bucht ist man ganz allein, an anderen beaches machen mehrere Boote fest, aber kein Massenbetrieb!





Lunch time



feiner weisser Sand


 
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