Deshalb würde ich wie viele andere auch eher sagen dass der Wert des € tendenziell sinkt, und nicht dass alle anderen Währungen in dem Raum steigen.
Deshalb habe ich die Zusammenhänge auch auf mehr als eine Weise zu erklären versucht, damit sich jeder mit der Materie auseinander setzen kann und die Chance bekommt zu verstehen, dass es eben eindeutig nicht so ist. Dass alle Währungen im asiatischen Raum aufgewertet haben, hat übrigens weder jemand behauptet, noch ist das so; man schaue sich nur die jüngste Entwicklung des Yen an. Ebenso wurde hier durchaus eingeräumt, dass der Euro in dem vom OP genannten Zeitraum leicht abgewertet hat. Diese Abwertung reicht aber nicht aus, die Wechselkursentwicklung des Euro zum Baht zu erklären.
Jedenfalls waren Baht und Peso in jüngerer Vergangenheit stark und nicht der Euro schwach. Eher das Gegenteil war der Fall, aber das haben wir ja bereits ausdiskutiert (Stichwort Draghi). Wegen der Baht- und Pesostärke sind die Amerikaner genauso vom Wertverlust ihrer Währung betroffen wie die Europäer. Aber auch z.B. Kanadier, Briten, Russen, Japaner, Inder, Malaien und Koreaner müssen für den Baht heute mehr auf den Tisch legen als noch vor drei Jahren. Das ist also beileibe
kein Euro-Phänomen (*). Ich hoffe, dass es jetzt auch dir klar ist. Wenn ja, schön, wenn nicht, dann halt nicht.
* Hier etwas Lektüre zu dieser Aussage:
http://www.fundresearch.de/research...rungen-werden-real-und-nominal-aufwerten.html
Und hier noch etwas zur Begründung, warum der Baht in den letzten Monaten sehr stark war:
http://www.faz.net/aktuell/finanzen...waehrungen-aus-dem-euro-dilemma-11874861.html (ziemlich weit unten, zweitletzter Absatz)
Das hat mit dem Euro alles nichts zu tun. Die Gründe für die jüngste THB-Aufwertung wurden hier sogar schon von einem anderen Member genannt: Die thailändische Wirtschaft läuft im Moment sehr gut, das Zinsumfeld ist attraktiv und so ist es kein Wunder, dass der Baht momentan als "Hort der Stabilität" stark nachgefragt wird.