Mittlerweile war es schon 1:40 am. Gille´s girl sah bezaubernd auf der Bühne aus. Lange, dunkelhäutige Beine, einen gertenschlanken Körper und knackige Brüste. Dazu lange schwarze Haare und ein sehr hübsches Gesicht. Allerdings hatte auch bei ihr der Irrglaube nicht Halt gemacht Zahnspangen seien sexy. Er zahlte Barfine und sie setzte sich sofort in Bewegung um in den Freizeitdress zu wechseln. Als sie wieder kam, schaute Gille etwas ernüchtert. Sie hatte eine Jeans mit flachen Schuhen an, ein weites Plüsterhemd und Pferdeschwanz. Ich erkannte sie erst gar nicht. Sie hatte sich von einem bunten Schmetterling kurzerhand in eine graue Maus verwandelt. Dann ging auch schon das Licht an im Mandarin und die Putzkolonne erhielt Einzug. Mir schwante Übles und ich gab Gille den Tip, dass wir erstmal was Essen gehen sollten um seine Maus wieder fit zu bekommen. Wir schlenderten Richtung Soi 11 die nächtliche Suk entlang und von überall her kamen die Gogo- und Bargirls gelaufen, die nun Feierabend hatten.
Das liebe ich so an der Suk, sie ändert zigmal am Tag ihr Gesicht. Bis mittags herrschen die Geschäfte allein über die Suk, nachmittags bauen die Händler ihre mobilen Stände auf, abends kommen erst die Suppenküchen, dann die mobilen Bars mit ihren Lichtern, Plastikstühlen und der lauten Partymusik. Später in der Nacht kommen dann weitere Garküchen dazu, die die Schlaflosen der Stadt die ganze Nacht mit Essen versorgen. Es herrschte reges Treiben auf der Suk und wir entschieden ca. Höhe Thermae eine Garküche zu belagern. Wir bestellten reichlich. Die Mädels sprachen laotisch mit der Küchenchefin, wir verstanden kein Wort. Nur immer wieder zu uns wechselnde Blicke verrieten, dass sie wohl über uns Falang sprachen. Wir hauten ordentlich rein und Phet sagte sie wolle noch viel Trinken und Partymachen. Sie war allerdings jetzt schon lattenstramm. Ich besorgte aus dem 7Eleven 4 Redbull und flößte sie Phet und dem Gogo-girl ein. Phet machte immer deutlicher, dass sie gern mit Gille und dem Gogo zu viert ins Hotel wollte. Nach eingehender Prüfung des Gogogirls war mir klar, dass a) sie total schüchtern ist, ein Vierer mit einer ihr fremden Frau würde nicht funktionieren und b) Phet sich mit Gille vergnügen wollte und ich dann auf der schlappen Gogo-Maus hängenbleiben würde. Darauf hatte ich keinen Bock. Im Nachhinein denke ich, es wäre sicher aufregend geworden Phet zu zweit zu vernaschen, hätte die Gogo-Maus halt zugeschaut. In dem Moment hatte ich aber irgendwie Futterneid und zuckelt mit Phet allein Richtung Hotel. Sie war etwas geknickt, kurz darauf meldete sich aber ihre gute Laune mit einem fröhlichen want drink with you and have fun wieder zurück. Na bitte!