Das mit dem Zucker, das ist eben eine oft unterschätzte und trotzdem mitunter überbewertete Sache.
Nach der Diagnose Diabetes melitus Typ 2 damals habe ich für gut 6 Monate sehr genau darauf geachtet, so gut wie keinen Zucker zu mir zu nehmen (was bei meiner Suchtstruktur Fett/Zucker/Schokolade sehr schwer war).
Ergebnis: Fast 20 kg Gewichtsabnahme, der Bauch war nahezu flach. Da Fettzellen aber nie ganz verschwinden, ist schon bei kleineren Ausrutschern das Depot schnell wieder gefüllt.
Und 'Zucker' hat in der Nahrungsmittelindustrie ungefähr 50 verschiende Namen (viele davon hier nachzulesen:
Zucker hat viele Bezeichnugnen | Liste).
Zucker allein, in geringen Mengen, ist nicht DAS Problem. In Zusammenhang mit (zuviel) Fett in der Ernährung wird es tückisch; die glykämische Fettleber ist häufig ein 'Ergebnis' eines längeren Missbrauchs.
Ja, Missbrauchs, denn: Zucker ist und bleibt ein Nervengift, ebenso wie Alkohol. In Zusammenhang mit Alkohol kennen viele von uns einen 'vernünftigen' Umgang mit der Droge.
Beim Zucker (der ebenfalls zur Drtoge werden kann) ist das Bewusstsein oft weit weniger ausgeprägt.
Und wegen der fehlenden Abnahme: Training (auch in etwas reduziertem Umfang) erhält Muskulatur (Reha-Niveau); Trainig nüber diesem Niveau sollte den Körper dazu bringen, (auch langsam) Muskelmasse aufzubauen. Daher kann es oft zu dem Eindruck kommen, dass trotz Ernährungsumstellung und Bewegung/Sport keine Abnahme erfolgt.
Aber auch das kann letztlich nur jeder für sich selbst feststellen.