Costa Rica Das Costa Rica fast gar nichts!

Danke schonmal an alle die hier meinen ersten Bericht so wertschätzen:) Ich kann euch wirklich nicht versprechen, dass es hier genau so weitergeht die nächsten Wochen, aber ich werde mein bestes geben:coool:
 
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Irgendwann wachte ich gegen 5 Uhr morgens auf, da ich auf Toilette musste. Ich guckte mich kontrollierend um und es war alles noch beim Alten. Meine Lady lag im Bett und schlief tief und fest. Ich war noch gar nicht richtig bei mir als ich mich auf den Weg zur Toilette machte und über ihre Kleidung stolperte. Ich guckte noch einmal kontrollierend zu ihr herüber, aber sie schlief immernoch tief und fest. Als sie da so lag, begann ich mich das erste mal zu fragen, mit wem ich es hier eigentlich genau zu tun hatte. Sie hatte keine Tattoos oder andere Accessoires, die über sie vielleicht etwas verraten hätten. Ich dachte darüber nach, ob sie Geld erwartete von mir oder nicht... Auf der einen Seite wollte ich sie nicht ausnutzen und auf der anderen Seite wollte ich ihr auch kein Geld geben, damit sie nicht denkt, dass ich sie für eine Prostituierte hielt (für den Fall sie ist keine). Ich musste in dem Moment daran denken, dass JC die Damen im Hotel del Rey scheinbar ziemlich gut kannte... Ich ging erstmal auf WC und als ich zurückkam entschied ich mich dazu, ihr 45$ und einen Zettel mit "Geschenk" draufgeschrieben in ihre Hosentasche zu stecken.
Ich legte mich wieder ins Bett und schlief wieder ein. Als ich aufwachte, war es bereits 11 Uhr und von meiner Lady fehlte jegliche Spur. Keine Kleidung, keine Accessoires oder sonstige Dinge die auf ihre Anwesenheit hingedeutet hätten. Ich wusste nicht wie ich die letzten Stunden und die Situation jetzt einschätzen sollte. Ich entschloss mich dazu, mich anzuziehen und wieder in mein angestammtes Zimmer zu gehen. Als ich kontrollierend in meine Hosentasche griff, fühlte ich ein kleines Zettelchen. Es war das gleiche, welches ich auch ihr in die Hose gesteckt hatte. Der kleine Unterschied war, dass die Rückseite jetzt mit "Gracias" und einem Kussmund ergänzt war. Es schien also nicht so schlecht angekommen zu sein... Wieder oben in meinem eigentlichen Zimmer war auch dort alles so, wie ich es verlassen hatte. Ich ging dann wieder runter und dort fehlte auch von JC jegliche Spur. Ich fragte eine Angestellte, wo er denn sei und bekam die Antwort, dass er heute frei hätte. Es sei einer der wichtigsten Feiertage des Landes und ein paar hundert Meter weiter würde der Osterumzug stattfinden, der im Fernsehen übertragen wird. Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und eilte dort nach einem guten Frühstück auf direktem Wege hin.
Die Hauptstraße die durch ganz San José führt war abgesperrt und an einer Kirche nahe dem Regierungspalast sammelten sich die meisten Zuschauer. Ich fragte was hier los sei und mir antwortete ein älterer Herr, dass gleich aus der Kirche viele Darsteller kommen würden, die als wichtige Figuren der Ostergeschichte verkleidet wären. Hier würde man am meisten sehen und es würde auch nicht mehr lange dauern. Ich nahm den Ratschlag an und nach 10 Minuten ertönte Musik. Der Umzug ging los und der Übertragungswagen des staatlichen Fernsehens fuhr vorweg. Ich war total gepackt von den römischen Legionären, Engeln und Kreuzträgern.
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Als alle anderen mir vorbeigezogen waren, bekam ich ziemlich großen Durst. Die Mittagshitze hatte es echt in sich, auch im sonst so kühle San José. Ich griff in meine Tasche und, ja ihr ahnt es, die Taschendiebe machten auch vor dieser heiligen Gelegenheit nicht halt. Ich war um 10$ erleichtert worden. Und um ein Gracias mit einem Kussmund. Meine einzige physische Erinnerung an diese Nacht. Das schmerzte mich mehr als die 10$:(
 
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Wieder zurück im Hotel trank ich erstmal einen Liter Wasser und aß Chicken so viel ich wollte. Dies war alles andere als Mangelware in der Stadt und man konnte es eigentlich überall bekommen. Wirklich landestypische Restaurants oder Speisen musste man da schon eher suchen. Vielleicht ist das auch der Punkt, an dem einige Touristen sich zu sehr an die globalen Markenkraken aus den USA wie z.B. Mc Donald's erinnert fühlen und einheimische Dinge vermissen. Geschmeckt hat es trotzdem ganz passabel;)
Am Nachmittag habe ich mich noch aufgemacht um die Stadt zu erkunden, die einen schöneren Eindruck machte als es in den meisten Reiseführern steht. Jedenfalls ist sie nicht nur ein Drecksloch, in dem man wohl oder übel landen muss, um ins Land zu kommen. Positiv zu nennen ist da z.B. das chinesische Stadtviertel, in dem alles auf chinesisch ist. Dort gibt es auch eher anrüchige Läden, die mir aber in dem Moment nicht sehr sympathisch waren.
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Wie ihr auch schon hier auf der rechten Seite sehen könnt, ist auch der kolumbianische Einfluss in San José nicht zu unterschätzen. Damit meine ich natürlich nur die harmlosen Geschäfte und nicht andere Angelegenheiten, die ich nicht einschätzen kann und es auch nicht möchte. So habe ich mich auch dazu hinreißen lassen in eine kolumbianische Bäckerei zu gehen und sollte auch dies nicht bereuen. Ich habe dort den geilsten Kuchen in meinem Leben gegessen. Ungelogen, ich kriege jetzt schon wieder Appetit wenn ich an diesen Kuchen zurückdenken muss:
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Nachdem ich dieses Mal diese Art von Leckerbissen vernascht hatte, ging ich zum Nationaltheater mit seinem berühmten Vorplatz der 1000 Tauben;) Es war wirklich amüsant mit anzusehen wie sich die Tauben um das Futter stritten, welches von den Passanten ihnen zugeworfen wurde.
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Auf dem Rückweg meiner Erkundungstour kam ich an einer Kirche vorbei, die nahe einem schönen Park lag. Auch hier sah alles sehr gepflegt aus und ich würde auch nochmal vorbeikommen:)Leider sind die aktuellsten Nachrichten aus Costa Rica alles andere als motivierend in naher Zukunft nochmal zurückzukommen... Die Mordraten und Überfälle auf Touristen auch in den Touristenregionen sind auf einem neuen Hochpunkt angelangt. An alle diese Dinge war vor wenigen Jahren noch nicht zu denken, bzw. nicht in diesem Ausmaß:confused:
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Im Hotel angekommen fragte ich dann, ob JC denn wieder morgen da wäre. Man wich mir zuerst aus, aber schließlich entgegnete man mir, dass er 1 Woche Urlaub hätte. Ich fühlte mich wirklich wohl im Hotel, aber auf einmal fühlte ich mich schon sehr allein gelassen in einem fremden Land. Ich wusste gleichzeitig, dass ich JC nicht übel sein konnte, aber ich dachte mir schon, dass er mir hätte wenigstens persönlich hätte sagen können, dass er die nächste Woche nicht da sein würde. Aber nichts desto trotz wollte ich nicht eine Woche und damit die Hälfte meines Urlaubs in San José festsitzen. Ich recherchierte im Netz, wo man von San José aus mit dem Bus oder regionalen Flugzeug am bequemsten schnell hinkommen konnte. Mir fiel da die bei Touristen beliebte Küstenregion Guanacaste auf, wo der Bus bis nach Tamarindo durchfahren würde. Der Preis war in Ordnung mit dem Bus, der auch täglich fuhr. Ich wollte schon am nächsten Morgen aufbrechen und informierte die Rezeption über mein Vorhaben. Diese nahm meine Entscheidung gelassen hin, aber natürlich sagte ich nicht den wahren Grund meiner so kurzfristigen Entscheidung. In anderen Ländern hätte mein abruptes Handeln vielleicht für Irritationen gesorgt, aber in Costa Rica war mehr "Pura Vida" die Einstellung. Ich ging nach meiner Ankündigung das Hotel schon am nächsten Morgen verlassen zu wollen zum Busbahnhof um mir ein Ticket nach Tamarindo zu kaufen. Es war das erste Mal, dass ich in Lateinamerika einen Busbahnhof zu Gesicht bekam und hatte alles total unterschätzt. Es kurvten unzählige Busse hin und her, von den runtergekommensten bis zu sehr modernen Exemplaren, die sogar WLAN versprachen.
Der Ticketkauf am Schalter erfolgte problemlos mit Bargeld und man erklärte mir sogar, wie ich am besten mein "Gate" fand am nächsten Tag. Ich hatte mich für einen Mittelklassebus entschieden, halb gewollt und halb unter Zwang, da schon einige Busse ausgebucht waren. Ein Bus fiel mir jedoch besonders auf:D:
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Bitte seht es mir nach, dass ich heute Abend nicht am Strand von Tamarindo angekommen bin. Das DFB Pokalspiel von Schlacke gegen den VW Klub hat mich zu oft abgelenkt... Schande auf mein Haupt:rolleyes:
Wenigstens hat es aber dann doch was gebracht und S04 ist weitergekommen:bravo:
Dazu kommt dann auch noch, dass ich jetzt live diesen Reisebericht schreibe und nicht nur einfach kopiere. Manchmal gibt es da eine kleine Erinnerungslücke, die ich bei Betrachten der Fotos wieder schließen muss:1rolleyes: Meine besten Erinnerungen sind nämlich ganz klar bei anderen Themengebieten:hehe:
Morgen geht es aber dann mit viel Strandleben weiter:atze:
 
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Bin interessiert dabei. Kannst noch paar Details zur Lady nennen?
Alter, schlank/dick, Beruf...etc
Schade dass es kein Foto von ihr gibt. Wie viele “Bekannte“ von JC waren denn da anwesend? Kann es sein dass JC die Damen geordert hat? Kommt mir bisschen wie Papasan vor ;)
Es waren ungefähr 8 Personen, wobei allerdings auch 3 sympathische Kerle dabei waren. Die kamen mir jetzt nicht unbedingt wie gewalttätige Zuhälter vor, die nur darauf warten ihre Pistolen auf ihre Funktionalität zu testen:shot:;) Sie selbst war eher mittelgroßer Statur (also kein Standgebläse oder Giraffe:D) Ich schätze sie so ungefähr 23-25 und von Beruf her sagte sie, sie hätte schon viel gemacht. Kennengelernt hätte sie JC als sie selbst im Hotel Zimmermädchen/Putzfrau war, aber sie hätte auch schon als Bedienung in einem Restaurant gearbeitet... Natürlich schließt das nichts aus, schon gar nicht eine Freelancer Tätigkeit:rolleyes: Ich hab mal in den Weiten des WWW's für euch gesucht und würde sagen, dass sie folgendem Foto ziemlich nah kommt:
Latina teens > Foto #18

Natürlich jugendfrei:1rolleyes:
 
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Ihr übertrefft übrigens alle meine Erwartungen:borat2: Ich hätte nicht gedacht, dass so viele von euch von meinem Bericht Notiz nehmen und geschweigedenn so viele so gerne mitlesen... Ich warte erstmal ab, bis sich alle eingeklinkt haben... Dann werde ich ab Sonntagnachmittag weitermachen:cool2:
 
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So, nach etwas längerem Warten kommt jetzt der nächste Teil:) Eine kleine Entschuldigung vorweg, dass ihr so lange warten musstet... Ich bin einfach nur hobbymäßig dabei und manchmal fehlt mir die Zeit wenn Karneval oder so dazwischen kommt;)

Am Abend vor der Abfahrt trank ich noch ein kühles Bierchen und schlief schließlich gut ein. Obwohl, was heißt hier eigentlich gut? Ich hatte an diesem Abend keine heiße Latina bei mir, die mir noch mal ordentlich einheizte und mich kräftig forderte bevor es an die Küste ging... Aber vielleicht war es auch gut so. Am nächsten Morgen war ich gut ausgeschlafen und freute mich auf meine Reise nach Tamarindo. Ich würde zum ersten Mal in meinem Leben auf einem anderen Kontinent eine längere Busreise unternehmen und mit Einheimischen ins Gespräch kommen! Das dachte ich mir jedenfalls zu dem Zeitpunkt noch:rolleyes: Erstmal musste ich jedenfalls mit meinem ganzen Gepäck zum Busterminal kommen. Einen Stadtspaziergang durch diverse Gassen mit Gepäck stellte ich mir nicht so toll vor. Also blieb mir nur noch ein Taxi zu nehmen. Da Taxis überall auf der Welt meistens nicht zum Ruhm der Destination beitragen, fragte ich lieber an der Rezeption, ob mir sie nicht eins bestellen können. Meinem Wunsch wurde sofort nachgegangen und wenige Minuten später stand ein kleiner roter Flitzer vor dem Hoteleingang und der Fahrer machte auf den ersten Blick einen netten Eindruck. Er fragte nach meinem Namen und ob das Ziel der Busbahnhof sei. Als ich dies bejahte nahm er meinen Koffer um diesen im Taxi zu verstauen. Er grüßte noch kurz die Rezeption und dann saß ich auch schon in seinem Wagen und wir fuhren los. Dabei "vergaß" er leider das Taxameter einzustellen... Als ich ihn darauf hinwieß meinte er, dass alle Fahrten innerhalb des Stadtkerns pauschal 8€ kosten würden. Ich entgegnehte ihm, dass dies bei der kleinen Strecke von ein paar Kilometern viel zu viel wäre... Daraufhin legte er eine Vollbremsung hin und sagte, dass er nicht zahlende Fahrgäste als Kriminelle betrachten würde und mit diesen wolle er nichts zu tun haben. Ich blieb sitzen und verlangte erneut, dass er sein Taxameter einstellen solle. Von mir aus machte ich den Vorschlag er solle mit Taxameter nochmal zum Hotel zurück und wieder zum Busbahnhof fahren. Selbst dann wäre der Preis meiner Einschätzung nach höchstens bei 5€ gewesen. Das wollte er sich nicht gefallen lassen und fluchte laut und sprang schließlich aus dem Wagen. Ich guckte verdutzt nach hinten und sah, dass er dabei war meinen Koffer aus dem Wagen zu hiefen.
Mit diesem Verhalten hatte ich in dem Moment überhaupt nicht gerechnet, aber zum Glück sah ich eine Polizeistreife auf mich zukommen. Ich war überglücklich über den Helfer in der Not und stieg ebenfalls aus dem Wagen, um der Polizei meine Lage zu schildern. Als mein lieber Fahrer sah wie ich auf dem Weg zur Polizei war, änderte er plötzlich seine Meinung... Er rief mich zurück und erklärte mir, dass das Taxameter kaputt wäre und er die Koffer doch nur kontrollieren wolle. Der Preis würde übrigens bei 4€ liegen, da hätte ich mit meinem Anfängerspanisch doch etwas falsch verstanden oder er sich zu undeutlich ausgedrückt... JAJA:mad:, aber immerhin ist es am Ende gutgegangen.:coool:
Dann etwas entnervt am Busbahnhof angekommen, suchte ich nach dem passenden "Gate" für meine Fahrt nach Tamarindo. Ich hoffte, dass der Bus genau so luxuriös gehalten war, wie mir am Tag zuvor beschrieben wurde. Da ich gerade noch an riesige Flughäfen gewöhnt war, gestaltete sich die Suche nach dem Gate einfacher als angenommen. Als ich den Bus sah, war mir sofort klar, dass mir nur das Vorzeigeexemplar von insgesamt 20 anderen Bussen präsentiert worden war. Der Bus hatte offensichtlich schon einige Jahre auf dem Buckel:
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Glücklicherweise waren die Sitze aber doch recht bequem und breit genug um es sich bequem machen zu können. Zudem hatte ich wie gewünscht einen Fensterplatz bekommen, so dass ich die ganze Fahrt lang die Landschaft genauestens sehen konnte. Der Bus sollte in wenigen Minuten losfahren und ich hatte schon die Hoffnung, dass mein Nebenplatz weiterhin frei bleiben könnte. Aber es kam wie es kommen musste und eine Minute vor Abfahrt kam eine Person laut "SORRY, SORRY!!!" schreiend und wild gestikulierend in den Bus gestürmt. Natürlich setzte sie sich neben mich und ich guckte erst kaum interessiert rüber um ein knappes "Hola" über die Lippen zu bringen. Es kam ein "Hey you" zurück. Da guckte ich nochmal genauer und sah, dass sich unter dem Schatten des Strohhuts und unter der großen Sonnenbrille die sie gerade abnahm nur von der Sonne gebräunte "weiße" Haut befand. Ich fragte wie sie heißt und immernoch ein wenig verschnauft antwortete sie mir "Eva". Sie fuhr nun selbst fort und erzählte mir, dass sie selbst aus den Niederlanden kommen würde und jetzt nach der Schule ein wenig "Work&Travel" machen wolle. Irgendwie gefalle ihr aber der Teil mit dem "Travel" besser und so könne Sie auch immer neue Leute kennenlernen. Das mit dem "Work" wäre zu viel Stress und ihre Eltern hätten schließlich genug Geld... Ah ja, so eine also...:D:D:D
Wir sprachen ein wenig über Costa Rica und unsere Heimat und was wir alles noch so in unserer Zukunft vorhaben. Das klassische Kennenlernen in so einer Situation. Als wir immer weiter ins Gespräch vetieft waren, hatte ich gar nicht gemerkt, dass der Bus locker schon 90 Minuten unterwegs war. Wir hatten San José schon lange hinter uns gelassen und es wurde langsam immer wärmer im Bus. Ich fragte Eva, ob es ihr auch immer wärmer werden würde. Für die Frage erntete ich erstmal einen kessen Blick... Nach einem weiteren verlegenen Lächeln sagte sie mir in etwas ernsterer Stimmlage, dass dies doch gut so sei... Die Busse mit Klimaanlage würden auf eisige Temperaturen von 8° heruntergekühlt und das wäre gerade bei Außentemperaturen von 30° und mehr eine viel größere Qual. Vermutlich hatte sie Recht. Auf der Fensterseite konnte ich jetzt endlich das sehen, worauf ich mich schon die ganze Zeit gefreut hatte; den Regenwald und einige metertief abfallende Schluchten. Diesen waren schon so manche Wagen zum Opfer gefallen, aber unser Fahrer hatte einen eher gefühlvollen Fahrstil, so dass ich mich so sicher wie eben nur möglich fühlte. Meiner Sitznachbarin Eva war das schon etwas zu langweilig und sie meinte dass die "Todesstraße" in Bolivien viel aufregender gewesen wäre. Schade für Eva, aber ich war dann doch froh darüber...:coool:
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Insgesamt verstanden wir uns aber ziemlich gut und so machte es uns auch nichts aus, dass der Busfahrer ein paar sehr ausgedehnte Pausen machte... Die anderen Touristen fanden das wohl nicht sehr toll und forderten nach einem weiteren Busfahrer, so dass nur noch wenige kurze Pausen von Nöten seien. Die Antwort war wenn der Fahrer überhaupt Englisch verstehen wollte "Pura Vida". Als wir gegen Nachmittag in Tamarindo ankamen, fragte mich schließlich Eva wo ich denn wohnen werde in Tamarindo. Ohne mir eine wirkliche Chance zum Antworten zu geben fragte sie mich, ob ich denn nicht in ihr Hostel kommen wolle. Ich zögerte ein wenig und meinte, dass ich von Hostels nicht so richtig überzeugt wäre und sie doch in meinem Hotelzimmer schlafen könnte. Das war ihr aber nicht "cool" genug. Sie machte mir mit ihrem unwiderstehlichen Charme das Angebot, zwar in dem Hostel zu schlafen, dort aber einen "Private Room" zu buchen. Naja gut, einverstanden... Bei ihr Abzulehnen wäre ein Hotelzimmer wirklich nicht wert gewesen:D Ich ging also mit ihr in ein Hostel und hatte keine großen Erwartungen, außer dass die Privatsphäre und Sauberkeit zu wünschen übrig lassen würde. Dem war aber dank dem etwas teureren Private Room nicht so und ich war positiv überrascht. Ich wollte nachdem wir die Busreise hinter uns gebracht hatten, erst einmal auf dem Bett entspannen. Und damit meine ich auch nur entspannen;) Leider bzw. Glücklicherweise hatte Eva da andere Pläne. Nur auf dem Bett zu hängen wäre doch viel zu langweilig, ich solle doch meine Zeit am Strand in Tamarindo genießen! Dort hätte ich schließlich ja immernoch die Möglichkeit zu "chillen". Recht hatte sie in dem Fall, der Strand war paradiesisch und dort gab sie mir auch dann die Möglichkeit mich von der Anreise zu erholen:liekas::
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