Gäste lese Limitierung!

Thailand Nach Jahren des Mitlesens: Mein Thailand-Reisebericht

        #21  

Member

Danke erstmal für eure vielen positiven Rückmeldungen und sorry, dass der nächste Post nun etwas auf sich warten ließ.

Ich habe früher mal tatsächlich in die Richtung studiert, also Sprachwissenschaft mit juristischer Spezialisierung. Für den klassischen Anwaltsberuf hätte man dann noch das volle Staatsexamen dranhängen müssen, also das ganze lange Brett inklusive Referendariat. Das habe ich aber nicht mehr gemacht und bin stattdessen in einen eher technischen Beruf gegangen. Früher war ja oft dieses Motto: Hauptsache erstmal irgendwas in der Tasche. Finde ich rückblickend ehrlich gesagt ziemlich dämlich. Wenn man eigentlich schon weiß, was man will, verplempert man oft nur Zeit. Aber gut, genug Exkurs. Ich freue mich jedenfalls wirklich, dass der Bericht hier so gut ankommt.

Ich wachte also am nächsten Morgen auf mit einer Mischung aus leichtem Kater und einem Geschmack im Mund, als hätte ich bei der Ankunft noch den Gulli vor der Hoteltür leergetrunken. Es musste erstmal irgendwie Elektrolyte rein. Also kurz rüber zum 7 Eleven, irgendeinen Elektrolytedrink geholt und dazu noch ein kleines Frühstück.

Mittlerweile hatte sich auch Pim wieder gemeldet. Verdammt, sie war immer noch in meinem Kopf. Sie schrieb total lieb, sehr zugewandt, fast schon ein bisschen fürsorglich. Ich konnte ihr ja schlecht erzählen, dass ich am Vorabend eher auf kulturellen Abwegen unterwegs gewesen war, also blieb ich bei der diplomatischen Kurzfassung: ein paar Bier getrunken, etwas zu spät geworden. Irgendwie hatte ich dabei direkt ein komisches Gefühl. Anlügen ist eigentlich überhaupt nicht meins. Dann kam sofort die Gegenstimme im Kopf: Hallo? Du bist single. Du bist in Thailand. Du hast niemandem Rechenschaft abzulegen. Aufwachen! Ja, ja, ich bin schon wach. Genau solche inneren Dialoge führt man dann mit sich. Wer kennt sie nicht?

Also heute wirklich mal Kultur, dachte ich mir. Erstmal zu einer wirklich seriösen Massage. Die tat nach den ersten Tagen und Nächten auch bitter nötig. Irgendwie kamen wir dort auf Wat Pho zu sprechen, den angeblichen Geburtsort der Thai-Massage. Ich dachte mir: Perfekt. Dann ist das Thema Kultur heute wenigstens nicht komplett erlogen. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich in dem Moment schon wieder kurz an Pim gedacht habe. Mensch, reiß dich zusammen. Also machte ich mich auf den Weg zu Wat Pho. Diesmal kein Taxi. Ich sprang stattdessen auf eines dieser Boote. Genau sowas mag ich in Bangkok: Da sitzt du zwischen Touris und Pendlern und fährst einfach quer durch diese riesige Stadt, während links glänzende Hotels vorbeiziehen und rechts halb verfallene Holzhäuser stehen. Das Wasser sah aus wie flüssiger Milchkaffee mit schlechter Laune, aber genau das gehört irgendwie dazu. Von der Art den Müll zu entsorgen wollen wir gar nicht erst sprechen.

Am Tha Tien Pier stieg ich aus und lief durch dieses kleine Gewirr aus Gassen Richtung Tempel. Es roch gleichzeitig nach getrockneten Garnelen, Räucherstäbchen und irgendwo auch nach Blumen. Also wie so oft in Bangkok: entweder großartig oder grenzwertig, je nach Windrichtung.

Wat Pho selbst hat mich dann tatsächlich ziemlich beeindruckt. Den liegenden Buddha kannte ich natürlich von Fotos, aber wenn man dann wirklich davorsteht, wirkt das Ganze nochmal anders. Diese Größe, dieses Gold, diese Ruhe in dem Raum. Dazu dieses ständige Klimpern der Münzen in den Metallschalen. Draußen zwischen den Chedis und den verzierten Gebäuden bin ich dann noch eine ganze Weile herumgelaufen. Gerade die Ecke mit der Massageschule fand ich spannend. Überall dieser Geruch von Kräutern, Tigerbalsam und warmer Luft. Da hatte der Ort tatsächlich mal für ein paar Stunden etwas sehr Erdendes.

Danach setzte ich mit der kleinen Fähre rüber und landete auf der anderen Seite am Wasser. Ich setzte mich in ein kleines Café, trank einen Cha Yen und schaute einfach nur auf den Fluss. In dem Moment war Bangkok plötzlich mal nicht laut sondern einfach nur schön. Solche Momente vergisst man leicht, wenn man immer nur an Bars, Malls oder sonstige Eskalationsorte denkt. Nur war damit der Tag natürlich auch schon wieder halb rum. Und wie das dann so ist: Sobald man kurz zur Ruhe kommt, fängt der Kopf wieder an zu arbeiten. Was machst du heute Abend? Worauf hast du Lust? Wirklich nochmal Kultur? Eher unwahrscheinlich. Patpong hatte ich sowieso auf dem Zettel. Also nochmal kurz zurück ins Hotel, frisch gemacht und dann ab Richtung Silom.

Patpong brodelte bei Ankunft schon ordentlich. Nachtmarkt, Lichter, Leute, Krach, dieses ganze bekannte Bangkok Gewusel. Ich bin dann erstmal ins Gold Fingers und habe mir ein Bier bestellt. Lange dauerte es natürlich nicht, bis die erste Dame am Tisch stand. Klassischer Einstieg: Lady Drink. Sie war ziemlich klein, sehr zierlich .. man hatte fast Angst, was kaputtzubrechen. Ihr Name: Apple! Wir kamen ins Gespräch. Natürlich war sie erst seit zwei Wochen in Bangkok, kam eigentlich aus dem Isaan und überhaupt war alles ganz neu und schwierig. Also wirklich das komplette Standardprogramm. Ich dachte schon, als nächstes erzählt sie mir noch, dass der Wasserbüffel der Familie akut in Lebensgefahr schwebt und ich gleich mit ein paar tausend Baht als Rettungseinheit einspringen darf. Aber nein, so weit kam es gar nicht. Ich war jetzt auch irgendwie geil und wollte nicht mehr Dialoge führen. Sie war direkt sehr offensiv, viel Körperkontakt, viel Nähe, direkt den Dödel durch die Hose... ihr wisst schon. Irgendwann dachte ich mir dann auch: Ach komm, was soll’s. Also ausgelöst. Barfine waren glaub ich 1.000, war ja schon nach Mitternacht, und für Long Time haben wir uns auf 3.000 geeinigt. Fand ich in dem Moment fair.

Auf dem Weg haben wir noch schnell etwas am Streetfood Stand gegessen, dann die übliche Prozedur im Hotel und hoch aufs Zimmer. Sie hatte allerdings schon ziemlich einen sitzen. Entsprechend wirr war anfangs auch die Kommunikation, halb Englisch, halb Thai, halb gar nichts. Ich dachte schon kurz, das wird heute wieder so eine Vollkatastrophe wie am Abend davor. Aber irgendwann bekam sie dann doch die Kurve, und ich muss zugeben: Was danach kam, war für den Zustand, in dem sie war, durchaus beeindruckend. Sie hat eine Performance abgeliefert die richtig gut war. Da war wirklich alles drin und ich war auch überall drin. Der Hammer! Es waren alle Elemente dabei, die in einem guten Porno nicht fehlen dürfen.

Irgendwann war ich dann aber komplett platt und bin eingeschlafen. Mitten in der Nacht wurde ich wieder wach, weil es vom Bad her ziemlich würgend klang. Sie hatte sich wohl doch etwas übernommen. Also stand ich da nachts halb verpennt, hielt ihr die Haare und warf ihr Dramamine aus meiner Reiseapotheke hin. Ja, ich weiß, sehr romantisch. Elektrolyt Drink hatte ich auch noch, also gleich hinterher. Deutscher Streber mit Reiseapotheke halt. Das Zeug hat offenbar geholfen, denn irgendwann schlief sie dann auch ein. Und was soll ich sagen: Irgendwann am frühen Morgen wurde ich dann wieder aus dem Schlaf geholt, auf eine Art, bei der ich nur dachte: Das kann doch jetzt nicht dein Ernst sein. Direkt einen Blowjob, einfach so. Ich musste echt lachen und fragte nur, ob wieder alles okay sei. War es offenbar. Robust, die Kleine.

Wir schliefen danach tatsächlich nochmal ein paar Stunden, tauschten gegen neun noch schnell die LINE-ID und dann war sie auch schon wieder weg. Unterm Strich also doch eine recht ordentliche Nummer. Kein Weltklasse Abend, aber wirklich solide.

Und natürlich schrieb Pim dann schon wieder erstaunlich früh. Da dachte ich nur: Na super. Jetzt hat dich der Liebeskasper wirklich schneller erwischt, als dir lieb ist? Wie soll das denn nur weiter gehen?
 
        #22  

Member

Gefällt mir bis jetzt extrem gut Dein Bericht. Habe Abo dagelassen und bin sehr gespannt, wie es weiter geht
 
        #23  

Member

Klasse Kapitel! Ist schon beeindruckend, dass Apple nach nur 2 Wochen in Bangkok soviel gelernt hat, in Sachen Englisch und Fickerei und so.
Echt talentiert die Kleine. ;-)
Wie dem auch sei, gut für dich. Hattest ein guuuuutes Händchen.
Wünsche dir, und auch uns, mehr solcher Episoden und hoffentlich kein Drama mit Pim.
Wie dem auch sei, ich bleibe gespannt...!
 
        #25  

Member

Liebeskasper, Drama und eine Pim ? Das kommt mir hier aus dem Forum irgendwie bekannt vor :headbash::-) ich lese gerne mit, tolle Art zu schreiben
 
        #26  

Member

Abo auch von mir! Liest sich super!
 
        #27  

Member

Toller Bericht und sehr angenehmer Schreibstil…. Danke dir
 
        #28  

Member

Danke für euren regen Zuspruch. Das motiviert mich sehr, meine ganze Geschichte weiterhin ausführlich zu erzählen. Dass mit PIM ist ja witzig; ich hoffe (bzw weiß ;-)), es ist nicht die gleiche und es gibt nicht solche Erfahrungen.

Am diesem Tag war ich dann ehrlich gesagt ziemlich platt. Ich hatte vor allem mal wieder Lust auf etwas "Richtiges" zu essen. Nicht schon wieder nur Streetfood, Snacks oder irgendwas auf die Hand, sondern einfach mal vernünftig sitzen und ordentlich Mittag essen. Also suchte ich mir in einer Mall ein Steakhouse und habe mir erstmal ein anständiges Stück Fleisch gegönnt. Das brauchte ich irgendwie mal. Manchmal hilft so ein komplett unthailändisches Essen ja auch dabei, den Kreislauf und den eigenen inneren Zustand wieder halbwegs in die Spur zu bringen.

Für mich war an dem Tag jedenfalls ziemlich klar, dass es abends weder Klamauk noch Kultur geben würde. Irgendwie war meine Lunte für beides erstmal genug bearbeitet worden. Ich hatte auf beides so gar keinen Bock. Also machte ich mir einen ruhigen Tag, bummelte ein bisschen durch die Malls, dieser typische Wechsel zwischen arktischer Klimaanlage drinnen und warmer Wand draußen. Bangkok kann einen damit ja auch irgendwann mürbe machen. Ein paar Dinge habe ich eingekauft, nichts Wildes. Unter anderem brauchte meine Stamm Massagedame in Deutschland wieder Counterpain, also wanderte auch das mit in die Tüte.

Massage war dann überhaupt das Stichwort des Tages. Ich bin irgendwann einfach in einen random Laden rein, um mich nochmal ordentlich durchkneten zu lassen. Genau das brauchte ich an dem Tag. Ich hatte dabei wirklich keinerlei Hintergedanken. Die Dame, die mich massierte, offenbar schon eher. Sie war schon etwas älter, aber die Massage selbst war wirklich stark und sehr kräftig. Irgendwann gab es dann allerdings immer mehr Streifschüsse, und schließlich kam ziemlich direkt die Frage, ob ich nicht noch mit ins Hinterzimmer wolle. Da gäbe es dann noch eine Runde Boom Boom. Aber nein ... heute einfach mal nicht. Zum einen war ich wirklich komplett fertig, zum anderen war sie jetzt auch nicht unbedingt die Wahl, bei der ich plötzlich alle guten Vorsätze vergessen hätte. Selbst für ein Happy End fehlte mir an dem Tag ehrlich gesagt die Motivation. So platt war ich. Das passiert ja auch nicht alle Tage.

Nach der Massage ging ich zurück ins Hotel und legte mich erstmal hin. Als ich wieder halbwegs bei mir war, sah ich, dass Pim mich in der Zwischenzeit per LINE-Call versucht hatte zu erreichen. Wir telefonierten dann noch. Sie meinte, dass sie in den kommenden Tagen nun doch ein bisschen frei hätte und fragte, ob wir nicht etwas zusammen machen wollen. Wir hatten uns ja schon, mehr oder weniger, nach dem ersten Treffen wieder verabredet und sie hat angedeutet das sie frei hat. Da Phuket bei mir sowieso noch lose auf der Liste stand, schlug ich relativ spontan vor, ob wir nicht zusammen runterfliegen wollen (mit dem Gedanken habe ich schon die ganze Zeit etwas gespielt). Sie fand die Idee direkt gut, und ich habe dann auch kurzerhand die Flüge gebucht. In zwei Tagen sollte es also losgehen.

Ich war danach schon etwas hin- und hergerissen, ob das jetzt wirklich die beste Idee war. Einerseits fand ich sie nach wie vor spannend, mochte ihre Art und hatte das Gefühl, dass das Ganze vielleicht mal in eine andere Richtung laufen könnte als die üblichen Bangkok Bekanntschaften. Andererseits dachte ich natürlich auch: Junge, jetzt fahr mal einen Gang runter. Kaum ein paar Tage da und schon buchst du Inlandsflüge mit einer Frau, die du im Grunde gerade erst kennst. Der innere Ausschuss tagte also mal wieder. Aber an dem Tag fühlte es sich trotzdem richtig an. Vielleicht auch einfach deshalb, weil ich gemerkt hatte, dass die Luft aus den ganzen lustigen Begegnungen in Bars gerade etwas raus war. Es war nicht so, dass ich plötzlich bekehrt gewesen wäre... aber ich hatte da gerade keine Lust mehr drauf.

Am Abend traf ich dann noch einen Bekannten, der schon länger in Bangkok lebt. Wir waren in der Brewski Rooftop Bar in der Sukhumvit Soi 27 verabredet. Sehr entspannte Ecke, gutes Bier, schöne Aussicht (Sonnenuntergang), und vor allem mal ein Abend ohne irgendeinen schrägen Beigeschmack oder Eskalationspotenzial. Einfach sitzen, quatschen, auf die blinkenden Lichter der Stadt schauen und mal nichts müssen. Genau das war an dem Abend auch richtig so. Es wurde also ein gemütlicher und "ungefährlicher" Abend. Und ehrlich gesagt war genau das nach den letzten Tagen vielleicht auch mal bitter nötig.
 
Zuletzt bearbeitet:
        #29  

Member

Am nächsten Tag ließ ich es erstmal eher ruhig angehen. Bangkok hatte mich in den Tagen davor ja nun wirklich nicht geschont, und irgendwie merkte ich, dass so langsam ein gewisser Sättigungspunkt erreicht war. Ich war zwar schon gedanklich halb bei Phuket, aber eben auch noch nicht ganz raus aus diesem Bangkok-Modus zwischen treiben lassen, spontan sein und abends doch wieder irgendwo versacken.

Tagsüber passierte ehrlich gesagt nicht viel Spektakuläres. Ich bummelte noch etwas durch die Gegend, holte Kleinkram, aß irgendwo entspannt etwas und machte insgesamt eher auf ruhigen Übergangstag. So ein Tag, an dem man nach außen nicht viel erlebt, innerlich aber trotzdem nicht ganz zur Ruhe kommt.

Irgendwann meldete sich dann per LINE eine ThaiFriendly-Bekanntschaft, mit der ich schon länger immer mal wieder Kontakt hatte. Ich wusste von Anfang an, dass es sich um einen Ladyboy handelt, das war also nie irgendeine Überraschung oder ein Missverständnis. "Thanida" war ein absoluter Optik-Schuss, wie hübsch kann geht es denn bitte? Gerade in schwierigeren Zeiten hatten wir immer wieder netten Kontakt, und ich muss wirklich sagen: menschlich war das immer total angenehm, entspannt und unkompliziert. Ich hatte auch schon lange vorher klar gemacht, dass mich das sexuell nicht reizt und ich da keine falschen Erwartungen wecken will. Damit war das Thema aber auch sauber geklärt. Es ging einfach um einen netten Abend, etwas quatschen, etwas trinken, ohne Hintergedanken. Und genau deshalb konnte und wollte ich das Treffen dann auch nicht einfach absagen, auch wenn ich wusste, dass es zeitlich nicht gerade passend ist.Wir trafen uns also abends und landeten ziemlich schnell in einem Modus, den man wohl am besten mit "das eskaliert heute noch" beschreiben kann. Eigentlich sollte es nur ein lockeres Treffen werden, aber wie das dann manchmal so ist: ein Bier, noch eins, dann nochmal irgendwo anders hin, noch was trinken, wieder lachen, wieder einer raus. Und ehe ich mich versah, waren wir richtig hart am Saufen. Sie hat aber auch wirklich viel vertragen, es war astronomisch viel.

Es war aber wirklich ein total witziger Abend. Null verkrampft, null schräg, null Druck. Einfach locker, ehrlich, viel Gelächter, viel Unsinn geredet und genau diese Art von Abend, die man gar nicht groß planen kann. Gerade weil die Fronten so klar waren, war es im Nachhinein wahrscheinlich entspannter als manches reguläre Date. Einfach nur ein lustiger, kompletter Suffabend. Mit ihr konnte man wirklich Pferde stehlen.

Irgendwann in der Nacht oder eher schon Richtung Morgen trennte sich das Ganze dann auch ohne großes Drama wieder. In dem Moment fand ich das natürlich großartig. Ich sagte Thanida "Bye" und wir hatten doch noch einen intensiven Kuss. Da ist es wohl dann doch kurz durchgegangen, sollten wir uns wohl wiedersehen? Aber es war doch eigentlich gar nichts für mich. Für den "nächsten Tag" war es allerdings eher suboptimal. Und mit "suboptimal" meine ich: Es tat mir überhaupt nicht gut. Gar nicht. Null. Ich merkte schon beim Aufwachen, dass ich meinem Körper damit keinen Gefallen getan hatte. Und das ausgerechnet kurz vor dem geplanten Abflug nach Phuket mit Pim. Stark.
 
Zuletzt bearbeitet:
        #30  

Member

Am nächsten Tag war ich ziemlich froh, dass unser Flug erst gegen 18 Uhr ging. Alles davor wäre sportlich geworden. Ich war von der Nacht noch ordentlich gezeichnet und hatte am Morgen auch noch einmal gepflegt „Jörg angerufen“. Nicht dramatisch, aber schon so, dass ich mir beim Blick in den Spiegel dachte: Heute bitte keine unnötigen Zusatzbelastungen mehr. Nur einfache Aufgaben mit wenig Körpereinsatz.

Zum Glück wurde es im Laufe des Tages langsam besser. Viel Wasser, Elektrolyte, irgendwas Kleines gegessen, zwischendurch nochmal hingelegt ... das übliche Reparaturprogramm eben. Gegen 12 Uhr musste ich dann aus dem Zimmer raus und machte mich langsam auf den Weg zum Flughafen.

Pim und ich trafen uns gegen 16 Uhr am Airport. Ich war zwar noch nicht wieder bei hundert Prozent, aber deutlich stabiler als am Vormittag. Und irgendwie tat es auch gut, sie wiederzusehen. Sie hatte direkt diese ruhige, freundliche Art, die bei mir erstaunlich schnell Wirkung zeigte. Da ich der Fliegerei hobbytechnisch ja nicht ganz abgeneigt bin, kamen wir am Flughafen auch ziemlich schnell auf fachliche Themen. Für mich natürlich spannend, weil sie als Air Traffic Controllerin am Suvarnabhumi nochmal einen ganz anderen Blick auf die Abläufe hatte. Da wurde dann ein bisschen über Slots, Anflüge und den ganz normalen Wahnsinn am Großflughafen gesprochen. Ich merkte dabei wieder, dass ich genau sowas mag: wenn jemand nicht nur nett aussieht, sondern auch inhaltlich Substanz hat. Sie brachte sogar Fachwissen im Bereich HF-Technik mit, womit ich im Alltag ständig zu tun habe. Da war ich wirklich baff.

Der Flug selbst war dann angenehm unspektakulär. Einfach rein in den Flieger und runter nach Phuket. Ich dachte nur: Na super, jetzt sitzt du hier wirklich im halben Pärchenurlaub nach Phuket. Wir haben uns dann eingekuschelt und unterwegs sogar etwas geschlafen.

In Phuket angekommen nahmen wir ein Shuttle zum Hotel, dem JW Marriott Phuket Resort & Spa. Zum Glück war das vom Flughafen aus nicht allzu weit. Das Hotel selbst kann ich insgesamt wirklich empfehlen: großzügige Anlage, langer Eingangsbereich mit Wasser und Poollandschaft, alles sehr weitläufig und angenehm. Zur Begrüßung spielte irgendwo eine eher mäßige Coverband irgendeinen Maroon-5-Song, was die ansonsten sehr ordentliche Ankunft musikalisch nicht unbedingt aufgewertet hat.

Es war schon dunkel, warm, diese typische Insel-Luft, ein bisschen schwerer als in Bangkok, und insgesamt fühlte sich alles sofort langsamer an. Nicht mehr dieses Großstadtgedröhne, sondern eher Ankommen, Durchatmen, Runterschalten. Viel passiert ist an dem Abend dann ehrlich gesagt nicht mehr. Das Zimmer war wirklich super: viel Platz, kleine Lounge-Ecke, Balkon, schöner Ausblick. Wir waren beide kaputt, ich sowieso noch leicht zerlegt vom Vortag, also blieb es bei Ankunft, Einchecken, kurz orientieren und dann eigentlich nur noch Bett. Wir sind ziemlich schnell eingeschlafen.

Und das war im Nachhinein auch gut so. Denn am nächsten Morgen ging es dann direkt rund. Gegen 5 Uhr wurde ich mit nem Blowjob geweckt. Woher diese plötzlichen Energieausbrüche bei ihr immer kamen, war mir zwar nicht ganz klar, aber beschweren wollte ich mich auch nicht. Sagen wir es mal so: Der Tag begann ausgesprochen motiviert, beide kamen auf ihre Kosten, und danach waren wir dann auch schon überraschend fit fürs Frühstück.
 
  • Standard Pattaya Afrika Afrika Phillipinen Phillipinen Amerika Amerika Blank
    Oben Unten