Thailand Nach Jahren des Mitlesens: Mein Thailand-Reisebericht

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Danke erstmal für eure vielen positiven Rückmeldungen und sorry, dass der nächste Post nun etwas auf sich warten ließ.

Ich habe früher mal tatsächlich in die Richtung studiert, also Sprachwissenschaft mit juristischer Spezialisierung. Für den klassischen Anwaltsberuf hätte man dann noch das volle Staatsexamen dranhängen müssen, also das ganze lange Brett inklusive Referendariat. Das habe ich aber nicht mehr gemacht und bin stattdessen in einen eher technischen Beruf gegangen. Früher war ja oft dieses Motto: Hauptsache erstmal irgendwas in der Tasche. Finde ich rückblickend ehrlich gesagt ziemlich dämlich. Wenn man eigentlich schon weiß, was man will, verplempert man oft nur Zeit. Aber gut, genug Exkurs. Ich freue mich jedenfalls wirklich, dass der Bericht hier so gut ankommt.

Ich wachte also am nächsten Morgen auf mit einer Mischung aus leichtem Kater und einem Geschmack im Mund, als hätte ich bei der Ankunft noch den Gulli vor der Hoteltür leergetrunken. Es musste erstmal irgendwie Elektrolyte rein. Also kurz rüber zum 7 Eleven, irgendeinen Elektrolytedrink geholt und dazu noch ein kleines Frühstück.

Mittlerweile hatte sich auch Pim wieder gemeldet. Verdammt, sie war immer noch in meinem Kopf. Sie schrieb total lieb, sehr zugewandt, fast schon ein bisschen fürsorglich. Ich konnte ihr ja schlecht erzählen, dass ich am Vorabend eher auf kulturellen Abwegen unterwegs gewesen war, also blieb ich bei der diplomatischen Kurzfassung: ein paar Bier getrunken, etwas zu spät geworden. Irgendwie hatte ich dabei direkt ein komisches Gefühl. Anlügen ist eigentlich überhaupt nicht meins. Dann kam sofort die Gegenstimme im Kopf: Hallo? Du bist single. Du bist in Thailand. Du hast niemandem Rechenschaft abzulegen. Aufwachen! Ja, ja, ich bin schon wach. Genau solche inneren Dialoge führt man dann mit sich. Wer kennt sie nicht?

Also heute wirklich mal Kultur, dachte ich mir. Erstmal zu einer wirklich seriösen Massage. Die tat nach den ersten Tagen und Nächten auch bitter nötig. Irgendwie kamen wir dort auf Wat Pho zu sprechen, den angeblichen Geburtsort der Thai-Massage. Ich dachte mir: Perfekt. Dann ist das Thema Kultur heute wenigstens nicht komplett erlogen. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich in dem Moment schon wieder kurz an Pim gedacht habe. Mensch, reiß dich zusammen. Also machte ich mich auf den Weg zu Wat Pho. Diesmal kein Taxi. Ich sprang stattdessen auf eines dieser Boote. Genau sowas mag ich in Bangkok: Da sitzt du zwischen Touris und Pendlern und fährst einfach quer durch diese riesige Stadt, während links glänzende Hotels vorbeiziehen und rechts halb verfallene Holzhäuser stehen. Das Wasser sah aus wie flüssiger Milchkaffee mit schlechter Laune, aber genau das gehört irgendwie dazu. Von der Art den Müll zu entsorgen wollen wir gar nicht erst sprechen.

Am Tha Tien Pier stieg ich aus und lief durch dieses kleine Gewirr aus Gassen Richtung Tempel. Es roch gleichzeitig nach getrockneten Garnelen, Räucherstäbchen und irgendwo auch nach Blumen. Also wie so oft in Bangkok: entweder großartig oder grenzwertig, je nach Windrichtung.

Wat Pho selbst hat mich dann tatsächlich ziemlich beeindruckt. Den liegenden Buddha kannte ich natürlich von Fotos, aber wenn man dann wirklich davorsteht, wirkt das Ganze nochmal anders. Diese Größe, dieses Gold, diese Ruhe in dem Raum. Dazu dieses ständige Klimpern der Münzen in den Metallschalen. Draußen zwischen den Chedis und den verzierten Gebäuden bin ich dann noch eine ganze Weile herumgelaufen. Gerade die Ecke mit der Massageschule fand ich spannend. Überall dieser Geruch von Kräutern, Tigerbalsam und warmer Luft. Da hatte der Ort tatsächlich mal für ein paar Stunden etwas sehr Erdendes.

Danach setzte ich mit der kleinen Fähre rüber und landete auf der anderen Seite am Wasser. Ich setzte mich in ein kleines Café, trank einen Cha Yen und schaute einfach nur auf den Fluss. In dem Moment war Bangkok plötzlich mal nicht laut sondern einfach nur schön. Solche Momente vergisst man leicht, wenn man immer nur an Bars, Malls oder sonstige Eskalationsorte denkt. Nur war damit der Tag natürlich auch schon wieder halb rum. Und wie das dann so ist: Sobald man kurz zur Ruhe kommt, fängt der Kopf wieder an zu arbeiten. Was machst du heute Abend? Worauf hast du Lust? Wirklich nochmal Kultur? Eher unwahrscheinlich. Patpong hatte ich sowieso auf dem Zettel. Also nochmal kurz zurück ins Hotel, frisch gemacht und dann ab Richtung Silom.

Patpong brodelte bei Ankunft schon ordentlich. Nachtmarkt, Lichter, Leute, Krach, dieses ganze bekannte Bangkok Gewusel. Ich bin dann erstmal ins Gold Fingers und habe mir ein Bier bestellt. Lange dauerte es natürlich nicht, bis die erste Dame am Tisch stand. Klassischer Einstieg: Lady Drink. Sie war ziemlich klein, sehr zierlich .. man hatte fast Angst, was kaputtzubrechen. Ihr Name: Apple! Wir kamen ins Gespräch. Natürlich war sie erst seit zwei Wochen in Bangkok, kam eigentlich aus dem Isaan und überhaupt war alles ganz neu und schwierig. Also wirklich das komplette Standardprogramm. Ich dachte schon, als nächstes erzählt sie mir noch, dass der Wasserbüffel der Familie akut in Lebensgefahr schwebt und ich gleich mit ein paar tausend Baht als Rettungseinheit einspringen darf. Aber nein, so weit kam es gar nicht. Ich war jetzt auch irgendwie geil und wollte nicht mehr Dialoge führen. Sie war direkt sehr offensiv, viel Körperkontakt, viel Nähe, direkt den Dödel durch die Hose... ihr wisst schon. Irgendwann dachte ich mir dann auch: Ach komm, was soll’s. Also ausgelöst. Barfine waren glaub ich 1.000, war ja schon nach Mitternacht, und für Long Time haben wir uns auf 3.000 geeinigt. Fand ich in dem Moment fair.

Auf dem Weg haben wir noch schnell etwas am Streetfood Stand gegessen, dann die übliche Prozedur im Hotel und hoch aufs Zimmer. Sie hatte allerdings schon ziemlich einen sitzen. Entsprechend wirr war anfangs auch die Kommunikation, halb Englisch, halb Thai, halb gar nichts. Ich dachte schon kurz, das wird heute wieder so eine Vollkatastrophe wie am Abend davor. Aber irgendwann bekam sie dann doch die Kurve, und ich muss zugeben: Was danach kam, war für den Zustand, in dem sie war, durchaus beeindruckend. Sie hat eine Performance abgeliefert die richtig gut war. Da war wirklich alles drin und ich war auch überall drin. Der Hammer! Es waren alle Elemente dabei, die in einem guten Porno nicht fehlen dürfen.

Irgendwann war ich dann aber komplett platt und bin eingeschlafen. Mitten in der Nacht wurde ich wieder wach, weil es vom Bad her ziemlich würgend klang. Sie hatte sich wohl doch etwas übernommen. Also stand ich da nachts halb verpennt, hielt ihr die Haare und warf ihr Dramamine aus meiner Reiseapotheke hin. Ja, ich weiß, sehr romantisch. Elektrolyt Drink hatte ich auch noch, also gleich hinterher. Deutscher Streber mit Reiseapotheke halt. Das Zeug hat offenbar geholfen, denn irgendwann schlief sie dann auch ein. Und was soll ich sagen: Irgendwann am frühen Morgen wurde ich dann wieder aus dem Schlaf geholt, auf eine Art, bei der ich nur dachte: Das kann doch jetzt nicht dein Ernst sein. Direkt einen Blowjob, einfach so. Ich musste echt lachen und fragte nur, ob wieder alles okay sei. War es offenbar. Robust, die Kleine.

Wir schliefen danach tatsächlich nochmal ein paar Stunden, tauschten gegen neun noch schnell die LINE-ID und dann war sie auch schon wieder weg. Unterm Strich also doch eine recht ordentliche Nummer. Kein Weltklasse Abend, aber wirklich solide.

Und natürlich schrieb Pim dann schon wieder erstaunlich früh. Da dachte ich nur: Na super. Jetzt hat dich der Liebeskasper wirklich schneller erwischt, als dir lieb ist? Wie soll das denn nur weiter gehen?
 
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Gefällt mir bis jetzt extrem gut Dein Bericht. Habe Abo dagelassen und bin sehr gespannt, wie es weiter geht
 
        #23  

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Klasse Kapitel! Ist schon beeindruckend, dass Apple nach nur 2 Wochen in Bangkok soviel gelernt hat, in Sachen Englisch und Fickerei und so.
Echt talentiert die Kleine. ;-)
Wie dem auch sei, gut für dich. Hattest ein guuuuutes Händchen.
Wünsche dir, und auch uns, mehr solcher Episoden und hoffentlich kein Drama mit Pim.
Wie dem auch sei, ich bleibe gespannt...!
 
        #25  

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Liebeskasper, Drama und eine Pim ? Das kommt mir hier aus dem Forum irgendwie bekannt vor :headbash::-) ich lese gerne mit, tolle Art zu schreiben
 
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