Vielen Dank für die Nachfrage.
Ich hätte nicht „solche“ sondern „andere“ Reportagen schreiben sollen. Diese kann man schwer überprüfen. Meine Erfahrungswerte beziehen sich auf verifizierbare Quellen wie Parlamentsdebatten, Reden etc. und was durch Auslassungen, Zusammenschnitte und Herstellung falscher Zusammenhänge daraus gemacht wird. Das zeugt vom selben Geist, den Zuschauer nicht objektiv informieren zu wollen.
Ich gebe mal ein unverfängliches Beispiel:
jemand spricht sich gegen Inklusion (im Sinne von Gemeinschaftsunterricht mit geistig behinderten Kindern) aus, weil er glaubt, dass in diesem Fall weder begabte noch benachteiligte Kinder die optimale Förderung erhalten können. In einem Bericht darüber wird dann so getan, als ob derjenige alle Schwerbehinderten (sogar Menschen, die nur aufgrund körperlicher Gebrechen einen Behindertenausweis haben) aus dem Lern- und Arbeitsleben ausschließen wolle anstatt sie individuell zu fördern. Unterschwellig wird er dann in die Nähe von Euthanasiephantasien gerückt. Eine Kombination aus bewusstem Missverstehen und absichtlicher Verkehrung der Intention der ursprünglichen Aussage ins Gegenteil. Dies wird dann solange wiederholt, bis ein bestimmtes Gefühl beim Zuschauer hängen bleibt, und das Ziel ist erreicht.
Das ist einfach im Ansatz zutiefst unredlicher Journalismus.