Pattaya Pattaya statt Geburtstagstorte

iceysjourney

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Prolog…so schnell kann’s gehen

Nach gut sechs Monaten packte mich wieder diese innere Unruhe. Dieses Kribbeln, das irgendwo zwischen Fernweh, Fluchtreflex und „ich muss hier mal kurz raus, sonst knallt mir die Sicherung raus“ liegt.

Thailand. Pattaya. Hitze. Trubel. Viele Möglichkeiten. Einfach Leben.

Die letzten Monate waren stressig. Nicht so ein bisschen „viel zu tun“-stressig, sondern eher nah am Burnout stressig. Kopf voll, Akku leer, ständig irgendwas, ständig jemand, ständig Verantwortung. Irgendwann läuft man nur noch im Funktionsmodus und merkt gar nicht mehr, dass der eigene innere Akku längst blinkt wie ein 7/11-Schild nachts um halb drei.

Am Dienstag saßen wir dann in unserer kleinen Leitungsrunde und irgendwie, ich weiß bis heute nicht genau wie es passiert ist, tat sich plötzlich die Möglichkeit auf, knapp zwei Wochen frei zu machen. Erst dachte ich noch: ja klar, schöne Theorie. Klingt gut, passiert aber eh nicht.

Aber dann wurde es konkreter.

Dafür musste am Mittwoch natürlich noch einiges erledigt werden. Aufgaben verteilen, Vertretung briefen, offene Punkte klären, Dinge so sortieren, dass nicht nach zwei Tagen alles in Flammen steht. Also einmal Arbeitswelt auf links drehen, Verantwortlichkeiten verschieben, letzte Mails raus, hier noch ein Telefonat, da noch eine Absprache.

Und dann… frei bis zum 06.06.

Dieser Moment, wenn der Kalender plötzlich Luft bekommt. Herrlich.

Also Mittwochabend Flug gesucht und gebucht. Wieder Condor in der Premium Economy. BER - FRA - BKK. Teurer als sonst, klar. Kurzfristig gebucht, dazu die geopolitische Lage, da wedelt der Preis natürlich nicht freundlich mit dem Schwanz, sondern beißt einem erstmal ins Portemonnaie. Aber für so kurzfristig war es noch im Rahmen. Nicht schön, aber machbar. Und ganz ehrlich: In dem Moment war mir das auch egal.

Ich komme am 24.05. mittags in Bangkok an. Janie ist gebucht und confirmed. Das beruhigt ja schon mal. Nichts nervt mehr, als nach einem langen Flug noch anfangen zu müssen, sich um Transfers zu kümmern. So ist der Plan klar: raus aus dem Flughafen, rein ins Auto, ab nach Pattaya. Am 25.05. habe ich Geburtstag. Passt perfekt. Besser kann man sich das eigentlich nicht hinlegen. Andere machen Kuchen, ich mache Thailand. Muss man auch erstmal schaffen.

Ich bleibe bis zum 02.06. Danach brauche ich noch ein paar Tage zu Hause für privaten Kram. Also kein kompletter „aus dem Flieger direkt wieder in den Wahnsinn“-Move, sondern mit kleiner Pufferzone. Erwachsener Urlaub. Fast schon verdächtig vernünftig.

Sooo, und jetzt sitze ich am BER vor meinem Gate. Der Flieger geht in ca. 60 Minuten.

Die Tasche steht neben mir, Pass und Bordkarte sind griffbereit, innerlich bin ich längst irgendwo zwischen Ankunftshalle BKK, erster Zigarette nach dem Flug und dem Gedanken, welches kalte Getränk es zuerst wird.

So schnell kann’s gehen. Dienstag noch Leitungsrunde, Mittwoch Flug buchen, Samstag am Gate.

Thailand ruft.

Und ich geh ran
 
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Die Anreise

Der Flug von Berlin nach Frankfurt verlief völlig unspektakulär. Auch in Frankfurt lief alles entspannt. Der Flieger nach Bangkok war vielleicht halbvoll, maximal. Der Platz neben mir blieb frei und plötzlich fühlte sich Premium Economy zumindest kurz wie „Business Class für Arme mit Hoffnung“ an. Viel Platz, Beine ausstrecken, niemand der nachts über mich klettert um auf Toilette zu gehen. Kleine Siege.

Das eigentliche Highlight war allerdings die Stewardess gefangen im Körper eines Stewards. Wirklich großartig. Super aufmerksam, ständig gut gelaunt, schlagfertig, ohne aufgesetzt zu wirken. So jemand hebt die Stimmung im ganzen Flieger an. Man merkte sofort: der Mann hat einfach Spaß an seinem Job. Wir kamen immer mal wieder kurz ins Quatschen und jedes Mal wurde der Flug ein Stück angenehmer.

Bis mein Rücken beschloss, dass jetzt Schluss ist.

Nach fünf oder sechs Stunden war Feierabend für die Bandscheibe. Premium Economy bleibt eben Premium Economy. Mehr Platz ja, Liegeposition nein. Also stand ich irgendwann regelmäßig auf, lief durchs Flugzeug wie ein Rentner im Reha-Zentrum, dehnte mich zwischen Galley und Toilette und hielt immer mal wieder einen kleinen Smalltalk mit dem Flugbegleiter. Das half dann jeweils für ungefähr 30 Minuten, bevor der Rücken erneut Protest anmeldete. Egal. Das Problem der Zukunft. Und Zukunfts-Ich würde das später sehr verantwortungsbewusst mit einer Massage therapieren. Medizinisch quasi alternativlos.

Der Pilot hatte offenbar ebenfalls Feierabend im Kopf und trat ordentlich aufs Gas. Knapp 30 Minuten vor der geplanten Zeit setzten wir in Bangkok auf. Immigration war überraschend voll, aber Thailand wäre nicht Thailand ohne erstaunlich effizientes Chaos. Nach ungefähr 25 Minuten war ich durch. Mein Koffer drehte bereits seine Runden auf dem Band, als hätte er mich schon gesucht.

Also Koffer geschnappt, direkt noch eine neue SIM-Karte organisiert und kaum war das Handy wieder online, schrieb auch schon Janie. Sie wartete am Exit 3. Wir hatten uns länger nicht gesehen, die letzten Male hatte meistens ihr Bruder den Fahrdienst übernommen, aber trotzdem sofort erkannt.

Da sie mit einem Kollegen noch auf dessen Gast wartete, ging ich erstmal vor die Tür eine rauchen. Und da war es sofort wieder. Dieses Gefühl. Du trittst aus dem Flughafen und Thailand schlägt dir direkt mit voller Wucht ins Gesicht. Diese Wand aus Wärme und Luftfeuchtigkeit. Dieser Geruch aus Abgasen, Essen, feuchter Luft und Großstadt. Innerhalb von zehn Sekunden fing ich an zu schwitzen. Lange Jogginghose, Shirt, Hemd… komplett falsche Entscheidung. Aber egal. Urlaub.

Ich zündete meine erste richtige Urlaubszigarette an und schrieb kurz nach Hause, dass ich gut angekommen bin. Dieser Moment gehört irgendwie immer dazu. Einmal kurz melden und dann Kopf endgültig auf Flugmodus.

Danach zurück zu Janie, rüber ins Parkhaus und los ging’s Richtung Pattaya. Die ersten 30 Minuten quatschten wir noch entspannt über alles Mögliche, aber irgendwann machte der Schlaf einfach das Licht aus. Ich pennte fast sofort ein und wurde erst wieder in Pattaya wach.

Kurz noch an einem Money Exchange auf der Second Road gehalten, bisschen Geld tauschen und dann direkt weiter ins Hotel. Diesmal das Arden.
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Ebenfalls Teil der Mind Group, genau wie mein Lieblingshotel, das Altera oder dem Arbour. Wollte diesmal aber bewusst etwas anderes ausprobieren. Die Gegend ist fast identisch: angenehm ruhig, aber alles Wichtige in Laufweite. Und für alles andere gibt’s Bolt.

Check-in lief problemlos, Late Checkout direkt mit klar gemacht und dann endlich hoch aufs Zimmer. Erster Eindruck: echt gut. Modern, sauber, gepflegt, schöner Blick auf den Pool. Sofa bequem. Bett ebenfalls. Fand ich relativ schnell heraus.Nach einer Dusche legte ich mich nur „kurz“ hin und schlief direkt knapp drei Stunden bis 17 Uhr weg.
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Jetzt sitze ich gerade in der Siam Lounge. Gegessen, was getrunken, langsam ankommen.
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Gleich noch kurz zum 7/11 ein paar Getränke und Hygieneartikel holen. Und danach? Mal sehen was der Abend noch so bringt. Pattaya schläft bekanntlich nie. Und ich gerade irgendwie auch nicht mehr... Schauen wir mal.
 
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Erster Abend und Teil 1 vom Geburtstag

Nach dem Essen in der Siam Lounge wollte ich eigentlich direkt zurück ins Hotel. Eigentlich. Aber wie das in Pattaya eben so ist, lief ich einfach daran vorbei und weiter runter Richtung Klang. Ich musste ja noch dringend therapeutisch behandelt werden. Rein medizinische Maßnahme natürlich. 😄

Schon im zweiten Laden wurde ich fündig. Kurzer Blickkontakt, gegenseitiges Grinsen, einmal nicken und damit war der Behandlungsvertrag quasi geschlossen. Also rein in den Laden. Erst die kurze Waschung, danach die fast noch kürzere therapeutische Behandlung und anschließend etwas ausführlicher der Entspannungsteil. Man muss ja schließlich regenerieren.

Entspannt in gleich zweifacher Hinsicht ging es danach zurück Richtung Hotel. Unterwegs noch schnell Halt im 7-11. Wasser, Kleinkram, wahrscheinlich wieder viel mehr gekauft als eigentlich geplant. Danach hoch aufs Zimmer, kurz abduschen und ab ins Bett.

Montag. Geburtstag... doch eine Torte?

Ich schlief zwar schnell ein, aber wirklich durchschlafen war nicht drin. Immer wieder aufgewacht, immer wieder auf die Uhr geschaut. Zwischen 04:00 und 06:00 Uhr war es eher ein Dösen als richtiger Schlaf. Irgendwann dann aufgegeben, aufgestanden und erstmal ins Bad zum frisch machen. Um 06:15 Uhr stand ich bereits beim Frühstück.

Das Frühstück war völlig solide. Mittelklasse, aber absolut ausreichend für mich. Ich esse im Urlaub ohnehin fast immer dasselbe. Omelett, zwei Toast, Bacon, Marmelade und etwas Obst. Das ist quasi mein persönlicher Frühstücks-Goldstandard und wird je nach Angebot nur minimal erweitert. Dazu Kaffee und Saft und ich bin zufrieden.

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Danach wieder kurz aufs Zimmer, ein wenig gechillt und später runter an den Pool. Erst eine kleine Runde schwimmen, dann einfach auf die Liege und lesen. Genau das hatte ich gebraucht. Einfach mal nichts müssen.

Gegen 10 Uhr ging es zurück aufs Zimmer, kurz fertig machen und dann mit dem Bolt rüber zum Central. Ein bisschen bummeln, den ersten Iced Thai Tea des Urlaubs gönnen und schon mal schauen, wo ich den ganzen Kram bekomme, den ich mitbringen soll.

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Wie jedes Mal geht es natürlich um Trockenobst, Tee und wieder diese verdammten Labubus. Die gibt es inzwischen wohl sogar in klein als Schlüsselanhänger. Keine Ahnung, wer sowas braucht, aber scheinbar genug Leute.

Auf dem Rückweg zum Hotel lud mich Joowod dann in die Line-Gruppe „TAF Mai“ ein. Er und zwei andere Forumskollegen seien gerade im The Kings Table in der Soi 13 und ich könne gerne vorbeikommen. Perfekt, das passte eigentlich ziemlich gut rein.

Als ich mein Zimmer betrat, staunte ich nicht schlecht. Ich bekam doch eine Torte...!

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Ich machte mich schnell frisch und kurze Zeit später saß ich im Bolt. Es war der Beginn eines langen Tages… und einer vermutlich noch längeren Nacht. Jungs schonmal vorab: Vielen Dank!


To be continued…
 
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