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- #121
So Leute, dann will ich mal wieder etwas aufholen und meinen Reisebericht fortsetzen. Mittlerweile bin ich ja wieder in Deutschland angekommen und habe noch einiges nachzuholen. Fangen wir also mit unserem letzten Tag in Pakse und dem anschließenden letzten gemeinsamen Abend in Vientiane an.
Am Morgen des 15. Oktober standen wir wie gewohnt auf und gingen erst einmal gemütlich frühstücken. Die Koffer hatten wir bereits am Vorabend größtenteils gepackt, sodass wir uns keinen Stress mehr machen mussten. Wir machten uns in aller Ruhe fertig und gegen 11 Uhr ging es dann mit dem Taxi zum Flughafen.
Der Flughafen in Pakse ist wirklich winzig.
Alles ist absolut überschaubar und die Wege könnten kaum kürzer sein. Es gibt vielleicht drei oder vier Schalter für die Gepäckaufgabe und das war es dann auch schon fast. Als wir ankamen, mussten wir noch ungefähr fünf Minuten warten, bis die Gepäckannahme überhaupt öffnete. Dementsprechend waren wir auch die Ersten, die ihre Koffer aufgeben konnten. Alles völlig entspannt und ohne irgendwelche Warteschlangen.
Anschließend setzte sich Sweetie in die Halle und ich ging noch einmal vor die Tür, um eine Zigarette zu rauchen. Diesmal sogar ganz artig im dafür vorgesehenen Bereich. Wobei die Sache mit dem Raucherbereich dort auch wieder etwas typisch asiatisch ist.
Der offiziell gekennzeichnete Raucherbereich befand sich nämlich mitten in der prallen Sonne. Unter dem überdachten Vorbau stand dagegen am Ende ein Aschenbecher, an dem praktisch jeder rauchte, obwohl direkt daneben eine riesige durchgestrichene Zigarette auf den Boden gemalt war. Also stellte ich mich ebenfalls dorthin.
Dabei lernte ich ein amerikanisches Pärchen kennen, mit dem ich mich eine ganze Weile unterhielt. Es entwickelte sich ein wirklich nettes und interessantes Gespräch. Natürlich kamen wir irgendwann auch auf die Themen Politik, Regierung und die allgemeine Lebenssituation zu sprechen. Und ich muss sagen, vieles von dem, was die beiden mir über die Situation in den USA erzählten, kam mir aus Deutschland doch ziemlich bekannt vor. Offenbar beschäftigen die Menschen auf beiden Seiten des Atlantiks teilweise ganz ähnliche Dinge. Die beiden waren insgesamt sechs Monate in Laos unterwegs gewesen und flogen ebenfalls nach Vientiane, wo sie noch die letzten vier Tage ihrer Reise verbringen wollten.
Irgendwann wurde es dann Zeit, wieder hineinzugehen. Wie üblich wurde zunächst unser Ticket kontrolliert und abgestempelt. Anschließend ging es durch die Sicherheitskontrolle, bei der ich natürlich wieder einmal mein Feuerzeug abgeben durfte. Mittlerweile kenne ich das Spiel ja.
Danach saßen wir im Abflugbereich, wobei man hier wirklich nicht von großen Entfernungen sprechen kann. Zwischen der Eingangshalle und dem Abflugbereich liegen vielleicht vier bis sechs Meter. Viel kürzer kann man einen Flughafen wohl kaum bauen.
Wir warteten noch ungefähr eine Viertelstunde, dann begann bereits das Boarding. Auch hier standen wieder Sonnenschirme bereit, damit man die kurze Strecke über das Rollfeld nicht ungeschützt durch die pralle Sonne laufen musste. Sweetie schnappte sich natürlich sofort einen. Ich beschloss dagegen, dass ich die ungefähr 50 Meter bis zum Flugzeug auch ohne Sonnenschirm überleben würde.
Das Boarding war schnell erledigt und wir starteten pünktlich Richtung Vientiane. Während des Fluges gab es wie schon auf dem Hinflug ein Getränk und eine kleine Tüte Trockenfrüchte. Eine nette Kleinigkeit, gerade wenn man bedenkt, wie kurz dieser Flug eigentlich ist. Nach ungefähr 50 Minuten landeten wir bereits wieder in Vientiane.
Auch dort ging alles gewohnt schnell. Der Flughafen ist schließlich ebenfalls recht überschaubar. Sweetie hatte unserem Taxifahrer bereits geschrieben und natürlich stand er wieder bereit, um uns abzuholen. Für die Fahrt vom Flughafen zu unserem Riverside Hotel bezahlten wir, wenn ich mich richtig erinnere, ungefähr 56.000 Kip. Also gerade einmal etwas über zwei Euro. Da kann man wirklich nicht meckern.
Im Hotel angekommen, checkten wir erst einmal ein und beschlossen anschließend, etwas essen zu gehen. Ich hatte spontan Lust, noch einmal das Khop Chai Deu zu besuchen. Also machten wir uns auf den Weg dorthin.
Wir bestellten gemeinsam ein Set mit Som Tam, einem halben Grillhähnchen, etwas Reis und Gemüse. Zusätzlich gönnte ich mir noch eine Portion Pommes mit Knoblauch und Pfeffer, während Sweetie noch etwas Khao Niao, also Klebereis, bestellte. Dazu trank ich gemütlich ein Bier. Das Essen war ordentlich und wir ließen uns Zeit. Schließlich hatten wir für diesen Tag keine großen Unternehmungen mehr geplant.
Anschließend ging es zu Fuß in einen Supermarkt, dessen Namen ich leider vergessen habe. Ich musste schließlich noch einige Mitbringsel für Deutschland besorgen. Und wenn ich schon einmal in Laos bin, darf natürlich auch das eine oder andere Getränk nicht fehlen.
Also wanderten zunächst zwei Paletten Beerlao mit jeweils 24 Dosen à 0,33 Liter in den Einkaufswagen. Dazu kamen ungefähr 20 bis 24 dieser kleinen Red-Bull-Fläschchen, die man hier überall bekommt. Außerdem kaufte ich mehrere große Packungen Trockenfrüchte, einen großen Karton meiner geliebten Yum-Yum-Nudeln und natürlich noch die Chips, die mein Sohn so gerne isst.
Da kam am Ende schon einiges zusammen. Vor allem musste ich natürlich darauf achten, dass wir mit dem Gewicht unserer Koffer nicht über die erlaubten Grenzen kamen. Also fragten wir an der Kasse, ob wir die Einkäufe noch einmal wiegen könnten. Die Kassiererin machte das völlig selbstverständlich und ohne irgendwelche Diskussionen. So wusste ich ziemlich genau, wie viele Kilogramm ich anschließend auf die verschiedenen Koffer verteilen musste.
Sweetie kontaktierte wieder unseren Taxifahrer und wenig später ging es mit unseren ganzen Einkäufen zurück ins Hotel. Dort kaufte ich mir an der Rezeption noch eine kleine Dose Bier. Während Sweetie sich darum kümmerte, die ganzen Sachen vernünftig in den Koffern unterzubringen, setzte ich mich gemütlich auf den Balkon und genoss mein Bier. Arbeitsteilung muss schließlich sein.
Für den Abend hatte ich mir allerdings noch etwas vorgenommen. @Pillo hatte mir eine Bar in Vientiane empfohlen, die ich unbedingt einmal besuchen wollte. Direkt daneben sollte sich außerdem ein Grillrestaurant befinden, das er mir ebenfalls ans Herz gelegt hatte. Dort konnte man sich offenbar verschiedene Fische und Meeresfrüchte selbst aussuchen, die anschließend frisch gegrillt werden.
Mein Plan war also ganz einfach: Erst gemütlich ein paar Bier in der Bar trinken und anschließend nebenan schön essen gehen. Das klang für mich nach einem perfekten letzten Abend.
Also machten Sweetie und ich uns mit dem Taxi auf den Weg.
Als wir dort ankamen, war allerdings praktisch nichts los. Und damit meine ich wirklich nichts.
Die Bar war fast leer und auch in den anderen Bars der Umgebung herrschte gähnende Leere. Keine Ahnung, ob wir einfach zur falschen Zeit dort waren oder ob an diesem Abend generell nicht viel los war. Jedenfalls war die Stimmung entsprechend ruhig.
Lediglich im benachbarten Grillrestaurant, das @Pillo ebenfalls empfohlen hatte, war etwas mehr Betrieb. Das sah auch durchaus interessant aus. Genau dort wollte ich später eigentlich noch essen gehen.
Wir blieben zunächst in der Bar sitzen und tranken gemütlich etwas. Irgendwann wollte ich dann aber doch noch in das Restaurant wechseln. Allerdings machte mir Sweetie einen Strich durch die Rechnung. Irgendetwas an diesem Restaurant gefiel ihr nicht. Was genau das Problem war, kann ich euch bis heute nicht sagen. Ich habe auch nicht groß nachgefragt oder eine Diskussion daraus gemacht. Wenn sie dort nicht essen wollte, dann eben nicht.
Also beschlossen wir, wieder zurückzugehen. Diesmal allerdings zu Fuß. Unterwegs schaute ich immer wieder, ob ich vielleicht noch irgendwo etwas Leckeres zu essen entdecken würde. Aber irgendwie sprach mich nichts so richtig an. Sweetie hatte offenbar ohnehin keinen Hunger mehr und so landeten wir schließlich wieder in unserem Hotel.
Dort machten wir es uns auf dem Zimmer gemütlich und genossen noch einmal ausgiebig unsere gemeinsame Zeit. Auch die Badewanne wurde an diesem Abend noch einmal gründlich auf ihre Tauglichkeit überprüft.
Ich kann euch jedenfalls versichern, dass sie den Test bestanden hat.
Irgendwann gegen ein Uhr nachts dürften wir dann eingeschlafen sein.
Allerdings lag über diesem Abend bereits eine gewisse Wehmut. Man merkte einfach, dass sich unsere gemeinsame Zeit langsam dem Ende näherte. Am nächsten Tag würde ich zurück nach Deutschland fliegen und Sweetie wieder nach Pakse zurückkehren. Dann würde für jeden erst einmal wieder der normale Alltag beginnen.
Solche Abende sind für mich immer besonders schwierig. Einerseits möchte man die letzten gemeinsamen Stunden natürlich noch einmal richtig genießen, andererseits weiß man ganz genau, dass der Abschied unmittelbar bevorsteht. Und egal, wie oft man das schon erlebt hat, leichter wird es dadurch irgendwie nicht.
Ich hatte Sweetie deshalb auch angeboten, ihr Hotelzimmer noch um eine weitere Nacht zu verlängern. Mein Gedanke war, dass sie dann noch eine Nacht länger in Vientiane bleiben und am nächsten Morgen ganz entspannt zurück nach Pakse fliegen könnte.
Aber davon wollte sie überhaupt nichts wissen.
Sie hatte sich fest vorgenommen, jetzt wieder etwas Geld zu sparen, und wollte deshalb lieber die anstrengende Busfahrt auf sich nehmen. Ich versuchte zwar noch, sie davon zu überzeugen, dass ein weiterer Flug wesentlich angenehmer wäre, aber sie blieb bei ihrer Entscheidung.
Ich glaube, sie hatte in den vergangenen Tagen auch gesehen, wie viel Geld ich für die gesamte Reise ausgegeben hatte. Die ganzen Flüge, Hotels, Mietwagen, Ausflüge und sonstigen Unternehmungen summieren sich schließlich irgendwann. Und obwohl ich ihr mehrfach sagte, dass das für mich in Ordnung sei, war es ihr offensichtlich wichtig, jetzt nicht noch mehr Geld auszugeben.
Also akzeptierte ich ihre Entscheidung. Auch wenn ich persönlich die Busfahrt gegen einen kurzen Flug jederzeit eintauschen würde. Aber gut, jeder hat eben seine eigenen Vorstellungen davon, wofür er Geld ausgeben möchte und wofür nicht.
So ging also unser letzter gemeinsamer Abend in Vientiane zu Ende. Kein großes Programm, keine wilden Partys und auch kein besonders spektakulärer Abschluss. Einfach ein bisschen durch die Stadt, etwas trinken, gemeinsam Zeit verbringen und die letzten Stunden genießen.
Und ganz ehrlich, mehr brauchte ich an diesem Abend auch nicht.
Denn eines war uns beiden mittlerweile vollkommen bewusst: Am nächsten Morgen würde der Abschied kommen. Und darauf hatte ich überhaupt keine Lust.
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Am Morgen des 15. Oktober standen wir wie gewohnt auf und gingen erst einmal gemütlich frühstücken. Die Koffer hatten wir bereits am Vorabend größtenteils gepackt, sodass wir uns keinen Stress mehr machen mussten. Wir machten uns in aller Ruhe fertig und gegen 11 Uhr ging es dann mit dem Taxi zum Flughafen.
Der Flughafen in Pakse ist wirklich winzig.
Anschließend setzte sich Sweetie in die Halle und ich ging noch einmal vor die Tür, um eine Zigarette zu rauchen. Diesmal sogar ganz artig im dafür vorgesehenen Bereich. Wobei die Sache mit dem Raucherbereich dort auch wieder etwas typisch asiatisch ist.
Dabei lernte ich ein amerikanisches Pärchen kennen, mit dem ich mich eine ganze Weile unterhielt. Es entwickelte sich ein wirklich nettes und interessantes Gespräch. Natürlich kamen wir irgendwann auch auf die Themen Politik, Regierung und die allgemeine Lebenssituation zu sprechen. Und ich muss sagen, vieles von dem, was die beiden mir über die Situation in den USA erzählten, kam mir aus Deutschland doch ziemlich bekannt vor. Offenbar beschäftigen die Menschen auf beiden Seiten des Atlantiks teilweise ganz ähnliche Dinge. Die beiden waren insgesamt sechs Monate in Laos unterwegs gewesen und flogen ebenfalls nach Vientiane, wo sie noch die letzten vier Tage ihrer Reise verbringen wollten.
Irgendwann wurde es dann Zeit, wieder hineinzugehen. Wie üblich wurde zunächst unser Ticket kontrolliert und abgestempelt. Anschließend ging es durch die Sicherheitskontrolle, bei der ich natürlich wieder einmal mein Feuerzeug abgeben durfte. Mittlerweile kenne ich das Spiel ja.
Wir warteten noch ungefähr eine Viertelstunde, dann begann bereits das Boarding. Auch hier standen wieder Sonnenschirme bereit, damit man die kurze Strecke über das Rollfeld nicht ungeschützt durch die pralle Sonne laufen musste. Sweetie schnappte sich natürlich sofort einen. Ich beschloss dagegen, dass ich die ungefähr 50 Meter bis zum Flugzeug auch ohne Sonnenschirm überleben würde.
Das Boarding war schnell erledigt und wir starteten pünktlich Richtung Vientiane. Während des Fluges gab es wie schon auf dem Hinflug ein Getränk und eine kleine Tüte Trockenfrüchte. Eine nette Kleinigkeit, gerade wenn man bedenkt, wie kurz dieser Flug eigentlich ist. Nach ungefähr 50 Minuten landeten wir bereits wieder in Vientiane.
Auch dort ging alles gewohnt schnell. Der Flughafen ist schließlich ebenfalls recht überschaubar. Sweetie hatte unserem Taxifahrer bereits geschrieben und natürlich stand er wieder bereit, um uns abzuholen. Für die Fahrt vom Flughafen zu unserem Riverside Hotel bezahlten wir, wenn ich mich richtig erinnere, ungefähr 56.000 Kip. Also gerade einmal etwas über zwei Euro. Da kann man wirklich nicht meckern.
Im Hotel angekommen, checkten wir erst einmal ein und beschlossen anschließend, etwas essen zu gehen. Ich hatte spontan Lust, noch einmal das Khop Chai Deu zu besuchen. Also machten wir uns auf den Weg dorthin.
Wir bestellten gemeinsam ein Set mit Som Tam, einem halben Grillhähnchen, etwas Reis und Gemüse. Zusätzlich gönnte ich mir noch eine Portion Pommes mit Knoblauch und Pfeffer, während Sweetie noch etwas Khao Niao, also Klebereis, bestellte. Dazu trank ich gemütlich ein Bier. Das Essen war ordentlich und wir ließen uns Zeit. Schließlich hatten wir für diesen Tag keine großen Unternehmungen mehr geplant.
Anschließend ging es zu Fuß in einen Supermarkt, dessen Namen ich leider vergessen habe. Ich musste schließlich noch einige Mitbringsel für Deutschland besorgen. Und wenn ich schon einmal in Laos bin, darf natürlich auch das eine oder andere Getränk nicht fehlen.
Also wanderten zunächst zwei Paletten Beerlao mit jeweils 24 Dosen à 0,33 Liter in den Einkaufswagen. Dazu kamen ungefähr 20 bis 24 dieser kleinen Red-Bull-Fläschchen, die man hier überall bekommt. Außerdem kaufte ich mehrere große Packungen Trockenfrüchte, einen großen Karton meiner geliebten Yum-Yum-Nudeln und natürlich noch die Chips, die mein Sohn so gerne isst.
Da kam am Ende schon einiges zusammen. Vor allem musste ich natürlich darauf achten, dass wir mit dem Gewicht unserer Koffer nicht über die erlaubten Grenzen kamen. Also fragten wir an der Kasse, ob wir die Einkäufe noch einmal wiegen könnten. Die Kassiererin machte das völlig selbstverständlich und ohne irgendwelche Diskussionen. So wusste ich ziemlich genau, wie viele Kilogramm ich anschließend auf die verschiedenen Koffer verteilen musste.
Sweetie kontaktierte wieder unseren Taxifahrer und wenig später ging es mit unseren ganzen Einkäufen zurück ins Hotel. Dort kaufte ich mir an der Rezeption noch eine kleine Dose Bier. Während Sweetie sich darum kümmerte, die ganzen Sachen vernünftig in den Koffern unterzubringen, setzte ich mich gemütlich auf den Balkon und genoss mein Bier. Arbeitsteilung muss schließlich sein.
Für den Abend hatte ich mir allerdings noch etwas vorgenommen. @Pillo hatte mir eine Bar in Vientiane empfohlen, die ich unbedingt einmal besuchen wollte. Direkt daneben sollte sich außerdem ein Grillrestaurant befinden, das er mir ebenfalls ans Herz gelegt hatte. Dort konnte man sich offenbar verschiedene Fische und Meeresfrüchte selbst aussuchen, die anschließend frisch gegrillt werden.
Mein Plan war also ganz einfach: Erst gemütlich ein paar Bier in der Bar trinken und anschließend nebenan schön essen gehen. Das klang für mich nach einem perfekten letzten Abend.
Also machten Sweetie und ich uns mit dem Taxi auf den Weg.
Als wir dort ankamen, war allerdings praktisch nichts los. Und damit meine ich wirklich nichts.
Lediglich im benachbarten Grillrestaurant, das @Pillo ebenfalls empfohlen hatte, war etwas mehr Betrieb. Das sah auch durchaus interessant aus. Genau dort wollte ich später eigentlich noch essen gehen.
Wir blieben zunächst in der Bar sitzen und tranken gemütlich etwas. Irgendwann wollte ich dann aber doch noch in das Restaurant wechseln. Allerdings machte mir Sweetie einen Strich durch die Rechnung. Irgendetwas an diesem Restaurant gefiel ihr nicht. Was genau das Problem war, kann ich euch bis heute nicht sagen. Ich habe auch nicht groß nachgefragt oder eine Diskussion daraus gemacht. Wenn sie dort nicht essen wollte, dann eben nicht.
Also beschlossen wir, wieder zurückzugehen. Diesmal allerdings zu Fuß. Unterwegs schaute ich immer wieder, ob ich vielleicht noch irgendwo etwas Leckeres zu essen entdecken würde. Aber irgendwie sprach mich nichts so richtig an. Sweetie hatte offenbar ohnehin keinen Hunger mehr und so landeten wir schließlich wieder in unserem Hotel.
Dort machten wir es uns auf dem Zimmer gemütlich und genossen noch einmal ausgiebig unsere gemeinsame Zeit. Auch die Badewanne wurde an diesem Abend noch einmal gründlich auf ihre Tauglichkeit überprüft.
Irgendwann gegen ein Uhr nachts dürften wir dann eingeschlafen sein.
Allerdings lag über diesem Abend bereits eine gewisse Wehmut. Man merkte einfach, dass sich unsere gemeinsame Zeit langsam dem Ende näherte. Am nächsten Tag würde ich zurück nach Deutschland fliegen und Sweetie wieder nach Pakse zurückkehren. Dann würde für jeden erst einmal wieder der normale Alltag beginnen.
Solche Abende sind für mich immer besonders schwierig. Einerseits möchte man die letzten gemeinsamen Stunden natürlich noch einmal richtig genießen, andererseits weiß man ganz genau, dass der Abschied unmittelbar bevorsteht. Und egal, wie oft man das schon erlebt hat, leichter wird es dadurch irgendwie nicht.
Ich hatte Sweetie deshalb auch angeboten, ihr Hotelzimmer noch um eine weitere Nacht zu verlängern. Mein Gedanke war, dass sie dann noch eine Nacht länger in Vientiane bleiben und am nächsten Morgen ganz entspannt zurück nach Pakse fliegen könnte.
Aber davon wollte sie überhaupt nichts wissen.
Sie hatte sich fest vorgenommen, jetzt wieder etwas Geld zu sparen, und wollte deshalb lieber die anstrengende Busfahrt auf sich nehmen. Ich versuchte zwar noch, sie davon zu überzeugen, dass ein weiterer Flug wesentlich angenehmer wäre, aber sie blieb bei ihrer Entscheidung.
Ich glaube, sie hatte in den vergangenen Tagen auch gesehen, wie viel Geld ich für die gesamte Reise ausgegeben hatte. Die ganzen Flüge, Hotels, Mietwagen, Ausflüge und sonstigen Unternehmungen summieren sich schließlich irgendwann. Und obwohl ich ihr mehrfach sagte, dass das für mich in Ordnung sei, war es ihr offensichtlich wichtig, jetzt nicht noch mehr Geld auszugeben.
Also akzeptierte ich ihre Entscheidung. Auch wenn ich persönlich die Busfahrt gegen einen kurzen Flug jederzeit eintauschen würde. Aber gut, jeder hat eben seine eigenen Vorstellungen davon, wofür er Geld ausgeben möchte und wofür nicht.
So ging also unser letzter gemeinsamer Abend in Vientiane zu Ende. Kein großes Programm, keine wilden Partys und auch kein besonders spektakulärer Abschluss. Einfach ein bisschen durch die Stadt, etwas trinken, gemeinsam Zeit verbringen und die letzten Stunden genießen.
Und ganz ehrlich, mehr brauchte ich an diesem Abend auch nicht.
Denn eines war uns beiden mittlerweile vollkommen bewusst: Am nächsten Morgen würde der Abschied kommen. Und darauf hatte ich überhaupt keine Lust.
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