Thailand Zwischen Wahnsinn und Palmen raus aus dem System zurück ins gelobte Land Thailand

So Jungs, ich bin gelandet. Der Flug war gut. Ich bin jetzt auf Höhe Wiesbaden, also werde ich in circa e3 guten Stunden zu Hause sein.

Später melde ich mich noch einmal in Ruhe und werde den Reisebericht natürlich wie gewohnt vollständig abschließen, inklusive der noch fehlenden Tage, des Flugs, der Heimreise und meines Fazits.

Vielen Dank schon mal für die vielen netten und positiven Worte während der Reise. Wir hören uns später! 😊
 
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Am Sonntagmorgen sind wir wie immer erst einmal gemütlich aufgestanden und haben gefrühstückt. Anschließend brachte Sweetie die Wäsche zur Laundry und fing an, unsere Sachen für die Abreise zu packen. Ich fragte sie natürlich, ob ich ihr helfen solle. Die Antwort könnt ihr euch sicherlich denken: Nein, natürlich nicht.

Irgendwann kam sie dann aber doch zu mir und fragte, ob ich die Wäsche von der Laundry holen könnte. Die Sonne schien ziemlich stark und sie ist hier bekannterweise absolut kein Sonnenanbeter und rennt vor jedem Sonnenstrahl davon.

Also gesagt, getan. Die drei bis vier Minuten zu Fuß zur Laundry gelaufen, die frisch gewaschene Wäsche in zwei Tüten gepackt und wieder zurück zum Haus. Dort holte ich den Wäscheständer und fing an, alles aufzuhängen. Davon war Sweetie allerdings überhaupt nicht begeistert. Das wäre doch ihre Aufgabe. Ich sagte ihr nur, dass ich kein Kind bin und in Deutschland schließlich auch alles selbst mache. Also solle sie mich wenigstens das erledigen lassen. Nach einer kurzen Diskussion durfte ich dann tatsächlich weitermachen.

Als alles hing, machte ich mir noch einen Kaffee und setzte mich auf den Balkon. Plötzlich schoss es mir wie ein Blitz durch den Kopf: Verdammt! Wir hatten doch um 12 Uhr einen Termin zur Besichtigung von Eigentumswohnungen.

Ein Blick auf die Uhr 11:20 Uhr. Sweetie war weder geduscht noch fertig angezogen und steckte noch mitten im Packen. Also erklärte ich ihr, dass ich den Termin komplett verschwitzt hatte und wir uns jetzt wirklich beeilen müssten. Da der Termin mit einem Deutschen war, wollte ich unbedingt pünktlich erscheinen.

Zu meiner Überraschung war sie tatsächlich in Rekordzeit fertig. Um 11:40 Uhr konnten wir losfahren. Damit hätte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Zwei Minuten vor zwölf kamen wir schließlich am Condominium an. Unser deutscher Ansprechpartner saß bereits dort. Also setzten wir uns erst einmal zusammen, tranken noch eine Cola und unterhielten uns ein wenig.

Anschließend schauten wir uns die komplette Anlage sowie verschiedene Wohnungen an. Auf jeder Etage befinden sich insgesamt neun Wohnungen: eine Doppelwohnung, drei größere Einzelwohnungen mit knapp 50 Quadratmetern sowie fünf kleinere Einheiten mit rund 40 Quadratmetern.

Besonders interessant war folgende Geschichte: Ein Thai hatte auf einer Etage insgesamt sieben Wohnungen gekauft, konnte die Raten später aber nicht mehr bezahlen. Deshalb hängen inzwischen an fast allen Türen Schilder der Bank. Die Wohnungen sind zwar deutlich heruntergekommen und müssten komplett renoviert werden, doch nach einem Gespräch mit dem Bankvertreter, der ebenfalls vor Ort war, konnten wir uns auf einen wirklich sehr interessanten Preis einigen.

Sollte dieser Preis tatsächlich zustande kommen, wäre das ein echtes Schnäppchen. Selbst wenn man noch rund 200.000 bis 250.000 Baht in die Renovierung investieren müsste, läge man immer noch etwa 20 bis 30 Prozent unter dem Preis einer vergleichbaren, bereits renovierten Wohnung in derselben Anlage.

Da mein Bekannter aus Deutschland, der im April mit mir hier in Thailand war, ebenfalls investieren möchte, rief ich ihn direkt nach dem Termin an. Wir unterhielten uns lange, rechneten verschiedene Szenarien durch und kamen zu einem durchaus interessanten Ergebnis. Da wir beide bereits einige Immobilien in Deutschland besitzen, ist uns das Thema nicht fremd. Natürlich funktioniert in Thailand vieles etwas anders. Themen wie Steuern, Abschreibungsmöglichkeiten oder Finanzierungen unterscheiden sich teilweise deutlich. Trotzdem lässt sich auch hier vernünftig kalkulieren.

Nach unserem Gespräch rief ich den Bankvertreter noch einmal an und bekundete Interesse an allen sieben Wohnungen. Jetzt bin ich gespannt. Er hat mir zugesichert, dass die Bank innerhalb der nächsten drei bis vier Wochen ein offizielles Angebot unterbreiten möchte möglichst zu dem Preis, über den wir bereits gesprochen haben.

Das ist übrigens auch der Grund, warum ich vom Kauf des anderen Condos erst einmal Abstand genommen habe. Dieses Projekt hier wäre deutlich interessanter. Für ungefähr das gleiche Geld bekäme ich hier gleich drei Wohnungen. Mal schauen, was daraus wird.

Aber selbst wenn die Bank am Ende doch einen Rückzieher macht oder die Preise noch einmal deutlich erhöht und das Ganze dadurch uninteressant wird, hat mir diese Besichtigung gezeigt, dass man hier durchaus noch echte Schnäppchen finden kann. Man muss eben genau wie in Deutschland suchen, suchen und noch einmal suchen.

Was mich allerdings in Städten wie Pattaya oder Bangkok etwas stört, ist die unglaubliche Bautätigkeit. Ein Hochhaus wird direkt neben das nächste gesetzt, obwohl teilweise die bestehenden Gebäude noch längst nicht vollständig verkauft oder vermietet sind. Deshalb halte ich es hier für besonders wichtig, nicht nur auf die Lage zu achten, sondern vor allem das richtige Objekt zum richtigen Preis zu kaufen.

Nach der Besichtigung verabschiedeten wir uns und fuhren zunächst zum Lotus. Ich wollte noch einige Dinge besorgen, die ich mit nach Deutschland nehmen wollte, und Sweetie kaufte noch verschiedene Sachen für Laos ein. Insgesamt waren wir bestimmt anderthalb Stunden dort unterwegs.

Anschließend ging es zurück nach Hause, wo das große Packen weiterging. Eigentlich wollten wir gegen 17 Uhr nach Naklua zu Tori fahren, da ich dort wieder eines seiner berühmten Grillhähnchen vorbestellt hatte. Ganz pünktlich haben wir das allerdings nicht geschafft. Gegen 17:30 Uhr machten wir uns schließlich auf den Weg.

Als wir ankamen, war noch gar niemand da. Also überhaupt nicht schlimm, dass wir etwas später waren. Wir setzten uns trotzdem schon einmal an den Stammtisch und unterhielten uns. Nach und nach trafen dann mehrere Deutsche ein, darunter natürlich auch Tori.

Es entwickelten sich wieder einige nette Gespräche. Sweetie hatte Lust auf ein Eis. Ich schlug ihr vor, einfach meinen Nachtisch zu essen, da ich den ohnehin nicht wollte. Das wäre in diesem Fall ein Eis gewesen. Sie war natürlich sofort einverstanden.

Ich fragte Tori, ob Sweetie das Eis vielleicht schon bekommen könnte, obwohl ich mein Hähnchen noch gar nicht essen wollte. Es war mir einfach noch etwas zu früh. Natürlich war das überhaupt kein Problem. Kurz darauf bekam sie ihr Eis serviert, das ihr auch hervorragend schmeckte.

Gegen halb acht gab ich dann Bescheid, dass mein Hähnchen jetzt langsam fertig sein dürfte. Wenige Minuten später stand es auch schon vor mir. Wie immer riesengroß und wirklich hervorragend.

Tori entschuldigte sich sogar noch und meinte, die Hähnchen wären heute etwas kleiner als sonst und er würde mir deshalb einen Rabatt geben. Ich sagte ihm aber sofort, dass das völliger Unsinn sei. Die Größe war absolut in Ordnung und ich erwarte dort keine Sonderbehandlung oder irgendwelche Rabatte.

Sweetie probierte natürlich ebenfalls ein Stück vom Hähnchen und war auch sofort begeistert. Es hat ihr richtig gut geschmeckt.

Doch sie würde sich so ein Hähnchen vermutlich nie selbst bestellen. Die 269 Baht wären ihr einfach zu viel Geld. Wobei ich ehrlich sagen muss, selbst wenn sie es bestellen würde, wäre es für sie ohnehin viel zu viel. Wahrscheinlich würde sie höchstens ein Viertel davon essen und den Rest über drei oder vier Tage verteilt aufbrauchen.

Wie ich später bezahlt hatte, habe ich gesehen das Torti nur 270 Baht für das Hähnchen berechnet hatte.

Nach dem Essen sagte Sweetie dann zu mir, ob es für mich in Ordnung wäre, wenn sie schon einmal zurück zum Haus fährt. Sie wollte das Packen noch in Ruhe fertig machen, damit für den Abend alles erledigt ist und wir am nächsten Morgen keinen Stress mehr haben. Ich könne ja ruhig noch etwas am Stammtisch bleiben.

Also gesagt, getan.

Sweetie machte sich auf den Heimweg und ich blieb noch eine Weile sitzen. Wir unterhielten uns weiter über Gott und die Welt und die Zeit verging wie im Flug.

Gegen halb zehn brach die Runde dann langsam auf. Einige wollten noch in die Walking Street, da sie erst an diesem Tag angekommen waren. Tori war ebenfalls müde und die etwas älteren Herrschaften hatten sich ohnehin schon früher verabschiedet.

Ich setzte mich anschließend noch an die Bar, wo bereits ein Deutscher mit seiner thailändischen Frau saß. Außerdem waren noch zwei Bedienungen von Tori dort. Wir unterhielten uns wirklich gut, auch mit den beiden Mädels hinter der Theke. Es wurde viel gelacht und die Stimmung war ausgesprochen locker.

So kam es dann auch, dass ich mir noch drei Whisky-Cola gönnte.

Sweetie hatte sich natürlich gemeldet, als sie zu Hause angekommen war. Zwischendurch rief sie mich sogar noch zwei weitere Male an und fragte, wann ich ungefähr nach Hause komme.

Mittlerweile war es schon deutlich nach 22 Uhr. Also bestellte ich mir ein Motorradtaxi und fuhr ebenfalls zurück.

Als ich am Haus ankam, war Sweetie mit dem Packen bereits fertig. Gemeinsam gingen wir noch einmal alle Schränke, Schubladen und Ecken durch, um wirklich sicherzugehen, dass wir nichts vergessen hatten.

Danach ging es gemeinsam unter die Dusche.

Ich glaube, in diesem Moment wurde uns beiden so richtig bewusst, dass dies vorerst unsere letzte gemeinsame Nacht sein würde.

Wir blieben deshalb noch lange wach, redeten viel und genossen einfach die gemeinsame Zeit. Geschlafen haben wir letztendlich erst gegen halb drei.

Um sieben Uhr waren wir allerdings schon wieder wach.

Doch dazu mehr im nächsten Abschnitt, wenn es um den Montag und damit um den letzten Tag dieser Reise geht.

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