Pattaya Sweet Home Pattaya

Chinesische Filmemacher

12.1.20 – Yeah, ich habe Anns Telefonnummer, hat sie mir auf eine Serviette geschrieben. Heute 17 Uhr soll ich sie anrufen, dann hat sie Feierabend. Das ist eine gute Zeit, dann gehen wir essen und planen unsere Zukunft. Nein, Quatsch …

Gestern: Wo dumme Musik laut gehört wird, sind dumme Menschen, die schreien, weil die Musik laut ist. Nebenan sind Inder eingezogen. Entweder sie waren früh müde oder mir gnädig, um 22:30 war Schluss mit dem Lärm.


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Du musst mal hübsch gewesen sein, bist es immer noch. Was ist passiert? Wie war dein Leben? Was machst du jetzt? Hast du keine Wohnung? Danke fürs Foto, waren denn 20 Bath okay? Hätte ich ihr gesagt, könnte ich Thai.

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Die drei haben eine Filmszene gedreht. Sie tanzt wild und sexy zur Musik aus dem Smartphone. Ihren Hut hat sie vorher in den Sand gelegt, damit er ihr nicht vom Kopf fliegt. Das missversteht einer, der zufällig des Weges kommt und legt Geld in den Hut. Ich habe dann mitgeholfen und einen zweiten zufällig-des-Weges-Kommenden gespielt. Zweimal haben sie das mit mir gedreht. Habe von den dreien sogar eine Flasche Wasser als Lohn bekommen. Da sie nicht wie üblich aus der Augenperspektive aufgenommen haben, sah das Ergebnis recht gut aus. Obs echte chinesische Filmemacher waren? Ich hätte das Phone aber quer gehalten, dann hätte man mich von hinten näher kommen sehen, bei ihr stehen bleiben usw. So war ich nur zur Hälfte kurz im Bild.


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Gestern Abend: Wo soll ich mal essen? Mein Stammtisch isst gerne in Naklua in einem deutschen Restaurant. Gucken kann ich ja mal, aber unterwegs erst mal Nudelsuppe für 40 Bath an der Second Road gegessen. Danach im BonCafé (Deutsch) für 150 Bath Kaffee und Apfelkuchen verspeist. Köstlich. Könnte ein wiederholbares Konzept werden: erst Nudelsuppe, dann Apfelkuchen. Jemand zum Anquatschen in Reichweite?

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Na klar, Siegfried saß am Nebentisch. 76 und hat in Afrika, Südamerika und Asien gearbeitet, war schon 1973 in Thailand. War gut mit ihm. Er ließ mich sogar ausreden. Auf der Rückfahrt die Soi 33 durchfahren. Da drin liegt das deutsche Restaurant meines Stammtisches. Die ganze Straße ist in deutscher Hand: Golden Orchidee, Bei Gerhard, Hirschgarten, Leckerle … Da saßen sie alle und schauten mich grimmig an, wie gewohnt aus Deutschland. Nee, da esse ich nicht, das ist mir zu sauber da.
 
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Gauner 🏴‍☠️

13.1.20 – Gestern Ann angerufen, aber sie ging nicht ran, ihr Phone war dann sogar ausgeschaltet, und heute hat sie sich anscheinend vor mir versteckt im Central, war jedenfalls nicht da. Schade.

Beim Abendessen. Die beiden sind aus München. Er hat für Siemens in Ostasien gearbeitet. Der thailändische Strom werde komplett in Atomkraftwerken deutscher Herkunft erzeugt, die sichersten der Welt. Ansonsten scheint die Welt für die beiden weniger sicher zu sein. Überall Betrüger und Gauner.


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Wenn ich ein Mädchen von der Beach mitnehme, schleicht ihr Freund hinterher, sagte er, der wisse dann, wo ich wohne, und haut mich zusammen, falls … Am schlimmsten seien die dran, die mit einer Thai verheiratet sind. Die Frau erpresst ihn, und sobald er sein gesamtes Vermögen verloren hat, verlässt sie ihn. Wo wohnen sie in Pattaya? In beschaulicher Umgebung, weit weg vom Trubel? Nein, in einem Hotel in der Soi 8, als suchten sie danach, ihre Weltsicht auch immer in nächster Umgebung betätigt zu finden.

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Wenn man hier aufwächst kriegt man einen anderen Eindruck von der Welt als Kinder in Deutschland, nehme ich an. Einen anderen als meine beiden Bayern.

Nachrichten aus Thailand: „14 Provinzen des Landes sind betroffen und in Trockenheit. Eine neue Situation seit 40 Jahren für das südostasiatische Land. So sehr, dass Premierminister Prayut chan-O-cha seine Landsleute aufgefordert hat, weniger lange zu duschen. Landwirte, die in der Nähe des Chao Phraya Flusses arbeiten, haben auch den Anbau von Reis außerhalb der Saison zu stoppen. Die wichtigsten Tanks des Landes sind trocken.“

Das dachte ich mir, es ist auffallend trocken. Ich beteilige mich und dusche so selten wie möglich.
 
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Inzwischen alles anders: Morgen hat sie Day Off und will mich schon mittags treffen - alles wird gut! :)
 
200 Baht

14.1.20 – Wie schon geschrieben, Verkäuferin Ann sagte, sie sei am Sonntag zu müde gewesen, ich soll sie heute noch mal anrufen, wird also doch noch was mit uns.

Nach langer Zeit FB-Freund Paul mal wieder gesehen. Prima unterhalten beim Essen. Danach lud er mich auf ein Bier in eine Bar ein, in der es immer ruhig sei. Sie liegt genau an der Ecke Second Road / Central Road, also in einer recht belebten Gegend. Trotzdem sei da nie was los. Wir waren tatsächlich die einzigen Gäste, und ich dachte, wir werden uns in Ruhe weiter unterhalten können.

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Aber dann kam sie dazwischen. Da Paul wenig Interesse zeigte, machte sie sich über mich her, und mir wars recht. Ich glaube, sie hieß Prawn, jedenfalls irgendwas Fischiges. Wir saßen direkt an der Straße, von den Fußgängern nur durch eine schmale Brüstung getrennt. Während alle zuschauen konnten, griff sie mir in die Hose und holte ihn sogar mal kurz raus an die Luft. Da ging draußen sogar mal eine Gruppe Muslima vorbei, eine in Burka. Wir knutschten und sie zeigte uns ihre Brüste. War also recht lustig, habe ihr 200 Baht Tipp gegeben. Sie sagte, sie komme gerade zurück vom Heimaturlaub, habe noch kein Zimmer. Beinahe hätte ich ihr vorgeschlagen, bei mir zu wohnen. Aber ging alles gut.

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Und das ist Ami aus dem fernen Norden, irgendwo bei Chiang Mai. Sie habe 4 Kinder und verkauft selbst gemachten Schmuck in Pattaya. Sei kein guter Job, sagte sie. Solche Armbänder waren in der Hippie-Zeit Mode, heute trägt der Falang Tattoos. Ami war die erste, die meiner Einladung folgte und sich zu mir setzte und sich was zu trinken bestellte. Heute will sie wieder vorbei kommen.

Hatte nicht ernsthaft daran geglaubt, dass ich meinen Plan vom 2.1. ausführen würde: „Nur Essen, Massage mit Tiger und Stammtisch.“ Habe sogar die Massage abgebrochen. Nun nehme ich mir vor, den Plan auf die nächsten 40 Tage auszudehnen: Keine Mädels, keine Bars, keine Massage, nur schlafen, essen und gelegentlich Stammtisch. Wenn ich das schaffe, kann ich in den letzten 8 Tagen 200 € täglich ausgeben. Falls ich nicht vor Langeweile gestorben bin.
 
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Und wenn die beiden Ladys sich nicht gemocht hätten? Was ja schon mal vorkommen soll, nö? Dann wären beide verschwunden.
 
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Die Prawn schläft vorerst bei dir nur eine Nacht und am Tag sucht sie sich Kunden für die nächste Nacht und hat sie nix dann kommt sie fix.

So eine Abmachung hatte ich mal, war gut, geht aber nicht mit jeder gut, glaube ich.
 
Pluspunkte

15.1.20 – Gestern ein Forenmember aus dem TAF getroffen. Er ist etwa gleichaltrig und lebt schon lange in Thailand. Er lebt so, wie ich es auch für mich wünschte, vertrüge ich die Isaan-Hitze und hätte das nötige Kleingeld. War jedenfalls interessant, zum Beispiel Details erfahren über die thailändische Bestattung, worum ich mich ja nun bald mal kümmern sollte.
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Bon Café in Naklua ist okay, liegt aber direkt an der Hauptstraße, ist viel zu laut, und es stinkt fürchterlich. Gestern runter zur Wongamat Beach geradelt, und da hat es dieses Seafood-Restaurant mit bequemen Korbsesseln und Blick aufs Meer. Sie haben sogar richtigen Kaffee und Kuchen, fast wie im BonCafé. Leider stinkt es dort auch, nur nicht nach Abgasen, sondern nach Fisch.

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Fisch stinkt zwar nicht angenehmer als Autos, ist aber – nehme ich an – gesünder. Also Pluspunkt. Ich durfte sogar meine Beine unterm Tisch ausstrecken und die nackten Füße auf die Ablage legen. Habe den Kellner vorher gefragt, ob ich das tun darf. Zweiter Pluspunkt, da gehe ich öfter hin zum Abhängen (tue ja eh nichts anderes).
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Aber ich bin in Thailand, so beschaulich konnte es nicht bleiben. Plötzlich ging das Licht aus und ein Höllenlärm setzte ein, nämlich das, was Thais Musik nennen. Ob das gesünder ist als Straßenlärm, weiß ich nicht, auf keinen Fall angenehmer. Es war die Begleitung für einen Feuerkünstler. „Checkbin please“, ich wollte sowieso gerade gehen.


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Danach zum dritten Mal Manicure machen lassen und den Ladys bei der Schultermassage zugeschaut. In der Nacht im Restaurant ein paar Chinesen angequatscht:

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Schöner Tag gewesen, vielen Dank an alle, die dazu beitrugen.
 
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Warum nicht ans Mittelmeer?

16.1.20 – Gestern mit Ann vorm Starbucks verabredet, und sie kam nicht. Habe sie vorher immerhin einmal kurz in Straßenklamotten gesehen, bisher nur im schwarzen Central-Arbeits-Kostüm. Sie ist viel hübscher als ich dachte. Vielleicht Morgen, sagte sie. Ich vermute, sie möchte es machen, aber hat Angst.

Ich hätte ihr sagen wollen, wie viel ich bereit bin zu zahlen …


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Hoteleingang in der Soi Honey. Vielleicht wusste er nicht, dass die Drinks for Free auch Alkohol enthalten? Was er wohl gegessen hat? Könnte Phad Thai gewesen sein.

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Ich habe einen Waldorfsalat gegessen. Ist drin geblieben.

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Wo bin ich? Unter Chinesen. Machen die das normalerweise auf Restauranttoiletten? Es ist ungewöhnlich, aber was spricht dagegen, die Füße im Sink zu waschen? Da sollte man schon eher verbieten, was der machte, der neben mir stand: Der ließ sein Zipfelchen übers Urinal baumeln und tippte beim Pinkeln auf seinem Smartphone herum. Vielleicht machte er auch Fotos. Viel war da aber nicht zu sehen. Ich werde ein entsprechendes Verbotsschild entwerfen.

Ich war wieder auf der Wongamat Beach, da, wo Touristenfamilien sich rumtreiben. Ich wollte gute Luft und Ruhe. Es war wie überall an Stränden mit Badeurlaubern, sie treten in Schwärmen auf und machen Lärm. Ich saß relaxed mitten drin, die Beine hoch gelegt, und um mich herum summte es Chinesisch. Kein Problem. Bis mich die Kellner umsetzen wollten, irgendwo nach hinten. Da bin ich gegangen. Nein, ich war nicht sauer, selber schuld. Idylle findet man nicht in Pattaya, dafür wäre ich besser und billiger ans Mittelmeer geflogen.


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Im Benjamit. Der Bauch sieht so mächtig aus, weil der Fotograf ein extremes Weitwinkel verwendete. Ich habe schon einiges abgenommen – glaube ich.
 
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