Intro – 15.04.16 – Teil 2
In Dubai gegen 19:30 Uhr Ortszeit angekommen, machte ich erst einmal das Gate für den Anschlussflug nach Bangkok ausfindig. Dieser Flug würde in die Nacht gehen, so das ich am nächsten Morgen (hoffentlich) gut ausgeschlafen den Tag beginnen konnte.
Laut Flugplan hatte ich 3,5 Stunden Aufenthalt, daher der Pilot es auf dem Hinflug von München nach Dubai offensichtlich eilig hatte und wir eine Stunde früher ankamen als geplant, standen nun 4,5 Stunden Aufenthalt auf dem Tacho.
Jetzt kam
@borat große Stunde: in den Planungen zu dem Trip nach Pattaya stand unter anderem auch der Aufenthalt in Dubai an. Ich fragte im SHG Chat an, wieviel Euro man mindestens dort umtauschen muss, daher ich mir einen kleinen Zwischensnack sowohl jetzt als auch zum Rückflug gönnen wollte. Jeder kam mit der Argumentation, das man dort auch bei Mc Donalds mit Kreditkarte zahlen könnte und Geld umtauschen unwirtschaftlich wäre.
Ich wusste aber nicht, in wie fern ich meine Kreditkarte belasten würde: ich hatte ein vorgesetztes Urlaubsbudget und das wollte ich nicht noch mehr unnötig angreifen. Zudem kam der Tipp von borat, das wenn man über vier Stunden Aufenthalt in Dubai hätte, man sich am Emirates Schalter einen Gratis Essensgutschein abholen könnte.
Ich ging also zum besagten Checkpoint und sprach die Dame hinter dem Tresen an: ein Freund, kennt einen Freund von dem Onkel und dessen Freund der Bruder hat gesagt, das wenn er länger als vier Stunden Aufenthalt in Dubai hätte man hier gratis Essensgutscheine abgreifen könnte. Deswegen wollte ich mal anfragen, wie es denn mit einem Essensgutschein für mich aussieht.
Die Dame sitzend schaute lächelnd zu mir nach oben, kniff ihre Äuglein zusammen und fragte: „do you really stay here for over four hours?“ Och menno, die war so süß: die konnte ich doch nicht anlügen. Zudem hat mich meine Körpersprache gleich entlarvt, das ich hier keine vier Stunden absitzen werde und das hat sie natürlich geschnallt. Ich gab grinsend zu Protokoll, das ich jetzt nicht die vollen vier Stunden in Dubai bleibe, aber unser Pilot auf dem Hinflug über eine Stunde reingeholt hat und technisch gesehen ich ja doch die vier Stunden knacke.
Jetzt wollte sie meine Flugtickets sehen und erklärte mir anhand den Zeiten, das ich offiziell unter den vier Stunden bleibe. Mit einem „sorry i can´t help you“ vermittelte sie mir charmanterweise, das ich hier jetzt mal langsam meinen Abgang antreten sollte. Ich zog nochmal alle Register,zog eine Schnute und schmollte ihr ein „okay thank you anyhow and have a nice day“ entgegen. Die blieb aber eiskalt im lächelnden „keinen Essensgutschein für Franke“ Modus und ich kassierte meinen ersten (und ich will nicht zuviel verraten, aber es war auch der letzte) Korb in diesem Urlaub.
Plan B griff zur Tagesordnung über und ich wedelte mit einem 20 €uro Schein vor der Wechselstube. Zehn Euro für den Hinweg, zehn Euro für den Rückweg: so die Theorie. Ich fragte höflicherweise, ob man so einen kleinen Betrag auch umtauschen könnte und für die 20 €uro bekam ich 74 $. Die Bearbeitungsgebühr lag bei 2 Euro. Wenn ich mit der Kreditkarte (DKB) zahlen würde, zahle ich pro Auslandseinsatz 1,75% von dem abgebuchten Betrag und das sind cent Beträge, sprich war das hier schonmal ein Draufzahlgeschäft, allerdings wie bereits oben erwähnt ich die Kreditkarte nicht unnötig belasten wollte. Ich gönnte mir von Mc Donalds ein Bigmac Menü mit einer großen Coke für 32 $ sprich 7,75 €uro und sah zu den deutschen Preisen wirklich keinen großartigen Unterschied.
Danach ging ich via Smartphone online. Erster Schock: ich konnte nur eine Stunde im I-Net verweilen, also nutzte ich die Zeit sinvoll und loggte mich in der SHG Line Gruppe ein. In Line eingeloggt ballerten mir die Nachrichten von
@talueng nur so entgegen, den nun kam der zweite Schock: sein Flug wurde gecancelt!
Ursprünglich war geplant, das
@eddie11 @sanuk61 @talueng und meine Wenigkeit an ein und dem selben Tag in Bangkok am Flughafen im Abstand von 1,5 Stunden eintreffen und uns ein Taxi teilen, wie es dem „Prolog“ zu entnehmen ist.
@sanuk61 startete aufgrund terminlicher Verpflichtungen früher,
@talueng Flug wurde nun gecancelt, der aber nur sechs Stunden später als ich eintreffen würde, also blieben nur
@eddie11 und ich übrig.
Aufgrund der vielen Personen und Gepäckstücke empfohl uns Janie´s Taxiservice, einen Van zu mieten wo der Kostenpunkt bei 1500 Baht lag. Dieser war nun nicht mehr nötig und ich textete Janie zu, das wir nun doch auf einen normalen PKW für 1200 Baht zurück greifen werden. Parallel dazu schrieb ich
@eddie11 eine Message, das wir uns beim „true move“ Schalter (dort wo SIM Karten für das Smartphone verkauft werden) am Bangkok Flughafen treffen werden, der gerade unterwegs in Abu Dhabi verweilte.
Weder die eine, noch der andere meldete sich: den einzigsten, den ich online hatte war
@talueng der mich verzweifelt versuchte anzurufen, ich ihn zwar perfekt hörte, aber er mich nicht. So entschieden wir uns Sprachnachrichten zu senden und ich ihn bat, auch nochmal Janie wegen dem Vorfall anzuschreiben: meine Stunde Internetz war weg und daher alle Unklarheiten beseitigt waren, ging ich zum Boarding über.
Am Gate sah ich viele junge Menschen: es war nicht dieser übliche Sex-Tourismus-Pöbel mit dem man sonst kurz vor Abflug konfrontiert wird, sondern es lag wirklich eine Festival Stimmung wie eben die von Songkran, in der Luft. Eine Gruppe Engländer unterhielt sich etwas lautstark mit einem Australier: es lag eine gewisse „Fröhlichkeit“ im Raum, die man nur sonst von diesem Volk im alkoholisierten Zustand kennt: jeder im Umkreis einschliesslich ich musterte die Gruppe und grinste sich eins.
„Not your kind of people, hä?“ fragte mich ein Afroamerikaner, der direkt neben mir stand und mich sah, während ich die Unterhaltung des englisch-australischen Geschwader verfolgte. „Definitely not“ antwortete ich schockiert und bemerkte, das von solchen Leuten kein anderes Verhalten erwartet wird. Er kam aus Washington D.C. und daher ich schon ziemlich oft in den Staaten war, hatten wir auch gleich einen netten Smalltalk, der darin endete das wir uns einen schönen Trip wünschten.
In meinem Abteil angekommen, welche die viertletzte Reihe des Flugzeugs war, gab es wieder eine dreier Reihe für mich: ich saß allerdings aussen am Gang und sah mich um. Von zwanzig Leuten die hinten mit mir saßen, war ich der älteste und neben mir ein junges Pärchen aus Leicester, England. Ich kam mit der jungen Dame davon auch ziemlich schnell ins Gespräch, weil sie sich irgendwie bei jedem vorstellen musste, der vor ihr, hinter ihr oder neben ihr saß und für die es ganz wichtig war, das es vollkommen in Ordnung geht, wenn sie mit ihrem Sitz hinter geht, als auch den Vordermann nochmal drauf hinzuweisen, das er gerne nach hinten rutschen dürfte.
Sie war ziemlich hyperaktiv und meinte zu mir, das wenn sie zum schnarchen anfängt (wir würden ja nun einen Nachtflug haben) ich sie gerne aufwecken könnte. Ich sagte, das wenn sie zum schnarchen anfängt, ich ihr einfach das Kissen auf das Gesicht drücke, bis sie nicht mehr schnarcht. Sie lachte und meinte, das ihr Freund das immer macht und ich dachte, das der Witz wohl nicht ganz angekommen ist.
Wie dem auch sei, füllten wir nach dem Start gemeinsam unser Urlaubsvisum aus. Während des Fluges wurde üblicherweise Essen serviert, aber nicht etwa Frühstück sondern genau dieselbe Mahlzeit, die ich schon auf den Hinflug von München nach Dubai hatte. Ich dankte artig bei der Sterwardess ab, das ich keinen großen Hunger hätte (auf ein Früstück hatte ich Bock, auf dem Mampf von Mittag mit Omilein weniger) die mich drauf hinwies, das wenn ich jetzt nichts esse, es später auch nichts mehr geben wird.
Das bejahte ich und schluckte meine Schlaftabletten: zwei von der Sorte „Lorazepam“ nachdem „Noctamid“ bei mir leider nicht einschlagen. Parallel dazu setzte ich meine schalldichten Kopfhörer auf, die man vom Strassenbau kennt und ich mir über Amazon gekauft habe: ich hatte nun die absolute Ruhe und Entspannung. Zwar konnte ich wegen der unbequemen Sitzposition nicht einschlafen, aber kam zum Landeanflug auf Bangkok am Samstag, den 16.04. um 07:30 Uhr frisch gestärkt und motiviert ziemlich schnell in die Gänge.