Thailand Bangkok, Chiang Mai, Loei, Pattaya – and I'm getting older (na so was!)

Pattaya – 3.Tag

„Klein-Cavigliano“ hat anscheinend etwas nachzuholen, denn ich bin am frühen Morgen ziemlich horny. Thaya ist zwar noch etwas verpennt („want sleep“), aber ich lecke sie einfach mitleidlos ….

Danach pennen wir wieder ein bisschen. Als ich aufwache, liegt sie in meinen Armen. Ich betrachte sie und entscheide, sie für die beiden nächsten Nächte zu buchen und heute in ihrer Bar die 600 Baht zu zahlen. Als sie aufwacht, teile ich ihr dies mit und frage sie pro forma, ob sie damit einverstanden sei. Natürlich! Dann kläre ich kurz das Finanzielle, indem ich ihr mitteile, dass ich gedenke, ihr jeden Morgen eine Aufwandsentschädigung von 2000 Baht für die Nacht zu zahlen. Damit ist sie sehr einverstanden. Ich bin sicher, sie hätte auch 1500 Baht akzeptiert, aber meine Devise ist, dass jede(r) glücklich werden soll.

Nach dem Aufstehen kümmert sie sich ungefragt um den Room (Bettenmachen, Gläser spülen, nach meinen Klamotten sehen). Gutes, klassisches take care!

Auf der Hotel-Terrasse frühstücken wir zusammen und werden dabei von den Tischnachbarn (etwas ältere „Pattaya-Haudegen“ mit ihren Girls) neugierig beäugt.

Thaya hat noch etwas zu erledigen und will auch noch ein bisschen schlafen (die Lieblingsbeschäftigung der Girls, wie mir scheint). Ich habe gar nichts dagegen, denn ich brauche auch immer meine Freiräume. Wir tauschen unsere Telefonnummern und verabreden uns für 17:30 Uhr in ihrer Bar.

Mein Vorschlag, dann den Beergarden zu besuchen, begeistert sie nicht. Sie meint, dort wäre es abends „too crowded“, das Publikum auch nicht so doll, und vor allem würden sie dort immer die Moskitos stechen. Sie schlägt die Terrasse vom Royal Garden Plaza vor, da sei es sehr viel angenehmer, und man habe auch eine tolle Sicht auf die Bucht. Da war ich noch nie, also bin ich einverstanden.

In ihrer Bar zahle ich dann die Barfine, LD + Chang und Tschüß.

Die Terrasse ist wirklich klasse. Tolle Aussicht, gepflegtes Publikum, eine angenehme Brise weht. Man kann sich im Gebäude-Inneren im Edel-Food-Court etwas bestellen, das Essen ist nicht gerade billig (wir nehmen gemeinsam eine Fischplatte), aber für die Lage und Qualität auch keineswegs überteuert.

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Der Sonnenuntergang ist heute prächtig.

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Eine kleine Thaya-Fotosession gibt es auch.


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Wir unterhalten uns auch ein bisschen über Locations in Pattaya. Für ihre erst einjährige „Verweildauer“ in Pattaya hat sie schon geradezu verdächtig viele Erfahrungen in edlen Bars, Food-Courts, Hotels etc. gesammelt. Sie meint, da habe sie auch wirklich Glück. Sie werde oft von etwas älteren Customern ausgelöst, die einen gewissen Anspruch hätten und sie dann in die edleren Locations und manchmal auch auf eine Insel einladen würden. Von ihren jüngeren Kolleginnen werde sie dafür auch immer etwas beneidet.

Lachend meint sie, dass sie aber immer noch nicht die Rooftop-Bar im Hilton Hotel besucht habe. Das sei ja ganz schrecklich, entgegne ich, das müsse man doch unbedingt morgen Abend nachholen.

Wir bleiben noch lange auf der Terrasse.

Beim Rückweg führt sie mich an diesem „Ripley-Museum“ vorbei, meinen Arm dabei fest umklammernd. Sie gehe normalerweise anders herum, um gar nicht erst in die Nähe zu geraten. Ich muss jetzt wirklich herzlich lachen. Das Museum ist so eine Art „Kirmes-Geisterbahn“, vor der ich mich als 8-Jähriger zuletzt gegruselt habe.

„Okay, let´s go inside“. „No, no, no“- sie würde draußen warten.

Derweil schleicht sich einer dieser Museums-Clowns an sie heran. Bevor ich sie warnen kann, steht er auch schon bei ihr - und sie springt quietschend an mir hoch. Mein Gott, die Ärmste ist ja wirklich schreckhaft. Ich lege meinen Arm fest um sie und gebe ihr Geleitschutz.

Wir fahren dann in mein Hotel zurück.


Beim folgenden „Matratzensport“ ist sie wesentlich aktiver als gestern, zeigt ordentlich Temperament.

Da habe ich ja mal eine gute Wahl getroffen!
 
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Pattaya – 4.Tag

Nach dem Frühsport gehen wir auf dem Wochenmarkt etwas essen.

Dann lasse ich mich wieder durchkneten.

Ich fahre danach mit einem Bikertaxi zum Schwimmen an den Cozy Beach.

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Als die Flut einsetzt, schwimme ich sehr weit raus und begegne dort einer jungen Russin. Sie lacht, sie hat genauso wie ich nicht damit gerechnet, hier überhaupt jemanden anzutreffen.

Sie fragt mich, ob ich mit Partnerin verreise. „No“. Sie hingegen schon. Ihr Mann liege jetzt wie jeden Tag am Strand und trinke (Alkohol). Bei so einer hübschen Frau müsse das ja wohl ein ziemlicher Trottel sein, entgegne ich (ja, ja, ich alter Schleimer, ich kann es einfach nicht lassen!). Sie lacht und meint, das sei er auch, sie sollte sich wohl einen neuen Mann suchen. Wir schwimmen gemeinsam zurück.

Wieder an Land stelle ich fest, dass ich mir einen ordentlichen Sonnenbrand zugezogen habe. Es ist heute bedeckt, daher habe ich mich vor dem zweiten Schwimmgang nicht wieder eingecremt. Das war ein Fehler!

Also zurück ins Hotel und kühlende Creme aufgetragen.

Thaya und ich haben uns für 17:30 Uhr am Central Festival verabredet. Ich verspäte mich ein bisschen, sie ist schon ganz aufgeregt, will unbedingt den Sonnenuntergang in der Rooftop-Bar des Hilton Hotels sehen. Als wir oben sind, ist sie erst mal etwas enttäuscht - die Sonne ist nämlich gar nicht zu sehen, es ist zu bedeckt. Mir ist das egal.

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Es ist Happy Hour, ich bestelle für uns beide jeweils einen Mojito für zusammen 330 Baht. Das ist wirklich nicht teuer.

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Ich muss sie überreden, mal ans Geländer zu gehen, da werde ihr schwindelig, sagt sie.

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Sie schnappt sich dann meine Kamera und macht von mir (und meinem Sonnenbrand) ein Foto. Beim Betrachten meint sie, das solle ich einer zukünftigen Freundin in Germany am besten nicht zeigen. Diese könne nämlich auf die Idee kommen, ich sei an dem Abend nicht alleine gewesen …...
:lach:

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Als es Nacht wird, funkelt Pattaya im Lichterglanz.

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Ich will jetzt gute Live-Musik hören, sie schlägt das „Rolling Live“ in der Soi 8 vor.

Die Band ist ziemlich gut und spielt zuerst westliche Rockmusik. Nach 22.00 Uhr erfolgt ein Wechsel, und danach wird Isaan-Mucke gespielt. Jetzt dreht die Band erst richtig auf.

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Ein ziemlich populärer Hit, der gerade gespielt wird, stamme von einer Band aus Loei meint sie (ich habe ihr von meiner Tour erzählt). Mir fällt Nid wieder ein ....

Wir bleiben noch bis nach Mitternacht, dann fahren wir wieder in mein Hotel. Same procedure ..
 
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.....Die kleine denkt sich sicher einiges, wenn sie sieht wie so "alte farangs" die Tour meistern:shock::bravo:

Um noch mal auf "die Kleine" zurück zu kommen: Ja, sie hat sich sicher so einiges gedacht. Als ich von ihrem Obstteller naschen durfte, fand sie mich, glaube ich, irgendwie ganz "putzig" und war bereit, mich unter ihre Fittiche zu nehmen. Als ich ihr dann mitteilte, dass ich die Tour an einem Tag gehen würde und mich daher ein bisschen beeilen müsse, hat sie mich mit ganz runden Augen angeschaut. Das Posieren auf dem Gipfel war dann wohl so eine Art zu zeigen: "Heh, ich bin genauso cool wie Du und könnte das auch schaffen". Echt lustig, diese kleinen Spiele ...
 
Ich bin ja, wie vielleicht einige hier wissen, der "Turbo-Schreiber", und hasse es, wochenlang an irgend etwas herum zu basteln. Daher komme ich jetzt zum Finish.

Pattaya – 5.Tag

Nach dem morgendlichen „Durchgang“ schläft Thaya auf meinem Bauch, und ich überlege, was ich nach ihrem Auschecken heute so bis zu meiner Abreise mache.

Der Flieger startet in der Nacht auf den Sonntag um 02:10 Uhr. Ich muss noch ein Taxi organisieren. Im Hotel wollen sie für die Fahrt 1500 Baht, das ist mir zu teuer.

Soll ich vielleicht mal der „Soi Franke“ meine Referenz erweisen?

Thaya macht meinen Plänen jedoch einen „Strich durch die Rechnung“. Sie bittet mich nämlich, bis zu meiner Abreise bei mir bleiben zu dürfen, sie wolle dafür auch kein Geld. Ich schaue sie fragend an. Sie erklärt mir, das es ihr manchmal, wenn sie mit einem Customer einige Tage zusammen gewesen sei, schwer falle, sofort wieder in der Bar anzufangen, dort Männer anzufassen und sich anfassen zu lassen. Sie löse sich dann selber aus und bleibe noch beim Customer bis zu seiner Abreise. Verlieben würde sie sich niemals, aber es seien eben manchmal auch Gefühle im Spiel …

Es wirkt ehrlich, wie sie es sagt. Ich erkläre mich einverstanden. Die Barfine übernehme ich, keine Diskussion!

Ich begleite sie zu ihrem Room auf der Second Road. Da gibt es auch einige Taxistände, wo ich für 1000 Baht die Fahrt zum Flughafen buchen kann.

Den Room darf ich nicht sehen. Eine Mitbewohnerin schlafe jetzt dort, und es sehe gewiss wieder total unaufgeräumt aus. Da führe sie einen ständigen, vergeblichen Kampf. Die jungen Dinger würden sich auch immer wieder neue Sachen kaufen und damit den Room verstopfen. Sie sage ihnen oft, bringt das Geld zur Bank, anstatt es zu verplempern. Hopeless!

Ich organisiere mir die Taxifahrt zum Flughafen und hole Thaya um 14:00 Uhr wieder ab. Diesmal darf ich den Room sehen. Sie ist alleine und hat aufgeräumt. Der Room ist klein, hat aber ein eigenes Bad und eine Klimaanlage. Es stehen nur zwei Betten im Raum. Sie meint, es sei ohnehin immer mindestens ein Girl abwesend, und für den Fall der Fälle haben sie noch eine kleine, aufgerollte Matratze. Wie meine früheren Studentenbuden, denke ich.

In ihrer Bar zahle ich die Barfine. Thaya schnappt sich dabei aus ihrem LD-Becher einige Zettel, um sie einzulösen. Sie ist offenkundig gut im Geschäft. Er ist nämlich proppenvoll. Interessant, dass die Becher einfach so nebeneinander herum stehen. Die Girls scheinen sich zu vertrauen.

Wir gehen zum Essen in die „Market Hall““. Die kennt sie nicht. Kein Wunder, sage ich zu ihr, wenn du immer nur in Luxus-Restaurants verkehrst. Sie lacht.

Dort schwelgen wir dann in mehreren Fischgerichten.

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Thaya ist begeistert, auch vom tollen Preis-Leistungs-Verhältnis (der ganze Kram hat inklusive Getränke keine 500 Baht gekostet). Da will sie jetzt öfter hingehen.

Dann gönne ich uns beiden eine Massage-Einheit. Dabei werde ich von einem grimmigen Ladyboy durchaus fachgerecht durchgeknetet. Thaya fragt mich hinterher, er habe doch hoffentlich „alles dran gelassen“? Haha …...

Wir dösen und schmusen dann in meinem Room etwas herum und zappen uns später durch die Kanäle.

Thaya macht mich auf einen speziellen Nachrichtenkanal aufmerksam. Da gibt es die „wöchentlichen Kuriositäten“. Neben grässlichen Unfällen werden die „besonders dümmsten Bankräuber“ etc. gezeigt. Zum Schluss der Höhepunkt: das Sozialverhalten chinesischer Touristen. 3 Clips, einer besser als der andere, wie die Chinesen über ein Buffet herfallen. Heuschrecken sind nichts dagegen.

Der letzte Clip wird, auch in Zeitlupe, immer wieder gezeigt. Ich wälze mich vor Lachen hin und her. Ein Kellner jongliert mit einem großen Teller voller Obststücke. Sofort ist er von einer Horde Chinesen umringt, die sich mit der bloßen Hand die Stücke schnappen. Das Ganze dauert exakt 3-4 Sekunden. Es ist dann nur noch ein kleines Stück übrig. Da erscheint eine Hand und schnappt sich auch dieses Teil. Unfassbar!

Irgendwann frage ich sie nach ihrem guten Englisch. Sie meint, dass sie zur Entspannung gerne englischsprachige Nachrichtenkanäle und Dokumentationen sehe. Die ihr nicht bekannten Wörter schlage sie dann immer in einem Wörterbuch nach. Interessant, daher der Wortschatz. Sie lerne auch manchmal Vokabeln „einfach so“, auch da könne sie gut entspannen. All das helfe ihr, nicht allzu viel über ihr Leben nachdenken zu müssen, z. B. darüber, warum sie keinen Mann habe, während eine Schulfreundin von ihr in Khorat glücklich mit einem Farang verheiratet sei ….. Ich sage dazu nichts.

Thaya fragt mich, ob ich von dem Attentat in Brüssel gehört habe, was denn da in Europa jetzt immer los sei. Brüssel, häh? Ich bin aus Prinzip bisher den „Nachrichten“ aus dem Wege gegangen, und zwar aus Gründen geistiger Hygiene. Ich schaue jetzt mal kurz auf meinem Smartphone nach. Ach so, unsere „Freunde“ waren mal wieder am Werk.

Unvermittelt fragt sie mich, warum die Deutschen denn so viele Muslime aufnehmen würden. Sie ist ja wirklich gut informiert. Ich entgegne wahrheitsgemäß, dass ich keinen blassen Schimmer habe, warum unsere Regierung dies mache.

Bezüglich der Muslime gebe es in Thailand ein Sprichwort, meint sie sarkastisch grinsend. Ob ich es hören wolle.

Für irgendwelche Bosheiten bin ich immer zu haben. „Yes“.

Das folgende Originalzitat stelle ich hier ausschließlich aus dokumentarischen Gründen ein. Vom Inhalt distanziere ich mich hiermit aufrichtig, rückhaltlos und vollständig.

Es lautet: „Mulims are like vermin, they can hardly get rid of them“.

Ich muss lachen, gehe aber dem Thema nicht weiter nach.

Der Abend schreitet nun voran.

Thaya liegt auf meinem Schoß, döst ein bisschen vor sich hin.

Ich bin jetzt etwas melancholisch. Abschiedsschmerz ..... gewiss.

Verliebtheit, LKS oder so etwas ist nicht im Spiel, aber Thaya hat schon recht, es sind auch Gefühle dabei …...

Wir tauschen unsere e-mail-Adressen. Sie habe mal schlechte Erfahrungen mit einem Stalker-Customer gehabt, sie gebe sie daher nur wenigen.

Um 22.30 Uhr erscheint pünktlich mein Taxi. Eine flüchtige Umarmung, „take care“. Beim Losfahren blicke ich zurück. Thaya sitzt auf dem Motorbike der Taxi-Vermittlerin und winkt mir zu. Ich winke zurück.
 
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Der Rückflug

Schnell bin ich am Flughafen. Es ist zu dieser Uhrzeit ungewöhnlich viel los.

Beim Einchecken muss ich ewig am Schalter warten, irgendetwas ist wohl nicht okay. Dann soll ich zum Business-Schalter gehen. Der mondgesichtige Angestellte fuhrwerkt die ganze Zeit an seinem Rechner herum und telefoniert mehrmals. Ja was ist denn nun? Dann verkündet er mit trauriger Miene, dass mein Sitzplatz doppelt vergeben sei. Ob ich jetzt im Frachtraum Platz nehmen müsse, liegt mir auf der Zunge. Er kommt mir aber zuvor. Ich erhalte ein kostenloses upgrade in die Business-Class. Geht doch!

In der Immigration-Hall erwartet mich dann das blanke Chaos. Die Chinesen! Lärmend, drängelnd und fluchend toben sie den wenigen Schaltern entgegen. Schlangen sind eigentlich gar keine erkennbar. In der Horde erblicke ich einige wenige „Farang-Inseln“ mit verschreckten Gesichtern.

Ich checke erst mal die Lage und überlege mir einen günstigen „Einstieg“ (im „Hindurchquecksilbern“ bin ich wirklich spitze). Da erhalte ich einen Stoß in den Rücken, und an mir stürmt eine dreiköpfige „Matronen-Kampfgruppe“ vorbei. Ich begebe mich sofort in ihr „Kielwasser“ und komme zügig voran.

Irgendwann stockt der Vormarsch. Feindliche Gegenoffensive? Nein, es ist jetzt „Stellungskrieg“ mit einer zur äußersten Abwehr entschlossenen „gemischten Kampfgruppe“ angesagt.

Vorsichtig schleiche ich mich in die seitlichen Reihen hinein und hindurch.

Ein junge hübsche Lady blickt mich erstaunt an. Ich schenke ihr einen unschuldigen Blick aus meinen blauen Augen …

Ich bin jetzt nicht mehr weit vom Ziel entfernt und ziehe an einer hornbebrillten Chinesin vorbei. Sie blickt mich ganz empört an, schnappt nach Luft und ehe ich mir jetzt irgendein „Mandarin/Apfelsin“ oder sonst was anhören muss, „umarme“ ich sie freundlich. Hi, my name is Cavigliano. How are you? What´s your name? .....Ähmm my name …. and where do you … nice ….. blabla, und ich stehe am Schalter. Have a nice trip ….... und schwups, hindurch.

Das wäre geschafft.

Dann genieße ich die schnelle Abfertigung der Business-Class und mache es mir bequem.

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Champagner? Gerne, auch noch ein zweites Gläschen, hicks.

Beim Essen halte ich mich zurück, Es ist einfach zu spät dafür. Einige Scheiben Roastbeef, das reicht. Der Merlot ist etwas zu trocken, aber ich will jetzt wirklich nicht meckern. Ein bisschen Großmut kann man durchaus auch aufbringen, finde ich …...

Angenehme Nachtruhe - bis Abu Dhabi.

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Dort erlebe ich den „sozialen Absturz“: „Holzklasse“ Air Berlin.

Zur Strafe erhalte ich einen ungünstigen Mittelplatz, eingekeilt zwischen zwei muskelbepackten Sportskanonen (Germany und USA), die sich etwas zu breit machen wollen (bzw. objektiv auch sind). Nun gut, das „kleine Spiel der Gemeinheiten“ beginnt (z. B. vollkommen unabsichtliches Anstoßen, wenn einer der Herren gerade ein Nickerchen halten will). Die beiden Jungens sind nicht dumm und kapieren das Spiel recht schnell. Danach kommen wir alle gut miteinander aus.

Die Flugluft bekommt mir gar nicht gut, der Husten geht wieder los. In Düsseldorf angekommen, kommt auch noch Fieber dazu. War wohl doch alles ein bisschen viel für Cavigliano. Zum Glück erwische ich sofort den Regionalexpress nach Köln, dort schnell ins Taxi gestiegen und ab nach Hause. Da falle ich sofort ins Bett …

ENDE DER REISE

Danke fürs Mitlesen und Kommentieren!

Es folgt in dieser Woche noch ein kleines Fazit.
 
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Fazit

Es war eigentlich eine Reise ganz nach meinem Geschmack: ständiger Ortswechsel, anstrengende Touren, interessante, teils unerwartete Begegnungen und hübsche Girls.

Allerdings war das Ganze diesmal doch ein bisschen „oversized“. Wer ständig unterwegs ist, sich keine Pausen gönnt, stundenlang in brüllender Hitze herumläuft und dann noch den Anspruch hat, sich nächtens mit den Girls zu vergnügen, sollte schon eine wirklich gute Performance mitbringen, und die hatte ich (diesmal) nicht. Die Zeiten, wo ich morgens den Grand Canyon herunter marschierte, nachmittags dann wieder rauf marschierte, abends dann in eine 200 km entfernte Disse fuhr, um dort ein „US-Landei“ aufzureißen, sind nun einmal definitiv vorbei (schnief).

Das nächste Mal darf es also nach dem Motto gehen: „Weniger ist manchmal mehr“.

Ich werde dann auch wohlwollend in Erwägung ziehen, eventuell mal spontan eine kleine Plan-Änderung zuzulassen (was?
:jil:), z. B. eine süße Massage-Maus mit Käse-Pizza füttern und dann in mein Bettchen führen, anstatt mutwillig ein Freelancer-Biest aufzugabeln.

Es wird hier im Forum ja immer gesagt, man(n) solle „sich finden lassen“, und da ist schon etwas dran. Der Gelegenheiten sind da viele, auch und gerade außerhalb der „klassischen“ Locations, man muss sie nur erkennen (und natürlich auch nutzen!).

Traya hat mir übrigens am letzten Tag lachend erzählt, dass sie mich am ersten Abend mit grimmigem Gesichtsausdruck hätte herein marschieren sehen. Dem jungen Girl, bei der ich die Bestellung aufgab (kann mich gar nicht mehr an sie erinnern), habe sie dann gesagt, dass sie (Traya) mich besser gleich „übernehmen“ werde.

Zu den einzelnen Stationen:

Bangkok: ist sicher immer eine Reise wert. Ich liebe diese Stadt. Schon dieses unglaubliche Gefühl, wenn man erschöpft, schwitzend und leicht müffelnd, aber voller Vorfreude irgendwo aussteigt und einem der „heiße, feuchte Lappen“ ins Gesicht fährt …..

Chiang Mai: Wiederholungsgefahr = 0. Der alte Stadtkern ist sicherlich ganz nett, aber ich bin nun einmal kein „Tempelfetischist“. Die Stadt erscheint mir auch etwas „touristisch überfremdet“ zu sein, und mit einem Großteil der dort herum laufenden Touris (Baedeker-Besserwisser und verfilzte Backpacker) kann ich eh nichts anfangen.

Die angebotenen Touren in die Umgebung haben mich auch nicht interessiert (Tiger streicheln, Elefanten baden, sich auf irgendwelchen Körben am Seil durch den Dschungel ziehen lassen und so ein Krams). Hoffentlich verdient wenigsten die einheimische Bevölkerung ein bisschen daran.

Das Nightlife scheint mir in Chiang Mai auch nicht so dolle zu sein, wobei man sicherlich mit Geschick und Glück auch bessere Erfahrungen machen kann als ich an besagtem Abend.

Wer dort eine längere Zeit verbringt, wird das wahrscheinlich ganz anders sehen.

Loei: die positive Überraschung. Provinz im allerbesten Sinne. Sehr günstiges Preisniveau, die Leute aufgeschlossen, herzlich, keine Spur von „Farang-Abzocke“.

Die Stadt selber hat touristisch kaum etwas zu bieten, bietet sich aber als Ausgangspunkt für Exkursionen in die National Parks und andere Ziele an. Ein Mietwagen wäre empfehlenswert. In Loei selber sind die großen Verleiher (noch) nicht vertreten. Am Flughafen gibt es aber einen kleinen Verleih (1300 Baht inkl. Versicherung täglich). Alternativ käme Udon Thani in Frage, ist ja auch nicht so weit weg.

Was die Reisezeit angeht, sollte man gerade bei Loei aufpassen. März und April sind wirklich knackig heiß, wer dann in der Botanik herum läuft, sollte schon ein funktionierendes Herz-Kreislauf-System haben. Je nachdem, wie trocken der Winter war, "darf" man dann auch eine ganze Menge Staub schlucken.

Dezember und Januar können in Loei unangenehm kühl sein, dafür ist diese Provinz berüchtigt. Auf dem Gipfel des Phu Kradueng National Parks kann es dann auch richtig saukalt sein (das Bangkok-Girl hat mir ein Foto gezeigt, wo sie in eine dicke Winterjacke gehüllt mit Pudelmütze auf dem Gipfel stand!).

In der Regenzeit (Juni - September/Oktober) ist es in der Provinz Loei bestimmt wunderschön (sattgrün), aber etwaige Exkursionen dürften vermutlich so verlaufen wie die Herbstoffensive der deutschen Wehrmacht in Russland: stecken geblieben im Schlamm. Der Phu Kradueng National Park ist vom 01. Juni - 30. September übrigens geschlossen; zu gefährlich zum Kraxeln, und die Natur soll sich auch erholen.

Der Monat November könnte geeignet sein. Die Regenzeit ist vorbei, es ist aber noch schön grün und warm genug. Allerdings sollte man daran denken, dass die National Parks „Tigermücken-Gebiet“ sind (Dengue-Fieber, in Thailand ein zunehmendes Problem). Je feuchter das Klima ist, um so mehr Mücken sind unterwegs (logo).

Dann sollte man bei Exkursionen ein Anti-Mückenspray auftragen (nicht Autan-Tropic oder so etwas nehmen, das ist vollkommen wirkungslos). Laut dem Hamburger Tropeninstitut ist einzig ein DEET-haltiges Mittel (nicht das berüchtigte „DDT“) wirksam (kann man im Internet bestellen oder vor Ort kaufen).

Ich selber trug an jenem Tag übrigens trotz der Hitze mit Absicht eine lange Hose zum Schutz gegen die Mücken und hatte auch Spezialsocken an (das Mückenspray war natürlich auch zum Einsatz gekommen). Typisch Cavigliano! Hätte ich nämlich gar nicht machen müssen, es war so heiß, das hatte eh keine Mücke überlebt.

Vom Nightlife darf man in Loei nicht allzuviel erwarten. Die Beer Bar, die ich da gesehen habe, war ja eher abschreckend. Die Disse soll ganz gut sein, da war ich aber nicht drin.

Ob man in dem „Pub“ eine der hübschen Bedienungen auslösen kann, weiß ich nicht. Bei den Sängerinnen ginge es logischerweise erst nach „Dienstschluss“. Mein persönlicher Eindruck ist, dass da schon was geht, aber nicht nach dem klassischen Muster „Farang winkt mit dicker Brieftasche“. Mehr als vielleicht anderswo in Thailand wird dort der Grundsatz gelten „wer ficken will, muss freundlich sein“.

Für mich persönlich war die Begegnung mit Trang auch sehr aufschlussreich. Dass wirtschaftlich gut situierte Thai-Frauen ein Interesse daran haben können, mit einem seriösen Farang eine (dauerhafte) Beziehung einzugehen, war mir bis dahin nicht bekannt. Aber nach dem, was sie mir so über das „Geschlechterverhältnis“ dort berichtet hat, durchaus nachvollziehbar.

Pattaya: ist eben Pattaya. Man weiß, was man kriegt (und was nicht).

Ich kann mir vorstellen, dort auch einmal längere Zeit an einem Stück zu verbringen, es am Anfang dann so richtig „krachen“ zu lassen (jeden Abend ein anderes Girl, auch mal ein flotter Dreier etc. pp.), um dann in der zweiten Hälfte mit Thaya die „Zweisamkeit“ zu genießen. Sie möchte mit mir gerne mal nach Koh Samet fahren (da war sie schon, natürlich in einem Hotel der gehobenen Kategorie
::D: ). Sie sagt, dass sie schwimmen könne und ihr das Schnorcheln besonders Spaß mache (das Girl ist wirklich vielseitig). Was Thaya angeht, kann ich mir auch vorstellen, mit ihr einige Tage in Bangkok zu verbringen. Für die schicken Rooftop-Bars wäre sie sicherlich eine kongeniale Begleitern. Sie geht auch - sehr Thai-untypisch - gerne mal zu Fuß.

Alles in allem muss ich sagen, dass es zwar manchmal etwas (zu) anstrengend war, aber doch wieder sehr viel Spaß gemacht hat.

Ob ich mich an meine neuen „hehren“ Grundsätze halten werde, weiß ich nicht. Vielleicht bin ich ja bald wieder auf Google Maps unterwegs: „da könnte ich ja auch noch hinfahren, ist ja ziemlich in der Nähe, und dann... whow, der Abstecher nach …. also an dem Tag könnte ich doch auch noch …...“
:lach1:

Vielen Dank fürs Mitlesen und Kommentieren!

Und jedem Member wünsche ich natürlich viel Spaß bei seinem nächsten Trip!


(Und danach immer schön berichten, wir wollen ja schließlich alle was zu lachen haben.
:hehe: :wink0: )

Macht´s gut.

Cavigliano
 
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