8. Tag
Schon wieder ein leichter Kater. Ich versäumte mein bezahltes Frühstück
im Hotel und frühstückte dann draußen in einem Donut-Laden.
Später rief ich dann einen deutschen Bekannten an, den ich schon 20
Jahre kenne und der jetzt seit Jahren in PP lebt. Wir wollten uns treffen,
doch war er gerade im Walkabout, hatte dort eine Bekanntschaft gemacht und wollte mich deshalb erst in drei Stunden treffen. Drei Stunden ?
Ich hatte eine gute Idee, wählte eine mir bekannte Handynummer und der Nachmittag war gerettet.
Ich traf meinen langjährigen Bekannten und abends beim Essen sagte er mir, ich sei sehr unvorsichtig gewesen, noch nach Mitternacht zu Fuß durch PP zu laufen. Ich solle ab 22 Uhr nicht mehr zu Fuß unterwegs sein. Man würde nicht nur ausgeraubt, sondern niedergestochen oder
erschossen. Ich hätte nur Glück gehabt, ich solle es aber nicht weiter herausfordern.
Am späteren Abend tauchte ich dann in einer Bar auf und zwei Stunden später waren wir dann in meinem Zimmer.
9. Tag
Eine Bekannte organisierte für mich eine Bootstour :
Zusammen fuhren wir runter zum Tonle Sap, um dort auf ein größeres Boot zu steigen, auf das viele Leute Platz gehabt hätten. Wir fuhren dann
zwei Stunden für 30 $ ....
Wir fuhren vom Tonle Sap ab runter auf den Mekhong und dann etwas flußaufwärts.
Auf der anderen Seite des Mekhong legten wir dann an und besuchten eine Weberei.
Zurück in PP gab es am Tonle Sap gutes Essen mit ein paar Glas Wein dazu.
Abends traf ich dann nochmals meinen Internet-Kollegen in eine Bar. Ich
sprach ihn auf die Sicherheit in PP an und er bestätigte, es sei Wahnsinn wenn ich nach 22 Uhr noch unterwegs sei und zu Fuß erst recht. Er selbst
war letztes Jahr an einer bekannten und stark frequentierten Stelle niedergestochen worden, wobei seine Lunge und seine Blase durchstochen wurden. Man habe ihn beraubt. Als später die Polizei kam, brachten sie ihn ins Krankenhaus und bei der Durchsuchung verschwand
der Rest seines Geldes und sein neues Handy.
Er erzählte dann noch, daß er im letzten Jahr in Sihanoukville war und dort ein übergewichtiger Mann (Tourist) offenbar mitten auf der Straße an einem Herzinfarkt starb – genau vor der Bar, in der er gerade saß.
Schnell wurde das Krankenhaus angerufen und als die kamen, fühlten sie erst, ob er noch lebte und dann wollten sie das Benzin bezahlt haben, um
ihn mitzunehmen. Man sammelte in der Bar und sie nahmen ihn mit – um ihn ungefähr eine Stunde später wieder an die gleiche Stelle
zurückzulegen – diesmal aber ohne Geld und Wertsachen. Vorher hatte er noch alles bei sich.
Dann kam die Polizei, ging in die Bar und war bereit den Toten für 100 $
mitzunehmen, sonst würde er liegenbleiben. Keiner wollte erneut für ihn bezahlen und da gingen die Polizisten in das Hotel, in dem der Tote gewohnt hat und zwangen den Besitzer die 100 $ zu bezahlen.
Letztlich warnte mich mein Bekannter noch vor einigen Internet-Cafes,
die Spionage-Programme laufen ließen, um an alle Paßworte heranzukommen. Daraufhin nahm ich mir vor, nicht mein Online-Banking aufzurufen.
Es war ein schöner und interessanter Abend und trotzdem trennte ich mich recht früh, da ich ja noch mehr vorhatte
Im Hotel standen vor dem Aufzug zwei ältere Französinnen und aus dem Aufzug stieg ein dicker weißer Mann mit einer jungen blonden Vietnamesin. Die zwei Vietnamesinnen klatschten offenbar im Aufzug. Man merkt es auch dann, wenn man es nicht versteht.
Es folgte eine schöne und angenehme Nacht ……