Das Finale – Tag 16: Schrecksekunden, Visum-Krimi und der blanke Wahnsinn in Deutschland 

Moin zusammen, es ist geschafft! Hier kommt der letzte Teil meines Reiseberichts – und ich sage euch, dieser Tag war der mit Abstand krasseste in meinen bisherigen 54 Lebensjahren. Ein echtes Wechselbad der Gefühle.
Der Samstag startete noch recht entspannt. Wir sind endlich zum schwimmenden Markt gefahren. Kleines pikantes Detail am Rande: Ich war dort bereits im August '25 mit einer gewissen Dame von TSR... meiner Freundin habe ich das natürlich tunlichst verschwiegen. Meine Tochter gab mir nur den guten Rat: „Papa, verplapper dich bloß nicht!“

Dann passierte es: Beim Einsteigen ins Boot ist meine Mutter unglücklich ausgerutscht und hat sich den Knöchel heftig verstaucht. Sie kam zwar noch irgendwie aus dem Boot raus, aber an Laufen war nicht mehr zu denken. Kurzerhand haben wir sie mit einem Bolt zurück ins Hotel geschickt, damit sie den Fuß hochlegen konnte. Der Rest von uns hat dann noch ein paar Smoothies geschlürft und ist eine Runde gebummelt.

Danach ging es zum
Icon Siam. Die Mission: Passende Kleidung für Deutschland und den langen Flug besorgen. Meine Tochter hat meiner Holden für den Flug zu Sportunterwäsche geraten – Zitat: „Nicht sexy, aber bequem.“ Der Liebeskasper in mir hätte vielleicht was anderes gewählt, aber für 12 Stunden im Flieger war das wohl der richtige Move.

Dazu gab es noch eine leichte Windjacke für den deutschen Frühling.

Nach einer letzten Runde am Hotel-Pool hieß es um 18:00 Uhr: Ab ins Taxi zum Flughafen Suvarnabhumi.
Dort angekommen, der erste kleine Aufreger: Sie war zwar eingecheckt, hatte aber keine Bordkarte. Das Visum musste erst am Schalter geprüft werden. Und dann der Schreckmoment: Die junge Dame am Check-in starrte minutenlang auf ihren Monitor, prüfte das Visum immer wieder und holte schließlich ihren Vorgesetzten dazu. Angeblich sei das Visum nicht im System zu finden!

Mir rutschte das Herz in die Hose. Es stellte sich dann zum Glück heraus: Systemumstellung. Der Chef musste die Freigabe manuell erteilen. Bordkarte erhalten, tief durchatmen! Die Wartezeit bis zum Boarding haben wir uns in der Coral Lounge vertrieben.

Der Flug selbst war zum Glück entspannt. Das eigentliche Zittern begann aber bei der Landung und der Einreise. Ich hatte alles dabei: Verpflichtungserklärung, Krankenversicherung, den ganzen Papierkram laut Merkblatt der Botschaft. Und was passiert?
Der Grenzbeamte schaute uns beide völlig gelangweilt an und fragte nur trocken, wann der Rückflug sei. „28. Juni“, antwortete ich. Er entschuldigte sich fast für die Frage, er müsse das eben protokollieren. Danach gab’s den begehrten Stempel. Der anschließende Smalltalk mit ihm über die aktuellen Flugpreise hat dreimal so lange gedauert wie die eigentliche Einreisekontrolle!

Als wir durch die Schleuse traten, sagte ich nur: „Willkommen in Deutschland!“ Als Belohnung gab es einen extrem intensiven Kuss.

Die restlichen Stunden bis zu meiner Wohnung in Berlin waren dann die reinste Realsatire:
- Anderthalb Stunden am Kofferband gewartet.


- Der gebuchte Zug nach Berlin? Ausgefallen.


- Bauarbeiten auf meiner S-Bahn-Strecke vom Südkreuz.


- Und zu guter Letzt: Die Batterie meines Tesla hatte noch genau 6 km Reichweite – ich habe es gerade so mit dem letzten Funken Strom zur Ladestation geschafft.


Endlich in der Wohnung angekommen, war ich einfach nur noch fertig mit der Welt. Das war definitiv das wildeste Finale, das ich je erlebt habe.
Jetzt beginnt das nächste Kapitel: Die nächsten drei Monate lebt sie bei mir in Berlin. Ich werde euch sporadisch weiter auf dem Laufenden halten, wie sich das GFE-Feeling im deutschen Alltag schlägt.
Danke fürs Mitlesen und eure Kommentare! Bis demnächst!

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