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Ich lese hier tatsächlich schon seit über zehn Jahren still mit und habe mir in der Zeit aus unzähligen Reiseberichten, Tipps und auch kleineren Katastrophengeschichten einiges mitgenommen. Jetzt dachte ich mir, ich schreibe auch mal etwas. Die Geschichte spielt bereits im November 2025, und ich versuche mich so gut wie möglich an die einzelnen Stationen und kleinen Details zu erinnern. Ganz lückenlos wird es vermutlich nicht mehr sein, aber das Wichtigste ist noch gut hängen geblieben.
Kurz zu mir: Ich bin 45, war einige Jahre mit einer Koreanerin verheiratet, und nachdem die Ehe vor drei Jahren in die Brüche gegangen ist, habe ich erstmal eine ganze Weile gebraucht, um mich wieder neu zu sortieren. Irgendwann kam dann aber der Punkt, an dem ich merkte: Ich muss mal raus. Nicht auf große Selbstfindung, sondern einfach Tapetenwechsel, Wärme, anderes Essen, andere Geräusche, ein anderer Rhythmus. Thailand lag da für mich nahe, weil ich vorher schon ein paar Mal beruflich und privat dort war und mich das Land nie ganz losgelassen hat.
Der Flug ging damals mit Emirates. Das war im November 2025 noch ohne größere Verrenkungen für mich eine völlig normale Entscheidung. Heute würde ich definitiv einen Direktflug bevorzugen, einfach wegen der aktuellen weltpolitischen Lage und weil man manche Dinge inzwischen doch etwas anders bewertet als noch vor ein paar Monaten. Damals war für mich aber eher wichtig, überhaupt erstmal loszukommen. Also Flug gebucht, Koffer gepackt und innerlich versucht, von Alltag auf Reisemodus umzuschalten, was bei mir erfahrungsgemäß immer erst funktioniert, wenn ich schon fast am Gate sitze.
Diesmal war ich allerdings nicht völlig unvorbereitet. Ich hatte schon von Deutschland aus ein bisschen auf Thai Friendly geschrieben und geschaut, ob sich vor Ort vielleicht das eine oder andere nette Treffen ergibt. Nichts Wildes, einfach erstmal locker schreiben, ein bisschen vortasten und sehen, was sich ergibt. Ich dachte mir: Wenn schon Neustart light, dann wenigstens nicht komplett planlos.
In Bangkok angekommen hat mich die Stadt dann trotzdem wieder auf die altbekannte Art empfangen: warm, laut, voll, hektisch und gleichzeitig sofort vertraut. Diese Wand aus feuchter Wärme beim Verlassen des Flughafens, der Geruch von warmem Asphalt, überall Mopeds, dazu dieses Dauerrauschen von Klimaanlagen und Verkehr ... da war sofort wieder dieses Gefühl: Ja, genau deswegen bist du hergekommen.
Elegant war mein Start allerdings nicht. Der Jetlag hat mich komplett aus der Kurve gehauen. Ich war irgendwo zwischen "angekommen" und "geistig noch im Transitbereich"...Mein erstes Hotel lag in der Sukhumvit Soi 11. Dort nur kurz frisch gemacht und dann direkt rüber zum 7-Eleven, weil ich dachte, ich hole mir schnell Wasser, vielleicht noch einen Kaffee und irgendwas Kleines zum Knabbern.
Was daraus wurde, war eher ein kleiner Systemausfall. Ich stand da vor dem Regal, halb tot, halb fasziniert von der Auswahl. Ich griff mir einen eiskalten Kaffee, bei dem man nach dem ersten Schluck nicht wusste, ob es Kaffee, Vanillesoße oder flüssiger Pudding sein sollte, und weil ich in meiner Müdigkeit das Etikett nur sehr optimistisch interpretiert hatte, landete zusätzlich noch irgendein Algensnack mit Meeresfrüchtegeschmack im Korb. Ich saß dann später im Hotelzimmer, trank zähen Zuckerkleber aus der Flasche, kaute auf salzigem Seegras herum und dachte mir: Willkommen in Thailand, du Profi.
Am Abend wurde es dann aber langsam besser. Erstes Bier, ich meine es war ein Chang, könnte aber in dem Zustand auch ein Leo gewesen sein, und plötzlich war dieses vertraute Gefühl wieder da. Warmer Abend, Mopeds knattern vorbei, irgendwo klappert Geschirr, aus einem offenen Laden dudelt Musik, und man merkt, wie der Kopf langsam runterfährt.
Viel Zeit zum Eingrooven blieb allerdings gar nicht, denn eines der Dates, mit denen ich schon aus Deutschland geschrieben hatte, wollte sich überraschend schnell treffen. Nach meiner leicht verpatzten Ankunft stand also schon ziemlich bald das erste Date in Bangkok an....
Das war erstmal der Auftakt. Wollt ihr mehr?
Ist für Euch alles gut lesbar? Oder sollte ich noch etwas an Schriftart / Stil ändern?
Kurz zu mir: Ich bin 45, war einige Jahre mit einer Koreanerin verheiratet, und nachdem die Ehe vor drei Jahren in die Brüche gegangen ist, habe ich erstmal eine ganze Weile gebraucht, um mich wieder neu zu sortieren. Irgendwann kam dann aber der Punkt, an dem ich merkte: Ich muss mal raus. Nicht auf große Selbstfindung, sondern einfach Tapetenwechsel, Wärme, anderes Essen, andere Geräusche, ein anderer Rhythmus. Thailand lag da für mich nahe, weil ich vorher schon ein paar Mal beruflich und privat dort war und mich das Land nie ganz losgelassen hat.
Der Flug ging damals mit Emirates. Das war im November 2025 noch ohne größere Verrenkungen für mich eine völlig normale Entscheidung. Heute würde ich definitiv einen Direktflug bevorzugen, einfach wegen der aktuellen weltpolitischen Lage und weil man manche Dinge inzwischen doch etwas anders bewertet als noch vor ein paar Monaten. Damals war für mich aber eher wichtig, überhaupt erstmal loszukommen. Also Flug gebucht, Koffer gepackt und innerlich versucht, von Alltag auf Reisemodus umzuschalten, was bei mir erfahrungsgemäß immer erst funktioniert, wenn ich schon fast am Gate sitze.
Diesmal war ich allerdings nicht völlig unvorbereitet. Ich hatte schon von Deutschland aus ein bisschen auf Thai Friendly geschrieben und geschaut, ob sich vor Ort vielleicht das eine oder andere nette Treffen ergibt. Nichts Wildes, einfach erstmal locker schreiben, ein bisschen vortasten und sehen, was sich ergibt. Ich dachte mir: Wenn schon Neustart light, dann wenigstens nicht komplett planlos.
In Bangkok angekommen hat mich die Stadt dann trotzdem wieder auf die altbekannte Art empfangen: warm, laut, voll, hektisch und gleichzeitig sofort vertraut. Diese Wand aus feuchter Wärme beim Verlassen des Flughafens, der Geruch von warmem Asphalt, überall Mopeds, dazu dieses Dauerrauschen von Klimaanlagen und Verkehr ... da war sofort wieder dieses Gefühl: Ja, genau deswegen bist du hergekommen.
Elegant war mein Start allerdings nicht. Der Jetlag hat mich komplett aus der Kurve gehauen. Ich war irgendwo zwischen "angekommen" und "geistig noch im Transitbereich"...Mein erstes Hotel lag in der Sukhumvit Soi 11. Dort nur kurz frisch gemacht und dann direkt rüber zum 7-Eleven, weil ich dachte, ich hole mir schnell Wasser, vielleicht noch einen Kaffee und irgendwas Kleines zum Knabbern.
Was daraus wurde, war eher ein kleiner Systemausfall. Ich stand da vor dem Regal, halb tot, halb fasziniert von der Auswahl. Ich griff mir einen eiskalten Kaffee, bei dem man nach dem ersten Schluck nicht wusste, ob es Kaffee, Vanillesoße oder flüssiger Pudding sein sollte, und weil ich in meiner Müdigkeit das Etikett nur sehr optimistisch interpretiert hatte, landete zusätzlich noch irgendein Algensnack mit Meeresfrüchtegeschmack im Korb. Ich saß dann später im Hotelzimmer, trank zähen Zuckerkleber aus der Flasche, kaute auf salzigem Seegras herum und dachte mir: Willkommen in Thailand, du Profi.
Am Abend wurde es dann aber langsam besser. Erstes Bier, ich meine es war ein Chang, könnte aber in dem Zustand auch ein Leo gewesen sein, und plötzlich war dieses vertraute Gefühl wieder da. Warmer Abend, Mopeds knattern vorbei, irgendwo klappert Geschirr, aus einem offenen Laden dudelt Musik, und man merkt, wie der Kopf langsam runterfährt.
Viel Zeit zum Eingrooven blieb allerdings gar nicht, denn eines der Dates, mit denen ich schon aus Deutschland geschrieben hatte, wollte sich überraschend schnell treffen. Nach meiner leicht verpatzten Ankunft stand also schon ziemlich bald das erste Date in Bangkok an....
Das war erstmal der Auftakt. Wollt ihr mehr?


