Vietnam Queiser85 auf Abwegen Zwischen Singleleben und Familienurlaub Da Nang 2026

Am nächsten Morgen sind wir dann gegen 9 Uhr aufgestanden. Am Abend vorher hatte ich, während ich noch auf die Tochter von Sweeties Schwester gewartet hatte, um sie ins Hotel zu lassen, schon mal die Koffer soweit fertig gemacht. So konnten wir dann pünktlich um 11 Uhr auschecken, haben unsere Koffer aber noch an der Rezeption stehen lassen.

Sweetie und ich sind anschließend noch einmal zurück zum Vientiane Center gefahren, damit ich endlich mein Gold kaufen konnte. Dieses Mal hat auch alles problemlos funktioniert. Ich habe mir eine Goldkette gekauft und wenn ich den reinen Goldwert abziehe, lagen die Kosten für die Verarbeitung gerade einmal bei rund 25 Euro. Und die Verarbeitung ist mittlerweile wirklich vernünftig. Wenn ich da zehn Jahre zurückdenke, sah man teilweise schon deutlich, dass die Sachen irgendwie mit dem Hammer zusammengedengelt wurden. Das ist heute wesentlich besser geworden und die Ketten sehen wirklich sauber verarbeitet aus.

Danach ging es zurück zum Hotel, die anderen eingesammelt und erst einmal gemütlich essen. Wir saßen bestimmt anderthalb bis zwei Stunden dort, haben in Ruhe gegessen, gequatscht und etwas getrunken. Gegen halb vier war dann Abfahrt Richtung Vang Vieng.

Ich hatte dafür einen privaten Transfer gebucht. Mit irgendeinem Bummelbus wollte ich auf keinen Fall fahren und selbst die Sharing Vans kosten mittlerweile ungefähr 12 bis 16 Euro pro Person für die einfache Fahrt von Vientiane nach Vang Vieng. Bei sechs Personen könnt ihr euch selbst ausrechnen, wo man da landet. Mit unserem Fahrer hatte ich für die Fahrt nach Vang Vieng und später wieder zurück insgesamt 180 Dollar ausgehandelt. Das fand ich vollkommen in Ordnung. Wir hatten einen großen Bus für uns alleine, ordentlich klimatisiert, genug Platz für alle und auch fürs komplette Gepäck. Kein Stress, direkt am Hotel abgeholt und später wieder direkt am Hotel abgesetzt. Genau so mag ich das.

Die Fahrt selbst ging erstaunlich schnell. Nach weniger als zwei Stunden waren wir bereits in Vang Vieng. Ich habe davon allerdings bestimmt eine gute Stunde verschlafen und bin eigentlich erst wieder richtig wach geworden, als wir gerade in Vang Vieng reinfuhren.

Dann Check in erledigt, erst einmal aufs Zimmer und jeder hat sich ein bisschen frisch gemacht. Anschließend sind wir losgezogen und haben Vang Vieng erkundet. Erst einmal über den Nachtmarkt, ein bisschen durch die Stadt geschlendert und irgendwann ein Restaurant ausgesucht. Das Essen natürlich wieder super günstig. Nach einem ausgiebigen Abendessen sind wir gemütlich über den Nachtmarkt zurück zum Hotel gelaufen.

Dort habe ich vor dem Hotel noch in Ruhe ein Bier getrunken, war wie immer der Letzte unter der Dusche, habe mich anschließend ins Bett geworfen und damit war der Tag auch schon vorbei. Wie ihr seht, wirklich nichts besonders Spektakuläres. Nach dem ganzen Schlafmangel der letzten Tage tat so ein ruhiger Tag aber auch mal gut, um endlich richtig anzukommen.

Vang Vieng selbst hat sich seit meinem letzten Besuch, der mittlerweile, glaube ich, ungefähr sieben Jahre zurückliegt, gar nicht so wahnsinnig verändert. Ich finde nach wie vor, dass es ein wirklich schönes Fleckchen Erde ist. Natürlich gibt es Tourismus, aber längst nicht in dem Ausmaß, wie man es aus vielen Orten in Thailand kennt. Trotzdem ist eigentlich alles vorhanden, nur eben in einer etwas spärlicheren Version. In Thailand wäre ein Ort wie dieser vermutlich längst völlig überrannt und zum absoluten Touristenort geworden, mit allem, was das dann für Preise, Umfeld und Atmosphäre bedeutet. Hier hat sich für mich noch einiges von der Ursprünglichkeit erhalten und genau diese Authentizität gefällt mir. Für ein paar Tage fühle ich mich hier auf jeden Fall richtig wohl.

Am Abend hatte ich noch mit Stephan aus Bramburi in Naklua telefoniert. Wir haben ein bisschen darüber philosophiert, wo man leben könnte und wo eher nicht. Ob ich hier dauerhaft leben könnte, kann ich momentan nicht wirklich beurteilen. Dafür müsste ich einfach mal wesentlich länger hier sein. Grundsätzlich ist aber alles vorhanden, was man zum Leben braucht, und gleichzeitig hat man seine Ruhe. Für mich zumindest wesentlich eher als irgendwo im Isaan oder in einer vergleichbaren Gegend.

Wie gesagt, an diesem Tag ist nichts Spektakuläres passiert. Aber das muss ja auch nicht jeden Tag sein. Mal schauen, wie es weitergeht.

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