Ich war im Februar 2024 zuletzt in Havanna und Guanabo. Die Versorgungssitutation war nicht gut. Bargeldbezug ist schwierig, vor den ATMs sind oft Schlangen. Der Hintersterste fragt vor dem Anstehen den bisher letzten "Tiene dinero" (gibt der Automat Geld?). Und wenn er Geld gibt, dann sind das unter Unständen nur 3000 CUP pro Zug (Banco Metropolitano in Guanabo). Es hat noch einen zweiten ATM in Guanabo mit einer 10k Limite, falls man Glück hat, kriegt man dort 10000 CUP. Leider braucht man pro Tag schnell mal 10'000 Pesos oder mehr (3000 das Zimmer, 3000 für 1-2 Mal auswärts essen (Frühstück 1000), 3000-5000 zum Reiten (Jinetera). Trink-Eskapaden sind da noch nicht dabei. In etwas grösseren Läden, und davon gibt es einen in Guanabo, kann man mit der Karte (Visa/MasterCard) bezahlen, aber 100 USD sind dann schnell verbraucht und die Auswahl ist nicht gross. Kurz gesagt, solange du mitgebrachte Euros oder US Dollars hast, bist du King (änständiger Kurs beim Tausch auf der Strasse oder in Geschäften), aber wenn dir das Bargeld ausgeht oder gestohlen wird, bist du am A... Der Kurs via Bank oder CADECA (offizielles Wechselhaus) ist dann etwa doppelt so teuer und dazu der Bezug noch unsicher und umständlich. Money Transfers funktionieren grundsätzlich nicht, viele Seiten sind gesperrt, allenfalls geht mit VPN das eine oder das andere. In den Apotheken gab es kaum Medikamente (z.B. übliche Antibiotika), wenn man jemanden kennt, der online verkauft, hat man eventuell mehr Glück. Als Nichtraucher ist mir aufgefallen, dass Rauchen halt dort schon sehr verbreitet ist und mich hat es gestört.
Touistenkarte und Krankenkasse wurden bei meiner Einreise (und Ausreise) nicht überprüft. Einmal hat ein Hotel nach der Touistenkarte gefragt.
Ich hoffe sehr, dass es in Kuba bald bergauf geht und man dort wieder Urlaub machen kann ohne Angst zu haben, vielleicht am nächsten Tag ohne Bargeld oder ohne ein wichtiges Medikament dazustehen. Ich habe mein mitgebrachtes Bargeld eingeteilt und mit ein paar ATM Bezügen gestreckt und bin dann weiter gereist, weil ich den Stress nicht wollte, täglich dann auf Geldsuche zu sein und für wenig Leistung (z.B. Unterkünfte) viel bezahlen zu müssen.