Thailand Zwischen Euphorie und Abgrund --- ab morgen ändere ich was

Der Titel war schon bewusst gewählt. :yes:

Worum möchtest Du wetten, Du alte Pommesbude? :coool:
 
Danke für die Rückmeldungen! So macht es Spaß, mir jedesmal mein Hirn zu zermatern, damit ich alles zusammenbekomme, um den nächsten Teil zu verfassen.

Zur Info: bzgl. meiner nächsten Reise habe ich das Budget auf ca. 100,- € pro Tag exkl. Unterkunft angehoben...wenn das auch nicht reicht, muss ich mir echt n Nebenjob suchen. :willwork4sex:


P.S. Wem mein Humor -meist in Form von Ironie und Sarkasmus, auch gerne schwarz- zu derb ist --> :fforum: (dabei halte ich mich noch zurück)
 
Tag 3 - Tag 18:

Ich wachte auf und war pleite...ich fühlte mich unsexy und gab Knackarsch ihr Geld, brachte sie weg und holte mir eine Staude Bananen.

Den Rest des Urlaubs gammelte ich am Strand und ernährte mich von einer Banane täglich.

Das war's... :bye:






:bla:




Natürlich geht es ausführlicher und in kleineren Schritten weiter. Aber Ihr sollt ja nicht beim Warten einschlafen.

Ich schaue mal, wieviele Zeilen ich heute noch zusammenbekomme.
 
Tag 3:

Da die Nacht nicht unbedingt kurz war und so ein schon fortgeschrittener Körper längere Erholungsphasen braucht, wachte ich auch erst in der zweiten Tageshälfte irgendwann auf. Ich glaube, es war gegen 13:00 Uhr. Die Kleine war in die Decke eingemummelt noch im Reich der Träume. Sie schien es zu genießen, in einem wohl klimatisierten Raum, in einem ordentlichen Bett ihre Ruhe zu haben und erholsam zu schlafen. Es gefiel mir, ihr gegebenfalls damit etwas Gutes zu tun.
Doch ich freute mich auch schon darauf, dass sie MIR was Gutes tut. "Ok, wie bekommst Du sie wach?" Sie durch Annäherungsversuche oder durch Wachrütteln zu erwecken, wollte ich nicht. "Ich geh mal raus, eine rauchen. Durch das Tür auf- und zumachen wird sie vielleicht wach." Also zog ich mir eine Hose über und klopfte den nächsten Nagel in meinen Sarg. Die kleinen Flip Flops von Knackarsch standen vor der Tür...niedlich. Ich mag es nicht, wenn Frauen große Füße haben...bin aber kein Fußfetischist! (nicht, dass Euer Kopfkino mich in einen falschen Film verfrachtet) Die Zimmermädchen liefen über das Gelände und grüßten freundlich. "Die Girlie-Flip Flops vor der Tür und das "do not disturb"-Schild an der Tür...denen brauchst Du nichts mehr vormachen." Scheiße, juckte es an den Beinen. Da waren wohl am Vorabend noch ein paar Stiche dazugekommen. "Den Dreck benutze ich nicht mehr! Bringt ja null und stinken tust du wie ne tote Ratte!" Kippe war durch, also wieder rein.
Siehe da, es hat funktioniert. Knackarsch lag ein wenig verschlafen, aber schon mit ihrem Handy spielend, im Bett und strahlte mich an. "Mooorning, Sir!" "Mooorning, Ma'am!" Ich krabbelte wieder ins Bett und genoss die ausführlichere Begrüßung.

:ornp:

Danach fragte sie mich, was ich heute vorhätte. Erstmal wollte ich natürlich schön Kaffee trinken und danach am Strand entspannen. "Today is boxing. Come to bar later." Da ich mir sowieso vorgenommen hatte, mir ein paar Kämpfe anzuschauen, und ich kein Gegenargument dafür fand, zwei spaßige Sachen nicht zu verbinden, sagte ich zu, später in die Bar zu kommen. Aufgrund der positiven Erfahrung mit der Thai-SIM fragte ich sie noch, wo ich denn einen guten Kaffee bekäme, denn das bisherige "braune Gold" war nicht der Bringer. "I will show you." Ich fragte sie, ob sie denn nicht mit mir frühstücken wollte. (Frühstück um 15:00 Uhr...ich liebe es!) Nee, sie wollte lieber Thai Food und müsste eh los, um noch einzukaufen und Vorbereitungen für den Box-Abend zu treffen. "Die trifft doch jetzt nicht noch schnell einen anderen Typen? Keine Ahnung, was die ständig in ihr Handy tippt." (Eifersucht? Vorsicht, LKS im Anflug) Ja, ich mochte die Kleine, aber wir waren ja nicht bei "Pretty Woman". (sag das dem Farang mal, der seine LT betrachtete, wie sie in seinem Bett rumlümmelte und unwiderstehlich lächelte...immer noch bekloppt, der Typ)

Nun gut, wir machten uns frisch und stiegen auf meinen Roller. Wir gaben jetzt das gleiche Bild ab, das ich zwei Tage zuvor oft genug zu sehen bekommen hatte, und ab da für mich auch selbstverständlich werden sollte...bis auf wenige Rückfälle. Aber Geisteskranke werden ja nicht von einem auf den anderen Tag wieder gesund. Als ich gerade das Hotelgelände nach links auf dem mir einzig bekannten Weg verlassen wollte, winkte sie nach rechts. "This way!" Bis dahin dachte ich, dass die Straße ins nirgendwo führt, bis man irgendwann von der Erdscheibe fällt. Wir fuhren der Straße nach bis wir auf die Beach Road stießen. Ich mochte es, wie sie sich um mein OnePack (SixPack hatte ich schon, steht mir nicht, also hab ich es gelassen) klammerte. Sie zeigte nach links auf eine Bar und sagte mir, dass ich dort guten Kaffee bekäme. "Huch, das ist ja die Australien Bar, von der ich am ersten Abend das Geschehen beobachtete. Ach, hier sind wir. Gut zu wissen!"

Ich fragte Knackarsch, wo sie hinwolle. "To my room. I show you." Die Reise ging ein Stück über die Beach Road und zwischen zwei Läden in eine Seitenstraße. Dort kamen wir erst an einem Hotel vorbei, bis dann die Straße als Sackgasse im Innenhof eines U-förmig angelegten Komplexes endete. "Here is my room." Ich schaute mich um und entdeckte zahllose Kleidungsstücke in XS, die auf Wäscheleinen vor den Türen hingen und keine Außengeräte für Klimaanlagen...das Gebäude an sich nenne ich mal "renovierungsbedürftig". Ich hatte im Forum schon gelesen, dass die Mädels meist irgendwo zusammengepfercht leben würden. Ok, es war absolut nicht dreckig dort, aber so richtig wohl habe ich mich da auch nicht gefühlt, und ich bekam voll den sozialen und moralischen Flash. Ich musste da weg! Ich gab ihr das Geld, für das sie sich bedankte, und wir verabschiedeten uns mit Küsschen. "See you later!" "Yep, see you later!"

Bevor ich den wirklich besseren Kaffee in der Australian Bar zwischen Monitoren mit verschiedensten Sportübertragungen und Aussicht auf die Beach Road zu mir nahm, stockte ich an einem ATM meine Finanzen etwas auf...die nächsten 10.000 THB. Danach ging es zurück zum Bungalow, strandfertig gemacht und entsprechend zu selbigem. Nachdem ich die erneuten Versuche mancher Fußpflege-Damen abwehrte, entspannte ich bei Musik, Buch und Meer. Die Verkäuferin von kleinen Snacks verpasste ich ständig, da ich nicht zu viel umherschauen wollte. Ich hatte die Befürchtung, dass dann entweder wieder die Pediküre-Meisterinnen oder sonstige Verkäufer von Tüchern, Morgenmänteln oder Uhren meine Aufmerksamkeit als Wunsch nach Beratung und Bedienung interpretierten.
Ich lud meinen Akku ein wenig auf, aber der Eindruck von der Behausung der Mädels war haften geblieben und geisterte immer wieder mal durch meine Gedanken.



Den Rest des Tages schaffe ich heute nicht mehr, wird aber schnellstmöglich nachgeliefert, liebes Publikum!


Vielleicht noch eine Anekdote, die mir heute eingefallen ist und ich bei "Tag 2" vergessen hatte:
Als ich am Abend an der Bar war, fragte Knackarsch mich, was ich den Tag über so gemacht hätte. Ich erzählte ihr natürlich von der Massage. Sie fragte mich dann, ob es gut war mit dem Mädel. (klonk....klonk...klonk...der Groschen viel in Pfennigen) Ich sagte, dass es wirklich NUR eine Massage war. Sie schaute erstaunt, erklärte das die Mädels sonst zwischendurch nach "Happy End" fragen und erkundigte sich, wo ich denn war. Im Anschluss amüsierte sie sich köstlich über mich.


Es könnte öfters sein, dass ich mal etwas nachschiebe, das mir erst später wieder eingefallen ist oder von dem ich dachte, dass es später im Urlaub war.
 
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@mike80 Auf die Staude Bananen komme ich im Laufe des Berichts nochmal zurück. ;)

@tahjong Danke, aber nein. Dennoch eine gute Idee, um zukünftige Trips zu finanzieren. Die würden sich dann sozusagen von alleine bezahlen. Oder gibt es hier im TAF Förderpreise für unentdeckte Talente? :-D
 
Nur ein kurzes Lebenszeichen von mir. Es wird weitergehen.

Aber da ich, nur mit dem Handy bewaffnet, diese Woche beruflich unterwegs bin, werde ich wohl erst am WE dazu kommen, ausführlich zu berichten.
 
@Faxe666 Das war extra abgestimmt. In der Zeit war nur ein Heimspiel gegen Schwenningen, das grandios mit 0:3 verloren ging...aber Eishockey kommt im Bericht auch noch vor. :hehe:


btw: Ich bin fast fertig mit dem nächsten Teil. Da nun wieder die Arena ruft, werde ich ihn nach dem Spiel fertigschreiben und dementsprechend posten.
 
Tag 3 (Fortsetzung):

Nachdem ich den Strand genossen hatte und die Sonne wieder den Weg unter den Horizont antrat, gönnte ich mir angenehm klimatisiert noch eine Mütze Schlaf. (Gilt das bei dem Zeitrhythmus als Mittagsschlaf? Also wenn ja, dann werde ich echt alt...)
Draußen war es bereits endgültig dunkel, als ich mich aus dem Bett unter die Dusche schwang. Ich machte mich also frisch für den Abend, zog mir saubere Klamotten über und ging diesmal todesmutig ohne den Super-Duper-Hyper-Mückenschutz aus der Tür. "Entweder fallen die Moskitos jetzt wie Piranhas in schlechten Filmen der 80er über mich her oder mein Nikotin-belasteter Schweiß erfüllt mindestens den gleichen Zweck, wie das teure Zeug von der Apotheke!" Unversehrt erreichte ich meinen Roller und überlegte, wo ich noch etwas Grundlage für den wohl zu erwartenden Alkohol schaffen könnte. Kaum aufgestiegen und losgefahren, kam ich an der altbekannten Bikini-Bar vorbei. Ich hatte keine große Lust, wieder was Neues zu suchen, und kehrte dort ein. Diesmal nahm ich mit Blick auf den Strand und das Meer Platz. "Da ist ja wieder das Mäuschen hinter der Theke...immer noch kein Bikini an...hmpf." Ich stärkte mich mit einer Mischung aus Huhn, Gemüse und Cashews, bezahlte die Rechnung und machte mich auf den Weg Richtung Bar.

Ich dachte nicht mehr an den Blickfang vom ersten Abend und hatte auch sonst kein Interesse noch eine Extrarunde durch die ausgestorbene Bar-Landschaft hinter der Beach Road zu drehen. Somit ging es auf dem kürzesten Weg zu Knackarsch. Es war gegen 20:30 Uhr als ich vor dem Family Mart abparkte und nur die Straße überqueren musste, um an den Quell der Freude zu gelangen (wer jetzt an Alkohol dachte, war noch nicht oder zu selten in Thailand...wer an die Mädels dachte, Glückwunsch!). Ich war ja mittlerweile ein "alter Hase" im Geschäft und ließ die Tische vor der Bar aus, um mich an die Front zu begeben...auf den erstbesten Hocker direkt an der Theke...von wegen "alter Hase". Knackarsch entdeckte mich und ließ mich gar nicht erst hinsetzen. Sie winkte mich zu einem Barhocker direkt an der Kasse. "I want you sit here...i want you near me!" Wie ein brav erzogener Hund...oder wie ein schnell erzogener Farang...folgte ich ihrer Bitte und nahm auf dem mir zugewiesenen Sitz Platz (die literarischen Experten und Hundefreunde unter Euch erkennen das Wortspiel). "Hey, sie möchte mich in ihrer Nähe. Also scheint sie meine Gesellschaft zu genießen!" ...immer noch oder immer wieder bekloppt.

Um den Boxring waren Stühle aufgereiht, aber diese waren komplett leer und an den Bars tobte auch nicht gerade das Leben. Auf mein Nachfragen klärte mich Knackarsch auf, dass das Thaiboxen erst in zwei bis drei Stunden beginnen würde. Also bestellte ich mir mein erstes Heineken und nickte kurze Zeit später den Ladydrink für Knackarsch ab. Oooh, da waren ja wieder viele durstige Mädels. "Nee, Junge, DAS kannst und willst du dir nicht mehr leisten!" So lernte ich "Nein" zu sagen.
Ich erzählte Knackarsch, dass ich demnächst auch gerne etwas von der Insel sehen würde, aber nicht wüsste, was man sich anschauen sollte. Am Sonntag hätte sie etwas Zeit und könnte mir was zeigen, wenn ich denn möchte, bot sie mir an. Natürlich nahm ich das Angebot gerne an und war froh, Knackarsch als Reiseleiterin gewonnen zu haben.

Um die Zeit bis zum Event zu überbrücken, kam das Jackpot-Spiel wieder zum Einsatz. Natürlich nicht, ohne um das nächste Getränk zu spielen. Als ich auch mal gewann, schrieb Knackarsch eine Rechnung und diese wanderte in einen Becher innerhalb der Theke. Da aber nach und nach Gäste an und um den Boxring kamen, hatten wir keine zum Vortag vergleichbare Schlagzahl beim Spielen und somit auch nicht beim Trinken. Ab und an spielte ein anderes Girl mit mir, wenn Knackarsch durch ihren Job keine Zeit hatte. Meine soziale Ader brachte mir dann auch den ein oder anderen Ladydrink (ob gewonnen oder nicht) per Rechnung in meinen Becher. Aber es hielt sich in Grenzen. Zwischendurch beobachtete ich meine Kleine bei ihrer Arbeit. Sie hatte den Laden und die Mädels schon gut im Griff, und ich erkannte da auch eine gewisse Hierarchie. Knackarsch war nicht dumm und beherrschte ihr Geschäft. Irgendwie rechtfertigte ich zum Teil auch die 2000 Baht für LT (ich hatte ja fest die 1500 im Kopf verankert) dadurch, dass ich dachte, ich würde ja nicht nur "irgendein" Mädel von der Bar mitnehmen...da ist er wieder, der Bekloppte.

Bevor der Boxabend begann, sagte ich ihr, dass ich sie gerne wieder auslösen würde. Schwups, die Rechnung über 300 Barfine landete in meinem Becher. Sie müsste aber heute länger arbeiten, zumindest bis der große Run nach dem Boxen vorbei wäre. "No problem!" Schließlich hatte ich mich auf sie eingeschossen und wollte auch keine andere an diesem Abend. Mit der Zeit füllten sich die Sitzplätze und die Mädels hatten gut zu tun. Das Publikum war gut gemischt. Thais, Touri-Pärchen oder -Familien, hier und da auch mal zwei Mädels, die im Urlaub waren, und natürlich einige Männer, die -wie ich- alleine im Urlaub waren und gaaaanz zufällig eine sympathische Einheimische kennengelernt haben.

Mein Platz war wirklich spitze. Ich hatte einen guten Blick auf den Ring, konnte mein Bierchen abstellen, die Mädels bei der Arbeit beobachten, ihre interne Kommunikation mitbekommen und alles andere auch gut überschauen.
So bekam ich auch mit, wie sich mir gegenüber an der sechseckigen Bar ein kräftiger Kerl, so um die 50, hinsetzte (ich denke, es war ein Australier). Er wirkte spontan sympathisch auf mich...bis...ja, bis MEIN Knackarsch ihn auch entdeckte und freudekreischend aus der Bar rannte, um ihm um den Hals zu fallen. Das machten zwar noch 1-2 andere Mädels, aber MEIN Knackarsch?! Irgendwie kam Eifersucht in mir auf und zeitgleich hoffte ich, keinem Lochschwager ins Gesicht zu grinsen. Es war eine verwirrende Situation für mich, mit der ich nicht ganz klar kam...jaaaaaa, immer noch bekloppt der Typ. Natürlich wusste ich, wo ich war, womit die Kleine Geld verdient usw., aber dennoch konnte ich nicht rein rational an die Sache rangehen. Zum Glück war genug zu tun, so dass Knackarsch nicht länger bei dem Kerl verbleiben konnte. Dafür gesellte sich Süße (ihr wisst noch? das süße Ding mit dem Englisch-Wortschatz eines Wörterbuch-Einbandes) zu ihm und war die meiste Zeit des Abends auch an seiner Seite.
Der hier im Forum öfters beschriebene sechste Sinn der Mädels setzte auch bei Knackarsch ein und sie erklärte mir, dass der Typ ein "friend" sei. Dass "friend" als Bezeichnung für "haben zusammen einen Abend gut gesoffen und Spaß gehabt" bis hin zu "hat mich tagelang hart durchgevögelt" gelten konnte, war mir zwar klar, aber gab mir die Möglichkeit, ihn unter "haben zusammen einen Abend gesoffen und Spaß gehabt" abzulegen. (bekloppt, bekloppter, Ghostrider...ich habe ja zu Anfang meines Berichts erwähnt, dass ich mir hierdurch auch eine therapeutische Wirkung erhoffe)

Nun gut, das Boxen war echt interessant. Ab und an habe ich mit den Bargirls gewettet, das gleiche hat der Australier gemacht und wir hatten dann unseren Spaß. Als alles vorbei war, strömte der Großteil der Zuschauer direkt wieder ab, aber genug blieben an den Bars hängen, so dass ich nicht alleine für den Unterhalt der Mädels verantwortlich war. Darunter war auch ein junger Typ, der -wie ich später erfahren sollte- drei Monate auf Samui verbrachte und, scheinbar nicht nur durch Alkohol in andere Sphären gebracht, erstmal alle Mädels mehr oder weniger freiwillig umarmte und begrapschte. Da machte ich zum ersten Mal die Erfahrung, dass die weibliche Entertainmenttruppe auch ganz anders kann. Der Typ kam dann auch auf die Liste meiner Unsympathen. Bei allem "business" war und bin ich weiterhin der Meinung, dass man(n) die Girls mit Respekt behandeln sollte.

Als der Ansturm abebbte, kam Knackarsch aus der Bar heraus und gesellte sich zu mir an die Theke. Sie war schon ganz gut angeheitert und wir spielten immer wieder mal. Auch mit Mamasan spielte ich ab und an um einen Hunni. Da ich über den Abend verteilt schon genug getrunken hatte, waren meine Gewinne bei Knackarsch dann Massagen und (ich nenne es mal) extra-Dienste. Meine Kleine wurde irgendwie auch immer entspannte, was sich auch daran zeigte, dass wir teils völlig hemmungslos über den Tresen hinweg knutschten wie ein frisch verliebtes und notgeiles Pärchen, was ich vorher an der Bar (auch bei keinem anderen Mädel) gesehen hatte. Wieder ein sehr spaßiger Abend, der, zumindest an der Bar, natürlich mit der Gesamtrechung beendet wurde. Im Vergleich zu den Vorabenden blieb es mit ca. 2500 Baht ganz human.
Allerdings hatte ich ein Schlüsselerlebnis: Im Laufe des Abends wurden zwei zusammengehörige Bars zusammengelegt, so dass deren Kassen-Verantwortliche übernehmen konnte, wenn ich mit Knackarsch die Biege machen sollte. Diese klimperte dann auch den Inhalt meines Becher auf ihrem Taschenrechner zusammen. Und siehe da, am Ende zog sie wie ein geschickter Straßenspieler die Rechnungen der Drinks, die ich von den Mädels gewonnen hatte, aus dem Becher hinter dem Tresen und wollte die auch mit aufrechnen. Ein lautes Lachen und "NooOOoo!!" meinerseits ließ sie einhalten und die Zettelchen wieder zurückstecken. Sie hatte anscheinend nicht damit gerechnet, dass ich es mitbekomme. "Achja, so ist klar, wie die Beträge an den ersten beiden Abenden zustandegekommen sind! Schön den blöden Farang doppelt abgezogen! Nicht mehr mit mir, meine Damen!" Knackarsch sagte auch noch was zu der anderen Kassiererin. Mein fließendes Thai ermöglichte es mir, es zu verstehen:"Er hat es mitbekommen. Hast Dich auch bescheuert angestellt! Jetzt kannst Du es sein lassen!" Zumindest interpretierte ich das hinein. Ich wollte auch nicht wegen der letzten beiden Abende diskutieren. Letztendlich haben sie ihren Job gemacht...die dummen Urlauber schön ausnehmen, wo es nur geht. Und ich war dumm genug, es zuzulassen bzw. es nicht mitzubekommen. Ich hakte es unter "Lehrgeld" ab, schnappte mir meine Kleine und holte mir im Bungalow meine Gewinne ab!

*piep* schwarzer Balken *piep*

Es war deutlich intensiver und intimer als die Male vorher. Diesmal war ich mir auch sicher, dass Knackarsch auch ihre Höhepunkte hatte. Und da ich auch schon einen im Tee hatte, dauerte es bei mir entsprechend länger. Von daher nochmal:

*piep* schwarzer Balken *piep*

und

*piep* schwarzer Balken *piep*


Nachdem ich also einen Teil von Knackarschs Spielschulden eingetrieben hatte und ihr das ins Gesicht......aehm......aehm......sagte, fielen wir erschöpft ins Bett. Ich dachte mir, ob vielleicht nicht nur der Alkohol dafür verantwortlich war, dass meine Kleine sich so sehr auf mich eingelassen und das Ganze wesentlich intensiver genossen hat.
"Ey Kollege, bleib mal auf dem Boden. Es ist nur ein Geschäft für die Mädels und mehr nicht. Also sieh zu, dass Du nicht dem LKS verfällst. Davor wurde ja nicht umsonst oft genug im Forum gewarnt und Du bist ja auch kein Teenie mehr, der so schnell anfängt zu schwärmen!"
"Ok, heute darfst Du noch ein bisschen schwärmen, weil der Abend einfach nur geil war, aber..."

"...ab morgen ändere ich was"
 
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Tag 4:

Wie die vorherigen Tage auch, wurde ich vor meiner Begleitung wach und wankte im Halbschlaf zum weißen Porzellangott. Als ich zurückkam, wurde ich angestrahlt...(na von wem?)...(falsch!)...Knackarsch lag in die Decke eingemummelt auf der Seite, aber hatte den selbigen -wohl zur Kühlung- unter der Decke vorgeschoben und dieser strahlte mich mit "breitem Grinsen" an. Ok, ich war bereit für meinen persönlichen Sonnenaufgang.
Ich legte mich wieder in das große Bett und beobachtete die Kleine ein bisschen. "Ob es ihr gut tut, in dem bequemen Bett und klimatisierten Raum zu schlafen? Oder ist es ihr egal, solange sie Geld verdient?"
Ich wurde kurze Zeit später begrüßt: "Morning, Sir!" "Morning Ma'am!" Und so ging auch bald für mich gegen 13:00 Uhr die Sonne auf.

Während wir uns für den Tag frisch machten, fragte ich sie nochmal nach ihrem Angebot, mir heute etwas anderes von der Insel zu zeigen. Sie bestätigte es, müsse sich aber vorher noch in ihrem Zimmer umziehen. Also ab auf den Roller und hin zur Girls-Kaserne (ich glaube, das beschreibt meinen Eindruck am besten). Auf der Fahrt klärten wir noch das Frühstück ab. Ich wollte gerne mal da essen, wo sonst nur die Einheimischen essen...sozusagen einen Geheimtipp kennenlernen. "Ok, i show you." Nachdem ich sie an ihrem Zimmer abgesetzt hatte, wartete ich dort...wie ein 18jähriger, der seine Freundin am Elternhaus abholen möchte und hofft, dass nicht die ganze Familie -in diesem Fall Schwestern- am Fenster/Balkon neugierig schaut. Außer einer jungen Katze, die es sich zwischen meinen Füßen auf dem Roller bequem machte, zeigte sich aber niemand. Eine gute Zigarettenlänge später kam sie in Freizeitklamotten in ihrer leicht verrückten Art die Treppe runter und grinste mich an.

Wir starteten unsere Tour in Richtung "Big Buddha" und ich fuhr das erste Mal außerhalb von Lamai. Irgendwie hatte ich Sorge, dass entweder die örtliche Polizei auch ein Stück am weißen-Farang-Kuchen abhaben oder eines der überholenden Autos sich eine weitere Kerbe am Außenspiegel verdienen wollte. So hielt ich mich erstmal an Geschwindigkeitsbeschränkungen und vermied jegliche Situation, die meine Sorge bestärken könnte...ungefähr die ersten 10 Minuten. Danach genoss ich es, mit der Kleinen hintendrauf, dem warmen Fahrtwind auf der Haut und teilweise einer tolle Aussicht auf das Meer eine andere Ecke der Insel zu entdecken. "You like driving?" Sie hatte wohl auch bemerkt, dass ich mittlerweile entspannter fuhr und die ein oder andere Kurve etwas sportlicher nahm.

Wo genau, weiß ich nicht mehr, lotste sie mich auf einen sandigen Hof zwischen irgendeinem dreistöckigen Haus und ein paar hölzernen Pavillons. Hier sollten wir essen. Die hölzernen Pavillons überdachten einige Sitzplätze, an denen wirklich nur Thais saßen. Und es war wirklich fast jeder Platz besetzt. (man sagt ja über fremdländische Restaurants, dass es dort, wo die Einheimischen essen, auch gut ist) Wir fanden noch einen freien Tisch. Ich setzte mich so, dass ich die Masse der Gäste im Blick hatte und beobachten konnte. Sie hatte gute Sicht auf einen Fernseher in meinem Rücken. Ich sah Mädels, die -so dachte ich- bestimmt abends auch in Bars o.ä. ihr Geld verdienten, Thai-Pärchen und -Familien. Dennoch interessierte sich wirklich niemand für diese alte Langnase mit seiner offensichtlich nicht aus Europa mitgebrachten Begleitung. (ich stellte mir die Unruhe und das Getuschel in einem deutschen Restaurant vor, wenn dort ein Mann mit einer Frau aus dem ältesten Gewerbe der Welt auftauchen würde)
Knackarsch amüsierte sich derweil über das gezeigte Fernsehprogramm. Das bestellen überließ ich ihr...hatte ja eh keine Ahnung, was auf der Karte stand. Ich erklärte ihr vorher, dass ich nichts mit Fisch und kein superscharfes Essen haben möchte. Als Newbie erwartete ich natürlich, dass uns nun getrennte Gerichte serviert würden. Weit gefehlt! Als erstes bekamen wir eine große Suppenschüssel zwischen uns gestellt, aus der wir beide aßen. "Suppe zum Frühstück...mal was Neues." Ich fragte nicht nach, was da alles drin rumschwamm (Hack vom Schwein, so eine Art Eierstich und viel Gemüse...hätte ich getippt) Und ich muss zugeben, dass die Suppe geschmeckt hat. Dann bekamen wir beide einen Teller mit Reis und zwei weitere Gerichte wurden zwischen uns platziert. Sie warnte mich vor einem besonders scharfem. Während die Kleine genüsslich von allem etwas in sich hineinschaufelte (was so eine kleine Person doch alles verschlingen kann) und sich prächtig über die Sendung im Fernsehen amüsierte (komische Spielshows haben die da), probierte ich von allem. Es schmeckte alles gut, aber das "besonders scharfe" weckte meine Schweißporen und ich missbrauchte die Servietten zum Auffangen des körpereigenen Salzwassers.
Ich fühlte mich gut dabei, meine Begleitung scheinbar sorglos und lachend zu sehen. Es machte mich glücklich, wenn sie zufrieden und glücklich schien.

Nachdem ich gezahlt hatte, ging die Fahrt weiter und der Fahrtwind erwies sich als nützliche Klimaanlage. Ihren Anweisungen folgend führte uns der Weg über ein paar Abzweigungen und auch über eine Ampelkreuzung. Auf meine Nachfrage bezüglich des Rechtsabbiegens konnte mir meine Reiseführerin allerdings auch nicht die Verkehrsregelung durch die Lichtsignale erklären. Vorsichtig und dem Verkehr angepasst überquerten wir letztendlich nicht den Hades, sondern nur die Straße und kamen auch irgendwann bei "Big Buddha" an. Ich erinnerte mich wieder an hier Gelesenes: "respektvoll...nicht mit Füßen auf Buddha zeigen". Der Mensch ist halt doch ein Herdentier. So konnte ich mich gut an den anderen Besuchern orientieren und zog meine Schuhe aus, bevor wir die Stufen zu der großen Buddha-Statue erklommen. Oben angekommen habe ich immer darauf geachtet, nicht mit meinen Füßen auf Buddha zu zeigen...die anderen Touris standen nicht so bescheuert verdreht wie ich rum, aber ich wollte ja kein Unglück beschwören. (ja, den Bekloppten in mir bin ich nicht losgeworden)

Ich beobachtete Knackarsch, wie sie scheinbar betete und sich anschließend auf einen kleinen Rundgang um die Statue machte. Sie nahm sich so eine Art Bambusknüppel und haute auf die erste dort aufgehängte Glocke. "Come, do it!" Ich lehnte höflich ab, da ich nicht respektlos erscheinen und als gläubiger Atheist für die Einheimischen religiöse Zeremonien durchführen wollte. Allerdings bestand sie auf meine Teilnahme. Das würden alle machen. Also nahm ich mir auch so einen Knüppel und folgte ihr auf die Runde. Dort hingen gut 15-20 Glocken um Buddha herum, wovon jede einzelne geläutet werden musste/sollte. Andere Touris machten dabei ein bisschen Heckmeck, was mich ein wenig fremdschämen ließ.

"Big Buddha" war abgehakt und meine Kleine wollte mich noch zu großen Fischteichen bringen, wo man die Fische füttern kann. Wir fuhren also noch ein Stückchen weiter. Als ich auf dem Gelände den Roller abgestellt hatte, fragte sie mich nach 10 Baht. Die bräuchte man für einen Automaten, aus dem man das Futter für die Fische bekäme. Ich checkte meine Finanzen und hatte kein 10 Baht-Stück. Ich fragte, ob es nicht noch woanders Futter zu kaufen gäbe. Nein, nur am Automaten, erklärte sie mir. In mir kam ein Scheißgefühl auf, weil ich es ihr nicht ermöglichen konnte, die Fische zu füttern, was sie wohl sehr gerne getan hätte. Es war ein Crepes-Stand in der Nähe und ich bot an, dort Geld einzutauschen. Aber das wollte sie nicht. Keine Ahnung, ob es ihr doch nicht so wichtig war, ob es nicht angebracht gewesen wäre oder ob sie ein wenig eingeschnappt war. Auf jeden Fall fühlte ich mich wegen beschissener 10 Baht wie der letzte Sack, als wir auf dem Steg standen und die Fische beobachteten. Ich entschuldigte mich mehrfach, dass ich kein Futter hab bezahlen können. So verbrachten wir eine Viertelstunde dort, bis wir den aufziehenden Regenwolken gen Lamai entfliehen wollten.
Die Rückfahrt blieb trocken und ich setzte sie an ihrer Unterkunft ab. Wir verabredeten uns für später an der Bar, da mir auch gar nicht danach war, irgendwo anders am Abend "mein Lager aufzuschlagen".

So begann meine allabendliche Vorbereitung: Ein kleines Schläfchen, bisschen Surfen, Lesen, Duschen...ok...und das Essen vom Nachmittag ein zweites Mal brennen Lassen. Zu gegebener Zeit machte ich noch den K&K-Einkauf (Kippen und Kondome) und fuhr zur Bar. Ich begrüßte die Mädels und setzte mich auf den Platz vom Vorabend. Die Lowseason ließ grüßen und dementsprechend leer blieb es in dieser Nacht. Zwischendurch tauchte mal wieder dieser Typ auf, der alle Girls begrapschte, aber das war's dann auch schon fast. Ich sagte Knackarsch recht früh, dass ich sie wieder auslösen möchte.
Von dieser Nacht gibt es nicht viel mehr zu erzählen: ein paar Spiele, Ladydrinks und Spaß mit den Mädels (insg knapp 2000 Baht, soweit ich mich erinnern kann). Knackarsch sagte mir dann auch deutlich vor unserer üblichen Zeit, dass sie müde sei und gerne fahren möchte. Das kam mir ganz recht, da ich selbst auch nicht voller Energie war und mein Verdauungstrakt sich auch nicht nach der Hühnerbrust am Spieß beruhigte. Also waren wir verhältnismäßig früh zurück in meinem Bungalow und "erledigten das Geschäftliche". (mehr war es an dem Abend auch nicht, da wir beide nicht in Topform waren)

Sie fragte mich, ob ich heute Spaß hatte. "I'm happy, when you are happy." sagte ich. (die Inkubationszeit vom LKS war wohl abgelaufen und erste Symptome traten auf)

Während Knackarsch sich noch Videos über einen Flugzeugabsturz in Thailand auf ihrem Handy anschaute, zappte ich ein wenig durch das Fernsehprogramm. Doch bevor ich mich zum Einschlafen auf die Seite drehen konnte, meldete sich nochmal mein Verdauungstrakt. Ich ging auf die Toilette und versuchte aufgrund der unglaublich schalldichten Badezimmertür, möglichst leise die Reste meiner Tagesmahlzeiten zu entsorgen...mit mehr oder weniger Erfolg. Da die angesprochene Tür genauso luft- wie schalldicht war, wollte ich nicht das Schlafzimmer als mein Revier markieren und versprühte einige Stöße meines Eau de Toilettes. "Ok, das sollte helfen, dass sie mich nicht mit diesem Gestank in Verbindung bringt!"
Kaum war ich durch die Tür wieder im Schlafzimmer, fing meine Kleine mit Schnappatmung an. Sie riss die Augen auf und zog sich die Decke über Nase und Mund. "Scheiße, so deutlich musst Du es ja nicht zeigen! Ich habe doch noch versucht, den Gestank zu übertünchen!" Sie fragte, ob ich Parfüm versprüht hätte. Ich nickte. Das wäre viel zu viel gewesen und sie bekäme kaum noch Luft. "Hä? in Deutschland sprechen mich immer wieder Frauen darauf an, dass ich so gut riechen würde, und Du kriegst keine Luft mehr?!" Aber ich sah ihr an, dass sie nicht spielte, und riss die Bungalowtür auf und versuchte mit wedelnden Bewegungen mit der Tür, ein wenig Luftaustausch durchzuführen. Scheinbar half das alles nichts, denn sie zog sich schnell ein T-Shirt von mir über und verschwand nach draußen. Ich schwang die Tür noch ein paar Minuten hin und her. Schließlich kam sie wieder rein und verkündete hinter der Bettdecke als Atemschutz, dass es jetzt erträglich wäre. Das war das zweite Mal an diesem Tag, dass ich mich mies fühlte. Ich entschuldigte mich tausendmal, aber sie beruhigte mich und sagte mir, dass es einfach zu viel war und sie dann keine Luft bekäme. (also ich habe vielleicht fünfmal gesprüht und ich fand nicht, dass es die Ausmaße eines Douglas-Shops angenommen hätte. habt ihr mal ähnliche Erfahrungen mit den Mädels gemacht?)
"Also in Zukunft nicht mehr wild mit dem Parfüm umhersprühen."

Als wir einschliefen, hatte ich dann doch noch eine Sache an diesem Tag für mein Berichts-Motto:

"...ab morgen ändere ich was"
 
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Tag 5:

Es tat gut, dass wir -für Urlaubsverhältnisse- früh geschlafen hatten. Ich erwachte voller Energie, hatte aber gleich wieder ein schlechtes Gewissen in Erinnerung an die letzte Nacht. "Sie atmet noch. Also alles überstanden." Da Knackarsch noch tief schlief, ich aber die ersten Anzeichen seniler Bettflucht nicht verhindern konnte, machte ich mich fertig und ließ sie weiter im Land ihrer Träume...irgendwie war ich ja auch im Land MEINER Träume.
Es hatte über Nacht bis in den Vormittag gut geregnet, aber wen interessiert das bei ca. 30°C so wirklich?! Ich wischte grob über die Sitzbank meiner Harley...(hatte ich bisher wohl nicht erwähnt, dass ich mir ein richtiges Bike gegönnt hatte...alles klar, nach einem Viertel des Urlaubs schon fast das ursprüngliche Budget verbraten und dann noch einen auf dicke Hose machen)...also wischte ich über den Sitz meines Rollers und machte mich auf den Weg zu meinem morgendlichen Koffeinschub (Essen brauche ich morgens nicht direkt, aber auf meinen Kaffee mit dazugehöriger Nikotindosis verzichte ich nur ungern).

In der Australian Bar sortierte ich mich zwischen den anderen vereinzelten Herren ein und bestellte mir doch noch "baked beans on toast" zu meinem Kaffee. Viele der anderen kulturinteressierten Männer tranken bereits ihr erstes Bier (oder eins der ersten). "Das war noch nie mein Ding und das wird es auch nie! Aber jedem das seine, es scheint ihnen ja zu schmecken!" Bei meinem zweiten Kaffee und 2-4 Zigaretten beobachtete ich das Treiben auf und an der Straße und ließ die letzten Tage Revue passieren:
"Dafür, dass du nur ab und zu eine Kleine mitnehmen wolltest, hast du dich bisher nicht gerade zurückgehalten. Das eingeplante Taschengeld ist schon so gut wie komplett aufgebraucht, deine Kontaktlinsen sind schon im Eimer und deine Beine jucken vor lauter Moskitostichen........aber leck mich am Arsch! So viel Spaß, wie in den letzten Tagen, hattest du seit Ewigkeiten nimmer. Und es geht dir verdammt gut, du fühlst dich verdammt wohl, es ist angenehm warm, die Sonne scheint, der Strand und das Meer sind vor der Haustür, ein süßes Früchtchen liegt in deinem Bett, wenn du wieder zurückfährst, und wenn ich halt n bissl mehr ausgebe als gedacht, stürze ich mich deswegen nicht gleich in Schulden. Du musst niemandem Rechenschaft ablegen und du kannst tun und lassen, was und wie es dir gefällt."
"Junge, scheiß auf irgendwelche Planungen, mach dir keinen Kopp und genieß es!!! Du hast es dir verdient!!!" Ich hatte diesen Grundpessimismus eines Deutschen (wenn ein Deutscher nichts zu meckern hat, geht es ihm nicht gut) abgelegt. Und so fuhr ich nach meinem Frühstück mit breitem Grinsen zurück zum Bungalow. Während der Fahrt stand ich auf, lehnte mich nach vorne halb über den Lenker und schrie "Ich bin der König der Welt!"....nein, nicht wirklich, aber vergleichbar fühlte ich mich. (ein kleiner Gruß an alle Leidensgenossen, die sich Ende 1997 auch das Geheule der ganzen Weiber im Kino antun mussten)

Als ich die Tür zu meinem Bungalow leise öffnete, lag Knackarsch wach und mit ihrem Handy beschäftigt im Bett. "Morning, Sir!" "Morning, Ma'am!" (das wurde langsam zum Ritual) Auf ihre Frage, wo ich war, antwortete ich als ehemals brav erzogener Ehemann wahrheitsgemäß, was allerdings ja auch keiner Lüge bedurfte.


- Wie praemie oben geschrieben hat, bin ich in diesem Bericht sehr ehrlich und habe auch kein Interesse daran, mich hier als Super-Macho-Partymacher und Mega-Stecher darzustellen. Daher Vorwarnung an die Leser, die immer nur von einer Nummer zur nächsten im Bericht springen: jetzt kommt nichts für Eure Gemüter!-

Ich hatte in diesem Moment keine Gedanken bezüglich der eigentlich üblichen Morgennummer. Keine Ahnung, vielleicht war ich durch die zuvor gewonnene Selbsterkenntnis auch andersweitig "befreit und erleichtert"?! So ließ ich mich fernsehschauend von der Klimaanlage runterkühlen, während die Kleine sich im Bad fertig machte. Um sie dann zu ihrem Zimmer zu fahren, gingen wir gemeinsam durch die Anlage zum Roller. Auf dem Weg dorthin zog sie kurz vor mir an einem Palmwedel und ich erhielt zu ihrer Freude eine zusätzliche Dusche. Wir lachten, aber ich kündigte ihr auch an, dass meine Rache kommen würde, wenn sie es absolut nicht erwartet. Aber wieder einmal bestätigte sich etwas "hier Gelesenes": Die Mädels wollen einfach Spaß haben!

Nachdem ich sie abgesetzt hatte, zog ich mein Erholungsprogramm durch. Ab an den Strand, Mucke auf dem Ohr, ein Buch in der Hand und zwischendurch ein bisschen Moby Dick spielen. Um mich herum waren überwiegend Männer jeglichen Alters mit ihren thailändischen Begleiterinnen. "Also ab und an würde ich auch gerne die Kleine hier haben." Mich faszinierte der Umgang miteinander. Spaß, "take care" und eine Art von Vertrautheit zeigte sich mir. Das eine Mädel legte zum Schlafen ihren Kopf auf den Bauch des Kerls, eine andere alberte mit den Männern aus der Reisegruppe ihres Gönners herum und andere gingen fort und kamen mit Essen für beide zurück. Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich auch denken können, dass es alles "ganz normale", glückliche Partnerschaften wären.

So lud ich meinen Akku für den Abend auf. Als sich dunkle Wolken zusammenzogen, packte ich meine Sachen und kam noch rechtzeitig im Schutze meines Bungalows an. Da ich eh noch Zeit mit den üblichen Vorbereitungen verbrachte, störte mich der erneute Zwei-Stunden-Schauer nicht weiter. Kurz bevor ich dann aufbrechen wollte, ging ich sparsamer als sonst mit dem Eau de Toilette um. Gut, der Urlaubsgenuss konnte weitergehen. Der Hunger hatte mich bisher nicht ereilt und daher machte ich mich auf den Weg zur Bar von Knackarsch. Die bisher anwesenden Mädels begrüßten mich und meine Kleine war auch schon da. (manchmal bildete ich mir ein, dass in der Begrüßung der Mädels zum Teil ein "sieh dir den treudoofen Farang an" mitschwang. auch das sollte ich unabhängig von dem Wahrheitsgehalt in zukünftigen Urlauben vermeiden)

Auf meinem nun erkorenen Stammplatz dauerte es nicht lang, bis sich zu meinem Heineken auch ein Ladydrink für Knackarsch und natürlich das Jackpot-Spiel gesellte. Es war ja schließlich Unterhaltung und zeitgleich Getränkequelle für die anderen Mädels. Da ich mittlerweile auch einen Drink verlangte, wenn ich gewann, standen nicht alle Girls Schlange...aber genug, um mich nicht mit vollem Portemonnaie wieder gehen zu lassen. Noch früh am Abend sagte ich Knackarsch, dass ich sie gerne für meinen restlichen Urlaub auslösen möchte. Allerdings würde ich nicht 2000 Baht pro Nacht/Tag zahlen und nicht wollen, dass sie arbeite. Sie erklärte mir, dass sie dazu telefonieren müsste. Da nicht einfach ein anderes Mädel aus der Bar die Kasse für die Tage übernehmen könnte, müsste sie "a friend" fragen...einen Ladyboy, sagte sie.
Nach dem Telefonat willigte sie ein, räumte aber auch ein, dass sie am Samstag wegen der Boxveranstaltung und am Dienstag der kommenden Woche, wenn eine weitere Bar eröffnet werde, arbeiten müsse. Das stellte kein Problem für mich da und wir gingen in die Verhandlungen über. Die Barfine für die verbliebenen 12 Nächte hätte ich im Voraus zu entrichten. "Ok, no problem!" Dann rechnete sie anhand eines von ihr gemalten Behelfskalenders zusammen und schrieb 24000 auf das Blatt und fragte, was ich denn bezahlen möchte. Ich hatte ja immer noch die 1500 im Hinterkopf und schrieb entsprechend 18000 auf. Völlig unverschämt tief wollte ich auch nicht ansetzen. Recht schnell einigten wir uns auf 20000 und, dass ich 10k nach den ersten sechs Tagen und den Rest am Ende zahlen würde. So bekloppt war ich dann doch nicht mehr, dass ich es auch im Voraus bezahlen würde.
Also legte ich die Barfine direkt auf die Theke und war glücklich, mir die Gesellschaft von Knackarsch für den restlichen Urlaub gesichert zu haben.

Mit dem Schwung des Tages und der Freude über Knackarsch an meiner Seite hatte ich wieder Spaß mit der Truppe und trank brav meine Bierchen und auch ein paar Kurze. Die fehlende Grundlage machte sich irgendwann auch bemerkbar und ich ging zwischendurch mit deutlicher Beeinflussung meines Gleichgewichtssinns, den ich durch jahrelang trainierter Selbstdisziplin noch in den Griff bekam, zu der 3-Baht-Toilette an anderen Bars vorbei. Vereinzelte Rufe aus den Bars begleiteten mich...noch. Neuen Platz geschaffen, wollte dieser im Anschluss auch wieder gefüllt werden. So ging es einige Zeit weiter (ich weiß echt nicht mehr, wie lange...vielleicht war es auch nur noch ne halbe Stunde). Auf jeden Fall war dann der Zeitpunkt erreicht: "rien ne va plus". Ich sagte meiner Kleinen, dass es genug wäre und ich in meinen Bungalow wolle. Da sie lange nicht so viel wie ich getankt hatte, wollte sie fahren, was ich aufgrund meines Zustandes auch gerne annahm. So schwankte ich mit einer Kippe in der Hand meiner Kleinen hinterher und gab den zufriedenen Sozius. Gerade aufgestiegen versuchte ich anscheinend, mit meiner glühenden Zigarette, meinen rechten Innenmeniskus zu erkunden. Unter Alkoholeinfluss brannte es kurz und war auch schon wieder vergessen...vorerst. Zumindest schaffte ich es bis zur Anlage, nicht noch ihre langen Haare mit meiner Kippe zu versengen.

Im Bungalow angekommen versuchte ich durch eine etwas kältere Dusche meinen Kreislauf meinen Vorstellungen entsprechend in Schwung zu bekommen...aber, während Knackarsch im Bad war und ich bereits im Bett lag, war mein Geist zwar willig, aber das Fleisch schwach...doch zu viel Allehol! Zu allem Überfluss fing dann auch noch die Karussellfahrt an. "Oh nein, bis jetzt war alles gut!" Schlagartig wurde mir schlecht und ich musste mir alles nochmal durch den Kopf gehen lassen. Den weißen Porzellangott wollte ich nicht anbeten, weil Knackarsch gerade direkt daneben am Duschen war. Um nicht "frei" im Zimmer oder auf der Terrasse herumzukotzen, reichte meine geistige Besinnung noch aus. Also eilte ich schleunigst zum Bad, machte die Tür einen Spalt auf, schnappte mir den kleinen Mülleimer mit Beutel und verschwand raus auf die Terrasse. Ich empfand es als unangenehm, wenn die Kleine etwas von meiner Brecharie mitbekommen hätte. Also saß ich auf der Terrasse und versenkte mein Antlitz im Eimer. Aufgrund meiner Nahrungsaufnahme tagsüber brauchte ich mir keine Sorgen über das Fassungsvermögen machen. Ich schaffte es als Bastellegastheniker sogar noch, einen ordentlichen Knoten in den Müllbeutel zu machen. Wieder im Bungalow, stellte ich mit dem gleichen Geschick eines Meisterdiebes den Eimer wieder im Bad ab, wo Knackarsch immer noch unter der Dusche war. Das Ganze vom "schlecht werden" bis zum "erleichtert im Bett liegen" kann nicht länger als drei oder vier Minuten gedauert haben, denn mein Übernachtungsgast hatte nichts mitbekommen.

Frei nach dem "take care"-Motto erkundigte sie sich besorgt, ob es mir gut ginge. Ich erklärte ihr, dass die Erde keine Scheibe sei, sondern eine krumme Kartoffel, die sich dreht, aber sonst alles gut sei. Es war klar, dass nichts weiter laufen würde. So schlief ich auch schnell ein und hatte in dieser Nacht meine Grenzen des Alkoholkonsums ausgelotet, so dass ich mir wieder sagen konnte:

"ab morgen ändere ich was..."
 
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