Thailand Elefant im Porzellanladen

  • Ersteller Ersteller Pitcairn
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Sprachlich absolut spitze.
Ist dir auch bewußt.
Deine Arroganz stört mich und deine
naive Einteilung in Schreibern und Forografen.
Deine Beiträge beißen und stechen nicht,
berühren auch nicht emotional, sondern sind
teilweise recht peinlich.



Werter Guenter, ich bedaure, dass dir meine Schreibe nicht gefällt. Leider kann ich es nicht allen recht machen, darum fange ich auch nicht damit an.
Vielleicht gefallen dir meine weiteren Berichte besser, die folgen werden. In Vorbereitung ist "Auf dem Scheisshaufen Gottes" - ein Erlebnisbericht von meiner letzten, kürzlichen Indienreise sowie brandneu, "Die Schienen werden knapp". eine Aufarbeitung der Historik über den Bau der Todeseisenbahnstrecke in Thailand-Kanchanaburi, verbunden mit der Berichterstattung meines Hellfiretrekkings entlang der thailändisch-burmesischen Grenze. Ich bin der alten Trasse bis an den Grenzübergang in Burma gefolgt.

Doch ich bezweifle, dass auch diese Berichte bei dir Anklang finden dürften. Ich haben meinen eigenen, unverwechselbaren Stil, den meine kleine, eingeschweisste Leserschaft mag. Gerne bleibe ich dabei.
Konstruktive Kritik ist aber bei mir immer willkommen.
Pitcairn
 
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Pitcairn@ dachte ich mir :-)) Ja, ja das komische Bergvolk mit seinem Reglementierungswahn :-))) ich arbeite seit ein paar Jahren auch im Heidiland.

Du solltest es mal als kritischer Reiseberichterstatter versuchen. Hast echt das Zeug dazu, Hut ab.
 
Also ziemlich hart, sarkastisch und auch zum Nachdenken. Aber sehr gut geschrieben muss ich sagen. Da bekommt man wenigstens eine Vorstellung, was es ausser BKK, Pataya und den bekannten Orten noch sehens- und wissenswertes gibt. Auf Grund einiger Wörter nehme ich an, Du bist Schweizer? :-))


Ich bin Eidgenosse, mit gewissen deutschen Verwurzelungen.
Mein Lieblingsonkel hat in Stalingrad gekämpft und kam schwer verwundet zurück.
Ich habe generell eine Affinität zum deutschen Sprachraum.
Greetz
Pitcairn
 
Unzensierte Wirklichkeit
Ich möchte meinen Lesenden eine gute Zeit schenken; sie sollen sich im Stuhl zurücklehnen und einen doppelten Scotch eingiessen können. Lesende dürfen in die Handlung reinkommen. Wer will, kann miteifern, mitreisen, mitpimpern oder den Ablauf auch nur skeptisch aus sicherer Distanz betrachten.
Die Grammatik und Orthografie erachte ich nicht als unüberwindbare Hürde. Sprache benutze ich als Vergrösserungsglas und formuliere nicht durch die Blume.
Ein Text ist dann gut, wenn er beisst und sticht, wenn er Gefühle erzeugt, mitreisst, begeistert, zum Kopieren anregt.

Mir ist auch daran gelegen, meine Habilitationsschriften am richtigen Ort unterzubringen. Eine Frauenzeitschrift wäre dafür wohl nicht unbedingt der richtige Platz, obschon ich mich als Ketzer über Leserbriefe köstlich amüsieren könnte. Ich provoziere gern. Den mehrheitlichen Reaktionen zufolge, glaube ich, hier in diesem Forum, am richtigen Ort zu sein.
Meine Reporte bezwecken auch ein verbales Fotoalbum zu sein, um Gottes Willen aber kein Reiseblog, in welchem zum Selbstzweck Erfahrungen, Erlebtes strukturiert und der ganze Wahrnehmungstrash abgearbeitet wird. Oftmals gelingt es Schreiberlingen nicht, den Lesenden etwas mitzuteilen, das über die eigene Begeisterung hinausgeht. Im Bericht gibt es keine Spannungen, keine Pointen, keine Gliederung und und und. Ich klage an, wühle auf und provoziere bewusst und geize auch nicht mit Ratschlägen zur Lebensplanung unterdrückter Männer.

Ich gestehe meine Gotteslästerung, mein machomässiges Verhalten, meine unausgewogene politische Einstellung, meine Antipathie gegen veganische Grüngurken und Sozialromantiker. Ich erbitte keine Vergebung für meine Sünden, sondern um Absolution für die Fehlbarkeit unserer Spezies.
Erwarte von einem Schreiber wie mir keine Moral. Doch wüste verbale Attacken sind eher ironisch zu verstehen - mit Schaum vor dem Mund habe ich sie nicht abgefasst.
Ich rede Klartext und empfindliche Naturen müssen mich nicht in ihr Abendgebet einschliessen. Doch erste Ansätze von Altersweisheit fangen an sich bemerkbar zu machen - vielleicht wird es in ein paar Jahren besser ;-))).

Ich bemühe mich möglichst historisch sauber zu recherchieren und zeithistorische Aspekte einzuflechten. Bei der Beurteilung von politischen Umständen, bleibe ich ein Kind früherer Zeit und sympathisiere auch mit der alten Gesellschaftsordung.
"How long you think you gonna carry on travelling?", fragte mich ein Kumpel in Marokko 1971. Heute ist es dreiundvierzig Jahre später und ich bin immer noch auf dem endlosen Trail unterwegs und kann auf viel Selbsterlebtes rund um den blauen Planeten zurückgreifen.
Meine Kapitel wechseln ab, zwischen Reise, Kultur, Historik und manchmal auch aus Regionen unterhalb der Gürtellinie. Ich geniesse es, Szenen die zwischen den Laken spielen, manchmal möglichst schweinisch zu schildern und lasse meine Hintergedanken rausrutschen. Der Plot einer Story fliegt mir nicht über Nacht zu. Nein, ich muss alles selber erleben, erdulden, um darüber zu schreiben, angefangen vom Überlebenstrekking, den Pilgerreisen, dem Hippietrail, der Panamericana, der Tansafrika-Tour, alle Madagaskar-Expeditionen und immer wieder gelegentlich amouröse Avancen.

Ich mag meine Welt in der Fremde und sämtliche Stories sind authentisch und nicht mit dem heissen Bügeleisen geglättet.
Wer lieber Geschichten in Kürzestform mag, dem empfehle ich den Twitter-Social-Medikanal. Der Gehetzte kann sich dort an einem 140-Zeichen-Tweed ergötzen und muss nicht wertvolle Zeit investieren. Ich bin ein Lingualgourmet, formuliere gerne aus, mache gerne Exkurse und kehre erst später wieder zum Hauptthread zurück. Wer Pitcairn in seinem Wahrnehmungsradar erfasst, verfügt über Zeit, bzw. nimmt sie sich.
Wenn du den Rechner abschaltest und denkst, nanu, wie schnell die Zeit vergangen ist, habe ich mein Ziel erreicht. Und wer sich dann erst noch die Mühe macht, sich hinterher mit netten und anerkennenden Worten zu bedanken, der erfreut Pitcairn und spornt mich an weiterzumachen. Ich danke allen Forumsmitgliedern für ihre Postings und wünsche weiterhin beglückende Lesemomente.
Greetz
Pitcairn

Seit über 40 Jahren auf der endlosen Reise.


 
Klasse Bericht Danke, als Jahrgang 49 kann ich einiges sehr gut nachvollziehen.
Ab 01.01.2015 for ever in Thailand
 
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