Gambia Mein zweiter Bericht

Paulus

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05.05.2015
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Wieder war ich eine Woche in Gambia. Dieses Mal habe ich mich entschlossen, nicht ganz so ausführlich zu berichten, denn vieles würde sich wiederholen und andere Autoren haben in letzter Zeit auch einiges berichtet. Dieses Mal bin ich vom 23.10. bis 30.10. dort gewesen. Es war für mich das erste Mal im Oktober. Die Regenzeit ging dem Ende entgegen und mehr Touristen waren vor Ort. Dennoch war es nicht so überlaufen, wie ich am Anfang befürchtet habe.
 
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Ich hatte gestern einen langen Tag. Darum kann ich erst heute weiter berichten. Die Anreise erfolgte wieder mit Brussels Airlines. Von Berlin nach Brüssel und von dort nach Banjul mit Zwischenstopp in der senegalesischen Hauptstadt Dakkar. Dieses Mal lief alles reibungslos ab.

Nach dem Ausstieg wieder die 20 Euro gezahlt, das Visum erhalten und dann am Ausgang erwartete mich schon der Guide, der mich zur Appartementanlage brachte. Ich habe wieder im Ryan Apartments Gambia meine Unterkunft gebucht. Man erwartete mich bereits und so war ich schnell in meiner Ferienwohnung. Nachdem sich mein Guide von mir verabschiedet hatte, packte ich noch meine Sachen aus und ging um die Ecke, um Geld zu tauschen. Dann schlief ich erst einmal bis zum nächsten Morgen.

Eine Anmerkung zur Unterkunft. Die Straße vor der Anlage wird erweitert. Die Baumaßnahmen verursachten auch Lärm und der rote Staub kam aufgrund des dieses Mal fehlenden Regens auch auf der Terrasse an.

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Das Personal gab sich alle Mühe, tagsüber die Terrassen und das dort befindliche Mobiliar zu reinigen. Dennoch war es abends ganz schön staubig. Aber dafür konnte das Personal ja nichts. Es gab hinsichtlich der dort beschäftigten Mitarbeiter auch dieses Mal nichts zu kritisieren. In den nächsten Tagen berichte ich weiter.
 
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Am zweiten Tag besorgte ich mir erst einmal eine SIM-Karte und frühstückte. Auf dem Strip gibt es genügend Restaurants. Anschließend kaufte ich kleine Souvenirs, die ich immer verschenke, wenn ich wieder zu Hause bin. Dann lief ich über das Gelände des Senegambia Beach Hotels, um an den Strand zu gelangen. Von hier aus ging es erst einmal zum Poco Loco. Ich wollte nur eine kurze Rast im Schatten der Bäume machen und etwas trinken. Dann ging es weiter zur Unterkunft. Im Pool drehte ich noch einige Runden und dann war schon Mittagszeit. Am Nachmittag ging es zum Supermarkt und dann wieder an den Strand, wo ich mir von zwei hübschen Stranddamen die Hände und Füße pflegen ließ. Mit einer Dame verabredete ich mich für den Abend im Solomon's Beach Restaurant. Dann ging es wieder zur Unterkunft.
Abends traf ich mich mit meiner Verabredung. Es sollte beim Abendessen bleiben. Obwohl die Frau, sehr freundlich war, hatte ich ein komisches Gefühl und bezahlte ihr ein Taxi, damit sie nach Hause kam und ich sie schnell wieder los war. In den nächsten Tagen wusste ich, dass da tatsächlich etwas nicht stimmte. Telefonterror! Die Anfragen für ein weiteres Treffen wurden am nächsten Tag nicht wirklich angefragt, sondern massiv eingefordert. Immer wieder wurde ich an dem Tag angerufen. Irgendwann wurde mir das zu viel und ich blockierte diese Dame.
Zurück zum besagten Abend. Ich begab mich später noch zum Britannia und durfte feststellen, dass es diese Bar nicht mehr gab. Also zum Nachfolger des Time Inns. Wie immer, passten hier die Jungs von der Security auf, dass nur die unbewaffneten Mädchen hineinkamen. Jedenfalls mussten die paar Damen, die man hineinließ, ihre Tasche öffnen. Aber das kenne ich von dort schon. Weil auch hier die Straße erweitert wird, hat man die Damen vom Straßenstrich jetzt in unmittelbarer Nähe. Einige von denen wollten auch hinein, hatten aber keine Chance.
Ich stoppte erst einmal bei den Männern von der Türwache. Zwei von denen erkannten mich wieder. Immer wenn es mir an der Bar zu laut wird, verziehe ich mich nach draußen, um in Ruhe eine zu rauchen. Dabei bringe ich den Türstehern immer eine Cola mit. Die kommen da draußen häufig nicht dazu, mal in Ruhe etwas zu trinken und den Damen wird immer etwas spendiert, während man die Jungs draußen häufig vergisst. Ich habe ja schon im letzten Bericht erwähnt, dass ich auch diese Leute mit Kleinigkeiten bedenke. Das macht sich immer bezahlt. So auch dieses Mal. Die Jungs sagten mir, dass ich erst am nächsten Abend wiederkommen soll und frühestens um Mitternacht. Also blieb ich noch eine Weile dort. Dann fuhr ich zurück und begab ich mich ins Bett. In den nächsten Tagen geht es weiter.
 
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Der nächste Tag begann normal. Frühstück und Poolbesuch. Dann ging es wieder zu den Krokodilen, wie jedes Jahr!

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Am Nachmittag wieder ausruhen und warten. Dann war es wieder so weit. Mein Weg führte mich zum Time Inn. Dabei musste ich dieses Mal auf ein Taxi warten, weil es schon so spät war. Aber es kam dann doch noch eins. Als ich dann dort ankam, drehte ich erst einmal eine Runde. Es war so, wie ich es kannte. Laut! Darum begab mich bald nach draußen zu den Türstehern . Dort stand auch eine junge Dame am Tisch und redete mit den Jungs. Ich stellte mich einfach dazu und steckte mir eine Zigarette an.

Kurze Zeit später holte ich den Jungs eine Cola und brachte ihr auch eine mit. Ich wollte nicht unhöflich sein. Sie war sehr schlank und mit ihren 1,80 m so groß wie ich. Damit ein Typ Frau, auf den ich eigentlich nicht stehe. Aber irgendwann waren wir in ein Gespräch verwickelt und sie wurde mir immer sympathischer. Die Frau hatte Humor und war nicht auf den Mund gefallen. Jedenfalls ging ich nicht mehr hinein und sie blieb auch draußen. Ich hatte auch nichts dagegen. Es kam, wie es kommen musste. Sie landete bei mir im Appartement und die Nacht war großartig. Es geschah nun das zweite Jahr in Folge: Ich legte auf eine weitere Urlaubsbekanntschaft keinen Wert mehr. Die nächsten Abende und Nächte schlief sie bei mir. Manchmal trafen wir uns auch schon am Nachmittag. Einmal auch am Vormittag. Bei der Gelegenheit habe ich einen Strand kennenlernen dürfen, den ich vorher noch gar nicht auf dem Schirm hatte. Es handelt sich um Kasumai Beach. Einen Strandspaziergang sollte man vom Solomon's Beach Restaurant aus nicht machen. Das dürfte etwas weit sein! Ich habe mich mit dem Taxi dorthin bringen lassen. Leider hatte ich an dem Tag keine Möglichkeit, Fotos zu machen. Darum habe ich eins aus dem Netz genommen, dass der Realität nahekommt. Kurios waren für mich die immer wieder auftauchenden Kühe, die von dem Personal immer wieder von den Liegen weggetrieben wurden.
Die Liegen kosten nichts, wenn man Getränke bestellt. Am Strand gibt es Bäume, die für ausreichend Schatten sorgen. So kann man unbeschwert dort auf einer Liege den Tag vertrödeln. Ich habe dort den ganzen Vormittag und den Nachmittag mit meiner Schönen verbracht. Weil es dort auch Hotels mit Restaurants gibt, war das Mittagessen gesichert.
Das wars erst einmal für heute.

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Ich war krank und hatte darum nicht die Lust weiterzumachen. Aber nun geht es wieder. Also dann. Ich habe bereits von Kasumai Beach berichtet. Das war am vierten Tag. Am Abend ging ich mit meiner Urlaubsbegleiterin noch einmal aus. Wir aßen zu Abend und dann verbrachten wir noch etwas Zeit vor dem Fernseher und anschließend ging es ins Bett. Am nächsten Morgen standen wir früh auf und frühstückten. Dann hatte ich wieder einen Termin mit meinem Guide. Es sollte wieder zu einem Touristenziel gehen. Dieses Mal dauerte die Fahrt dorthin etwas länger. Die Insel, wo wir zu Mittag aßen, hieß Baobab Island und ist eine Ferieninsel mitten in einem Mangrovengebiet. Vorher aber ging es mit einem Motorboot in das Mangrovengebiet. Dieser Ort war von meiner Unterkunft ein gutes Stück entfernt. Wer die Einsamkeit liebt, kann sich hier einen Bungalow mieten. Aber als ich dort war, waren keine Gäste da. Es scheint hier erst nach der Regenzeit loszugehen.
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Am Nachmittag war ich wieder in meiner Unterkunft. Strandspaziergang allein und einige Runden im Pool folgten. Pünktlich zum Abendbrot war meine Begleitung wieder da und blieb auch dieses Mal bis zum nächsten Morgen. Der Rest folgt in den nächsten Tagen.
 
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Heute möchte ich zum Ende meines Berichtes kommen. Am sechsten Tag hatte ich noch eine Tour mit meinem Guide zum Viehmarkt. Da war ich auch schon letztes Jahr und habe im entsprechenden Bericht alles beschrieben. Darum fange ich hier nicht noch einmal damit an, denn mein alter Bericht ist ja hier noch vorhanden. Anschließend ging es nach Serekunda. Dort klapperten wir diverse Läden für Autozubehör ab. Ich wollte meinem Guide eine Freude machen. Sein Auto, ein betagter Opel Astra, machte ruckelnde Bewegungen und er jammerte mir vor, dass seine Werkstatt den Fehler nicht finden würde. Ich tippte darauf, dass das Einspritzsystem vom Motor verdreckt ist, sagte ihm aber nichts von meiner Vermutung und suchte einen entsprechenden Reiniger, den man in den Tank zum Benzin kippen kann. Es war gar nicht so ganz einfach, das zu suchen, ohne meinem Guide zu erklären, warum ich das haben wollte. Irgendwann wurde ich bei einem der gefühlt einhundert Läden und Stände fündig. Die Verkäuferin wusste gar nicht, was ich wollte. Dann tauchte ein junger Mann auf, hörte zu, ging nach hinten, kam zurück und stellte mir eine Flasche von dem Reinigungssystem auf den Ladentisch. Es war genau das, was ich haben wollte. Während der Rückfahrt kontrollierte ich den Füllstand vom Tank, spendierte zehn Liter Benzin, goss das Reinigungssystem an der Tankstelle dazu und sagte meinem Betreuer, dass er den Tank leer fahren muss. In dem Moment begriff er, dass die ganze Prozedur seinetwegen stattgefunden hatte. Überraschung gelungen! Nun erklärte ich ihm auch meine Hypothese bezüglich des Motorproblems. Dabei musste ich etwas abbremsen und ihm sagen, dass es sich lediglich um eine fünfzigprozentige Chance handelt. Es hat übrigens funktioniert. Zwei Wochen später bekam ich per WhatsApp einen begeisterten Bericht vom wieder tadellos fahrenden Opel Astra.

Am frühen Abend kam meine Urlaubsbegleitung wieder zu mir und wir gingen noch einmal aus. Die letzte Nacht folgte und am nächsten Tag verabschiedeten wir uns. Mein Guide brachte mich dann wie jedes Jahr zum Flugplatz und am nächsten Vormittag war ich wieder in Deutschland. Damit bin ich in diesem Jahr fertig. Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit.
 
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