Thailand Nach Thailand mit Partnerin

Di. 15.1.

Beim Frühstück war die Stimmung genauso besch… wie zuvor im Zimmer. Ich bekam währenddessen einen Anruf, ob wir uns am Abend mit einem Kollegen, der mit dessen Frau im Sheraton Sukhumvit abgestiegen war, abends treffen könnten. Ich sagte zu, dass wir ins Sheraton kommen und uns im Barbereich treffen. Sofort motzte sie, warum ich sie nicht fragen würde. Ich entgegnete, ob sie einen bestimmten Plan hätte – Schweigen. Dann kam noch eine Mail mit mehreren Angängen, die ich mit meinem Mobilteil nicht öffnen konnte, da sie per Code gesichert waren und das Teil sich weigerte, den Code anzunehmen. Da es einen wichtigen Eindruck machte fragte ich sie, ob sie noch mit zu den PCs ginge oder im Zimmer warten wolle. Sie wolle im Zimmer warten.

Okay, sie blieb im Zimmer und ich erledigte meinen Kram. Als ich nach unten kam, brach die Hölle aus. Ich wolle sie da oben sowieso nicht dabei haben, die Nutten da hätten mir einen geblasen, sie werde sich beim GM beschweren, und so ging´s nonstop. Wie soll man bei so einem Ausbruch von Paranoia reagieren, ich meine im gesetzlich legitimen Rahmen? Nachdem die Show in eine Endlosnummer ausartete, ließ ich sie im Zimmer stehen. Ich schnappte mir ein Taxi und fuhr zum Beergarden in die Soi 7, der langsam in Betrieb kam. Der Ärger steckte mir aber noch im Hals und alles, was so um mich rum kreuchte und fläuchte war mir nur störend und lästig. So lief ich die Suk wieder runter, trank unterwegs noch einen Kaffee und kam wieder ins Hotel zurück. D. h. ich ging noch durch das angebaute Kaufhaus, wo ich auf Aua stieß. Sie zog aber nur eine Fresse und ignorierte mich. Bei mir war einfach die Luft raus und hatte zu nichts mehr Lust. Ich verzog mich auf das Zimmer, schnappte mir ein Buch, legte mich auf´s Bett und versuchte so, meine mordlüsternen Gedanken zu vertreiben.
 
Irgendwann zwischen 14 und 15 Uhr tauchte Aua im Zimmer auf mit den dümmlichen Worten, ach, du bist da? Leute, es gibt Situationen, da hat man seine größte Not, das Adrenalin zu kontrollieren. Ich sagte ihr, dass ich Lust auf ein Stück Kuchen oder ähnliches habe, sie könne ja mitkommen, wenn sie wolle. Zu meiner Überraschung war ich wieder existent und sie wollte. Also gingen wir, ich musste auch durch einen Spaziergang meine Wut abbauen, zum Marriott, das eine ganz gute Konditorei hat und eine ganz nette Terrasse. Irgendwie verhielt sie sich jetzt stimmungsneutral. Trotzdem bekam ich langsam Angst, mich nicht mehr kontrollieren zu können. Das Bedürfnis, ihr den Hals umzudrehen, wurde immer stärker. In solchen Situationen klammere ich mich immer an kleine Strohalme, wie jetzt, dass ich mir sagte, okay, ich bringe noch den Termin heute Abend hinter mich, bevor ich sie im Chao Phraya versenke.

Es wurde auch langsam Zeit, mich für den Abend zu rüsten. Ob sie mitging war mir nicht klar, aber gleichzeitig auch egal. Wir nahmen ein Taxi zurück zum Hotel, sprachen aber kein Wort. Im Zimmer zog ich andere Klamotten an und wie selbstverständlich, machte sie ebenfalls Anstalten, sich umzukleiden. Sie fragte mich, was für Fummel sie tragen solle. Ich entgegnete, dass es mir wurscht sei, es ist ja kein Staatsempfang. Sie meinte, sie wolle sowieso nur sehen, was für eine Tussi der Kollege dabei hat, wahrscheinlich irgendeine Nutte. Es gibt Situationen, da sagt man besser nichts und erfreut sich an der fiktiven Vorstellung, ihr ganz langsam den Hals umzudrehen und den Anblick zu genießen, wie ihr langsam die Zunge aus dem Hals kommt.
 
Wir gingen dann runter, wo wie selbstverständlich der Fahrer wartete. Da nichts vereinbart war, hatte ich nicht mit ihm gerechnet, da es zum Sheraton ohnedies rationeller ist, die Skytrain zu nehmen. Ich sagte ihm aber gleich, dass er nicht zu warten bräuchte.

Der Kollege und dessen Ehefrau warteten bereits in der Bar. Ich kannte sie auch nicht, aber Entwarnung. Sie war ein Mama-Typ, von dem keine „Gefahr“ ausgehen konnte. Wir aßen im Hotel Restaurant noch etwas und besprachen dabei die ein oder andere dienstliche Sache. Ich hatte aber weder die Stimmung noch die Lust, den weiteren Abend gemeinsam zu verbringen und so zu tun, als hätte ich beste Laune. So verabschiedeten wir uns alsbald.
 
Korrekt.
Würde man diese Geschichte in einem Buch lesen, würden sich viele denken: "Was für ein Trottel, diese Hauptperson"
User raptor macht einen großen Fehler.
Er ist einfach viel zu ehrlich, sowas kommt selten gut an.

Viele denken sich das nur und halten einfach ihre Fresse.
Politisch Korrekt bleiben eben, um es im 'Zeitgeistsprech' auszudrücken.

Von mir aus. Jeder hat das Recht auf seine Meinung.

Und Tschüss (wenn ich Dich richtig verstanden habe)
 
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Du hast sie doch nicht wirklich noch mal mitgenommen, oder? Bisher hab ich noch niergendwo gelesen, dass sie reumütig gewesen wäre und sich mal entschuldigt hätte. Aber vielleicht ging sie bis dato immernoch davon aus, dass sie sich vollkommen "normal" verhält. Hast du wirklich nie geglotzt :roll:? Vielleicht hättest du das mal machen sollen, damit sie den Unterschied sieht :lach:!? Nene, im ernst, du stecktest wohl wirklich in einem Dilemma.

P.S. Ich find´s übrigens sehr interessant und unterhaltend. Deswegen werd ich vermutlich bis zum bitteren Ende mitleiden!!!

Eine ernstzunehmende Entschuldigung habe ich weder davor noch danach aus ihrem Munde vernommen. Sie glaubt nämlich gleichzeitig, sie sei perfekt, unfehlbar und alles was dazu gehört - also "normal"!

Dilemma ist das richtige Wort, denn an diesem Abend mußte ich tatsächlich "froh" sein, dass sie mitging. Wegen dem dienstlichen Kram...
 
Also ich bin noch dabei, ist doch spannend was da noch kommen mag. Im übrigen hatte ich mir auch überlegt eine Russin die ich schon länger kenne mit nach Thailand dieses Jahr ein zu laden, habe das dann doch verschoben. Bei ihr wäre in diesem Fall nicht die Eifersucht das Problem gewesen , sondern das unglaubliche klammern. Sie will mehr und ich meinen Spaß, also habe ich diese Idee doch wieder verworfen. ( sie hat ein Kind von uns abgetrieben und das als Frauenärztin ) Bei 6 Wochen Urlaub hätte ich aber so etwas einbauen können, denn schon allein das F…, ohne die blöden Überzieher allein macht schon wesentlich mehr Spass. Gruss Benzel

Also, Benzel, jetzt komme ich wirklich ins Grübeln. Ich selber war schon mal mit ner russischen Ärztin in Thailand und es war ein super Urlaub! Diese hatte zuvor auch abgetrieben, mittels einer befreundeten (russischen) Frauenärztin. Sie selber war/ist aber Allgemeinmedizinerin. Und dazu kommt noch, aus Deiner Region, auf der anderen Seite des Rheins. Ich hoffe sehr, wir meinen nicht die Selbe!

LG Thaivisit
 
Aua schreckt allerdings vor keiner Überraschung zurück. Als wir das Hotel verließen meinte sie, anknüpfend an ihre Wahrnehmung in der Patpong, ob wir nicht in eine GoGo gehen könnten. Ob Frauen da überhaupt hinein dürfen. Ich sagte ihr, die sind zwar nicht unbedingt das repräsentative Publikum, aber why not. Sie meinte, sie würde sich gerne eine ansehen. Gut, wenn sie meint, die Soi Cowboy ist ja nicht weit vom Sheraton entfernt. Ich erzählte ihr etwas von diesem Sträßchen, nicht dass sie falsche Vorstellungen hat und ich es wieder abkriege. Ja, meinte sie, in Ordnung.

So gingen wir also über die Brücke zur Soi Cowboy. Davor angekommen fragte ich der (meiner) Sicherheit halber, willst du wirklich. Na klar! Also gingen wir gemächlich die Gasse hinauf und sie machte keinesfalls einen erschreckten Eindruck. Beim Zurücklaufen fragte ich sie, ob sie eine bestimmte ins Auge gefasst habe, in die sie gerne gehen möchte. Nein, das sei ihr egal. Okay, egal gibt es zwar nicht (auch so ein Begriff, den ich an ihr liebe), und so ging ich in die nächst beste, worein sie mir auch mutig folgte. Es war eine Standard GoGo, in der sich die Mädels mehr oder weniger lustlos an der Stange räkelten. Wir setzten uns irgendwo an die Wand und bestellten unsere Drinks. Zum Teil zogen sich die Mädels aus und es waren auch einige nett anzusehende darunter.


Jetzt muss ich Euch leider mit Eurer Fantasie ca. 1 Woche allein lassen. Habe bereits geschrieben, dass ich nä. Woche bis Do. im Flieger unterwegs bin.

LG Thaivisit
 
@Thaivisit

ich finde deinen bericht nach wie vor sehr interessant. Vielleicht auch deswegen, weil ich vor Jahren auch eine sehr eifersüchtige Lebensgefährtin hatte, die ich dann, wo das Maß voll war, auch abschoss. ( Eine Deutsche )

In deinem Bericht kann ich viele Parallelen finden..........

Danke Santos. Ich glaube wer sowas, zumindest ähnliches, noch nicht erlebt hat, hat nicht gelebt.

LG Thaivisit
 
So ist es - den "Dachschaden" haben immer die anderen! Das ist das Verrückte an solchen Menschen, die kriegen es einfach nicht mit - und wollen es auch nicht. Denn sonst würde das "Kartenhaus" ihres Selbstbildes zusammenpurzeln.

Gruss

Cavigliano

Erinnert mich an ein paar Kommentare in diesem Thread

LG Thaivisit
 
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