Pattaya Nichts erwartet und trotzdem entäuscht – Existenzkrise in Pattaya

Franke

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Prolog

Eigentlich sollte hier als Topicüberschrift „Tapetenwechsel Sosúa- über Silvester in der DomRep“ stehen und wer bis noch jetzt dem Bericht folgen kann, wird kombinieren können das es doch mal wieder anders gekommen ist, als wie es sollte. Was war passiert?

2014 war der Wendepunkt in meiner beruflichen Karriere. Was sich über Jahre angedeutet hatte wurde in diesem Zeitraum wahr und ich bekam höhere Verantwortung in meiner Firma zugeteilt. Dies bedeutete, das ich ein neues Umfeld erst kennen lernen musste und so entschied ich mich, meinen bis dato traditionellen Sommerurlaub der immer im August ist, zu streichen und konzentrierte mich auf den Wintermonat Dezember.


Ich entschied mich für ein südamerikanisches Domizil: Puerto Plata. Was mich besonders reizte, waren dort (logischerweise) die einheimischen Mädels. Nicht nur das ich auf dunkle Haut besonders abfahre, die haben auch etwas was ich bei thailändischen Mädels vermisse und das sind: Kurven!

Das Problem, welche ich bei thailändischen Mädchen sehe, sind ihre Figuren: ich kann mit diesen „Klappergestellen“ einfach nichts mehr anfangen, was jetzt nicht heissen soll das ich einen Fett-fetisch habe: im Gegenteil. Aber wenn ich mir die DomRep Mädels anschaue, dann sehe ich dort Proportionen, die weitaus sexuell anregender sind. Die sehe ich bei asiatischen Mädchen leider nicht und kann dies nur durch Optik kompensieren, wo wir wieder bei dem Problem der fehlenden Kurven wären.

Mein Entschluss stand fest! Aufgrund eines ereignisreichen Berufsjahres sich voll und ganz auf die Arbeit konzentrieren und Thailand aus dem Kalender streichen oder zusammengefasst: „Tapetenwechsel Sosúa- über Silvester in der DomRep“. Bevor ich mich aber voll und ganz auf die Mädels auf Sosúa in der Dominikanischen Republik konzentrieren konnte, musste ich noch mit zwei Mädels in Pattaya in Thailand abschliessen.

21.Januar 2014

Bei meinem letzten Pattaya Aufenthalt im August 2013 sind meine SLT Nam & ich nicht gerade in Freundschaft auseinander gegangen und vielleicht erinnert sich der ein oder andere Stammleser, das ich am Ende meines Reiseberichts schrieb, das sie ja bald Geburtstag hätte und ich ihr auf alle Fälle zu diesem Tag etwas schenken wollte.

Es gibt im WordWideWeb einen ganz tollen Service, der sich Floraqueen.com nennt. Hier kann man Blumen und mehr online bestellen und an eine Adresse via Paketdienst schicken lassen. Der Versandkostenanteil ist sehr gering, daher der Service im jeweiligen Land abgeschlossen wird. Ich entschied mich für ein Bouquet bunter Rosen. Als kleine Geschenkzugabe konnte man unter einer Vielzahl an Utensilien wählen: ich entschied mich für einen kleinen Teddybären sowie eine Flasche Rotwein. Ich ließ das Paket an ihre Bar schicken, daher ich die Adresse über die Homepage ausfindig machte. Der ganze Spaß hat mich um die 114 €uro gekostet und kam pünktlich zu ihrem Geburtstag an.
Anhang anzeigen NamBirthday210114.jpg

Das Foto stammt von einem anderen Mädel von Facebook. Mein (kleiner) Teddy, mein Rotwein und die Blumen stehen bestimmt auch irgendwo rum. ;) Zwar stand mein Name als Adressat auf dem Paket als auch auf der Glückwunschkarte, trotzdem hab ich zu diesem Zeitpunkt kein Dankeschön von Nam gehört. Zwar hatte sie mich nach meinem Abschied aus ihrer Facebook Freundesliste gekickt, trotzdem hatte man noch die Option sich Mails zu schreiben bzw. zu chatten. Von ihr kam aber keine Nachricht, aber damit konnte ich leben. Als Customer habe ich ihr eine kleine Aufmerksamkeit zum Geburtstag geschickt: mein Gewissen war beruhigt, schönes Leben noch und ab zum nächsten „Patienten“.

21.Februar 2014

Bevor ich mich aber dem anderen Mädel aus Pattaya widmete, gingen meine Planungen für meinen südamerikanischen Trip voran. Leider gab es von Deutschland aus keinen einzigen Nonstop Flug nach Puerto Plata. Für Dezember wurden nur Flüge mit Zwischenstopps angekündigt, die von 1-2 Tagen gingen. Je billiger der Flug, desto länger der Zwischenstopp. Hier musste man dann natürlich eventuelle Hotelkosten mit einbeziehen, was mich tierisch ärgerte daher dies nur ein unnötiger Unkostenfaktor war. Leider gab es auch hier im Forum keinerlei Hinweise, wie man so ein Szenario ausweichen konnte. Einzigste Möglichkeit wäre einen anderen Flughafen im Süden ansteuern, um dann mit dem Mietsauto Richtung Norden aufzubrechen.

Trotz alle dem fand ich eine Verbindung von München über New Jersey. In dieser amerikanischen Stadt hätte ich dann eine Nacht Aufenthalt, bevor es am nächsten Tag weiter in die Dominikanische Republik Destination Puerto Plata ging. Der Rückflug wäre dann über Manchester mit einer Stunde Zwischenstopp weiter nach München gegangen.

Für den Flug hätte ich 890 €uro bezahlt, für das amerikanische Visum 10 €. Das Hotel in New Jersey wäre für eine Nacht bei 60 € und ein Hotel in Puerto Plata hatte ich für neun Nächte auch schon für 245 €uro oder für 27 €uro pro Nacht. Definitiv teurer als für meine Verhältnisse in Pattaya, wo man gerade beim Flug über 200 € und beim Hotel über 100 € einsparen konnte.

Was mich aber besonders skeptisch an Sosúa machte, war das mehr oder weniger nicht vorhandene „Nightlife“. Während die Stadt Pattaya eine reine Amüsiermeile ist, gibt es in Sosúa gerade mal eine Route wo sich alles von Diskotheken bis Gogos finden lässt. Der Rest besteht hier aus Freelancern und dann kommt auch schon der Strand, wie sich auf folgenden Foto belegen lässt.

Anhang anzeigen nighlife.sousa.jpg

Die eingezeichnete Linie ist der Spot von meinem Hotel bis zum Strand. Die „Pedro Clisante“ Strasse ist hier dabei das Epizentrum von Sosúa, was Freelancer und diverse Gogos angeht. Wie nicht all zu schwer zu erkennen, reden wir hier von einer Strasse und einem Gebiet von nicht größer als 900 qm. Ich sah das Problem einfach in der Infrastruktur, daher ich ja wie aus meinem letzten Reisebericht bekannt ist, ja mehr der Diskothekengänger als dieser Hardcoreficker bin.

Informationen in Sachen Sextourismus über das Einzugsgebiet gab es wenig bis überhaupt nicht und ob die Diskotheken als auch das Nightlife wirklich meine Bedürfnisse stillen konnten, wagte ich zu bezweifeln. Immerhin „musste“ ich es dort zehn Tage (25.12.14 bis 03.01.15) aushalten und nur wegen den Mädels so einen Unkostenfaktor zu betreiben, hielt ich für unangebracht.

Ein Konflikt, der mich zum verzweifeln brachte und sich die Frage stellte, ob dieser Trip nach Südamerika noch eine gute Idee war.

24.Februar 2014

Vier Wochen nach Nam´s Geburtstag erreichte mich doch tatsächlich eine Mail über Facebook von ihr. Sie fragte nochmal wegen den Blumen nach, ob die auch tatsächlich von mir kamen. So ganz konnte sie das auch nicht verstehen,warum ausgerechnet ich ihr was schenkte. Ich meinte dann nur verallgemeinernd, das ich halt eine nette Person bin die an andere Menschen denkt, wenn diese Geburtstag haben. Nam richtete mir dann noch ein „großes Dankeschön“ aus.
 
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14. April 2014

Ich stellte mir selber die Frage, in wie weit ich mich noch in meinem Berufsalltag fokussieren konnte. Mir wurde immer mehr bewusst, das ich gerade dabei war über einen längeren Zeitraum ohne jeglichen Kontakt zur „Aussenwelt“ einen Standpunkt vertreten musste: im August 2013 war mein letzter Urlaub und mein Trip nach Südamerika sollte erst Dezember 2014 starten.

Ich erinnerte mich in meiner letzten 19 jährigen Berufskarriere am Stück, das es vor ein paar Jahren einen ähnlichen Fall gab: wo ich mir einfach keine Auszeit gönnte. Da arbeitete ich zwei Jahre durch und wurde in dieser Zeit richtig „anstrengend“. So etwas ist keineswegs förderlich für das Betriebsklima und ich muss mich einfach dazu zwingen, mal vom Berufsalltag abzuschalten.

Das ist wie bei euch, gerade jetzt (mehr oder weniger) nach der Fussball-Weltmeisterschaft: ihr seit nach 96 Stunden Spielzeit mit eurer Couch zu einer Persönlichkeit verschmolzen. Neben den fettigen Haaren und euren klebrigen Fingern, die ihr euch in vier Wochen dank Fast-Food und salzigen Gebäck angeeignet habt, gibt es noch massivste Einschnitte in eurer Körperhygiene. Kurzum: ihr stinkt!

Da kommt der Punkt, wo ihr euren inneren Schweinehund überwindet und euer Verhalten ändern müsst, um wieder ein aktives Mitglied der Gesellschaft werden zu können. So ähnlich kann man sich das beim Franke auch vorstellen. Er führt eine wunderbare Dreiecksbeziehung mit seinem Fitnessstudio und seiner Berufung (natürlich dem Geld dahinter) jeden Tag als Nummer Eins dazustehen, um Leute zu beeindrucken. Hier gibt es keine Verlierer, nur Gewinner!

Bedauerlicherweise ist die Euphorie im Alltag dahinter größer als die vorhande psychische Belastung. Dann kommt der Zeitpunkt, wo sich der Franke zu einer Auszeit zwingen muss. Das ist so ähnlich wie die tägliche Flüssigkeitszufuhr: ihr seit nicht durstig, solltet aber trotzdem 1,5 Liter Wasser zu euch nehmen, damit ihr gesund bleibt.

Ich cancelte also meinen Trip in die dominikanische Republik, den ich im Dezember antreten wollte. Hier machte mir aber die US Airways, bei der ich den Flug gebucht habe, einen Strich durch die Rechnung. „Dank“ der nicht vorhandenen Reise-Rücktrittsversicherung würde ich keinen Cent sehen, sollte ich das Ticket jetzt stornieren. Ich bekam aber einen Gutschein, den ich dann für eine Reise in die USA in das neue Jahr für acht Tage (davon zwei Tage New York) eintauschte.
Parallel dazu buchte ich Pattaya für den August. Aus meinem vergangenen Reisebericht wusste ich ja, das über zwei Wochen Aufenthalt für mich zuviel sind, musste aber soviel Tage rausspringen lassen, das sich wenigstens der Flugpreis rechtfertigt. Ich habe dann elf Tage im Nightstar INN (etwa 13,50 €uro pro Nacht) gebucht, daher ich mit dieser Location, welche sich in der paralellen Strasse der Walking Street befindet, sehr gute Erfahrungen gemacht habe.

Danch hab ich mir über swoodoo.com einen Flug rausgesucht. Hier gab es sogar einen mit Zwischenstopp in der Ukraine für unschlagbare 350 €uro. Der war deswegen so billig, weil zeitgleich dort in Kiew der „Kalte Krieg reloaded“ oder so ähnlich, stattfand (keine Ahnung: Aussenpolitik ist nicht so mein Fall). Leider war dieser aber schon vergriffen, was nicht heissen soll das ich trotzdem für meine Verhältnisse günstig wegkam: ein nonstop Flug vom München nach Bangkok für 700 €uro.

Zu guter letzt musste ich nur noch vom BKK Airport nach Pattaya kommen. Hier buchte ich mir ein Ticket über Bell Travel Service online. Man fährt mit dem Bus vom Airport zum Busbahnhof nach Pattaya. Dort steigt man in einen Van, der einem zum Hotel bringt.
Natürlich geht das auch (optional) in umgekehrter Reihenfolge, wenn es wieder nach Hause geht. Man wird vom Hotel mit einem Van abgeholt und am Busbahnhof wird dann umgestiegen, der dann direkt zum BKK Airport führt.

Die Homepage bei der Reservation ist so konzipiert, das man zu einer festen Uhrzeit den Bus bucht und eigentlich nur sein Hotel in einer seperaten Auswahl ankreuzen muss. Nach dem man mit der Kreditkarte bezahlt hat, kann man sich einen Voucher rausdrucken.

Anhang anzeigen BellTravelService.jpg


Nach Pattya und zurück zum Aiport kostete mich der Bustrip ungeschlagene 10,63 €uro. Normalerweise zahlt man alleine über 20 €uro für ein Taxi einfach vom Airport nach Pattaya, demzufolge hatte ich mir über 30 €uro gespart (welche sich sinnvoller in den Aufenthalt investieren lassen).

Zum Abschluss kontaktierte ich noch Nam via Chat, das ich im August wieder nach Pattaya komme und fragte sie, ob sie mich wiedersehen will (also ich wollte sie eigentlich nicht wiedersehen: fragte das nur anstandshalber). Sie meinte „warum nicht“ und wir kamen ins (belanglose) Gespräch, was darin endete das wir uns nochmal den ganzen emotionalen Scheiss von der Seele laberten, was uns ja im Endeffekt bei meinem letzten Pattaya Aufenthalt „auseinander gerissen“ hat.

Am Ende des Tages waren Nam und ich wieder (Facebook) Freunde und mein Sommer Urlaub war gerettet. Dennoch und das erklärt auch die Überschrift: Enthusiasmus sah anders aus und wird am Ende des Prologs aufgeklärt.
 
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02. Juni 2014

Neben Nam, die bei mir (eher unfrewillig) einen bleibenden Eindruck durch meine Trips nach Pattaya hinterlassen hat, gesellte sich Jodie letztes Jahr (wo dieses Foto entstand) hinzu.

Anhang anzeigen JodieFranke.jpg


Von Jodie war ich wie aus meinem letzten Reisebericht zu lesen, schon sehr begeistert. Sie ist mehr der „good time“ Charakter, der im Insomnia gerne tanzt anstatt der „Megafick“ den man billig aus der Bar rausziehen kann. Der Sex war nicht gut: ich denke von den zwanzig Nummern, die ich bis dato bei meinen (drei) Besuchen in Pattaya geschoben habe, dürfte sie so der drittschlechteste sein. Details gab es ja genüge in meinem letzten Bericht, was mich aber nicht davon abhielt sie sehr zu mögen.

Wir sind auch nach meiner Abreise eine zeitlang (über Facebook) in Kontakt geblieben, aber eine Unterhaltung auf einer anderen Ebene kam hier nicht zustande bzw. hatte ich auch keinerlei Bedürfnis danach. Ausser „miss you“ und Gedöhns kam da nicht viel an. Trotz alle dem fand ich es nicht in Ordnung, das so ein nettes Mädel mit einem Schrott Handy sich in der Öffentlichkeit blicken ließ.

Wie ich sie im August 2013 kennen lernte, hatte sie ein Samsung Galaxy: das Teil hat einen winzigen 3,5 Zoll Touchscreen, eine popelige 5 MP Kamera und kostet neu keine hundert Euro mehr. Ich war teilweise so entsetzt, das ich hier im TAF um einen Sponsor für ein neues Mobiltelefon für Jodie bat. Bedauerlicherweise schien sich aber in den letzten zwölf Monaten niemand gefunden zu haben, so das der Franke sich mal wieder um eine Lösung des Konflikts bemühen musste.

Ich wusste aber auch, das ich Jodie nicht wirklich wiedersehen wollte. Klar: wenn man sich im Insomnia über den Weg läuft, kann man ja situationsbedingt zusammen abhängen. Meine Devise lautete aber weg von den Bargirls und mir mal mehr Exklusivität der Gogos gönnen. Ich schrieb ja schon in meinem letzten Reisebericht darüber, das Qualität nun mal mehr kostet und ich wollte mich in Zukunft auch daran orientieren. Hier kommt allerdings noch eine Fußnote dazu, wo ich am Ende des Prologs noch einmal drauf eingehen werde.

Jodie war zwischenzeitlich als SLT unterwegs: der Typ, gutaussehend, jung und aus Deutschland kommend, machte mir doch über seine Facebook Fotos, die er fleißig via „Markierung“ postete, einen rechten LKS Eindruck. Jodie schien den aber nicht abgeneigt zu sein und ich denke, sie war mal froh das sie nicht nur mit „Butterflys“ zu tun hatte bzw. jemand da war, der sich auch über einen längeren Zeitraum um sie kümmert. Das machte sie auch in ihren Posting bei Facebook bemerkbar und man könnte sagen, das dies wohl eine Art Bargirl / Customer Fernbeziehung auch zum heutigen Stand ist (falls es so etwas geben sollte).

Ich muss ganz ehrlich zugeben, das ich schon ein wenig mental angeschlagen war bei diesem harmonischen Anblick der beiden. Eifersucht würde ich nicht sagen (ich lass mich doch mit keiner Prostituierten ein), aber das man auf einmal nicht mehr die Nummer eins ist, wie es einem die Girls gerne vorflunkern, machte mich schon nachdenklich. Innerlich schloß ich mit Jodie ab: sie hatte ja jetzt jemanden an ihrer Seite (wie auch immer das ausgehen mag) und das ich da noch einmal bei ihr auftauche bzw. sie sich dann vor mir künstlich aufspielt, hielt ich für mehr als unangebracht. Als Schlussfolgerung daraus kickte ich sie von meiner Facebook Freundesliste.

Nur war da noch die Sache mit ihrem Krüppel Handy. Ich konnte es einfach nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, mit Jodie im August letzten Jahres so eine gute Zeit gehabt zu haben (wenn nicht die beste in meinem Leben) und mich (neben der Entlohnung nebenbei) nicht irgendwie erkenntlich zeigen zu können. Also entschloss ich mich, ihr ein neues Handy zu kaufen, weil sie es auch wirklich verdient hatte.

Ich fragte erstmal Onkel Ebay, wie es denn so preislich mit Samsung´s aussah: schnell war auch ein Galaxy 4 gefunden, aber selbst gebraucht kosteten die noch über 200 €uro. Soweit ging dann meine „Liebe“ doch nicht und fing zum vergleichen an. Über meinen Arbeitgeber hatte ich die Möglichkeit, elektronische Ware zum Nettopreis einkaufen zu können: mein HTC Butterfly (8 MP Kamera / 5 Zoll Touchscreen) kaufte ich mir im Januar 2014 generalüberholt für 190 €uro.

Für Jodie wollte ich etwas in der ähnlichen Preisklasse, aber etwas von Samsung, weil die nunmal eben einfacher bei den Mädels zu bedienen sind (weil jeder entweder ein Samsung oder ein Iphone hat). Ich fand dann ein Samsung Galaxy S3 mit einem 4,8 Zoll Touchscreen und einer 8 MP Kamera generalüberholt für einen Nettopreis von 120 €uro. Ich kaufte das Teil, weil das war sie mir wert.

Ich lud den Akku komplett auf und installierte über meine Sim Card alle gängigen Applikation wie Facebook und Konsorten über meinen Google Plus Account auf die Festplatte (sogar ein SMS Programm in thailändischer Schrift hab ich drauf). Danach löschte ich meinen Account wieder und das Handy was betriebsbereit.

Jetzt war es ja so, das ich Jodie auch aufgrund ihres tendenziellen Sponsors nicht unbedingt wieder sehen wollte. Vor ihr in Pattaya anrauschen, mit dem Handy wedeln und einen auf „Sugar Daddy“ machen, entspricht nicht meinem Stil. Deswegen schickte ich ihr neues Mobiltelefon per Post. Ich wusste ihren Namen, ich wusste die Strasse wo sie arbeitet und ich kannte die Postleitzahl. Was ich nicht wusste, war die Hausnummer der Bar wo sie arbeitet. Sie danach fragen wollte ich aus den genannten Gründen nicht, deswegen fragte ich jemanden der in der genau selben Strasse arbeitet wie sie: Nam.
 
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Blöd kam ich mir aber schon vor: wegen einem Girl ein anderes Girl fragen. Da ist zum großen Teil ja Eifersucht vorprogrammiert und deswegen ging ich behutsam vor. Ich fragte Nam über Facebook, ob sie mir den gefallen machen könnte, die korrekte Hausnummer ausfindig zu machen bzw. ich ihr das Mobiltelefon zuschicke und sie es dann in der Bar ausliefert. Nam meinte aber erstmal, das sie ein Foto von dem Mädel sehen wollte: ich schickte ihr ein „Selfie“ und Nam flippte aus.

Das sie die Bar kenne, aber dort mit niemanden spricht. Wieso ich sie nicht selber frage und wieso sie das jetzt auf einmal machen sollte? Zitat Nam „and what the fucking reason about me? Why you not try to talk with her anyways?“ Ich meinte dann nur, das sie mir doch schnell den gefallen machen könnte: immerhin war ich ja so nett und hatte ihr was zum Geburtstag gekauft, was ich mit einem augenzwinker smiley dekorierte.

Nam meinte, das das kein Grund sei, zu dem Mädchen zu gehen. Es sei nicht ihr Job, so etwas zu machen. Überhaupt hat mich ja keiner dazu aufgefordert, ihr was zum Geburtstag zu schicken. Das ist mir dann ein wenig zu blöd geworden. Zitat Franke: „I only need that fucking adress, i mean is that too much to ask? You work about 200 meters far away from that bar, you just go outside to your right, go to the bar, ask for that housenumber and tell it me“.

Nam blieb bei ihrem Standpunkt, ich checkte das das zu nichts führte und meinte zu ihr, das ein einfaches „nein“ auch gereicht hätte. Sie meinte dann noch, wenn ich die Adresse nicht herausfinden sollte, das sie eine Freundin los schickt: sie würde es auf keinen Fall machen. Ich meinte dann nur „danke für gar nichts“ und die Konversation war damit erledigt.

Auf Nam konnte ich also nicht zählen, deswegen fragte ich ein anderes Mädel welche in der gleichen Bar wie Jodie arbeitete. Ich kannte sie noch aus meinem letzten Aufenthalt im August: zusammen mit Jodie hatten wir als Gespann öfters zusammen im Insomnia gefeiert. Ich hatte sie auch später auf Facebook geaddet, auch ein paar die Foto von uns beiden. Allerdings musste ich die später wieder löschen, daher sie sonst Probleme mit ihrem Freund oder wie wir es nennen „Sponsor“ bekommen würde.

Ich schrieb sie also über Facebook an: nennen wir sie Col. Ich meinte also zu Col, das ich ihre Adresse von der Bar benötigte, um Jodie etwas schicken zu können. Sie sprach mich gleich drauf, an das es eventuell ein Geschenk sein könnte und kam auf ihren Geburtstag zurück, ob ich da nicht gleich was drauf packen würde.

Ich fragte ohne großartige Vorbehalte, was sie sich den so vorstellt. Meine letzten Mitbringsel aus der Heimat kannte ich natürlich: Sachen wie Parfüm oder Handtaschen sind dort der Klassiker. Col meinte aber, dass es Schuhe sein sollten. Ich dachte mir: „wie einfach ist das denn“. Also fragte ich Tante Zalando erstmal nach preisgünstigen Artikeln. Allerdings hatte ich die Rechnung nicht mit Col gemacht, die sehr genaue Vorstellungen hatte: irgendwann hatte sie mir Treter über die Facebook Bildersuche gesendet, die über 150 € wert waren. Für eine Adressenauskunft wollte ich das nie und nimmer ausgeben!

Ich bot ihr also eine Alternative an: wie wäre es mit 2000 Baht über Western Union für ihren Geburtstag (dessen Datum auch anhand ihres Facebook Profils übereinstimmte)? Col war von der Idee sehr begeistert und ich übernahm die Überweisung. Problem war aber, das Col nicht ihren richtigen Namen über Facebook angegeben hatte, ich der Vermutung war, dass dieser aber stimmte.

Innerhalb einer Stunde meinte ich dann zu Col, dass sie an einer naheliegenden Western Union Bank vorbeischauen könnte. Mit Transaktionsnummer ausgerüstet, schrieb sie mir zurück dass sie das Geld nicht abheben könnte. Ich fragte sie wo das Problem sei: es kam dann auf Nachfragen raus das sie eben nicht ihren richtigen Namen bei mir angegeben hatte und ich diesen natürlich jetzt bei Westen Union hinterlegt hatte. Ich löste dieses ganze Problem dann telefonisch: eine sehr freundliche Dame mit ziemlich harten ausländischen Akzent, versuchte ich begreiflich zu machen, das wir den Namen des Abholers ändern müssten.

Während sie einige Personalien von mir benötigte um mich zu identifizieren, lief parallel auf meinem 39 Zoll HDTV Nickelodeon: Spongebob Schwammkopf zur besten Mittagszeit und ich dachte mir, dass diesmal wieder so eine Situation ist, die man nicht alle Tage hat. Ich überweise einer Prostituierten eine höheren Betrag zu ihrem Geburtstag und parallel läuft eine Kindersendung.

Gesagt, getan war der Auftrag schnell erledigt und ich schrieb Col über Facebook an, das sie nun das Geld abholen könnte. Kaum zu Ende geschrieben, kam von ihr auch schon die Bestätigung, das die das Geld bereits in den Händen hielt. Sie muss wohl während dieser Zeit beim Western Union Office herumgelungert haben, daher ich eben noch die Telefonistin am Hörer hatte. Fakt war aber, dass ich eine zufriedene Col hatte und diese mir nun selbstverständlich die Adresse der Bar überreichte, in der Jodie arbeite.

Ich packte Jodie´s Mobiltelefon in einen wattierten Briefumschlag, schrieb meinen Namen drauf und klebte diesen zu. Diesen Briefumschlag packte ich einen weiteren wattierten Briefumschlag und schrieb die Adresse auf diesen. Das Ganze sendete ich per Post via Einschreiben: zusätzlich beantragte ich noch eine Versicherung über 120 € (der Wert des Mobiltelefon), falls sie mir das Teil auf den langen Weg dorthin doch schrotten sollten. Diese kostete mich gerade mal über die Deutsche Post drei Euro zusätzlich. Zusammen mit der Einschreibegebühr und den Versand kostete mich der Transfer von Franken nach Pattaya gerade mal 8,60 €.

Anhang anzeigen UmschlagDeutschland.jpg
 
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12. Juni 2014

Über die elektronische Sendungsverfolgung konnte ich den Brief problemlos verfolgen. Gerade mal zehn Tage dauerte es, als Col mich anschrieb dass sie tatsächlich den Brief in ihren Händen hielt. Netterweise sendete sie mir ohne irgendeine Aufforderung meinerseits beiliegend noch ein Foto von sich.

Anhang anzeigen ColUmschlagPattaya.jpg

Ich bat sie den Brief an Jodie die zu überreichen, ohne dabei zu sagen das er von mir kam. Ich habe ja bereits geschrieben, warum ich mit Jodie keinen Kontakt mehr haben wollte. Nichts desto trotz sendete mir Col noch zwei Fotos von Jodie mit ihrem neuen „Erwerb“.

Anhang anzeigen JodieUmschlag.jpg Anhang anzeigen JodieHandy.jpg


Jodie schrieb mich zwar nochmal an, bedankt sich für das Mobiltelefon und fragte mich wie es mir geht: allerdings antwortete ich nicht zurück. In den nächsten Tagen schaute ich ab und zu mal auf ihrer Facebook Seite vorbei, die sie öffentlich ließ (weil sie offensichtlich nicht kapiert, wie man die Einstellung privatisiert). Die Qualität der Facebook Einträge wurde besser und die Fotos dank der neuen 8 Megapixel Kamera konnten sich auch sehen lassen. Ich war sicher, ihr einen Gefallen gemacht zu haben, den sie verdient hat. Das Thema Jodie war damit beendet.

02. August 2014

Ich sitze hier und schreibe die letzten Zeilen des Prologs. Nächsten Samstag geht es los! Das Problem ist: Motivation sieht anders aus... Das kann daran liegen, das es momentan einfach zu gut in meinem Berufsleben läuft und mich nur ungern aus diesem „Wohlfühlfaktor“ herausziehen lasse oder (und das ist die wahrscheinlichste Erklärung) ich doch ganz genau weiß, was mich in Pattaya wieder einmal erwartet.

Das Problem ist einfach, dass ich mich offensichtlich mittlerweile satt gesehen habe an diesem Etablissement. Ich weiss doch ganz genau, das ich wieder den ganzen Tag damit verbringen werde, nur nach dem besten zu suchen! Aber wird mir dann auch das Beste geboten? Das ist nämlich der Knackpunkt!

Es gibt genau zwei Kategorien von Frauen in Pattaya, mit denen ich in der Kiste war. Die eine Kategorie glotzt mich während der Nummer unentwegt an und gibt mir durch ihren unsicheren Blick das Gefühl, das sie auch ja alles richtig machen muss und die andere Kategorie stöhnt sich so unnatürlich durchs Zimmer, das man sich durch dieses Schauspiel nur noch fremd schämen kann. Ich wäre wirklich die allerletzte Person auf dem Planeten, der bei dementsprechender Leistung nicht mehr zahlen würde als der übliche Durchschnitt. Aber finde mal genau diese aus diesem Hühnerbecken: eine die sich traut mal Iniative zu übernehmen!

Ich muss mich doch selber fragen, in wie weit ich mir das selber noch antun muss. Die Suche nach dem besten ist doch ein ewiges Auf und Ab und wenn ich dann das Beste gefunden habe, muss ich das gleich wieder toppen. Dieser Kreislauf ödet mich mittlerweile nur noch an. Warum muss ich überhaupt in dieses Schema passen? Das ich hier einen tollen Reisebericht abliefere?

Ich weiß auch langsam, von vorher meine Absch(l)ussprobleme kommen: offensichtlich machen mich die Mädels nicht richtig scharf genug oder wie auch immer man das nennen will. Also ist es nicht meine Schuld das ich nicht zum Abschuss komme, sondern denen ihre und zwar deswegen, weil sie nicht vernünftig ihren Job nachgehen. Ich dachte immer „Mensch Franke: lass dich doch mal mental fallen. Arbeite mal an dir“. Falsch: es lag nie an mir! Es lag alles an denen!

Und der erste, der wo mir mit Devil´s Den kommt: vergiess es! Da fickst du entweder zu tode oder du wirst zu tode gefickt. Die sind immerhin zu zweit: da könnt ihr euch vorstellen, wer als „Verlierer“ „rausgeht“. Das hat für mich keine Lobby, mal davon abgesehen: ich hab auf jeder Gangbang Party mehr Spaß als bei diesen Durchschnittsnummern.

Ich werde rüberfliegen und einfach nur Spaß haben. Selbst wenn es damit endet, dass ich überhaupt keine Nummer schiebe. Das wäre ein weiterer trauriger Rekord für die Ewigkeit, aber bevor ich mich auf Durchschnitt einlasse, mache ich lieber gar nichts mehr.

Ich durfte mir das FIFA World Cup Finale auf einem 79 Zoll LCD-Fernseher ansehen: wie Götze das Tor in der Verlängerung geschossen hat, habe ich glaube ich einen Ständer bekommen. Da bleibt doch die Frage offen, in wie weit ich noch Pattaya brauche und ob ich mich lieber wieder auf Güter konzentrier sowie meine Daseinsberechtigung im Forum „ad acta“ lege.

Ab in den Urlaub mit einer Abneigung gegen alles und jeden. Ich werd mich als Newbie wieder ins Getümmel stürzen ohne jeglichen Hintergedanken und lasse die Nächte auf mich zukommen. Ich denke dies hat auch ein gewisses Potenzial und dann wollen wir doch mal sehen, was unterm Strich herauskommt.

Bis die Tage, euer Franke.
 
Ich möchte als aller erstes mal auf meinen persönlichen Ablauf des Reiseberichts eingehen: es ist so das ich zu Kommentare von anderen Membern, ob sie nun positiv oder negativ sind, wenig bis überhaupt keine Anmerkungen mehr mache. Es hat sich in den vergangenen Berichten gezeigt, das ihr euren Standpunkt vertretet (was auch hier wieder „wunderbar“ zu sehen ist) und ich mit meiner Argumentation dagegen wenig ausrichten kann. Wenn ich es versuchte, dann hieß es „der Franke polarisiert“ und am Ende hatte man dann eine vierseitige Diskussion: der Beitrag wurde gesplittet und ich hab eine Verwarnung erhalten.


Was ich aber gut finde, ist dieses typisch-deutsche. Erstmal alles in Frage zu stellen und besser machen wollen, was wie bereits erwähnt auch gut ist: sonst wären wir ja nicht die Nummer Eins auf der Welt. Mir persönlich geht es aber nur noch darum, mich ordentlich hier zu verabschieden und am Ende hat halt dann Pattaya / das TAF eine Attraktion weniger.


Wie sieht es mit Pattaya Aufenthalt aus?

Erstmal geht es heute nachmittag mit dem Zug Richtung München Flughafen, danach via Nachtflug nonstop nach Bangkok. Wenn alles klappt bin ich rechtzeitig zur „Primetime“ in Pattaya und kann dort dann die nächsten elf Tage durchstarten. Ich versuche mich Richtung Freelancer zu halten, einfach mal um Erfahrung zu sammeln: immerhin hat man ja in Bierbars bzw. Gogo´s das „Selbstbedienungs-Prinzip“. Mal davon abgesehen, will ich dort nicht mehr Geld lassen als nötig.


Eventuell gibt es dann einen Zwischenbericht aus Pattaya (je nach Verfassung) und es wird auch ein paar Treffen von Membern aus dem TAF geben. In der vorletzten August Woche geht es dann wieder nach Hause.


Franke hat einmal gesagt, das seine Reiseberichte sind wie ein Unfall:Man möchte nicht, muss aber trotzdem hinsehen.
 
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Intro – 10.08.14

Mein Zug von Nürnberg Richtung Münchner Flughafen startete erstmals mit 40 minütiger Verspätung. In einem Anfall von Schusseligkeit stieg ich sogar in einen falschen, einfahrenden Zug ein, der zwar dieselbe Richtung fuhr, trotzdem nicht mein reservierter Zug war. Dies konnte für den kommenden Trip nun auch schon alles oder auch nichts bedeuten.

Im Airport selber angekommen (nach ca. 2,5 Stunden via ICE und Tiefbahn) ließ ich erstmals eine Megaschlange in Form aus Menschen hinter mir, wo ich mir dachte „was sind denn das für Penner, stellen hier mal voll den Gang zu“. Immer noch nicht ganz mental angekommen suchte ich verzweifelt meinen Check-in Point von Thai Airways, wo ich mein Gepäck abgeben konnte mal ganz zu schweigen von dem Flugticket. Auf der Anzeigentafel konnte ich das Gate erkennen, aber nicht den Schalter für das Gepäck. Ich suchte weiter und kam sogar bis zum Security Check (vor dem Gate), aber keine Spur weit und breit vom Schalter.

Wieder zurück wo ich herkam und ahá siehe da: hatte ich wohl einen Hinweis auf den offiziellen Check-In von Thai Airways übersehen. Die Megaschlange, die ich eben noch verächtlich registrierte, waren circa 350 Personen die alle heute mit mir nach Bangkok fliegen wollten. Also begab ich mich brav an´s Ende und kickte meinen Koffer bei jedem neu gewonnenen Meter vorsichtig nach vorne.

Wenn man da mal so bis zu 1,5 Stunden warten muss, hat man auch viel Zeit zum nachdenken: ich ließ meinen Prolog vom Reisebericht Revue passieren, sah mir meine mitreisenden Mitmenschen an und dachte über die Zukunft nach. Das ich jetzt demnächst 36 Jahre werde, ob ich zu diesen Klientel dazugehören möchte, ältere Männer mit Thaifrauen ordentlichen Semesters, die eben gerade mit mir ihr Gepäck aufgeben und ihr Flugzeugticket abholen wollten: ob ich da reinpasse? Oder ich doch noch einmal das Ruder herumreisse, mir eine Inländische Freundin daraus resultierende Beziehung hole und im Alter seßhaft werden? Ob das der richtige Weg ist?

Schlagartig wurde ich aber aus diesen Tagträumen gerissen und fand mich in der „Economy Class“ in einer 3ér Sitzreihe gequetscht wieder: rechts am Fenster der kleine, etwa zweijährige Sohnemann wo ich hoffte, das er während den nächsten 11 Stunden die Klappe hält wenn ich schonmal unmittelbar neben Kindern reisen muss, in der mitte „Mutti“ die ihr Bewußtsein ihrer Figur seit geraumer Zeit alles andere als wichtig sah und mich samt Schlafbinde in meine Richtung mit offenen Mund anschnarchte, vor mir „Vati“ dessen Wohlfühlgewicht auch schon jenseits von Gut und Böse lag, daneben der siebenjährige Sohnemann der während des Flugs mindestens zweimal in sein „Tütchen“ kotzte und wie sollte es auch anders sein: ich an einen der äußeren Sitze, die Beine schön entlang des Gangs gestreckt. Ein wenig Freiheit musste schon sein.

Ich checkte das Mediasystem: nichts weltbewegendes, hab schon bessere Leistungen in anderen Airlines gesehen. An die Neuverfilmung von „RoboCop“ blieb ich hängen und im Prinzip war es das auch schon. Nichts vernünftiges im Mediasystem und daher es ja bei der gleichen Airline bleibt, würde dies sicher ein langweiliger Rückflug werden.

Während des Fluges aber ein Vorfall, den ich euch nicht vorenthalten möchte: einer der Thai-Stewardessen kam mir rückwärts mit ihrer rollenden Catering Box den Gang entgegen. Durch Turbulenzen in der Luft löste sich neben mir eine Box, aus der auf einmal Sauerstoffflaschen rausrollten und den Gang versperrten. Die Thai-Stewardess sah dies aber nicht und drohte rücklings über die Flaschen zu stolpern. Ich sah die Situation und musste die Stewardess irgendwie aufhalten, weil es kein halber Meter mehr war. Also griff ich nach ihren Beinen (Rücken war aus meiner Sitzposition zu hoch und der Arsch hätte eine sofortige Aussetzung in Indien mit sich gebracht). Ich sagte „sorry“ , sie erschrak, sah aber das Malheur und mit einem raschen „thank you“ wurde der Vorfall „ad acta“ gelegt. Ich dachte mir „das erste mal seit zwölf Monaten an Thaifleisch gefummelt“. Dies konnte für den kommenden Trip nun auch schon alles oder auch nichts bedeuten.

Die Zeit im Flieger verging wie im Flug (weil klar: wir fliegen ja auch), die Landung erfolgte Ortszeit um 13:30 Uhr, war butterweich und es klatschten (vielleicht auch wegen der guten Landung) vereinzelt Personen (wer macht denn bitteschön sowas und vor allem warum). Die Maschine rollte aus und das Personal im Flugzeug wies drauf hin, das jeder sitzen zu bleiben hat, bis die Maschine steht. Jeder tat dies, aber es war diese Spannung in der Luft: dann kam dieses berühmte „Bing“ und jeder sprang auf, schnappte sich sein Handgepäck und schob sich Richtung Ausgang. Allerdings waren die Türen noch nicht offen und so warteten alle. Ein englischsprachiger Tourist hielt nichts mehr: er stand direkt hinter mir und mit einem „come on, let´s go“ (er war wohl richtig fixiert auf seinen kommenden Trip) öffnete sich auch die letzte Tür. Es ging alles sehr schnell: ich lief aus dem Flugzeug vor an die Immigration, wo ich gleich dran kam ohne das jemand vor mir stand. Die üblichen Regularien und dann ging es auch schon zum Geld tauschen.

Ich tauschte gerade mal den Mindestbetrag von 50,00 €. Dafür bekam ich 2015,00 Baht zurück, was eine „Bearbeitungsgebühr“ von 2,36 € macht. Aber: den kompletten Vorgang kann man sich sparen, denn vor dem Airport Level 1 bei Gate 4 steht nämlich ein ATM Automat, wo man sich theoretisch auch schon Geld ohne Gebühr ziehen kann. Das hatte ich vorher nie im TAF gelesen: jetzt wusste ich es, jetzt wisst ihr es.

In Zeiten von Facebook, Google Maps und Handynummern von thailändischen Prostituierten braucht man wohl heutzutage eine Sim-Card. Bei meinen letzten drei Besuchen in Pattaya konnte ich mich davon „erfolgreich“ wehren, allerdings sollte die Qualität des kommenden Trips ja nach oben gehen. Also nichts wie hin in das nächste 7eleven, wie ich es im TAF gehört hatte, wo doch alle so freundlich sind und einem in dieser Angelegenheit weiterhelfen: von der Trulla allerdings hinter der Kasse kam so eine unmotivierte Ansage, die zwar meinte „vorhanden“ irgendwo da vorne“ aber sich nicht mal die Mühe machte, mir zu zeigen „wo da vorne“. Also suchte ich auf eigene Faust, fand nichts und verpisste mich aus dem Laden. Nur gut, das ich vorher schon einen ähnlichen Shop kreuzte, der sich „True Move“ nannte.

Dieser befand sich direkt am Ausgang nach der Kofferkontrolle, so das man ihn gar nicht verfehlen konnte. Vor dem Shop fand ich eine Menge Touristen, denen man das Handy nahm, die Karte austauschte, die „Heimkarte“ sicher via Klebeband am Karten Inlet verstaute und das Handy betriebsfertig machte. Vorher musste man nur seinen Tarifwunsch wählen: ich entschied mich für ein Gesprächsguthaben von 100 Baht, dafür gab es 30 Baht gratis. Mit dazu Internet mit 1GB voller Geschwindigkeit, nach Aufbrauch langsamer, Kostenpunkt 400 Baht.

Bedient wurde ich von einer kleinen, gutaussehenden, arroganten Bitch (siehe Foto), was nebenbei mein erster Kontakt mit einem Mädel aus Bangkok war. Daher ich den Service super fand (die wussten alle genau, wie und wo ein Handy zu „knacken“ ist) ließ ich ein wenig Trinkgeld da, welches aber nur ein paar Münzen waren (definitiv unter zehn Baht), dies logischerweise wenig Begeisterung mit sich brachte.

Anhang anzeigen Telefonkarte.jpg



Nun hatte ich meine erste Thainummer und wen ruft man da am besten als allererstes an? Richtig: seine Mutter. Ich gab ihr meine Nummer, wir machten Gegenprobe (also sie rief mich aus Deutschland an) und ich bat sie, meinem Chef die Nummer auch zu geben, falls „Not am Mann“ sein sollte bzw. Komplikationen bei Arbeitsvorgängen oder ähnlichen.


Danach checke ich im Level 1 bei „Bell Travel“ ein, die mich via Bus nach Pattaya befördern. Daher ich noch maßig Zeit hatte bis der Bus los fuhr, probierte ich sämtliche Internetaktivitäten meines Smartphones mit der neuen Karte. Ich loggte mich in Facebook ein, aktualisierte meinen Status und ließ Nam wissen, welches eigentlich die letzte Person sein sollte mit der ich es in Thailand zu tun haben wollte, das ich die nächsten elf Tage in Pattaya verbringe. Die Antwort überraschte mich: man könnte sich ja treffen und dann Party machen. Ich solle ihr sagen, wann ich im Gasthaus angekommen bin und sie würde mich dann mit dem Motorroller abholen.

Auf der einen Seite wollte ich Nam nicht wiedersehen, auf der anderen Seite war ich froh doch jemanden vertrautes an meiner Seite zu haben, der mich wieder ein wenig „reinbringt“ in diese Welt, die in meinen Augen nichts mit meiner Realität zu tun hat. Das sie jetzt wieder an meiner Seite war, trotz all den Ärger den ich ihr oder sie mir beschert hat, gab mir ein besseres Gefühl. Danach loggte ich mich in´s TAF ein, um Member AsianLover und noch einem Member über die PN Funktion meine Handynummer mitzuteilen, daher ein Treffen geplant war.

Danach wurde alles sehr hektisch: es gingen Busse nach Bangkok, Hua Hin und eben nach Pattaya. Zwar wurde aufgerufen, aber alle „Tourist Guides“ riefen gleichzeit nach ihren Klienten. Es standen circa 80 Personen im Raum, die nun alle nach aussen zu ihren Bussen eskotiert wurden. Ein heilloses, aber auch amüsantes Durcheinander. Ich stand natürlich voll falsch und meinte zu einem entnervten Thai:“ hey is this the Bus to Pattaya?“. Der Typ raunte nur „noooo“ griff mich an meinen beiden Vorderarmen und zog mich über zehn Meter weg zum richtigen Bus. Ein bisschen aggro, aber effektiv.

Um 16:00 Uhr ging die Busfahrt vom Flughafen Richtung Pattaya Busbahnhof los: mein Sitz in erster Reihe war unfreiwilligerweise wegen eines Defekt zurückgeklappt, wo ein Japaner hinter mir schon grimmig dreinschaute (nur konnte ich ja schlecht was ändern). Ich versuchte zu pennen, döste vor mich hin, sah aber immer wieder auf´s Handy wo sich abwechselnd Nam und Member AsianLover zu Wort meldeten.

Nach zwei Stunden, um 18:00 Uhr kamen wir am Busbahnhof an, danach wurde in Minivans umgestiegen: Kennzeichnungen an der Frontscheibe in welches Hotel es geht, erleichterten den Einstieg und man ließ mich samt meinen Koffer als Beifahrer meinen Platz einnehmen (sehr eng, aber effektiv), wo dieser Schnappschuss entstand.

Anhang anzeigen Belltravel.jpg

Ich stand an Nummer zwei: voll die Bonzenhotels und ich in einer „Absteige“ parallel der Walking Street für unschlagbare 16,16 € plus Strom pro Nacht bei 36 qm mit eigenen Balkon, alles darauf ausgelegt nur um den Mädels das zahlen zu können, was sie auch wert sind.

Wir fahren vom Busbahnhof weg, dann war ich dran. An der Beach Road staute es sich, an der South Pattaya Road war dann endgültig „Stop and Go“. Ich meinte zum Fahrer, das ich den Rest auch laufen könnte, er verabschiedet mich und ich „rolle“ samt Koffer Richtung Soi 14, wo das Nightstar Inn liegt. Check-In: ich zahlte im vorraus für elf Nächte 177,76 €. Strom wird nach dem Aufenthalt (8Baht pro Kilowatt) hinzu addiert. Ich lies mir den Schlüssel geben, schleppte mein Gepäck ohne fremde Hilfe in den ersten Stock, sperrte das Zimmer auf und lies mich auf´s Bett fallen.

Pattaya: ich bin angekommen!
 
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Tag 1 von 11 – 10.08.14

Ich verstaute erstmal mein Gepäck, da klingelte auch schon das Telefon: Nam stand an der Rezeption und ich ging runter. Sie sah schon von weiten sehr dürr aus: definitiv Untergewicht, was gewiss auf viele Faktoren zurück zu führen ist. Eine Umarmung und dann war auch schon Schicht im Schacht: kein Küsschen, kein „i missed you“ , nichts. Eigentlich so wie ich es mir gehofft hatte.

Ich nahm sie mit rauf auf mein „neues“ Zimmer, das zwar von gleicher Ausstattung war wie im Vorjahr, aber zwei Stockwerke unter dem lag wo ich als erstes war (was mal eben toll für die Mädels ist, wer läuft in High Heels schon gerne Treppen). Leider funktionierte die Klimaanlage nicht richtig (kühlte kaum und der Remote Controller war auch defekt) und den Zimmersafe setzte ich aufgrund einer schlecht geschriebenen Anleitung auch erstmal ausser Betrieb. Ich ließ das Personal kommen und klärte sie wegen der defekten Klimaanlage auf: zudem entsperrte man mir den Safe, nur das ich zweimal hintereinander den selben „Fehler“ machte.

Laut Anleitung hieß es: „drücken sie Knopf X, nachdem sie ihren Code eingegeben haben“. Knopf X war auf der Innenseite des Safes, so das erst der Code im offenen Zustand akzeptiert wurde. Der Knackpunkt war aber dieses „nachdem“ oder hier in dem Fall „after“. In Wirklichkeit tippte das Personal erst auf Knopf X und dann gabe sie den Code ein. So funktionierte der Safe einwandfrei. Ich erklärte das der Satzbau total grottig ist und wenn man das liest, den selben Fehler macht wie ich. Mir wurde gesagt, das dies so im ganzen Haus funktioniert und die Gäste keinerlei Probleme damit hätten. Ich dachte mir „naja du kannst ja nichtmal vor einer Prostituierten ejakulieren und so ein Safe ist doch schon weitaus komplexer: wie soll das auch gut gehen“?

Zu guter letzt hab ich dann doch das System kapiert (nächstes mal mach ich ein Foto von der Betriebsanleitung, mein Englisch ist niemals so schlecht) und gab meinen persönlichen Zahlencode ein. Nicht aber ohne drei Thai´s in Form von Nam, der Gasthausmutter und die Nachtschicht direkt hinter mir stehen zu haben, dreist auf mich zu gucken ob ich schon wieder faile, mal von den Zahlencode abgesehen. Ich drehte mich um und lachte: das dies ein lustiges Bild ist, vielleicht sich mal jeder wieder um seine Angelegenheiten kümmert.

Danach duschte ich und ab ging es zum essen fassen. Hier gab es so eine leckere Pizzeria an der Second Road gegenüber der Soi 6: das „Bella Italia Restaurant“. Ich machte mit Nam vorher aus, das sie die Nacht bei mir pennen kann, sie meinte dann sie sie dazu noch ihre Sache abholen müsste. Bevor wir also in dem italienischen Restaurant ankamen, machte Nam noch einen Abstecher in die Soi 6 gegenüber meiner Stammbar in der „Lagune“.

Via Motorroller heizte sie durch die Second Road: schön mit Helm und ich „oben ohne“. Ich bat sie auch immer, etwas langsamer zu fahren: als Beifahrer ist es doch ein wenig was anderes, als ob man selber fährt. Zudem fuhr hier eine Frau, der ich zwölf Monate vorher noch ihr Herz gebrochen hatte: ich wollte nur ungern direkten Kontakt mit einer Buswand oder gar meinen restlichen Urlaub meine Reisekrankenversicherung in Form eines Krankenhausaufenthaltes in Kraft treten lassen.

Die „Lagune“ ist wieder zu dem geworden, was sie mal war: ein Gasthaus mitten in der Soi 6, wo ich im August 2012 in meinem Pattaya Premieren Jahr abgestiegen bin. Es gab eine deutsche Bewirtung und ich wurde von der „Dame des Hauses“ begrüßt, die mich gleich mal versuchte in ein Gespräch zu verwickeln. Allerdings ignorierte ich das, daher ich jetzt nicht wirklich Gesprächsbedarf hatte und zog mit Nam wieder davon. Die brauste mal eben schön die Einbahnstrasse der Soi 6 hoch und wir kamen am „Bella Italia Restaurant“ an. Nam teilte sich mit mir eine Pizza, daher dieses wirklich sehr gute Portionen zu einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis waren. „Ein liebes Mädchen“ dachte ich mir, wusste ich doch das sie nie ganz auf isst und schon bei manchen, vergangenen Dinners mal eben über die Hälfte im Teller liegen lies (diese Probleme ich aber von anderen Membern auch kenne).

Nam erzählte mir von den vergangenen zwölf Monaten: das sie jetzt nicht mehr als Bargirl arbeitet und jetzt von ihren ersparten lebt. Man könnte auch sagen, das sie einen Sponsor gefunden hat, allerdings hielt ich das für unangebracht und ich lies sie lieber weiter in ihrer Traumwelt bleiben. Sie zeigte mir ihr Haus weit weg von Pattaya auf ihrem Samsung Tablet, wo gerade neu eingerichtet wird. Zudem erzählte sie mir von Rose, welche auch aufgehört hat weil sie schwanger ist: allerdings wollen beide Elternteile erstmal einen Vaterschaftstest machen, um auch sicher zu gehen.

Es war 20:00 Uhr und AsianLover simste, ob es bei dem Treffen bleibt das ich mit ihm vorher ausgemacht hatte: wir wollten einfach bei einem Getränk unserer Wahl quatschen. Ich entschuldigte mich aber, das ich bereits zu müde war. Immerhin hatte ich bereits 28 Stunden nonstop auf dem Tacho, daher ich im Flieger nicht wirklich schlafen konnte. Er blieb aber cool und meinte, wir verschieben ein Treffen auf ein andermal.

Danach ging es zurück ins Gasthaus, aber nicht nochmal vorher eine ATM anzusteuern, der mir aber gerade mal 10.000 Baht ausspuckte. Mehr wollte meine Karte nicht hergeben und ich dachte an ein temporäres Problem: aber weit gefehlt wie sich die Tage noch rausstellen sollte. Mit den neuerworbenen Baht ging es erstmal den 7eleven „plündern“.

Zwischen billigen Zahnbürsten (Nam wollte eine für 58 Baht, ich sagte zu ihr eine für 14 Baht tut es auch, wieso sie keine eigene Zahnbürste hat) und ordentlichen Getränken (Pepsi, Coke und viele kleine Wasserflaschen) fand ich auch Snacks und sonstigen Süßkram (für mich). Immerhin musste ich auf den kommenden weiblichen Besuch für die nächsten Tage ordentlichst vorbereitet sein, daher ich die Minibar welche mal eben mit ihren Preisen über den vierfachen lag, nicht mehr so wie letztes Jahr (wo noch eine fette Endrechnung am Start war) angreifen wollte.

Sehr müde ging es dann ins Bett: Nam hat noch ein wenig gefummelt, ich denke ich auch. Das muss dann noch so eine nicht nennenswerte Achtelnummer gewesen sein, voll scheisse halt und dementsprechend auch keine weitere Silbe wert. Dann bin ich auch schon eingeschlafen.
 
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Tag 2 von 11 – 11.08.14 – Teil 1/4

Es war 01:00 Uhr morgens und ich war hellwach: das kannte ich bereits auch schon von meiner Arbeit. Egal wie lange der Tag dauert: sobald ich meine fünf Stunden Schlaf hatte, war ich wieder zu allen Schandtaten bereit. Als erstes simste ich AsianLover an, ob er Bock auf ein treffen hätte. Er verstand die Lage nicht, wollte eigentlich pennen (um die Zeit schon), habe auch ein wenig Überredungskunst angewandt, aber im Endeffekt sagte er dann doch zu.

Ich flüsterte zu Nam, falls ich hier mit einem neuen Mädel aufkreuze solle sie rutschen, alternativ auf dem Boden schlafen. Sie lachte, meinte wo ich hingehe. Ich meinte, das ich jemanden aus Deutschland treffe. Sie schlug mir darauf hin einen „Threesome“ vor, was mich alles andere als begeisterte.

Daher das treffen erst in einer Stunde geplant war, hatte ich noch Zeit die Walkingstreet näher zu begutachten. Es war nichts los und ich schaffte es vom Eingang der Walking Street bis zum Anlegehafen und wieder zurück innerhalb zehn Minuten zu gehen. Es war sogar so wenig los, das ich nicht einmal merkte, das ich das Insomnia verpasste. Es wirkte alles irgendwie kleiner als sonst, aber vielleicht auch ein Zeichen das man eben hier schon alles gesehen hatte.

Allerdings sah ich auf dieser Route viele hübsche Mädchen (auch ein paar meiner favorisierten im Prolog erwähnten schwarzen Mäuse waren dabei) in allen Formen und Farben. Ich dachte mir, das wenn man nur lange hier genug sucht, man bestimmt doch was für sich findet: man muss nur geduldig sein. Ich hielt den „Bash“ gegen die Pattaya Mädels in meinem Prolog vielleicht doch nicht für gerechtfertigt, allerdings bin ich auch ein Typ der sich sehr leicht begeistern lässt und das sollte sich später noch einige male zum negativen bewahrheiten.

Es war 02:00 Uhr und ich stellte mich vereinbart Eingang Walking Street: ein junger Mann quatschte mich einfach von hinten an, es war AsianLover. Neben den Eingang stand ein Schnellimbiss, also flux hinein und noch einen Happen zu sich nehmen. Ich gönnte mir noch einen Teller Spaghetti Bolognese mit einem ordentlichen Westpreis, was ja auch klar ist: immerhin war das ein Tourispot. AsianLover und ich diskutierten über vergangene Reiseberichte, Erfahrungen, Lieblingspunkte und Strategien. Daraus entwickelte sich ein Gespräch auf Augenhöhe, was uns veranlasste mal eine Tour gemeinsam zu machen. Man verabschiedete sich und ich ging wieder ins Gasthaus, wo ich sofort neben Nam einpennte daher es schon 04:00 Uhr war und es nun auch draussen erheblich leiser wurde.

11:30 Uhr wurde ich unsanft von dem Zimmertelefon aus dem Schlaf geklingelt: in meinem Delirium aus Wachkoma und Tiefschlaf meinte ich zu Nam auf deutsch (!) das sie das klingeln einfach ignorieren soll. Sie ging an das Telefon und meinte zu mir, das die Handwerker wegen der Klimaanlage vor der Tür stehen würden. Ich meinte „what..now?“ , stieg aus dem Bett, hab noch nicht mal Hosen an und schon stürmten drei Mann plus eine Dame von der Tagesschicht das Zimmer, während Nam sich nackt noch in ein Handtuch wickeln konnte. Später gesellte sich auch dann noch zu uns das „House Cleaning“ Staff (nicht im Foto) dazu. Die Flaschen wurden aussen neu befüllt, der Filter gesäubert und danach der Remote Controller auf Funktion überprüft.

Anhang anzeigen AC5.jpg Anhang anzeigen AC1.jpg Anhang anzeigen AC3.jpg


Danach ging es mit Nam in die Soi 6 zur „Lagune“ essen fassen. Es war 13:00 Uhr: die Soi 6 Bars öffneten ihre Türen und ich hatte offiziell mein erstes Frühstück. Eine menge neuer Mädels in meiner Stammbar, die ich im Überblick hatte. Gerade mal an ein Mädel konnte ich mich noch erinnern, die ich auch bereits in meinem letzten Reisebericht erwähnt hatte: das war so ne Fette, die sich wagte in Leggings zu quetschen, jetzt aber zwölf Monate später eine super Figur abgab. Ich fragte Nam, an was das lag innerhalb eines Jahres soviel abnzunehmen. Die Antwort waren Präparate, die Nam ihr zukommen ließ.

Ein Mädchen kam dann rüber und quatschte mich an. Man kam ins Gespräch und laut Raum-Zeit Gefüge schien sie mich schon seit Beginn meiner Pattaya Karriere zu kennen. Mir sagte sie zwar nichts, aber Nam bestätigte das. Sie fragte mich dann nach 120 Baht, konnte sie aber auf 100 Baht runterhandeln (das kann ich mittlerweile supergut) und ging. Ich dachte mir „nichts ist umsonst“ und holte mir einen Kuss auf die Wange ab.

Nam und ich gingen dann in das Central Festival, wo ich gezielt nach Tank Tops für mich Ausschau hielt. Ich dachte, das ich mit meinem Körperbau es einfach mittlerweile verdient habe, auch mit einem Tank Top in der Öffentlichkeit blicken zu lassen, nicht nur im GYM oder zuhause. Für mich ist das keine Selbsverständlichkeit: vorhandene Nakenmuskulatur, geformter Schulterkopf und einen gewissen Umfang am Bizeps sind für mich Grundvoraussetzung, das man ein Tank Top anziehen darf. So etwas hat für mich Privileg und jeder der sich nicht dran hält, den verachte ich zutiefst weil er nicht nur eine Zumutung für sich selber, sondern auch für seine Mitmenschen ist.

Wir wurden dann an einer dieser Aussenstände fündig: gerade mal 100 Baht pro Stück. Tolle Farben und Muster / Symbole / Bilder / Flaggen waren dort vertreten und ich kaufte mir gleich fünf Stück, wobei mir die Verkäuferin immer XL andrehen wollte, dabei trug ich doch M. Nam durfte sich auch ein Shirt aussuchen: immerhin war der Transport mit dem Roller umsonst und nach 20 Baht Tip für die Verkäuferin ging es wieder in das Gasthaus, um dort weiter an der Tagesplanung zu arbeiten.

Zwar hatten wir noch einen Waterpark in Aussicht, nur war Nam dafür zu müde bzw. die Hitze setzte uns beide ordentlich zu. Das merkte ich auch, das ich heute eigentlich in´s Tony´s GYM wollte ja eigentlich musste, mal aber so überhaupt keinen Bock hatte. Also lies ich Nam ein wenig vor sich hindösen, während ich Fotos sortierte, Facebook aktualisierte und an meiner Aufenthaltsplanung feilte.

Nach dieser Transaktion wollte ich mir zusätzlich Geld abheben. Laut ATM stand aber fett auf dem Display, das ich über mein Limit sei, was eben mal voll unmöglich ist. Die Visa Karte war mit 1000 € gedeckt, hinzu kamen 500 € Dispokredit. Zum jetzigen Zeitpunkt hatte ich gerade mal 550 € auf der Schuldenseite. Ich schimpfte im Beisein von Nam , das ich genau dieselbe Situation wie letztes Jahr hatte: da konnte ich auch kein Geld abheben, allerdings lag der Fehler an mir (hatte anstatt das Geld auf meine Kreditkarte zu überweisen, meine Girokarte gedeckt und die geht nur im EU Ausland). Jetzt konnten ja nur die hier heimischen Kreditinstitute schuld an der Misere haben, das ich an kein frisches Geld kam und verfluchte in einem Atemzug mal alle thailändischen ATM Gesellschaften.

Ich war stinksauer, wie ich in das Gasthaus kam und loggte mich online bei meinem Kreditinstitut, der DKB (Deutsche Kreditbank) ein. Ich sah auf meinen Finanzstatus: das ganze Geld war weg! PANIK!
 
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Tag 2 von 11 – 11.08.14 – Teil 2/4

Ich rief sofort bei der DKB an: ich hoffte nur, das mein Guthaben auf dem Handy einigermaßen ausreichen würde bzw. die Verbindung von Handy im Ausland auf deutsches Festnetz einigermaßen intakt ist. Ich erklärte einen männlichen Mitarbeiter das Problem, das ich 1000 € auf meine Kreditkarte überwiesen habe, diese jetzt aber komplett leer ist bzw. mir das auch der Finanzstatus online anzeigt. Der Betrag wurde nicht mal mehr auf dem DKB Girokonto angezeigt, es war einfach nichts mehr da und das sollte mir jetzt der Call-In Mitarbeiter erklären.

Ich wurde erstmal in die Warteschleife gesetzt für volle zehn Minuten: ich stellte das Handy auf Lautsprecher, legte es neben dem Laptop und diese immer wieder kehrende Warteschleifenmusik schien mir offensichtlich den letzten Nerv zu rauben. Ich lief im Zimmer auf und ab, sogar Nam machte das nervös und als der Call-In Mitarbeiter endlich wieder am Telefon war, hab ich mich erstmal sarkastisch bedankt für die Wartezeit: immerhin ist ja telefonieren in Thailand umsonst.

Folgendes Problem stellte sich da: vor meinen Urlaub im August wurde ich seitens der DKB angeschrieben, das sie aus Sicherheitsgründen alle zwei Jahre die Kreditkarten wechseln, um Missbrauch zu vermeiden. Man bekommt eine neue Nummer, neue PIN und es ist kostenlos. Mir wurde das schriftlich als auch via Mail zugetragen. Ich schrieb dann zurück, das sie mit dem Kartentausch bis nach August warten sollen, weil ich im August auf die Karte angewiesen bin, weil ich da im Ausland verweile. Mir wurde zurück geschrieben, das dies kein Problem ist und man eben bis nach dem August mit dem Kartentausch wartet. Leider wurde genau das Gegenteil gemacht.....

Die Penner hatten tatsächlich meine aktuelle Kreditkarte gesperrt: mit der Zahlung am Hotel und die Abbuchung an der Second Road wurde schon der Dispokredit angegriffen. Von den 1000 € war zu dem Zeitpunkt schon nichts mehr zu sehen, die wurden nämlich intern abgegriffen und bereits auf meine neue Kreditkarte überwiesen, die mir am 12.08. via Postweg zugeschickt wurde...nach Hause...10.000 km entfernt von dem Ort, wo ich jetzt war.

Der Call-In Mitarbeiter hatte sogar die Dreistigkeit, mir meine eigene E-Mail vorzulesen, wo ich anmerkte die Kreditkarte zu brauchen wegen dem Auslandsaufenthalt und mit dieser Mischung aus Inkompetenz & Wut wurde ich voll hysterisch. Ich machte den Typen voll zur Sau, ob er überhaupt eine Ahnung hat in was für eine Situation man mich hier bringt und ich sofort Geld auf meiner Kreditkarte sehen will, die sie gefälligst entsperren sollen, daher sonst rechtliche Schritte eingeleitet werden.

Der Typ stotterte nur noch ins Telefon, wenn er überhaupt zu Wort kam: entweder Inkompetent hoch zehn, Prakikant oder Ein-Euro Jobber. Hätte er im Verlauf nur einmal gesagt das ich mich beruhigen soll, das man auf einen gemeinsamen Nenner kommen muss, ich denke das hätte funktioniert. Ich hatte ja genau zwölf Monate davor genau an der selben Stelle ein ähnliches Problem: damals hatte ich eine Telefonistin, bei weiterem Interesse einfach nochmal im letzten Reisebericht lesen.

Fakt ist, das ich metaphorisch auf den Typen ins Koma geprügelt habe: er lag doch da schon bewusstlos auf der Bahnsteigkante und ich hielt es trotzdem für angebracht, ihn weiter auf seinen Kopf zu treten. Meine letzten Worte an ihn waren „ob er das kapiert hat“ und er erwiderte „ja er habe das kapiert“. Damit endete das Gespräch.

Ich checkte gleich mal, was mich dieses „mal eben 15 Minuten“ Telefonat gekostet hat, um eventuell Guthaben wieder aufzuladen (den aktuellen Stand konnte ich mit einer Tastenkombination abrufen). Überraschenderweise wurden mir gerade mal 30-40 Baht abgezogen.

Um die Geschichte gleich aufzulösen: ich rief die Tage nochmal bei der DKB an (zu dem Zeitpunkt, wo ich endgültig kein Geld mehr hatte) und meinte, das ich wohl von meiner Hausbank der Sparkasse, Geld am Automaten ziehen werde und sie dann eben für die Auslandsgebühren, welche die Hausbank vertritt (in dem Fall 6,00 € + 100 Baht am ATM), aufkommen müssten. Dies wurde so akzeptiert und nach meinen Urlaub lies ich Kontoausüge bzw. Belege an die DKB weiterleiten.

Jetzt waren wir aber im hier und jetzt: parallel zu dem Telefongespräch bekam ich um 14:50 Uhr eine SMS von einem TAF Member, allerdings ohne Namensangabe. Er fragte mich, ob ich Lust auf ein treffen hätte. Ich schlug in der Soi 6 die Lagune vor: er wusste wo das war und wir verabredeten uns auf später. Wie bereits erwähnt, wusste ich nicht 100 % wer es war, konnte mir es aber sehr gut vorstellen.

Ich wusste, das er sein Premierenjahr in Pattaya genau wie meines im August 2012 war. Zwar konnte er aus beruflichen Gründen öfters in Thailand verweilen als ich, trotzdem hat er seitdem einen „Landslide“ Lauf hingelegt, der (ja man kann sagen) im TAF seinesgleichen sucht. Aufgrund dieser Historie verfolgte ich auch weiter seine Reiseberichte, fragte aber auch immer wieder kritisch in einigen seiner Szenarien nach.

Im August 2013, wo ich dann meinen letzten Reisebericht im TAF publizierte und dermaßen polarisierte, das mich sogar mein schärfsten Kritiker als den nächsten Messias prophezeite, hab ich wohl dann auch seine letzte Aufmerksamkeit gewonnen. Ab sofort schien ich wohl in seinen Fokus zu stehen und durch seine provozierende, aber nette Art blieb man auch über die PN Funktion in Kontakt.


Mein Credo lautete, das man sich wohl besser in Pattaya nicht über den Weg läuft: man würde gezwungenermaßen gemeinsam auf Tour gehen, nur darauf warten das der andere einen Fehler macht und diese dann im Reisebericht breittreten. Kurzum: mindestens ein Mythos würde zerstört werden. Zumindestens wusste ich das von mir, das ich es so gemacht hätte.

Ich schnappte mir Nam und meinte, das wir noch jemanden aus Deutschland treffen. Wir fuhren in die Soi 6 zur „Lagune“ wo um die Zeit der „Verkehr“ noch mehr als überschaubar war. Ich setzte mich signalisierend auf einen der Barhocker in der ersten Reihe und nuckelte an meiner Coke.Zwanzig Minuten später kamen zwei Typen die Strasse hinunter gelaufen, der auf der linken Seite zog weg und nahm mich ins Visier. Ich setzte sofort meinen (aus beruflichen Gründen habe ich mir den angeeignet) „was bist denn du für ein Lappen“ Blick auf, denn ich wusste: er war hier!

Ich, Franke, der im August 2014 zum „Cunt Destroyer“ ausgezeichnet worden ist, stand dem dreimaligen Meister in der Kategorie „leck und schmeck“ Disziplin „Pussy“, den Champions League Sieger im „Threesome“ und dem Erfinder der „Ibar Marktwert – Handy Ranking“ Tabelle gegenüber: riva
 
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