Thailand Solo für KingPing, 3 Wochen in Thailand



Danke, es geht auch bald weiter. Ich bin momentan ziemlich busy...
 


Dank Jürgen. Gönnt mir bitte etwas Zeit, ich schreibe zwar an der Fortsetzung, habe aber im Moment den Kopf nicht so richtig frei. Bin halt busy.
 


Hallo jodltrio, recht herzlichen Dank für die Anerkennung.

Ja, das ist eigentlich mein Plan. Ich habe noch einige Stories, die ich hier noch nicht veröffentlicht habe. Den Anklang, den meine Geschichten hier finden, ist eine sehr gute Motivation für mich.

Geschichten über und aus Thailand sind ein Schwerpunkt. Ich schreibe zudem noch an einer Hardcore-Story, eine Trilogie, von der ich ein Buch fertig habe, das zweite ist fast fertig, nur der dritte Teil ist noch offen.

Zeitlich bin ich momentan sehr eingespannt. Ich bin dabei, in Aachen eine Massage für meine Frau zu eröffnen. Das nimmt mich in Anspruch. Ich habe im Moment den Kopf nicht so frei, einfach weiter zu schreiben. Ich merke, dass sich das negativ auf die Qualität auswirkt.

Geduldet euch bitte etwas und habt Verständnis.

Liebe Grüße

KingPing
 


Nein, ich habe weder einen Verleger, noch sind die Bücher fertiggestellt. Ich bin damit nicht so in Eile. Ich möchte meinen Stil von der Qualität her konstant halten und im Moment habe ich viel um die Ohren.

Was das Verhältnis zu meiner Familie angeht: Da werde ich wohl mal extra was zu schreiben. Das ist nicht mit ein paar Sätzen abzuhandeln, weil da eine Entwicklung hintersteckt und die möchte ich gerne schildern. Einmal, um meine eigenen Erfahrungen zu vermitteln und zum zweiten, um Verständnis zu vermitteln.
 


Oh Schreck, oh Graus, abgerutscht auf die zweite Seite. Das kommt davon, dass ich so lange nichts gemacht habe. Aber okay, die Arbeiten in unserer Massage sind so gut wie abgeschlossen und am 25. März soll das Business starten. Heute hatte ich zudem ein Vorstellungsgespräch in Kassel und ich hatte den Kopf etwas frei und die Zeit genutzt, an meinem Bericht weiterzuschreiben. Ich denke mal, dass ich ihn morgen einstellen werde.

Liebe Grüße

KingPing
 


Wir verschliefen wie so oft zuvor wieder den gesamten Vormittag. Joy hatte mir gestern Abend zu denken gegeben. Wir hatten einen erfrischenden Sex miteinander und bevor wir einschliefen, fragte Joy mich, wann ich denn wieder nach Hause fliegen würde. Ich sagte ihr, dass mein Flug am 9. Oktober sei. Sie schaute mich mit einem Blick an, den ich für einen Moment nicht zu deuten wusste. Ihr nachfolgender Wunsch, oder besser gesagt, es war halb Frage, halb Wunsch, ließ mich klarer sehen: „I want stay with you till you go back home.“ Nun war ich doch etwas überrascht. Das hatte ich nicht erwartet und die Überraschung schien mir wohl ins Gesicht geschrieben. Joy deutete es wohl als Zustimmung und ein Lächeln erhellte ihr Gesicht. Ich hatte in den letzten Tagen immer wieder dieses merkwürdige, aber doch wohlvertraute Gefühl in mir, das ich schon lange nicht mehr in dieser Intensität gespürt hatte. Es war das gleiche Gefühl, das in der Zeit, in der ich mich damals gegenüber meiner Frau öffnete, Besitz von mir ergriffen hatte. Wieder hörte ich die warnende Stimme in meinem Kopf. Schlagartig wurde ich mir der Tatsache bewusst, dass ich im Begriff stand mein Herz für einen Menschen zu öffnen, der dort eigentlich nichts verloren hatte. Oder um es einfach mal klar zu formulieren: Ich stand im Begriff, mich zu verlieben. Aber anstatt dem jetzt ein Ende zu bereiten und die Beziehung zu Joy mit einem deutlichen Nein zum Abschluss zu bringen, rutschte mir ein Okay über die Lippen. Joys Lächeln wurde noch lebendiger und sie fiel mir um den Hals und gab mir einen Kuss. Anhang anzeigen IMG_2276.jpg Anhang anzeigen IMG_2261.jpg War ich ein Narr, ein törichter Idiot, der wegen eines hübschen und jungen Mädchens eine fast10-jährige Beziehung aufs Spiel setzte? Welcher Teufel hatte mich da geritten? Meine Libido, meine Sucht und Gier nach Sex konnte es nicht gewesen sein. Nach wie vor war ich ja aktiv, manchmal auch mit Hilfe der Mittelchen, die es überall in Pattayas Drug Stores zu einem kleinen Preis gab. Der Sex mit Joy war zwar schön, aber mit Sicherheit nichts Außergewöhnliches was mich gefesselt hätte. Es war wohl der Ausbruch aus einem eingefahrenen Alltag, die Monotonie, die wohl so manche Ehe schon zerstört hatte. Nach wie vor liebte ich meine Frau. Sie hatte mir eine neue Familie gegeben. Und das meine ich so, wie ich es gesagt habe. Ich habe eine Familie in Thailand, meine einzige Familie, da meine Eltern bereits verstorben sind. Eine Mom die mich liebt und schätzt, die Kinder meiner süßen Schwägerin, für die ich, obwohl nicht leiblicher Vater, irgendwie doch Vater bin. Eine Familie, die mir jedes Mal vermittelt, in Thailand angekommen zu sein. Wege durch die Freuden und Schönheiten des Lebens, aber auch Wege durch Krankheit, Leid und Trauer, die wir nur dadurch bewältigen konnten, dass wir als Familie zusammenhielten, haben diesen Zusammenhalt über Jahre hinweg geformt und gefestigt. Etwas, was mich mit Stolz und Zufriedenheit erfüllt wenn ich daran denke und ich danke Buddha, dass ich das Glück hatte, derart auf- und angenommen zu werden. Und nun stand da dieses kleine, verführerische Mädchen vor mir, eine hübsche Thai mit blondierten Haaren, schaute mich mit ihren Augen an und lächelte unentwegt. Als ich sie in der Massage kennenlernte hatte ich ihr gesagt, dass ich verheiratet bin, sagte ich, dass ich es nicht mag unehrlich zu sein, habe ihr in der blumigen Ausdrucksweise ihrer Sprache gesagt, das mein Herz ein kleines Hotel ist, in dem die Liebe wohnt, die Liebe zu meiner Frau und meiner Familie und dass da für niemanden sonst mehr Platz sei, lediglich ein kleines Zimmer zu meinem Vergnügen. Und sie beanspruchte auf einmal Raum in meinem Herzen und ich stand im Begriff, ihr diesen Raum zu gewähren. Ich würde aufpassen müssen, ich hatte mich auf sie eingelassen und ihrem Wunsch nach Zweisamkeit entsprochen. Anhang anzeigen IMG_2260.jpg Anhang anzeigen IMG_2270.jpg Nachdem wir zusammen geduscht hatten gingen wir in den Restaurantbereich. Ich hatte mein Notebook dabei und wollte meine Emails checken. Nach wie vor empfand ich es als einen Nachteil, dass Radi nur im Empfangsbereich seines Hotels über Internet Connectivity verfügte. Ich sah Winnie zusammen mit Klaus, einem ständigen Gast im Radi Mansion den ich von früher kannte, an einem Tisch sitzen. Radi stand vor den beiden und ich bekam gerade noch mit wovon Winni redete. Er erzählte Radi, dass er eine Unterhose gewaschen hat. Kaum hatte Winnie es ausgesprochen, explodierte Radi förmlich und schrie Winnie an. „Ich habe die schon 1000 Mal gesagt, dass in meinem Hotel keine Wäsche gewaschen wird. Ich habe eine teure biologische Kläranlage installiert und wenn du deine Wäsche im Bad wäschst, geht die Kläranlage kaputt. Du bist zu dämlich darauf zu hören was ich dir sage du Arschloch! Das kostet mich jedes Mal 10.000 Baht das in Ordnung zu bringen. Ich werde dir das auf die Rechnung schreiben bevor ich dich hier rausschmeiße!“ Ich war erschrocken wie lautstark sich Radi äußerte. Aber auch, was für einen Schwachsinn er da von sich gab. Ich wusste, dass Radi mitunter sehr impulsiv und cholerisch reagierte, aber so, wie er da gerade einen sowieso schüchternen Gast regelrecht zusammenstauchte, war das eine absolute Unverschämtheit, was er sich da rausnahm. Und Winnie war kein Mensch, der sich gegen einen solch heftigen Ausbruch von Radi wehren konnte. Ich sah es ihm regelrecht an, wie er im Boden versank. Ich hatte einen Tag zuvor auch einen kleinen Disput mit Radi. Radi empfiehlt gerne einen seiner Freunde als Zahnarzt, Michael Schlatter. Ich habe allerdings herausgefunden, dass der Besagte gar kein Arzt ist, sondern lediglich ein Zahntechnikermeister, der es allerdings in Thailand zu etwas gebracht hatte. Ihn als Zahntechniker zu bezeichnen, bedeutet ja nicht, dass er schlecht ist, er arbeitet nur nicht als Zahnarzt sondern beschäftigt Zahnärzte. Und Radi glaubte mich ob meines Einwurfes, dass es sich bei Michael Schlatter um einen Zahntechniker handelt und nicht um einen Zahnarzt, zurechtweisen zu müssen. Ich wusste ob der Sinnlosigkeit mich mit Radi auf einen Disput einzulassen und habe es abgenickt. Aber er hat mir definitiv auch noch verboten, mit seinen Gästen über Michael Schlatter zu reden. Auch im Zusammenhang mit einigen ähnlichen Vorkommnissen hat das in mir den Keim zu einem Wechsel des Hotels gelegt und der Vorfall heute hat frisches Wasser auf die Saat gegossen. Die rechthaberische, jähzornige Art von Radi war mir durch und durch zuwider. Mal abgesehen von dem ganzen Unsinn den er da von sich gab, den ganzen Bullshit von der hauseigenen Kläranlage die es wahrscheinlich gar nicht gab, was spielte es für eine Rolle ob ich jetzt eine Unterhose wasche oder nicht, einer Kläranlage würde es nicht auffallen, ob das jetzt mein Dreck wäre oder der aus einer Unterhose, aber so durfte man einfach nicht mit seinen Gästen umspringen. Der Auftritt von Radi war eigentlich nur peinlich, Joy reagierte halt, wie Thais in solchen Situationen zu reagieren pflegten, sie lächelte. Wir hatten mittlerweile im hinteren Teil des Restaurants Platz genommen und unser Frühstück geordert. Radi hatte mittlerweile das Restaurant verlassen und Winnie saß ziemlich bedröppelt am Tisch. An seiner Stelle hätte ich wohl sofort meine Koffer gepackt und hätte mir ein anderes Hotel gesucht. Aber er war halt ein unbedarfter Neuling mit dem, wie ich es schon vorher an ihm festgestellt hatte, grundsätzlichen Problem, situationsbedingte, kurzfristige Entscheidungen zu treffen.. Mir tat er im Moment einfach nur leid. Ich war allerdings auch weit davon entfernt, mich jetzt seiner anzunehmen. Ich wollte meine restlichen Urlaubstage unbeschwert verbringen. Viel Zeit blieb mir nicht mehr, die Woche hatte begonnen und meine Schwägerin Mem wollte zum Wochenende nach Pattaya kommen um sich von mir zu verabschieden. Joy hatte ich schon darauf vorbereitet und ich hatte gemerkt, dass sie bezüglich des Treffens mit Mem eine abwehrende Haltung eingenommen hatte. Ich hatte ihr von meiner innigen Beziehung zu Mem erzählt. Ihre erste Frage war, ob ich mit ihr schlafe. Fast wäre mir der Kragen geplatzt. Warum denken insbesondere die Thai Ladies, die in diesem Gewerbe arbeiten, dass ich ausgerechnet mit meiner Schwägerin schlafen würde. Mir wurde diese Frage oft gestellt, aber meine Antwort fiel halt jedes Mal gleich aus. Aber auch hier gab es bei Joy einen Unterschied, in ihrer Stimme schwang ein Hauch von Unsicherheit und Angst mit. Nun, ich glaubte jedenfalls, die Situation meistern zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:


Danke danke, Ich werde den Bericht auf jeden Fall zu Ende schreiben.
 


Nun, Radi würde ich nicht unbedingt als Troll bezeichnen. Er hat sich über fast 3 Jahrzehnte hinweg in Pattaya behauptet und ein solides Geschäft geführt. Dass er etwas eigenbrötlerisch geworden ist und in seiner Art an einen Feudalherren erinnerte, mag daran liegen, dass Pattaya ihn möglicherweise dazu gemacht hat.

Dazu kommt aber auch noch etwas.:mrgreen:
 


@jodltrio

Ich sehe das bei Radi genauso, Er ist schon ein Pfundskerl, hat aber auch recht derbe Macken. Wie er teilweise mit den Gästen umgesprungen ist, war schon grenzwertig. Ich meine aber, dass er sich in den letzten Jahren doch etwas mehr ins Extreme verändert hat.

Wenn man allerdings Probleme hatte, war Radi sofort bereit, zu helfen. Das findet man nicht überall. Und das ich Radi schätze, daran möchte ich auch keinen Zweifel aufkommen lassen. Da müssen Außenstehende die Geschichte mal als isolierten Auszug betrachten. Ich denke, ich werde es so auch noch einmal formulieren.

Aber Radi hat sein Hotel ja verkauft, zumindest war ich nach meinem Urlaub nicht mehr da. Er hat die Nase voll von Thailand und ist, wie er sagte, nach Vietnam. Ob es stimmt, weiß ich nicht.

Liebe Grüße

KingPing
 


Mittlerweile hatten wir unser Frühstück beendet. Ich schlug Joy vor, den Nachmittag am kleinen Pool zu verbringen, abends im Fung Pla Pao zu essen und anschließen den Abend mit etwas Pool Billard zu beschließen. Es war in den letzten Tagen nicht immer ganz einfach, in Pattaya unterwegs zu sein, Die ständigen Regenfälle sorgten mit Regelmäßigkeit dafür, dass Pattayas Straßen zu Flüssen mutierten, die 2nd Road wandelte sich zum Menam Sai Song, die Soi Buakhao zum Menam Buakhao und die Sois zu den verbindenden Klongs. Und mitunter stand das Wasser höher als 80 cm, sodass es auch mit einem Motorbike unmöglich war, trockenen Fußes nach Hause zu gelangen. Aber wir nahmen es gelassen, kleideten uns entsprechend und ließen den Fall der Fälle locker auf uns zukommen.

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Es war angenehm am Pool zu liegen. Bis jetzt hatten wir das Glück, dass kaum Gäste außer uns am Pool waren. Ich nutzte die Gelegenheit um ein paar Fotos von Joy im Bikini zu machen, gemeinsam tollten wir etwas im Wasser herum und verbrachten den Nachmittag mit Müßiggang. Die Sonne war bereits tief gesunken als wir den Pool verließen, Das späte Frühstück hatte erwartungsgemäß nicht lange vorgehalten und letztendlich war unser Hunger der ausschlaggebende Grund dafür unseren Müßiggang zu unterbrechen. Wir machten uns frisch und verließen Radi Mansion um zum Fung Pla Pao zu fahren und dort ein köstliches Abendessen zu genießen. Ich schmunzelte ein wenig über unser Verhalten. So langsam aber sicher schlich sich eine Routine ein. Wohl gesättigt machten wir uns im Anschluss auf den Weg zur Walking Street, flanierten etwas mit den anderen Menschen entlang dieser Amüsiermeile, aßen noch ein leckeres Eis bevor wir wieder zur 2nd Road fuhren um in der ICU unserer Leidenschaft Billard zu spielen nachzukommen. Insbesondere mir machte es nun mehr Spaß, da ich mich mittlerweile mit Joy messen konnte. Die meisten Partien gegen sie gewann ich nun, hatte aber den Anstand, mich bei jeder gewonnenen Partie bei ihr dafür zu bedanken, dass sie mich hatte gewinnen lassen. Sie nahm es jedes Mal mit einem herzhaften Lachen an. So versunken in unser Spiel hatten wir gar nicht mitbekommen, dass es angefangen hatte zu regnen. In weiser Voraussicht hatten wir diesmal unser Motorbike nicht an der 2nd Road abgestellt, sondern vor der ICU Bar. Neugierig lief ich zur 2nd Road. Von der Straße war nichts mehr zu sehen, das Wasser stand bereits so hoch, das es teilweise schon in die Gänge des Bar Centers reinschwappte, insbesondere dann, wenn Pickups Wellen verursachten. Die Kanalisation von Pattaya war mit den Unmengen an Wasser absolut überlastet. Das in Richtung Meer abfließende Wasser konnte nicht mehr aufgenommen werden und so standen die Straßen schon kurz nach Einsetzen es Regens unter Wasser. Es wurde allerdings von den meisten Anwohnern und Betreibern der Bars recht gelassen aufgenommen. Sandsäcke verhinderten, dass die Bars unter Wasser gesetzt wurden, einige Geschäften hatten Mauern um die Zugänge gelegt, nur ein kleiner Spalt, der schnell mit ein paar Sandsäcken geschlossen werden konnte, verwehrte dem Wasser Zugang. Es war definitiv nicht mit der aktuellen Situation entlang des Chao Phya zu vergleichen. Ungleich katastrophaler war dort der durch das Hochwasser angerichtete Schaden. Gegen Ende der Hochwasserkatastrophe würden mehr als 500 Menschenleben zu beklagen sein, Firmen ruiniert sein und auf die Versicherungen würden Millionenbeträge zahlen müssen. Aber Bangkok war weit entfernt von dieser Katastrophe, das Wasser würde schnell wieder abgeflossen sein und die Vergnügungsindustrie kaum beeinträchtigt. Eigentlich hatten wir an diesem Abend vor ins Insomnia zu gehen, aber in Anbetracht des heftigen Regens und der überschwemmten Straßen verwarfen wir diese Vorhaben. Wir zahlten unsere Rechnung und traten unsere abenteuerliche Reise entlang der überfluteten Straßen zurück zum Hotel an. Bis zur Soi Buakhao war es einigermaßen trocken. Allerdings fiel die kleine Stichstraße, die wir entlang fuhren, in Richtung Soi Buakhao ab. Ich drosselte die Geschwindigkeit und wir hoben beide die Füße an. Das Wasser stand gut und gerne 30 cm hoch und ich hoffte innigst, dass ich nicht gezwungen würde, infolge des Verkehrs stehenbleiben zu müssen. Die kritischste Stelle war hier die Einmündung der kleinen Stichstraße in die Soi Buakhao, Aber wir hatte Glück und ich schaffte es so gerade, ohne meinen Fuß abzusetzen in die Soi Buakhao einzubiegen. Das Tückische war, dass das Wasser auch Schlaglöcher verschwinden ließ und die Soi Buakhao hatte einige davon. Aber auch hier hatte ich Glück und abgesehen von etwas Spritzwasser an unseren Klamotten aber gut durchnässt vom Regen erreichten wir die Pattaya Klang. Nur vom Regen durchnässt zu sein war für uns in Ordnung, die Vorstellung in dieser von Fäkalien verseuchten Brühe zu stehen dagegen bereitete mir Unbehagen. Im Radi Mansion angekommen zogen wir uns ein paar trockene Sachen an, ich nahm mein Notebook und wir setzten uns ins Restaurant um noch eine Kleinigkeit zu essen und im Internet zu surfen.
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Unsere Beziehung hatte ihren Rhythmus gefunden, ein gewisser Tagesablauf hatte sich eingestellt. Joy ging nicht mehr arbeiten und genoss ein entspanntes Leben an meiner Seite. Nach wie vor bekam sie jeden Tag ihre 1000 Baht von mir, ihre angenehme Art und nicht zuletzt auch ihr Aussehen ließen diesen Preis mehr als gerecht erscheinen. Aber auch das Gefühl das ich hatte, wenn ich mit ihr ausging, die neidvollen und teils unverschämt gierigen Blicke so manche Männer auf mein Mädchen war etwas, woran ich mich schelmisch ergötzte. Hin und wieder kam Joy zu mir und erzählte mir, dass dieser oder jener ihr eine Telefonnummer zugesteckt hätte mit der Bitte, sie anzurufen. Für mich warf ihr Verhalten viele Fragen auf, warum machte sie das, warum gab sie sich mit 1000 Baht zufrieden? Würde sie arbeiten gehen, könnte sie zusätzlich pro Tag mal locker 3000 bis 4000 Baht zusätzlich machen ohne auf die Zeit mit mir und damit auch 1000 Baht nach Feierabend zu verzichten. Warum erzählte sie mir von den Männern, die ihr ihre Telefonnummer zusteckten mit dem Wunsch, sie zu treffen. Warum zeigte sie mir ihr Sparbuch über 50.000 Baht Erspartem von der Kasikorn Bank, wohlgemerkt ohne irgendeine sonst wie geartete oder formulierte Forderung an mich zu stellen. Alles das, was ich versuchte mit meinem Verstand zu sondieren, in Zusammenhänge zu bringen um letztendlich in eine Erklärung einzubinden, das alles hatte mein Bauch schon beantwortet: Joy hatte Gefühle für mich entwickelt. Und diese Gefühle waren nicht nur oberflächlicher Natur sondern gingen tiefer. Warum sonst sollte ein Mädchen das in Pattaya arbeitet so unvernünftig sein und freiwillig auf einen großen Teil seiner Einkünfte verzichten, insbesondere vor dem Hintergrund, dass ich verheiratet war und ihr auch deutlich gemacht hatte, auf keinen Fall meine Frau zu verlassen und meine Familie aufzugeben? Nur tiefere Gefühle wie Hass oder Liebe waren in der Lage, ansonsten auf Profit orientierte Menschen derart unökonomisch denken beziehungsweise handeln zu lassen. Auf der einen Seite erfreute es mich, aber auf der anderen Seite machte es mich auch etwas traurig. Es war nicht meine Absicht ein Herz zu brechen wenn es denn so wäre. Ich hatte den Zeitpunkt verpasst, abzuspringen, diesem unvernünftigen Handeln ein Ende zu setzen. Nun gut, in wenigen Tagen würde ich nach Hause fliegen und ich hoffte für diesen Fall auf die heilende Wirkung Pattayas, die soviel Abwechslung und Spaß für Joy bringen würde, dass ich bald nur noch angenehme Erinnerung für sie sein würde. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
 
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