Das ist die Situation von Dir. Oft genügt hast Du es hier schon beschrieben.
Aber es gibt Millionen bei denen ist es leider nicht so. Ich rede nicht von den Kellnerjobs oder Mindestlohnjobs, die Du gerne als Vergleich anführst.
Viele habe nicht den hohen Lohnlevel von Dir. Sie bekommen Ihre Familien gut duch, haben keine grossen Sorgen finanzieller Art.
Sind aber trotzdem nicht in der Lage, grosse Ruecklagen zu bilden oder sogar zu spekulieren.
Aber sie sind glücklich und zufrieden, wenn man so sagen will.
Und 50% der Lohnerhöhung beiseite legen, hört sich gut an. Aber normal nicht praktikable.
Viele, die sich hier zu Wort melden haben minimum 2-3 "Cashflow". Minimum. Und ein gut gefülltes Konto. Gut und schön.
Aber die meisten, die sich hier in Thailand erholen, haben es nicht so dicke.. Und wenn sie sich hier mal äußern, werden sie hier gleich nieder gemacht. Mit 1-1500 € wie kann man bloß. Deshalb lesen hier viele mit, und schütteln nur den Kopf. Diese leben hier schon länger und haben Erfahrung.
Und die, die erst in 10 oder mehr Jahren sich hier erholen wollen, reden von 2-3000 € minimum. Alles Theoretiker. Manche, nicht alle. :)
Das mag alles sein. Ich habe auch keinerlei Einwände. Ich habe nur beschrieben wie es ist: jedem ist alles zu gönnen aber es geht so nicht wie man sich das vorstellt.
Auf den Philippinen verdienen die Menschen durchschnittlich 250 Euro im Monat und hier bei uns wird all das was man hat negativ empfunden, weil dies und das nicht möglich ist? Weisst Du wie das auf die wirkt, die von dort stammen und das beobachten?
Ich mache niemanden "nieder"
und mag "nieder machen" auch nicht.
Wenn Du diesen Eindruck gewonnen hast, ist es doch prima wenn ich das gründlich korrigieren kann. Es geht um die Analyse objektiver Umstände: mit 800-1000 Euro im Monat, sollte man einfach nicht Teilzeitauswandern, nicht auswandern und nicht die Lage ignorieren.
Auch nicht, wenn zig Youtuber so einen Unsinn berichten und damit völlig an der Realität vorbei Menschen ins Unglück treiben.
Diese Menschen gehören vielleicht eher in unsere Sozialsysteme und nicht nach Thailand, das ist so.
Sie stranden nämlich mit ziemlicher Sicherheit dort mit so einem Budget und werden sodann von der Wirklichkeit eingeholt richtig übel leiden. Hier zurück angekommen, sausen sie wiederum vermutlich in die Sozialsysteme. Wären sie aber geblieben, hätten sie selbstbestimmt zig Urlaube in Thailand verbringen können und möglicherweise auch insgesamt hier ihre Situation verbessert. Aber nein, die meinten ja mit 800 Euro im Monat könne man alles machen, sei König in Südostasien und sei dem schlimmen schlimmen Deutschland entkommen. Aha.
Was ich eher nicht mag, ist, dass wenn man unser Land schlecht redet und zugleich nicht erkennt, dass man selbst sich eine Situation schafft die einem nicht behagt. Kritik ist wertvoll und der Dünger für Verbesserungen. Dazu gehören aber Ehrlichkeit, die Befähigung zur Selbstkritik, Fairness und Anstand und die Abwesenheit immer die anderen für alles Mögliche verantwortlich zu machen was einem nicht so behagt.
Das ist meine Ansicht zu diesem Thema.
Anstatt die Situation betrübt zu finden, könnte man sie auch ändern. Selber ändern. Zu erwarten irgendwo von irgend jemand "abgeholt" ...
(wenn ich das schon höre: "man muss die Menschen abholen wo sie sind um ihnen gerecht zu werden" - nein, muss man nicht. Niemand sollte das erwarten bitte - Kleinkinder werden im Kindergarten abgeholt und keine Menschen, die 18 Jahre oder älter sind)
... zu werden oder gar wütend aufzustampfen, wenn keiner kommt und dann irgend einen Unbeteiligten genau dafür verantwortlich zu machen, ist die Reaktion, die einfach nicht zielführend daher kommt.
Das kann man doch besser machen, oder?
@knatter : um es versöhnlich zu sagen: mein gesamter Bericht soll eine Brücke bilden für die, die sich das Dauerauswandern nicht leisten können und die durch eine Teilzeitauswanderung vielleicht so über einen Kompromiss nachdenken können.
Von Anfang an versuche ich zwischen den Realitäten und Wünschen eine Brücke zu bauen. Man kann sie wünschen oder auch nicht, möge sich selbstverständlich ! selbst entscheiden.
Es ist ein Ausloten und soll Perspektiven abseits des "Alles oder Nichts" aufzeigen. Ein Vorschlag, keine Anweisung.
Ich hoffe, das wurde nun klarer.