Thailand Trotzdem ist das Leben schön!

Teil 7

Wir hasten durch den "Green Channel" der Zollkontrolle und sind endlich im "gelobten Land"

Es fällt mir schwer, mich zu orientieren.
Zuerst suche ich einen DB-Ticketschalter, um das "Quer durch das Land Ticket" zu kaufen. Den gibt es, eigentlich logischerweise, nur im DB Bereich.

Da wir sowieso noch zum REWE- Laden im "Terminal der Fernzüge" wollen, ziehen wir unsere Rollkoffer die weite Strecke zum Fernbahnhof. Da gibt es nur Video-Schalter.
Ja was soll denn das? Ich möchte keinen Porno anschauen, sondern ein Ticket kaufen.
So stelle ich mich in der langen Schlange vor dem "DB Reisezentrum" an. Kaufe hier ein "Quer durchs Land Ticket" für heute und eines für den 20. April. 2x65€ - Dankeee.

Inzwischen ist fast eine weitere Stunde vergangen. Ich entscheide mich gegen das zweite Frühstück REWE-Laden.
Bis wir nun am Regionalbahnhof sind, ist es gerade 9 Uhr. Ab da gilt ja schon das Ticket.

Wir fahren mit einem Regionalzug zum Hauptbahnhof.
Dort verliere ich für ca 15 Minuten die volle Orientierung. Mein Fraule muss auf die Toilette und hat Hunger. Ich will zuerst den Bahnsteig finden, wo unser Zug nach Kassel-Wilhelmshöhe abfährt.
Die Bahnsteige sind nicht logisch durchnummeriert. Es gibt eine Nah- und einen Fernbereich.
Ein DB-Angestellter gibt mir mürrisch Antwort.
Wir sind endlich auf dem richtigen Bahnsteig.
Kann meinem Fraule auch noch 2 Butterbrezeln kaufen. Die Toilette kann sie dann im Zug erledigen, der super pünktlich abfährt. Dafür haben wir jetzt fast vier Stunden gebraucht.
Fortsetzung folgt
 
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Wir sind endlich auf dem richtigen Bahnsteig. Kann meinem Fraule auch noch 2 Butterbrezeln kaufen. Die Toilette kann sie dann im Zug erledigen, der super pünktlich abfährt. Dafür haben wir jetzt fast vier Stunden gebraucht

na siehste, alles garnicht so schlimm. Nur der nette Paßbeamte ("alles richtig gemacht") hat wahrscheinl. schon eine Verleumdungsklage gegen die rot-giftgrüne Politik (- die er mit seinem Kommentar an den Pranger stellte) an der Backe
 
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Teil 5
Den Kaffee hätte ich gleich mitbestellen müssen. Als ich auf ihrer "Rückfahrt" reklamiere, ist es zu spät. Sie räumt nur noch ab. Ätsch!!!

Dann beginnt eine lange quälende Nacht.
Dafür muss ich diesmal keine, in Sandalen und weißen Nachthemden gekleideten, mit um den Kopf gewickelten Geschirrtüchern ertragen.
Auch keine erschreckende, durch schwarze Vorhänge verhüllte, weibliche Gestalten.

Da meldet es sich aus meinem Inneren, diesmal mit aller Macht. Es gibt keinen Ausweg, außer zur weit entfernten Toilette.
Ohne Krücke und unter großen Schmerzen taste ich mich, bei fast vollkommener Dunkelheit, den Gang entlang. Zum Glück ist eine Toilette frei.
Während ich mich von Jeans und Schlüpfer befreie, habe ich das Gefühl, in die Hose zu scheißen. Der Werkel ist aber so zäh und dick, dass er nur ein wenig herausspickt und den Schlüpfer streift.
Der Rest ist Schwerstarbeit und kann nur unter großer Anstrengung und Schmerzen herausgedrückt werden.
Schließlich versagt sogar die Vakuumspülung der Toilette.
Macht mit ihm, was ihr wollt, aber ich bin ihn los.

Der Rückmarsch zum Sitz ist schwierig. Da blenden mich in der Dunkelheit zwei Lampen. Ohne Stock ist es schwierig, auf den wackeligen Beinen zu bleiben. Ich muss mich mit den Händen durchtasten. Dabei streife ich volles Haar Glatzen und Dauerwellen.
Schlafende werden aus dem Traum gerissen. Hinter mir flucht und schimpft es.
Nur schwer finde ich wieder meinen richtigen Platz.

Fortsetzung folgt
Hattest Du denn keinen Sitz in der Nähe der Toiletten? Wenn Du mit dem WCHR (wheel chair/Rollstuhl) gebucht wirst, sollte es auch sogenannte Facility Seats geben die in der unmittelbaren Nähe der Toiletten sind! Allenfalls für den Rückflug die Thai kontaktieren wenn dem nicht so ist!

Anhang anzeigen Thai_777.jpg
 
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Teil 8

Der Zug nach Kassel-Wilhelmshöhe ist rappelvoll, aber wir haben einen Sitzplatz ergattert.
Dort angekommen, haben wir genügend Zeit, um den Bahnsteig zum Anschlusszug zu erreichen.

Der ist auch super pünktlich. Fährt direkt nach Halle/Saale.
Auch dieser ist er sehr voll.

Ein paar minderjährige Jungs in schwarzen Klamotten sitzen auf dem Boden. Sie gehören irgendeiner Rocker-Pseudo Bewegung an, sind aber total harmlos.

Eine Oma von ca 60 setzt sich zu ihnen. Dann denke ich, ich höre nicht recht. Sie macht die Jungs sexuell an. Dabei ist sie so ordinär, das andere Fahrgäste protestieren. Diese werden dann mit "alte Sau", und "leck mich doch am Arsch", nebst "impotenter Knallkopf" ruhig gestellt.

Die Jungs könnten ja den Platz wechseln, hören aber fasziniert zu. Die Oma gibt dann noch von sich, dass sie jetzt total nass sei. Die Jungs haben sicher alle einen Harten.
Also ich hätte in diesem Alter sicher einen gehabt und sicher auch gerne ausgeholfen.

Jedenfalls waren die Stunden im Zug, für mich (!!!), sehr unterhaltsam. Leider haben wir beim Aussteigen so sehr mit uns und unserem Gepäck zu tun, dass ich nicht beobachten konnte, wie es weiter ging. Ich tippe aber darauf, dass sie die Jungs mit nach Hause genommen hat. Natürlich gönne ich allen Beteiligten diesen Spaß von ganzem Herzen.

In Halle werden wir dann von unserem Freund abgeholt. Dieser ist entsetzt, wie klapperig ich, seit dem letzten Besuch vor zwei Jahren, geworden bin.

Bei Ankunft in Lieskau gibt es einen Begrüßungstrunk (Metaxa 7*) und ein umfangreiches Dinner.
Ich bin so fertig, das es mir nicht mehr schmeckt. Lege mich ins Bett und schlafe sofort ein.
Fortsetzung folgt
 
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Teil 9

18. und 19. April.
Diese zwei Tage verlaufen ohne Besonderheiten.
Wir werden einmal zum Essen in ein Restaurant eingeladen und einmal in ein Cafe', wo es köstlichen Kaiserschmarrn gibt.
Ansonsten werden wir bekocht.

Wir machen keine Ausflüge mehr, da ich (wir) in dieser Gegend schon alles gesehen haben.
Wir schweifen in Erinnerungen, wie wir uns in Budapest 1969 an einer Strab-Haltestelle kennengelernt haben. Wir (meine Ex und ich) warteten auf eine Strabse, die nicht mehr kam. Ebenso meine Freunde, die uns wegen unserem ungewohnten Dialekt ansprachen.
Wir verbrachten die restliche Nacht in mehreren Bars, wo ich Sowjetski Schampanski bestellte und mit super günstigen, schwarz getauschten Forint, bezahlte.

Ab diesem Zeitpunkt, nun immerhin schon 56 Jahren, besuchten wir (meine Ex und ich) sie jede Ostern und trafen sie öfters in Ungarn zum Campen.

Auch war jeden Monat ein Päckchen mit Mangelware, wie z.B. Kaffee und Schokolade fällig.

Für eine Zahnsanierung schickte ich das nötige Gold.

Für ihren Skoda schickte ich Ersatzteile, auf die man in der DDR normalerweise lange warten musste.
Einmal war es wegen einem undichten Wasserschlauch, für dessen Reparatur (Vulkanisierung ???) eine lange Zeit veranschlagt war. Neu gab es ihn überhaupt nicht.
Wie haben Sie dann gestaunt, als sie schon vier Tage später ein Päckchen erhielten, in denen sich zwei nagelneue Schläuche befanden. Ein Skoda Händler im Westen fragte mich, wie viel ich bräuchte. Da habe ich noch einen als Ersatz mitgeschickt.

Bei Besuchen gingen wir in den 'Intershop", wo ich Einkäufe für sie mit "Westgeld" bezahlte.

Das waren von mir aus nicht unbedingt Aktionen, die zur Zufriedenheit mit dem System, in dem sie leben mussten, beigetragen haben.
Vielleicht habe ich sogar einen kleinen Beitrag geleistet, das es schließlich zusammengebrochen ist 555 Spaaass.

Nach der Wende ging es ihnen sehr gut, da sie beide hochqualifizierte Berufe hatten.
Da gab es dann von ihnen Geschenke.

Fortsetzung folgt
 
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Teil 9

18. und 19. April.
Diese zwei Tage verlaufen ohne Besonderheiten.
Wir werden einmal zum Essen in ein Restaurant eingeladen und einmal in ein Cafe', wo es köstlichen Kaiserschmarrn gibt.
Ansonsten werden wir bekocht.

Wir machen keine Ausflüge mehr, da ich (wir) in dieser Gegend schon alles gesehen haben.
Wir schweifen in Erinnerungen, wie wir uns in Budapest 1969 an einer Strab-Haltestelle kennengelernt haben. Wir (meine Ex und ich) warteten auf eine Strabse, die nicht mehr kam. Ebenso meine Freunde, die uns wegen unserem ungewohnten Dialekt ansprachen.
Wir verbrachten die restliche Nacht in mehreren Bars, wo ich Sowjetski Schampanski bestellte und mit super günstigen, schwarz getauschten Forint, bezahlte.

Ab diesem Zeitpunkt, nun immerhin schon 56 Jahren, besuchten wir (meine Ex und ich) sie jede Ostern und trafen sie öfters in Ungarn zum Campen.

Auch war jeden Monat ein Päckchen mit Mangelware, wie z.B. Kaffee und Schokolade fällig.

Für eine Zahnsanierung schickte ich das nötige Gold.

Für ihren Skoda schickte ich Ersatzteile, auf die man in der DDR normalerweise lange warten musste.
Einmal war es wegen einem undichten Wasserschlauch, für dessen Reparatur (Vulkanisierung ???) eine lange Zeit veranschlagt war. Neu gab es ihn überhaupt nicht.
Wie haben Sie dann gestaunt, als sie schon vier Tage später ein Päckchen erhielten, in denen sich zwei nagelneue Schläuche befanden. Ein Skoda Händler im Westen fragte mich, wie viel ich bräuchte. Da habe ich noch einen als Ersatz mitgeschickt.

Bei Besuchen gingen wir in den 'Intershop", wo ich Einkäufe für sie mit "Westgeld" bezahlte.

Das waren von mir aus nicht unbedingt Aktionen, die zur Zufriedenheit mit dem System, in dem sie leben mussten, beigetragen haben.
Vielleicht habe ich sogar einen kleinen Beitrag geleistet, das es schließlich zusammengebrochen ist 555 Spaaass.

Nach der Wende ging es ihnen sehr gut, da sie beide hochqualifizierte Berufe hatten.
Da gab es dann von ihnen Geschenke.

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Sehr interessant. Der Osten vor dem Mauerfall.
Bei der Familie meiner Grossmutter sind die Russen am ende des Krieges auf dem Bauernhof eingefahren. Was dann passierte, sollte ja klar sein..
Ende vom Lied war, der Grossteil der Felder war auf der russischen Seite.
Wurde enteignet.
Ihr Bruder hat sich darauf in der Scheune aufgehängt
Ein anderer Bruder hat vielen Nachts auf abenteuerliche weise zur Flucht in den Westen verholfen.
Meine Grossmutter hat sich in einen englischen Soldaten verliebt und ging nach England. Dort gründete sie eine Familie und lebte glücklich bis zum ende ihrer Tage.
Sie ist in Helmstedt aufgewachsen.

LG giri
 
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Teil 10
20. April

Heute soll es zu unserem nächsten Gastgeber weitergehen.
Ab 9 Uhr, wenn unser "Quer durchs Land Ticket" gilt, wird es sehr kompliziert. Früher gäbe es bessere Verbindungen.
So kaufen wir noch ein normalesTicket dazu, das die Zeit bis 9 Uhr abdeckt.

Auf dem Bahnhof sind wir alle ein bisschen traurig, weil wir uns vermutlich nie mehr wiedersehen werden.

Mit nur einmal Umsteigen erreichen wir Nürnberg.
Von dort geht es weiter nach Stuttgart.
"Stuttgart 21" ist immer noch nicht fertig. Ist mir egal, ich brauche es nicht mehr. Obwohl ich genügend Zeit hätte, mal hin zu humpeln, interessiert mich die Baustelle nicht mehr.
Wo ich jetzt wohne wäre sie schon lange Geschichte.

Mit einem etwas schnelleren Nahverkehrsexpress erreichen wir pünktlich Vaihingen/Enz ohne Zwischenstopp.
Dort erwartet mich mein Freund mit Frau, meine zweiten Gastgeber.

Heute schaffe ich sogar noch zwei Viertele Roten zur Begrüßung.

Fortsetzung folgt
 
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@Glupperer, nun du warst ja mit Deiner Ex damals dort unterwegs. Aber meinst Du, es wäre damals möglich gewesen mal schnelll bei einem DDR Girl einen weg zu stecken? Als reicher Wessi mit West Mark ….. (oder auch gegen West Mark….)

Und denk daran, die Einladung nach Ulm/Blaubeuren steht noch. Übernachtung wäre ab Montag auch möglich.
 
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Ich bin zwar nicht der Glupperer, aber er hat in diesem (?) Thread schon mal davon geschrieben, das er und ein Kumpel je eine Freundin in Ostberlin hatten und die regelmäßig besucht haben.
 
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@Glupperer,

Und denk daran, die Einladung nach Ulm/Blaubeuren steht noch. Übernachtung wäre ab Montag auch möglich.
Lieber Pilo,
vielen Dank für deine Einladung.
In Echtzeit bin ich bereits beim @Seebiker,
Ich bin derart ausgelutscht, dass ich keine weiteren Reisen machen will.
Es ist wirklich gut gemeint, aber ich genieße, das ich jetzt etwas Ruhe habe.
Ich versuche, solange es geht, nach Pattaya zu reisen. Vielleicht sehen wir uns dort einmal wieder.
Gruß G.
 
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