Indien Über Umwege zu Jay Jagannath und wieder zurück

Das wesentlichste hier sind die Western Group of Temples, die überaus eindrucksvoll das Kamasutra wiedergeben. Neben all den Figuren die sexuelle Handlungen wiedergeben darf natürlich Ganesha nicht fehlen.
Ganesha wird oft als Gott des Erfolges bezeichnet, or the remover of the obstacles. Er kann auch als ein Symbol für den Geschlechtsakt betrachtet werden, denn viele Asiaten setzen Erfolg dem Geschlechtsakt gleich. Somit leitet Ganesha das Fest ein, die Orgie und die völlige Enthemmung infolge der sexuellen Ektase.

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Die nächste Station meiner Reise war Varanasi, nicht weniger touristisch, vielmehr ein regelrechtes Epizentrum der Indienreisenden. Ich nahm einen Bus nach Satna, der mich wegen eines Staus zwar verspätetet, aber noch rechtzeitig zu meinem Nachtzug nach Varanasi brachte. Den Nachtzug hatte ich im Voraus gebucht und ein Bett reserviert, das war nach meinen bisherigen Indien-Erfahrungen auch dringend nötig. Im Zug geriet ich in eine Gruppe Inder, die zwar freundlich waren, mich aber gleich auf das Verhalten von Touristen hinwiesen: Viele Ausländer fotografierten die Verbrennungszeremonien an den Burning Ghats, ohne Rücksicht auf Pietät. Dort werden Verstorbene, von wohlhabenderen Familien verbrannt in der Hoffnung, den Kreislauf der Wiedergeburt zu durchbrechen und so unmittelbar zu Shiva zu gelangen. Die Gruppe machte deutlich, dass so ein Verhalten als respektlos empfunden wird.
 
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In Varanasi angekommen, wollte ich mein eher nobles Quartier direkt bei den Burning Ghats beziehen. Doch obwohl ich im Voraus gebucht hatte, war das Zimmer plötzlich nicht mehr verfügbar. Also musste ich mich kurzfristig nach einer anderen Unterkunft umsehen.
Eigentlich bin ich ohnehin nur hier, um das Geschehen dieser ach so heiligen Stadt mit meiner Kamera einzufangen. Ich finde rasch eine neue Bleibe, lege mein Gepäck ab und mache mich dann mit meiner SLR-Kamera auf den Weg entlang des bedeutungsvollen Flusses, um die Stimmung einzufangen.
Eine Auswahl der entstandenen Aufnahmen folgt …
 
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Am Abend des Ankunftstages stehe ich noch an den Feuern der Burning Ghats, wo die Toten brennen, und bekomme alle möglichen Angebote. Sie kommen von den Heizern der Feuer, aus der untersten Kaste, mit einem äußerst unangenehmen und schweren Job. Wenn man dort steht, wo die Leichen verbrannt werden, liegt ein süßlicher Geruch von verbranntem Fleisch in der Luft, und die Männer dort sind diesem Tag für Tag ausgesetzt. Die Stimmung an diesem Ort ist eigenartig, fast unwirklich.
Ich musste den Eindruck gewinnen das die Heizer der Feuer den Touris so ziemlich alles besorgen könnten und eines ihrer Angebote nehme ich schließlich an. Ich kaufe ein wenig Gras, und geübt wie früher, drehe ich mir daraus eine schöne Tüte. Danach wird mir die Szenerie ohnehin zu viel, und ich schlafe erst einmal eine Runde, denn bisher habe ich ordentlich Tempo gemacht in dieser überaus großen Destination Indien.
 
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Am nächsten Morgen mache ich eine private Bootsfahrt entlang des Ganges und sehe mir die Ghats aus einer anderen Perspektive an. Mit meinem Kameraequipment bekomme ich auch die Burning Ghats ganz gut abgelichtet, obwohl das eigentlich nicht erlaubt ist. Den besagten Platz erkennt man auf den Bildern an den gestapelten Holzscheiten.
Das dunkle Gebäude mit der parabelförmigen Kuppel im Hintergrund beherbergt das heilige Feuer Shivas, mit dem die Scheiterhaufen entzündet werden. Das Gebäude links daneben diente damals als Kuhstall, schließlich muss der Bulle Nandi, das Reittier Shivas anwesend sein, wenn die Gläubigen ihre Rituale vollziehen.
Ich habe irgendwie das Gefühl, dass ich mit dieser Destination fertig bin, und setze mich am späten Nachmittag in einen Flieger nach Tamil Nadu.
 
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