Indien Über Umwege zu Jay Jagannath und wieder zurück

Also das mich abends jemand rausrudert hatte mir niemand angeboten, is aber sicherlich eindruksvoll.....
 
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Ich hatte mich als erste Destination in Tamil Nadu für Mahabalipuram entschieden, weil ich Überbleibsel hinduistischer Kulturbauten besichtigen wollte, die hier besonders alt und gut erhalten sind. In dieser Region hatten die Muslime nie die Vorherrschaft, weshalb es auch keine Bilderstürmerei gab.


Die Tempelanlagen, die auf den Bildern zu sehen sind, sind vollständig aus massivem Stein gearbeitet. Leider waren sie am Wochenende vor Silvester von Hindus überlaufen. Manchmal gingen sie sogar ganz bewusst ins Bild, sichtbar stolz darauf, fotografiert zu werden. Andere vergnügten sich bei einem rituellen Massenbad im Meer.


Mahabalipuram hat außerdem einen brauchbaren Strand und zieht viele Individualtouristen an – man findet also rasch jemanden, der einem das Bett wärmt. Eigentlich wäre auch das nahegelegene Puducherry, die ehemalige französische Kolonie, einen Besuch wert gewesen, aber ich war viel zu sehr auf die Gopurams fixiert und schon nach zwei Nächten wieder auf dem Weg nach Madurai.
 
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Zu Silvester bin ich in Madurai und plane von dort aus meine Ausflüge in die Umgebung, da die Stadt ein idealer Verkehrsknotenpunkt ist. Die für die Region so bekannten Gopurams, also die monumentalen Türme über den Eingangsportalen der Tempel, sind hier in Madurai am spektakulärsten und vollständig bemalt.


Der Meenakshi Tempel selbst ist für Ausländer allerdings nicht zugänglich.


Deshalb führt mich mein Ausflug am folgenden Tag nach Thanjavur. Der dortige Brihadishvara Tempel ist zwar nicht ganz so monumental wie jener in Madurai, dafür aber frei begehbar.


In Madurai bin ich zufällig in eine Feier geraten, die möglicherweise etwas mit Silvester zu tun hatte. Ich konnte allerdings nicht genau herausfinden, worum es dabei ging, oder warum die Teilnehmer Tontöpfe mit Pflanzensprossen über ihren Köpfen trugen.
 
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Thanjavur:

Auch hier sind wieder viele Inder im Tempelbezirk, die sich gern fotografieren lassen, egal ob vor dem riesigen Stier Nandi am Tempeleingang oder einfach, um zu zeigen, dass auch Männer rote Röcke tragen, aus welchem Grund auch immer. Anschließend fühle ich mich bereit für die nächste Destination.

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Ich mache mich mit einem State Bus auf den Weg nach Cochi. Die Fahrt beginnt früh am Morgen und dauert bis in die Abendstunden. Die Strecke führt von den Ebenen Tamil Nadus hinauf ins südindische Hochland, vorbei an Gewürz und Teeplantagen. Ein Halt in Munnar oder Kottayam wäre reizvoll, um die Gegend zu Fuß zu erkunden, doch ich entscheide mich, weiterzufahren. Am Ende der Route erreiche ich schließlich den Indischen Ozean und die ehemalige portugiesische Enklave Cochi. Entlang der Strecke gibt es nicht allzu viel zu sehen, das vertraute Chaos südindischer Städte, weite Reisfelder und die grünen Hänge des Hochlands.
 
Also in Cochi hat der Gewürzhandel einst ordentlich Geld in die Region gebracht und sie wirkt auf mich sehr entwickelt und in weiten Teilen erfolgreich christianisiert zumindest aus der Perspektive der ehemaligen Kolonialherren. Der Rundgang durch die frühere portugiesische Handelsniederlassung in Fort Cochi hat mich allerdings weniger beeindruckt. Alles ist sauber und ordentlich und mit den chinesischen Fischernetzen versucht man Fische aus dem Wasser zu holen allerdings wohl mehr zur Unterhaltung der Touristen. Die Fische auf den Märkten stammen ohnehin meist aus anderer Quelle.


Die Kolonialbauten sind wenig eindrucksvoll und auch die Kirche in der Vasco da Gama einst seine Ruhestätte fand muss man nicht unbedingt gesehen haben. Zwischen den imposanten Banyanbäumen im Fort Cochi findet man zwar angenehmen Schatten doch für mich bleibt es nur ein kurzer Zwischenstopp. Am nächsten Tag geht es weiter nach Karnataka mit dem Ziel Bijapur.
 
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