Mit grosser physischer Gewalt gelang ihr jedoch, eine voll gefärbte Kugel zu versenken, und stolz verkündete sie,
dass mir von nun an die halbgefärbten Kugeln zugeteilt sind. Das kratzte mich nicht wirklich und ich schaute entspannt zu,
wie sie eine zweite Kugel zum Verschwinden brachte, leider gemeinsam mit der halb gefärbten, dunkelgrünen 14,
die vorerst zögernd, dann aber doch mit einer gewissen Freude ins Loch verschwand.
Leicht genervt deutete das Mädchen mit einer Kopfbewegung an, dass ich weiterfahren könne.
Das machte ich sehr gerne und versenkte zuerst die rote 11 und darauf die orangefarbene 13.
Um nicht aus der Uebung zu kommen gelang es mir noch, die halbgefärbte, gelbe 9 ab zu schiessen,
bei der violetten 15 war aber Schluss: renitent bis ins Innerste blieb sie unmittelbar vor einem Loch stehen.
Jetzt war das Mädchen wieder dran.
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Irgendwie wirkte sie auf mich verbissen.
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Sie knallte die weisse Kugel direkt auf die 6, welche sich ihr zugeneigt zeigte und verschwand.
Unentwegt fuhr sie mit der 3 weiter. Diese zeigte Charakter, widerstand ihren Unterdrückungsversuch
und schob als Racheakt die weisse Kugel selber in das Cachot.
Ein Kopfnicken an mich bedeutete, weiter zu fahren.
Es war ein folgenschweres Kopfnicken, wenn auch ungewollt.
Ich brachte zuerst die hellblaue 10 und darauf die grüne 12 zum verschwinden. Nachdem ich das Leder frisch eingekreidet hatte
fuhr ich weiter und versenkte die violette 15. Das Mädchen verschwand hässig auf die Toilette,
mit Grund, denn sie hatte wohl beachtet, dass meine einzigste verbleibende Kugel, die schwarze 8,
welche jeder Spieler vor dem Schluss versenken muss, in meiner Schusslinie lag.
Soll ich, oder soll ich nicht?
Wenn ich sie versenke, ist das Spiel fertig.
Versenke ich sie nicht, verliere ich vielleicht.
Ich habe mich zu ersterem entschlossen.
Mit einem theatralisch lauten Knall verschwand die schwarze Kugel in das dunkle Nichts.
In der Regel spielt man mindestens drei Mal zusammen und so stellte ich die Kugeln nochmals auf und bestellt mir
und dem Mädchen nochmals ein Bier. Da ich die letzte Partie gewonnen hatte eröffnete ich wieder das Spiel.
Diesmal spielte ich auf die rechte Seite und platzierte die Kugel gleich neben dem farbenfrohen Dreieck,
ohne dass sich eine Kugel daraus wesentlich bewegt hätte.
Das wurde zu einer speziellen Herausforderung für die Kleine.
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