Thailand Der Isaan - die Schönheit im Osten

Das letzte Bild zeigt wirklich eine Schönheit aus dem Isaan.

Das sehe ich auch so.

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Ich bestellte uns beiden ein frisches Bier - Achmed und den Mädchen ein grosses Leo und für mich ein kleines Chang - was von den Girls zum Anlass genommen wurde, sich mit einem Gruppenfoto zu bedanken.

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"Das Holligenquartier ist ein reines Wohnquartier mit Reihenmehrfamilienhäuser. Einzige markante Merkmale waren dazumal das Schloss, die erwähnten Schrebergärten, ein thailändisches Bordell, das einem Zahnarzt gehörte, die Schlote der Abfallentsorgung am Warmbächliweg in der Ferne und das burgerliche Jugendwohnheim, wo Jugendliche mit Adoleszenzproblematik der Weg in die Erwachsenenwelt geebnet wird.

Es war dieses Jugendwohnheim, das Erwähnung fand an einer Vorstandssitzung des Vereins für Familiengärten des Holligenquartiers. "

Mein Notebook wechselte die Hand, was mir aber nichts ausmachte.

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"Weil die Anforderungen an öffentliche Wirkstätten laufend an den modernen Bedürfnissen von Amtes wegen angepasst werden müssen lag ein Gesuch um Pachtübernahme einer Fläche von 10‘000 Quadratmeter Gartenland vor – zum Zwecke eines Pavillonanbaus, in dem eine rollstuhlgängige Toilette für die Besucher sowie ein Allzweckraum für die Bewohner gebaut werden soll.

Das Land, das seit 1927 mit 99-jährigem Pachtvertrag an den Verein für Familiengärten vermietet wurde, sollte dem Wohnheim übertragen werden und der zuständige Notar sah eine einmalige Abfindung sowie die Uebernahme der Kosten für die Grundbuchänderung vor. "

Achmed nahm einen Schluck von seiner Bierflasche und ich nahm erstaunt zur Kenntnis, dass sie sofort leer wurde.

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"An diesem Abend," so fuhr er fort, "gab es eine rege Diskussion und der Präsident Vladi hatte seine liebe Mühe, die Emotionen der Gärteler unter Kontrolle zu bringen, bis Fritz, im Nebenamt als Kassier, einen Ordnungsantrag stellte – könnt Ihr bitte aufhören, alle gleichzeitig zu sprechen - die Klärungsfrage stellte betreffend der Höhe der Abfindung.

Zudem wies er darauf hin, dass es sich beim Verein Schrebergarten Holligenquartier um eine gemeinnützige Institution handelt, die steuerbefreit ist, unter der Bedingung, dass sie keinen Gewinn erwirtschaftet."

In der Be Happy Bar hingegen wurde unterdessen toll gezecht.

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"Es kehrte sofort Ruhe im Saal ein, Vladi blätterte nervös in seinen Unterlagen, fand heraus, dass der Notar keinen konkreten Vorschlag
gemacht hatte und schlug vor, die Sitzung zu vertagen, bis die Höhe bekannt war. Es wurde in vierzehn Tagen eine neue Sitzung einberufen."

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"Zuhause deutete Fritz den Inhalt der abendlichen Sitzung an, aber Gertrude war mit einem Quiz im Fernsehen beschäftigt und hatte kein Gehör für die Nöte der Gärteler. "Gebt denen das Land doch für ein Gott Vergelts' zurück," brummte sie, ihr könnts ja sowieso nicht mitnehmen."

Wohin, liess sie offen, aber natürlich hatte sie recht.

Die Gartenhäuser waren in Material und Bauart eingeschränkt, und sämtliche Häuschen waren in den letzten 10 Jahren erneuert worden. Der Verein hatte in Fronarbeit zu jedem Gartenabschnitt fliessendes Wasser und zu jedem Häuschen Strom gezogen, die Wege waren mit Natursteine gepflästert und der Garten mit einem rostfreien Zaun umzäumt.

Es gab bei den Schrebergärten absolut keinen Investitionsbedarf.

Zu der kommenden Sitzung hatte sich der Geschäftsleiter des Jugendwohnheims eingeladen, und ausgerüstet mit einem Beamer und einem Laptop legte er im Sitzungszimmer vom Restaurant "Fischermätteli" in einer Powerpointpräsentation dar, in welchem Umfang sich der fragliche Landabtausch bewegte. Der ganze Abschnitt zwischen Holligenstrasse und Freiburgstrasse wurde ostwärts vom Schloss Holligen und auf der Westseite vom Burgerlichen Jugendwohnheim begrenzt."

Ich musste mal, das hat mir dem Bier zu tun. Als ich zurück kam, hatte Achmed nachbestellt.

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"Das Land gehört der Zunft zu Mittellöwen," fuhr Achmed weiter, "die es in umsichtiger und sozialer Weise, wie es sich für richtige Patrizier auch gehört, bewirtschaften. Bereiche vom Schloss sowie der Park sind der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht, das Wohnheim profitiert von einem günstigen Mietzins und bevorzugte Behandlung bei Renovationsgesuche und das Land dazwischen durfte ausschliesslich an einem gemeinnützigen Verein zum Zwecke der Bewirtschaftung der Familiengärten vermietet werden. Der fragliche Streifen Land zwischen Familiengärten und Wohnheim war für die Gärteler nicht ertragsrelevant. Es gab beim besten Willen keinen Grund, dem Landtausch nicht zuzustimmen, wenn da nicht der Fritz wäre, der mit grosser Beharrlichkeit auf die Frage zurück kam nach der Höhe der Entschädigung und auf die Steuerfreiheit des Vereins hinwies, welche durch eine Einnahme in Frage gestellt würde.

Leider konnte der Geschäftsleiter des Jugendwohnheims die Frage nicht beantworten, beeilte sich aber zu betonen, dass der zuständige Notar, welcher den Pachtvertrag im Grundbuch anpassen werde, auf rechtliche Fragen betreffend Landnutzung spezialisiert war und die Frage bald beantworten werde.

In welcher Frist, hakte Fritz nach, erhielt aber keine verbindliche Antwort.

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Beim folgenden gemütlichen teil und nach der dritten Runde Bier nahm Vladi den Fritz zur Seite und sagte ihm im Vertrauen, dass er davon ausgehe, dass Fritz als Sekretär dem Fritz als Kassier wohl unter die Arme greifen müsse und ein allfälliger Gewinn, falls er sich bemerkbar mache, bei Zeiten in der Buchhaltung zum Verschwinden gebracht werden müsse, notfalls halt durch Erhöhung der Vereinsunkosten. Er denke dabei an die Anschaffung eines neuen Computers und den Einkauf des Buchhaltungssystems Abacus, das Fritz tätigen könnte und ihm noch gleich einen keinen Dienst für seinen Coiffeurbetrieb erweise, da er die Einnahmen immer noch mit einer alten Rechenmaschine durchführe.

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Fritz nickte und hoffte insgeheim, auf Kosten des Vereins den nicht ganz billigen Abacuskurs absolvieren zu können,
was sich auch für seinen Beruf als kaufmännischer Angestellter positiv auswirken könnte. Ein neuer PC und das Abacussystem
sowie der Kurs würde sich allerdings auf die astronomische Höhe von über Fr. 15'000.- kommen, einen Betrag, den er sich
für den schmalen Streifen Oedland nicht wirklich vorstellen konnte.

Er nicht, der Notar schon.

Er meldete sich kurz und bündig telefonisch bei Vladi, der, mit einem Kunde auf dem Coiffeurstuhl und drei Kunden auf den Wartestühlen,
schnell sein Bleistift zuckte und auf der Agenda, gleich neben der Jahrzahl und dem Monat, nur eine Zahl notierte, eine Zahl die,
wie er später so oft und gerne erzählte, ihm vorerst so nüchtern vorkam, wie der Notar sie vorgetragen hatte, die aber doch
eine grosse Dynamik auszulösen vermochte: es waren 75'000 Franken. die aus den 10'000 Quadratmeter, den verbleibenden
53 Jahre Pacht und von 15 Rappen Wertverminderung pro Jahr und Quadratmeter ausgingen.

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Die eilig einberufene Vollversammlung ergab ein Raunen durch das dutzend Beisitzer, Vladi blieb, was noch nie passiert war,
seit er das Amt des Präsidenten waltete, kurz die Sprache weg und Fritz räusperte sich vornehm.
"Ihr müsst, " so übernahm er das Wort von Vladi," nicht befürchten, dass wir nun steuerpflichtig werden.
Wir lassen diese Einnahmen einfach mit Hilfe von Auslagen verschwinden, und was bleibt Ende Jahr in der Erfolgsrechnung?
Nichts als eine stinknormale, buchhalterisch korrekte Null."
Triumphierend bestätigte Vladi dieses Vorhaben mit einem Kopfnicken und doppelte nach: "Wir dachten an die Anschaffung eines Computers, eines
Buchhaltungssystemes und, eh, einen ausführlichen Vereinsausflug," mit einem fragenden Blick auf die Seite von Fritz, der davon das erste Mal hörte.

Ein Vereinspräsident und sein Sekretär müssen sich, vor allem, wenn letzterer noch das Amt als Kassier waltet, notfalls auch wortlos verstehen.
Das war bei Vladi und Fritz nicht der Fall.

Die Interessen beider überschnitten sich aber, wie vier Paralellen in der Unendlichkeit, in zwei Punkte. Vladi wollte seine Buchhaltung
vereinfachen, Fritz wollte sich beruflich mit einem Computerprogramm weiterbilden. Und Vladi wollte günstig, und wenn möglich,
ohne Familie, zusätzliche Ferien geniessen, und Fritz wollte die Steuern für den Verein vermeiden."

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"Der Computer und das Abacusprogramm wurde mit vierzehn gegen keine Stimme gewählt.
Schwieriger wurde es beim Vereinsausflug.

Lugano wurde genannt, der Bodensee und die Insel Mainau, wandern im Jura, einen Pilzkontrolleurkurs in Basel,
die Putzfraueninsel Mallorca, Reka - Ferien in den Bündner Alpen, das touristische Tunesien, eine Fahrt mit dem
Orientexpress nach Wladiwostok, den Christen auf der Spur in Jerusalem, Spassferien in Pattaya, Bergradeln im Tirol
inklusiv Miete eines Alubikes, Philadelphia - die Wiege der USA, einen Italienischkurs in Ascona, und andere mehr.
Fr. 75'000.- abzüglich Fr. 15'000.- für einen PC, ein Programm und einen Einführungskurs, da blieben noch solide Fr. 60'000.-,
auf die sich der Fiskus mit grosser Freude stürzen würde. Pro Person, der ganze Vorstand von 14 gestandenen Gartenfreunde,
machte das Fr. 4'300.-, einen Betrag, den man um 1980 nicht so leicht mit einem Ausflug vernichten konnte."

Gaj und Poo stellten sich als echte Clowns heraus.

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"Fritz hatte die Vorschläge auf einem Notizblock mitgeschrieben und versprach, bis zur nächsten Vereinsversammlunggemeinsam
mit Vladi verbindlich abzuklären, welche Vorschläge in Fragen kommen, und sie trafen sich zusammen im Restaurant "Fischermätteli"
in der Gaststube. Währenddem für Fritz ausarbeiten bedeutete, dass man gemeinsam die bestellten Reiseprospekte durchging und einen
Vorschlag ausarbeitete, gab es für Vladi diesbezüglich keine wesentlichen Diskussionspunkte. Er forderte Fritz auf, bei einem
Reiseveranstalter einen Kostenvoranschlag für einen Flug nach Thailand für vierzehn Personen und vierzehn Tage kommen zu lassen,
und zwar solle das Ziel Pattaya sein, eine Ziel an der Küste, das schönes Wetter, Badespass und Unterhaltung garantieren solle.
Thailand, ein Königreich, fragte Fritz verwundert nach, der sich an eine Dokumentarsendung über Tempel, Elefanten, Volksbräuche
und einer Königsfamilie erinnerte. Ja, Pattaya, erwiderte Vladi, da bleibt sicher kein Geld übrig für die Steuerverwaltung, und blinzelte
ihm mit einem Auge zu. Die Prospekte und die finanziellen Ueberlegungen an der kommenden Vorstandssitzung tagen ihr übriges.
Die Reise wurde gebucht und 14 Männer reichten bei ihrem Arbeitgeber sowie bei ihren Frauen ein Gesuch für zwei Wochen bezahlte Erholung ein.
Die Reise wurde ein voller Erfolg. Die Männer kamen gut erholt und braungebrannt zurück und wenn sie über die gemeinsam erlebten
Abenteuer sprachen, schubsten sie sich mit dem Ellbogen in der Seite und brachen in lautem Gelächter aus.
Der Mitarbeiter der Steuerverwaltung, welche für die Steuererklärung des Vereins zuständig war, kannte Fritz aus dem gemeinsamen
Militärdienst, sie hatten im zweiten WK am ersten Wochenende zusammen Wache halten müssen. Das kittet ungemein, und die
hohen Vereinsspesen wurden kommentarlos akzeptiert. Das Jugendwohnheim baute seinen Pavillon und nach einigen Wochen k
ehrte wieder die Normalität ins Leben der Gärteler ein."

Wir bestellten ein paar grosse Flaschen.

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"Zwei Monate später wurde Vladi von Seiten des Reisebüros, welches die Reise organisiert hatte, kontaktiert und verstohlen
wendete sich dieser an Fritz, mit der mittelprächtigen Mitteilung, dass ein Mädchen aus einer Bar schwanger sei und behaupte,
ein Vorstandsmitglied des Gartenvereins sei der mutmassliche Vater. Das Reisebüro verlangte Passfotos von jedem einzelnen
und bat, diese innert Wochenfrist zuzuschicken, ansonsten zivilrechtliche Folgen eingeleitet werden könnten.
Anstatt die Passfotos von jedem einzelnen einzusammeln beschlossen Vladi und Fritz bei einem Bier, um keinen Sturm im
Wasserglas zu entfachen das letzte Gruppenbild des Vorstandes zu schicken, damit das Mädchen ein Kreuz auf der Stirn
desjenigen machen konnte, der der Vater war.
Gespannt warteten beide auf die Anwort."

Jo tanzte völlig in sich gekehrt und glücklich alleine vor der Bar.

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"Schönheit vergeht, Tugend besteht," sagte Trude trocken, als Fritz ihr das Kreuz auf seiner Stirn des Gruppenfotos zeigt.
"Jetzt zeig, dass Du ein wahrer Mann bist, und hol das arme Kind in Sicherheit."
Wen genau sie mit dem armen Kind meinte, die junge Mutter oder das ungeborene Kind, war Fritz nicht ganz klar,
aber er tat, wie von seiner Frau geheissen.

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Es war ein kalter Aprilmorgen, als Fritz und Trude im klapprigen Kadett eines Vorstandsmitgliedes die Thailänderin am Flughafen Zürich abholte. Sie hatte die Grösse einer Achtklässlerin, eine Stupsnase wie ein Kind im Vorschulalter, einen pechschwarzen Rossschwanz und einen Gesichtsausdruck, der Angst und Neugier gleichzeitig zeigte.

Sie hiess Toey, und sie sah nicht schwanger aus.

Das Sofa, welches für sie zubereitet worden war, schien ihr nicht zu behagen und mit erstaunen stellten Trude und Fritz fest, dass ihrer neue Mitbewohnerin am liebsten auf dem weichen Teppich am Boden schlief. Und schlafen, das tat sie stundenlang.

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Das Leben einer Reinigungangestellten und eines kaufmännischen Mitarbeiters in der Schweiz ist geprägt von harter Arbeit, vor allem, wenn beide aktiv im Vereinsleben stehen, das Quartier mitgestalten und einen Gemüsegarten ihr eigen nennen.

Toey wurde belehrt, dass in der Schweiz das Geschirr mit warmen Wasser abgewaschen wird, lernte die Bedienung der Waschmaschine, setzte sich mit den Putzmitteln auseinander und ging nach kurzer Zeit im Haus ganz selbstverständlich ein und aus. Die Zeit verging, wie sie das halt tut, und Toey fand ihren Platz in der kleinen Familie, in der Wohnung, im Haus und im Quartier. Eines Tages sah sie im COOP, als sie an der Kasse in der Schlange stand, eine etwas ältere Frau, die dem Aussehen nach eine Thailänderin sein konnte und grüsste sie höflich mit einem Waai. Sie wurde zu King Khao eingeladen, fühlte sich darauf im Haus, in dem viele Thailänderinnen wohnten, auf Anhieb wohl, und verbrachte von diesem Moment an viel Zeit bei ihren neuen Kolleginnen.

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Eines Sonntagmorgens, als Fritz wegen schlechtem Wetter unerwartet früh zurück aus dem Schrebergarten nach Hause kam, erwartete ihm ein ungewohntes Bild im ehelichen Bett. Seine Trude und Toey waren, eng umschlungen, eingeschlafen und gaben ein ausserordentlich friedliches Bild von sich ab. Still schloss Fritz die Türe hinter sich und widmete sich der Sonntagsausgabe einer Zeitung, die er sich am Kiosk an der Endstation des Trams gekauft hatte."

Gaj hatte Rückenschmerzen und gab denen mit ihrer Körperhaltung Ausdruck.

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"Und so leben sie weiter, wenn sie nicht gestorben sind," lachte ich Achmed zu. "Woher kennst Du die Geschichte dieser eigenartigen Dreiecksbeziehung?" Achmed lächelte, und antwortete: " Ich war damal Vertreter eines biologisch-organischen Düngemittels, das hergestellt wurde aus den Hörnern geschlachteter Kühe. Das Pulver war sehr beliebt bei Kleingärtner, und der Verein der Familiengarten des Holligenquartiers hat bei mir eine grössere Menge bestellt.

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Fritz hat mir nach Abschluss des Geschäfts im Restaurant Fischermätteli bei einer Flasche Féchy seine Lebensgeschichte erzählt, und na ja, ich besuchte darauf Toey im Haus nebenan.

Sie machte einen durchaus vergnügten Eindruck.

"Was wohl aus denen geworden ist..." dachte ich laut und schaute in die Bar.

"Nachdem Fritz und Trude ins Rentenalter gekommen sind, zogen alle drei nach Thailand.
Toey hat in Bern viel Geld verdient und in ihrem Heimatdorf eine grosse, moderne Tankstelle mit einem angegliederten Fastfoodrestaraunt eröffnet, sie hat geheiratet und hat Kinder. Fritz und Trude zogen nach Hua Hin, sind aber nicht mehr zusammen, Trude ist sehr aktiv in einem Hilfsverein für gefährdete Töchter, die sie mit ihren Lebensweisheiten wieder auf den rechten Weg bringt, und Fritz hat sich in eine junge Marktfahrerin verliebt, lebt auf dem Land hat einen riesigen Gemüsegarten, sie verkaufen eine Art Kohl."

"So ," sagte ich zu Achmed und klopfte ihm auf die Schulter.
Es wurde Zeit zum gehen und ich verabschiedete mich von den betrunkenen Gäste und Bargirls.

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Am folgenden Morgen genoss ich einen Spaziergang durch die Stadt, und liess mir die Geschichte von Fritz und Trude durch den Kopf gehen. Das grosse Bordell an der Weissensteinstrasse wurde längst geschlossen, das Restaurant Fischermätteli klagt über zuwenig Gäste und die Hälfte der Familiengärten wird in den nächsten Jahren überbaut.

Eigentlich schade, dachte ich.

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