Thailand "Naiv" in Thailand

@Traveller0211
Das ist eben leider so meine Art
(ich möchte einfach alles perfeckt machen, und genau das ist das Problem - weniger ist mehr)

Deinen ersten Kommentar habe ich übrigens auch genau so aufgefasst, wie du jetzt nochmal bestätigt hast.
(allso als Konstruktive Kritik - Nochmal danke dafür)

Wie gesagt, ich gebe mir gröste mühe,
aber am Ende kann nunmal keiner aus seiner Haut raus.
(Das ich das TAF eine woche gemieden habe, war übrigens nur damit ich mich aufs schreiben Konzentrieren konnte, anstatt hier mit euch meine Zeit zu "verbummeln")

Und das es auch für diesen Bericht leser gibt, zeigen die positiven Rückmeldung.
Selbst die Ungeduld mancher leser ist ein Zeichen dafür, dass Interese besteht,
denn warum sollte einer drängeln, wenn es ihm egal ist, ob es weiterged oder nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
>>>>>>>>>>>>>>>> Mitwoch <<<<<<<<<<<<<<<<
>>>>>>>>>>>>>>>>> 10:00 <<<<<<<<<<<<<<<<<
Schlaflos in Bangkok

Sightseeing XXL

Erwacht aus einer traumlosen Nacht.
Aber Hallo, wenn haben wir den da?
Der kleine Freund streckt gerade sein Köpfchen der Sonne entgegen,
und sagte dem guten Tag ein freundliches Hallo.

Das amouröse Abenteuer der Vergangene Nacht
hatte jedoch auch ihren Tribut gefordert.
Es war bereits 10, und heute gab es doch noch so viel zu tun.
Höchste Zeit also, aufzustehen und sich auf die Socken zu machen.
Die Anlegestelle zu finden war keine große Herausforderung,
nun, nach dem sie schon das dritte mal aufgesucht wurde
Aber alle guten Dinge sind 3.

Das Ticket wurde diesmal, wie gewünscht,
ohne Wiederworte ausgefertigt.
Die Route des Bootes hatte unter anderem,
am oberen und unteren Ende von Chinatown eine Anlegestelle.
Es gab auch eine bei Wat Arun und so wie eine beim Grand Palace
beziehungsweise beim Liegenden Buddha,
der genau gegenüber vom Grand Palace lag.
Um zeitlich alles unter einen Hut zu bringen,
sollte das Boot, nach der Rundfahrt,
am oberen ende von Chinatown verlassen werden,
und am unteren Ende in Gegenrichtung wieder bestiegen werden
um dann das Grand Palace und den Liegenden Buddha besichtigen zu können.
Kurs auf Wat Arun war jedoch danach nur noch mit dem Taxi möglich.

Wären der Bootstour wies der Reiseleiter darauf hin,
das Bangkok den längsten Namen einer Stadt habe
und offerierte ein Gratisticket demjenigen, der in zu nennen vermag.

Also wie war das noch gleich?
Irgend etwas mit "Stadt der Engel" kam doch darin vor?

Stadt der Engel - Stadt der Engel
ist das nicht L. A.
Los Angeles - Verlorene Engel?
Nein - lost bedeutet verloren.
"Los" ist Spanisch und bedeutet etwas anderes.
Bedeutet es vielleicht sogar tatsächlich Stadt.
Auch egal, ist ja ohnehin die falsche Stadt.

Nun,
wie auch immer
Nach einer weile Bedenkzeit meinte er,
er würde sogar die Englische Übersetzung akzeptieren.

Es war Hoffnungslos.
Selbst wenn alle Teile beisammen wären,
müssten sie erst noch in die Richtige Reihenfolge gebracht werden.
Warum war dies nicht schon im Vorfeld erledigt worden.
Der Gedanke den Namen Auswendig zu lernen,
um damit eine Thai zu beeindrucken,
war ja rechtzeitig gekommen.
Und dann müsste es nicht mal ins Englische übersetzt werden.

Was sollte man zwar mit einem weiterem Tagesticket am letzten Tag in Bangkok.
Trotzdem wäre es reizvoll gewesen wäre,
besonders jetzt da der Reiseleiter damit prallte
er könne das Gratisticket bedenkenlos versprechen,
denn er mache diese Bootstour nun schon seit Jahren
und noch nie habe er sein Angebot einlösen müssen.
Selbst unter den Thais kennen ihn nur die wenigsten.

Sollte der Weg je wieder nach Bangkok führen,
muss unbedingt diese Bootstour wiederholt werden,
um doch noch diese Herausforderung zu bestehen.

Der Königspalast lag am ende der Rundfahrt
und hier wies der Reiseleiter darauf hin,
dass es heißt,
die Götter selbst hätten ihn einst gesegnet.
Seither müsse jeder Besucher Bangkoks der Bangkok für immer verlassen will,
ihm zumindest einmal im Leben seine Aufwartung machen,
oder die Götter selbst würden persönlich dafür sorgen tragen,
das der Besucher irgend wann nach Bangkok zurück kehrt.
Also nur gut das dies für nachher noch auf dem Programm steht.

Kreuz und Quer den Seitengassen folgend, auf der Suche nach Chinatown.
Der untere Anlegesteg wurde schließlich erreicht,
ohne dass sich der gesuchte Stadtteil in auffälliger Weise offenbart hätte.
Aber oberflächlich Betrachtet
ist auch der Unterschied von Bangkok zu einer europäischen Stadt
kaum größer, als der Unterschied zwischen München und Wien.
Eine der wenigen Städte die aus der Maße hervortreten ist Venedig.
Zum einen natürlich Dank ihrer unzähligen Brücken und Wasserstraßen,
die das ganze Stadtbild dominieren.
Zum anderen, da sie, aus Diversen gründen,
bislang nicht mit modernem Bauten erweitert wurde,
und dadurch einen verklärten Blick auf ihren "ursprünglichen" Charme bewahren konnte.

Da auf dem Weg zum Grand Palace ein Schild in englisch darauf hinwies,
dass der Zutritt zum Liegenden Buddha nur bis 16 Uhr gestattet war,
wurde dieser vorgezogen.
Die Größe des Liegenden Buddha erwies sich zwar als durchaus sehenswert.
Doch viel beeindruckender zeigt sich Wat Pho selbst.
Also die weitläufige Tempelanlage
in der sich auch das Gebäude mit dem blauen Dach befand,
welches dem Liegenden Buddha als Unterschlupf diente,
und ihm ein würdiges Zuhause bot.

Nun war es aber wirklich Zeit den Königspalast aufzusuchen,
immerhin standen für danach noch zwei weitere Punkte auf der Liste.
Doch der Zugang zum Grand Palace wurde von zwei Wachen blockiert.

Wie sich herausstellte war auch diese Anlage um 16 Uhr geschlossen worden.
Damit war der Mythos vom Segen der Götter widerlegt,
denn Thailand war zwar eine schönes Land,
keine Frage,
aber es gibt auf der Welt auch noch so viele andere schöne Länder,
und in Thailand war man ja gerade.
Der noch ungesehene Königspalast war daher kein ausreichender Grund,
um eine Rückkehr zu rechtfertigen.

Ein Taxi sollte nun Kurs nach Wat Arun nehmen, aber der Fahrer weigerte sich
den Wünschen seines potenziellen Fahrgasts nachzukommen.
Nach einigem hin und her konnte er jedoch verdeutlichen,
dass auch Wat Arun bereits geschlossen war.

Nun gut mehr Zeit für Dreamworld.
Doch auch diese Fahrt wollte er nicht annehmen.
Er sagte dorthin würde es eine Stunde dauern,
und wenn man schon dort hin fährt
solle man sich dafür auch den ganzen Tag Zeit nehmen.

Ein Vergnügungspark am Abend klang zwar irgend wie verlockender als Tagsüber,
aber nun gut,
der Taxifahrer konnte ja nun mal nicht dazu gezwungen werden,
einen Fahrgast mitzunehmen.

Schließlich nahm er die Lankarte an sich,
und machte ein paar Kreise auf dieses unverzichtbare Utensil,
das schon die ganzen letzten Tag so gute Dienste geleistet hatte,
und inzwischen zu einem unentbehrlichem Begleiter geworden war.
Er meinte dorthin solle man gehen,
da gebe es was zu sehen.

Als dank für seinen Tipp sollte der Mann nun 20THB Tip bekommen.
Doch auch er lehnte das Tip ab.
Somit blieb also wider mal nur einen Wai mit einem "Mai Kup".



>>>>>>>>>>>>>>>>> 16:00 <<<<<<<<<<<<<<<<<
Warten auf nichts

Was war nur los mit diesen Menschen?
Denken die alle, es handle sich um Falschgeld?
Das Internet zeichnet doch ein ganz anderes Bild dieser Menschen.
Doch der einzige der bislang diesem Bild entsprach,
war dieser unverschämte Laufbursche am Flughafen mit seinen 200THB für nichts.

"Mai Kup" - Wieder dieses Wort.
Was dies wohl tatsächlich bedeutet?
Hoffenlich nicht "Blö*e S*u" oder etwas in der Richtung.
Dies müsste allmählich mal nachgeprüft werden.
Aber noch viel wichtiger - Es musste wirklich schleunigst geklärt werden,
wie, - ver*ammt noch mal - die Richtige Übersetzung von "Danke" lautet.

Da für diesen Abend nun keine weiteren Zerstörungen in Aussicht standen,
war somit nun das Sirocco doch wieder eine Option.

In Gedanken versunken ging es der ersten eingezeichneten Maskierung entgegen.
Unterwegs fand sich ein Stand der "Endlos-Kartofelchips" verkaufte.
Diese sahen einfach zu verführerisch aus, um widerstehen zu können.

Durst, geweckt durch die salzige Knabberei,
machten aus dem Limonadenstand in der Ferne,
eine Oase in der Wüste.
Geschäftstechnisch, eigentlich ein guter Standort.
Kurz nach einer salzigen Speise,
werden gewiss mehre gern diesen Service in Anspruch nehmen.
Doch das Internet hatte vor dieser Falle mit dem Salztrick gewarnt.
Daher wurde vorerst auf Linderung des vorherrschenden Leidens verzichtet,
in der Hoffnung, schon in kürze eine brauchbare Alternative anzutreffen.

Ein gutes Stück weiter konnte erfrischender Orangensaft die Kehle hinabgleiten.
Das Getränk hatte einen unbekannten Beigeschmack.
Es war offenbar nicht nur Orangensaft.
Oder es lag am Durst?
Zumindest schmeckte es ausgezeichnet.

Der erste Zielort war so eine Art Tempel.
Links und Rechts führte eine geschwungene Treppe in das höhergelegene Innere.
Unentschlossen, entschied ein Münzwurf
ob es links oder rechts die Treppe hinauf ging.
Nach der Besichtigung ging es die andere Treppe wieder herunter.

Auf dem Weg zur zweiten Markierung,
standen unzählige Menschen am Straßenrand und Warteten auf irgend etwas.
Ja genau heute war ja Chinesisches Neujahrsfest.
Vielsicht gab es ja eine Parade mit Chinesischen Drachen und so.

Schwarze Wolken zogen nun auf und verdunkelten den Himmel.
Das grelle Licht verfinsterte sich.
Die warme Luft kühlte schlagartig ab.
Eine düstere Stimmung kündigte Regen an.
Das würde sicher noch spannend werden.

Aber der Regen kam nicht,
und schon nach kurzem wurde das Warten langweilig.
Zum Glück kam in dem Moment der Gedanke,
man könne ja auch am anderen Ende der Parade warten.
Dann hätte man vorerst etwas zu tun
und nach der Parade wäre man näher am Ziel.

Wären es nun also weiter ging,
ohne erkennbaren Grund,
strömten die wartenden Menschen plötzlich auf die Straße,
breiteten darauf decken aus
und machten ein Picknick.

Das zweite Ziel war ebenfalls ein Tempel.
Strahlend weiß und hell erleuchtet,
da inzwischen die Nacht hereingebrochen war.

Dies war jetzt aber genug Sightseeing für einen Tag
und somit ging es mit dem Sky Train direkt zurück ins Hotel.



>>>>>>>>>>>>>>>>> 20:00 <<<<<<<<<<<<<<<<<
Schlaflos nach Pattaya

Um im Sirocco speisen zu können, ist eine Reservierung notwendig.
Dies war auch über das Internet möglich.
Doch zuvor sollte geklärt werden was es mit dem Straßen-Picknick auf sich hatte.

Während der mehr oder weniger ergebnislosen Suche
lief im Hintergrund das TV-Gerät.
Nur 2 Dinge konnten eruiert werden.

Erstens hatte der König scheinbar kurzfristig
die Teilnahme an irgend einer Veranstaltung abgesagt,
da er dafür zu krank war, und wieder im Krank lag.
Ob da ein Zusammenhang besteht ist jedoch unklar.

Zweitens war heute gar nicht Neujahr, sondern erst morgen.
Aber nun gut,
die Braut von gestern Nacht hatte ja anfangs auch nicht von Neujahr gesprochen,
sondern von "year last day",
was jetzt im nach hinein betrachtet eher Silvester beschreibt.

Im Fernsehen begann gerade "Alice in Wonderland".
Der Film lief doch erst vor kurzem noch im Kino.
Auf englisch bestimmt eine neue Erfahrung,
und auf jeden Fall günstiger als das Sirocco.
Außerdem kann man sich dabei Stressfrei von den mühen des Tages erholen.
Somit war der Couchabend also beschlossene Sache,
es musste jetzt nur noch eine Sache geklärt werden.
Was zum Teuf*l bedeutet "Mai Kup".
Und die Erlebnisse der letzten 24 Stunden
mussten auch allmählich mal schriftlich festgehalten werden,
immerhin war dafür, seit dem Aufbruch in die Soi Cowboy,
keine Zeit mehr gewesen.

OK, wie es aussieht gibt es kein "Mai Kup".
Die Nachforschungen ergaben, dass "Danke" auf Thai "kòbkûn kup" lautet.
"kup" ist eine Höflichkeitsfloskel die sich nicht übersetzen lässt,
ähnlich dem japanischen "-san".
"kup" ist nur die Aussprache,
geschrieben wird es "kráb" also "kòbkûn kráb" gleich danke.
"Mai" ließe sich am ehesten noch mit "nein" übersetzen.
Das ist zwar so gar nicht das wofür es verwendet wurde,
aber immer noch besser als "Sch*ißkerl".

Nach getaner Arbeit Folgte ein guter Film nach dem Anderen.
Als die Müdigkeit sich allmählich breitmachte
war es bereits Sinnfrei, sich jetzt noch schlafen zu legen.
Schon in ein paar Stunden galt es den Bus zu besteigen.
Jetzt noch zu schlaffen machte ein verschlafen mehr als wahrscheinlich.
Als kurz darauf die ersten Sonnenstrahlen den Horizont berührten,
und damit die Nacht zum Tag machten,
lief gerade ein Film mit Ice Cub als High Scool Coach
der einem Mädchen zum Quaterback ausbildete.

Danach war genau die richtige Zeit um mit dem packen anzufangen.

Im Zimmerpreis war ein "kostenloses" Frühstück enthalten,
und an diesem Tag war es erstmals möglich, dieses auch in Anspruch zu nehmen.

Beim Check-Out war dann der richtig Zeitpunkt,
die Beschädigung des Wasserkochers bekanntzugeben.
Wie sich in diesen Tagen gezeigt hatte,
ist es keine gute Idee, Milch in einem Wasserkocher zu erhitzen.
Der Schaden musste jedoch erfreulicherweise nicht beglichen werden,
denn nach Rücksprache mit dem Zimmermädchen, hieß es,
es sei möglich in wieder zu säubern.

Eine der Hintersten Reihen auf der Fahrerseite des Busses
wurde das Zuhause der nächsten Stunden
In Bangkok kam der Bus wiederholt in unregelmäßigen Abständen zum stehen.
Dies war nicht allein dem Verkehr geschuldet,
es gab auch noch weitere Fahrgäste die diese Gelegenheit nutzten um zuzusteigen.

Noch während der Fahrt durch Bangkok wurde ein TV-Gerät aktiviert,
welches vorne beim Fahrer, mittig vom Gang, an der Decke hing.
Zu sehen war eine thailändische Spielshow,
die genauso gut aus Japan kommen könnte.
Das Studio diente darin als Bühne für ein Improvisationstheater
Unterstützt von Schauspielern, sahen sich die verkleideten Kandidaten
mit allerlei skurrilen Szenen konfrontiert.
Teilweise erinnerten die dargestellte Darbietung an bekannte Filmszenen,
nur um dann eine völlig verrückte Wendung zu nehmen.
Zu schade das es dazu keine englische Übersetzung gab,
es war nämlich durchaus witzig mitanzusehen,
wenn auch leider aus dem Kontext gerissen.

Die Show lief den Großteil der Fahrt.
Danach kam noch Shark-Attack, Piranha-Attack, irgend so was,
auf jeden Fall so ein B-Movie-Horrorstreifen der auf dem Wasser spielte.
Ein paar Teenies die mit einem Boot aufs offen Meer fahren,
um dann dort von irgend welchen Meeresbewohnern dezimiert zu werden.
Glücklicherweise überbrückte der immer häufiger auftretende Sekundenschlafs,
denn Großteil dieses Martyriums.
Zumindest war man nun bei der Ankunft in Pattaya frisch und ausgeruht.

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>>>>>>>>>>>>>>>> Donerstag <<<<<<<<<<<<<<<<
>>>>>>>>>>>>>>>>> 16:00 <<<<<<<<<<<<<<<<<
A kind of a funny thing

Hello, Sexy Man

Erste Wahl war diesmal, die "Whirlpool Suite" im "Galaxy Suites Hotel" der Soi Diomond,
gefolgt von der "Roof Garden Suite" im "Swiss Food Restaurant, Bistro und Hotel",
welches laut Google-Maps gleich gegenüber liegen müsste.

Eigentlich müsste ja die Straße vom Busbahnhof Pattaya,
immer gerade aus, direkt an der Soi Diomond vorbei führen,
wenn denn die richtige Straße gewählt wurde.

Geduld ist eine Tugend, aber dennoch zeigt es manchmal von Größe,
einfach mal nach dem Weg zu fragen.
Ein Reisebüro, dessen Pforten den Weg kreuzten schien dafür genau richtig.
Auskunft über die weitere Vorgehensweise war schnell erteilt,
bislang war alles richtig gemacht worden,
und es war nur noch ein wenig mehr Geduld erforderlich.
Zum Abschied gab es als kleines Geschenk eine Karte,
auf der die freundliche Angestellte noch schnell den Zielort eingezeichnet hatte.

Das auch hier kein Tip als Dank für die Karte akzeptiert wurde,
verwunderte inzwischen wenig.
Ob es womöglich sogar unhöflich ist, Trinkgeld zu geben.
Zuhause wird doch auch immer über diese vermeintlich reichen Reisegäste gelästert,
die mit ihrem Geld nur so um sich werfen,
und offenbar denken sie könnten damit jeden kaufen.
Andererseits wird dort das Geld trotzdem dankend angenommen.

Rechts abgebogen in eine kleine Seitengasse, kamen von der Seite freundlich zurufe,
was den eigentlich gesucht werde.
Sie sahen den Reisenden mit dem Tramperrucksack auf dem Rücken,
und der aufgefalteten Karte vor sich in der Hand,
wie sein Blick, während dem gehen, kurz auf die Karte viel,
um dann wieder ungläubig in der Gegend herum zu schweiften.
Ihnen war sofort klar das dort jemand unterwegs war,
der verzweifelt nach etwas suchte was sich nicht fand,
und boten großzügig ihre Hilfe an.

Nach ein wenig lockerem Smaltak war deren Rückmeldung,
dann eben so simpel wie Hilfreich, nämlich: "do forne links müschte es sein"
Die frage, ob es gestattet sei, sich später noch dazuzugesellen zu dürfen,
wurde glücklicherweise bejaht.

Somit ging es nun also eilig nach "do forne links" und tatsächlich,
da stand das gesuchte Gebäude.
Da das gewünschte Zimmer frei war, wurde ein Besichtigung angeboten.
Aus reiner Höflichkeit,
wurde dieser freundlichen Geste des guten Willens entsprochenen,
doch schon beim Betreten meinte ein leises Stimmchen bestimmend: "NEIN!"
Aber draußen warteten bereits die Schweizer.
Dieses Zimmer war frei.
Also wozu jetzt noch lange Zeit mit der Suche nach einem anderen vergeuden?
Nur um am ende womöglich, erst wieder hier zu landen,
und dann feststellen zu müssen,
dass dieses Zimmer inzwischen bereits an einen anderen Gast vergeben wurde.

In diesem Sinne wurde der Rucksack eilig in eine Ecke geworfen,
für das Zimmer Unterschrieben,
und noch schnell die lange Hose gegen eine kurze getauscht.

Keine zehn Minuten nach dem die Schweizer verlassen worden waren,
saß dieser "streunende Hund", den sie zuvor "gefüttert" hatten,
wieder an ihrer Seite und bettelte um mehr.



>>>>>>>>>>>>>>>>> 17:00 <<<<<<<<<<<<<<<<<
Welcome to Swissa-Land

Am Strand unter Palmen liegen,
sich von den Wellen die Füße umspülen lassen,
und dabei einen Cocktail schlürfen.
Klingt das nicht herrlich.

Strand, Palmen und Meer waren in der Bar nur leider gerade nicht vorrätig.
Dafür konnte sie mit dem, bei große Hitze, einzig waren Cocktail dienen.
Heute würde es noch etwas gutes geben, einen Mojito.

Die Kellnerin des Lokals machte offenbar gerade eine kleine Pause.
Eines von den Mädels die bei den Schweizern saß fragte nämlich pflichtbewusst,
ob sie etwas zu trinken bringen dürfte.

Das gewünschte Getränk auf der Theke, wollte die nette Dame Geld sehen.
Als Bezahlung für den Drink war der Betrag aber eindeutig zu gering.
Möglicherweise Trinkgeld?
Also wenn hier jede Service-Leistung mit Tip belohnt werden muss,
wäre das spärliche Kleingeld bald aufgebraucht.
Daher bekam die kleine 1000THB in die Hand gedrückt,
mit der bitte diesen zu wechseln.

Doch anstatt das Wechselgeld zu übergeben,
verschwand sie nun aus der Bar.
Ein treuer Mojito,
aber was soll's,
soll die kleine doch Spass haben mit dem Geld.
Besser sich an der netten Gesellschaft der Schweizer erfreuen,
als sich von so was den Urlaub vermissen zu lassen.

Der Mojito schmeckte irgend wie eigenartig.
Es sah zumindest so aus, als wäre er mit Cola hergerichtet worden.
So viel stand fest, als nächstes musste ein anderes Getränk her.
Die frage war nur welches.

Die Schweizer meinten das braune Zeug sei brauner Rum,
und empfahlen, anstelle eines Mojitos, Whisky-Daeng zu Drinken

Plötzlich wurde es Kalt,
Eis kalt.
Irgend jemand hatte einen nassen Fetzen geworfen,
und genau den Nacken getroffen.

Nein, nicht geworfen.
Die diebische Elster von eben war zurückgekehrt,
bewaffnet mit einem feuchten Handtuch.
Den weisen Stoff hatte sie auf die Schultern,
und das Wechselgeld auf den Tresen gelegt.
Vermutlich war die erbeten Mäuse für diesen kleinen Streich gedacht gewesen.
Wie sagt der Volksmund so schön,
Brave Mädels kommen in den Himmel
Freche Mädels kommen überall hin.

Koh Samui war das eigentliche Ziel der Schweizer,
den morgigen Flug mussten sie aber erst noch im Reisebüro besorgen.
Daher war für sie nach ihrem Getränk der Zeitpunkt des Aufbruchs gekommen,
gestatten aber begleitet zu werden.

Nach Erledigung aller Organisatorischen belange, kehrte die eingeschworene Truppe,
mit ihrem neugewonnenen Freund, zurück zur Bar in der Soi Diamond.
Dort wurde das, von den Schweizern empfohlene Gesöff probiert.
Komischerweise schmeckte Whisky-Daeng genau wie Whisky-Bomber.
Nach dem was die Schweizer darauf sagten, auch kein Wunder.
Whisky-Daeng ist Whisky mit Krating Daeng
Krating Daeng widerum ist das thailändische Red Bull,
oder um genau zu sein ist Red Bull verwässertes Krating Daeng,
da es Krating Daeng schon gab, bevor es bei uns als Red Bull bekannt wurde.
Selbst der Name wurde nur im Grunde nur ins englische übersetzt.
Krating Daeng bedeutet nämlich Roter Gaur,
und ein Gaur ist eine asiatische Rinderart.
Folglich ist Whisky-Daeng nichts anderes als Red Bull Whisky.
Diese Information wurde später im Internet überprüft und scheinen zu stimmen.

Allmählich wurde die Dämmerung wiedereinmal zur Nacht,
und die Schweizer kündigten an in absehbarer Zeit essen gehen zu wollen.
Da meinte einer der Schweizer, zum neusten Mitglied der Gruppe,
die Kellnerin mit dem nassen Handtuch,
die sich schon die ganze Zeit so aufmerksam um ihren Kunden kümmerte,
sei ein von den ganz Netten, und es wäre doch eine unverzeihliche Schande,
sie heute Abend alleine nachhause gehen zulassen.

Gesagt getan.
Ihr Name war Maew und sie kam liebend gerne mit.
Und schon war sie Ausgelöst.
So leicht kann's geh'n,
wenn man erst weiß wie.

Ein altes chinesisches Sprichwort sagt,
man soll sich seine Freunde nahe halten,
aber seine Feinde noch näher.
Kinderspiel, wenn jemand selbst sein größter Feind ist.

Nach dem Abendessen ging es zurück in Maews Bar
und es wurde noch ein feucht fröhlicher Abend.
Und ein paar Stunden später, als der Abend sein Ende fand,
brachte Maew ihren Fang, in dessen Hotelzimmer.



>>>>>>>>>>>>>>>>> 02:00 <<<<<<<<<<<<<<<<<
Unverhofft kommt doch

Aufgedreht von dem ganzen Whisky-Daeng war an Schlaf kein denken,
und durch die weiblicher Begleitung schon erst recht nicht.
Nach der Körperpflege im Badezimmer fragte Maew: "Masage?"
Nun gut, wenn sie will kann sie eine haben, "Why not"
Aber offenbar gab es da irgend ein Missverständnis,
denn irgend wie wollte sich Maew einfach nicht auf's Bett legen.

Am Ende konnte man sich darauf verständigen,
das es in der Halbzeit zu einem Seitenwechsel kommen würde.
Maew durfte als erste ihre Künste unter Beweis stellen.
Danach war sie an der Reihe mit entspannen und genießen.
Doch nach einer Weile bestand sie darauf das Ganze abzubrechen.
Sie behauptete, das Entspannen und Genießen gelänge ihr zu gut,
und wenn es so weitergehe, würde sie noch einschlafen.
Ihr wurde versichert, dies sei nicht weiter schlimm,
aber sie ließ sich davon nicht abbringen,
schließlich habe sie heute noch mehr vor als einfach nur zu schlafen.


Für Runde zwei ging es nun auf Tauchstation, und dank fehlender Kommunikation,
gab es diesmal auch keine mühsame Diskussion darüber, wer "oben liegen" darf.
Doch irgend wie kam sie dabei nicht so recht auf Touren,
weshalb diesmal der Spielabbruch von der anderen Seite erfolgte.
Also wenn dies so weiter geht wir das noch ein langer Abend,
oder vielmehr ein kurzer.

Sie wollte nun natürlich den Grund für das Ende wissen,
und nach dem sie erfahren hatte, das es ihr offenbar keine Freude bereite,
sagte sie etwas von alten Männern, mit Stehproblemen,
die dann stattdessen auf diese Variante zurückgriffen.

Runde drei wurde mit innigem Kuscheln und schmusen eingeleitet.
Und auf einmal drehte sie sich nach oben, und da ist es geschehen.
Der kleine war in der kleinen.
Wie konnte das nur passieren?
Warum hat sie nichts gesagt?
Die Verhüterlie lagen doch schon im Nachtkästchen bereit.
Man hätte nur darum greifen müssen.
Aber jetzt war es zu spät,
sich deswegen, jetzt noch einen schweren Kopf zu machen hatte keinen Sinn mehr.
Somit war es das Klügste die ganze Sache einfach so zu nehmen wie es ist,
das beste daraus zu machen,
es einfach zu genießen.

Jetzt war das Wilde Tier geweckt.
Sie war inzwischen bereits in die Reiterstellung übergegangen.
Also wurden die Beine angewinkelt und der Oberkörper aufgerichtet.
Eng umschlungen wurde zärtlich ihr Nacken geküsst.
Aus dem küssen wurde immer mehr ein verspieltes knabbern,
und aus der Umarmung ein Rückenkraulen.
Die knabbernden Küsse bewegten sich allmählich Richtung Brust.
Die Leidenschaft nahm überhand und das ganze wurde immer intensiver.
Bis...

Der Schmerz war einfach zu groß gewesen.
Die Zähne die in ihren Nippel bissen waren einfach zu viel für sie gewesen.
Dieser Vogel ließ nun seine liebliche Stimme erklingen.
Sie war nicht mehr in der Lage gewesen, den Schrei der Schmerzen,
der sich in ihrer Kehler aufgestaut hatte, noch länger zu unterdrücken.
Also wurde die ganze Sache abgebrochen und sie ging unter die Dusche.

Vermutlich war's das für den Abend, und wer könnte es ihr verdenken,
wenn sie die Gunst der Stunde nutzt und einfach geht.
Allerdings, eine kleine Straffe musste schon sein,
und ihre Straffe scheint ihrem Vergehen durchaus angemessen.

Aber Anstatt sich nun für den Aufbruch bereit zu machen,
ging sie nackt zum Fenster um dort eine zu Rauchen.
Dabei informierte sie darüber, dass sie leider nicht die Richtige sei,
für diese Art von Bedürfnis, aber dass sie einen Ort in Pattaya wisse,
wo diese Vorliebe geteilt würde, und sie morgen ja dahin führen könne.

Im Rahmen einer Entschuldigung wurde ihr versprochen,
von nun an Zärtlich zu sein.
Daraufhin war sie beruhigt, und kam wieder zurück ins Bett.

Den Rest des Abend gab es für sie Girlfriendsex vom feinsten,
und es gelang ihr an diesem Abend sogar noch,
dem kleinen Mann da unten,
ein angemessenes Geschenk, für ihre mühen, zu entlocken.

>>>>>>>>>>>>>>>>>>> - <<<<<<<<<<<<<<<<<<<
 
@Nebulon
Netes Gedicht
:super:
Danke
 
Also meinet wegen.
Aber erwartet auch bitte nicht zu viel.
Es ist leider alles was ich habe. *seufz*

Auf dem Bild unten seht ihr Nu.
Nu habe ich an meinen letzten Urlaubstagen kennengelernt.

Anhang anzeigen nu.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir kam übrigens gerade der Gedanke,
wenn ich schon keine Bilder habe kann ich euch zumindest meine Souvenirs zeigen.

Also das ist das letzte Döschen Tiger-Balm der noch übrig ist:
Anhang anzeigen DSCI0626.jpg

Und das, mein noch verbliebenes Wechselgeld:
Anhang anzeigen DSCI0625.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
@talueng
Muss dich leider entäuschen, meine Ressorcen sind mit diesen 6 Bildern leider bereits erschöpft.

Mein Freund war begeistert von dem Geschenk, aber er war ja auch schon seit dem letzten Thailandurlaub scharf darauf, und wollte das ich ihm bei meiner nächsten Thailandreise unbedingt auch eins mitnehme. Und schließlich bekam er es letztes Jahr als Geburtstagsgeschenk.
"Feuerhemd" ist übrigens kein Tipfehler. Da sind keine Frauen darauf, sondern es sieht aus als stünde es in flammen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Fähnlein im Wind ist zurück.*grins*
Wie ihr bei Tag5 sehen werdet, bin ich ganz offensichtlich nicht Kritikfähig, *grins*
da ich mich mir jede Kritik zu Herzen nehme und mich entsprechend anpasse, *grins*
bevor ich am Ende irgend wann schließlich doch noch meinen eigenen Weg (Still) gefunden habe. *grins* *grins*

Die Idee mit dem "live-teaser" habe ich übrigens wieder verworfen.
Ich hatte nämlich vor euch beim nächsten mal, zusätzlich zum später folgenden Abschlussbericht, auch Live im Telegrammstil auf dem laufenden zu halten.
Das ganze hätte dann ungefähr so ausgesehen:

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axam 10.4.2016 #1
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ankunft bangkok sonntag 6 uhr
sonnig und heiß STOP
ankunft pattaya 10 uhr STOP
"swiss food hotel" aufgesucht
"roof garden suite" freigewesen STOP
heisse bar-mitze gefunden
super long time erfolgreich geregelt STOP

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Ich bin ich mir inzwischen nicht mehr Sicher, ob dass wirklich eine so gute idee ist,
und glaube, dass dies hier nicht unbedingt auf positive Resonanz stößt.
Daher spar ich mir die Mühe lieber und die nutze kostbare Urlaubszeit für anderes.

Werde versuchen beim nächsten mal einfach einen ganz normalen Bericht zu schreiben, mit ein paar Bildern und dann auch ohne irgend welchen Firlefanz und Pi-Pa-Po (allerdings eben wieder erst nach dem Urlaub).
Meine bisherigen Erfahrungen mit meinem ersten Bericht werden mir dabei sicher hilfreich sein.
 
>>>>>>>>>>>>>>>> Freitag <<<<<<<<<<<<<<<<
>>>>>>>>>>>>>>>>> 08:00 <<<<<<<<<<<<<<<<<
Wenn eine Tür sich schließt, ...

to buy or not to buy

Am frühen Morgen stand Maews kleiner Freund wieder einmal hab acht, und sie konnte nicht der Versuchung widerstehen, diesen Umstand zu ihren Gunsten zu nutzen.
Als Maew danach am Fenster, ganz so wie Gott sie schuf, die erste Zigarette des neuen Tages genoss, und die Sonnenstrahlen ihren Körper umspielten, gab sie dem Alkohol die Schuld für die Ereignisse der vergangenen Nacht, und wollte neuerlich bestätigt haben das ihre Bemühungen von vergangener Nacht, auch wirklich von Erfolg gekrönt worden sind. Der Sonnenschein brachte dabei die Spuren der vergangenen Nacht ans Licht. Ihr ganzer Rücken war übersät von Kratzspuren.
Eine neuerliche Entschuldigung dafür veranlasste sie zu einer näheren Begutachtung der Sachlage im Spiegel. Daraufhin Formte sie mit den Fingern das Peace-Zeichen, und meinte: "Sli times" Dann kam sie ans Bett und setzte sich neben den Ursprung ihrer Wunden.
Einem Kuss auf die Stirne folgte eine Umarmung, bei der sie "Tli times" ins Ohr hauchte.

"Sli times", "Tli times" - Was mag das das wohl bedeuten?
Keine Zeit? - Freie Zeit? - Tee Zeit? Ist es überhaupt ein englischer Ausdruck?
Aufgrund ihres Verhaltens, welches Maew an den Tag legte, wurde das ganze also einfach im Sinne von "macht nichts", "schon gut" gedeutet.

Und auf einmal löste sie die Umarmung und bekam ein Grinsen im Gesicht.
Sie hatte bemerkt, dass sich da schon wieder was zu Wort meldete.
Ganz offenbar war sie immer noch hungrig nach mehr, denn sie setzte sich ungeniert auf das gute Stück, und verschlang es, mit einem Appetit, der schon allein beim zusehen dem Koch Freude bereitet.
Danach war es aber wirklich an der Zeit ihr den wohlverdienten Lohn zu geben. Auf die Frage wie viel sie den bekomme, sagte sie nur: "up to you".
2000THB schienen angemessen, und offenbar war auch sie ganz zufrieden damit, denn sie meinte "You a good man". Aber anstatt nun einfach das weite zu suchen,
wollte sie wissen was den für diesen Tag vorgesehen sei, und erwiderte daraufhin: "OK, I come with you!"

Dieses "up to you" kam nicht ganz unerwartet. Im Internet war zu lesen, dass in Thailand Prostitution eigentlich verboten wäre. Wenn die Mädels aber kein Geld verlangen, so fällt der Betrag, welchen sie für ihre Dienste erhalten unter Trinkgeld. Es ist im Grunde so als hätte man in Europa einen One Night Stand, dem man am nächsten Morgen Geld für ein Taxi gibt.
Hingegen, das "I come with you!" war völlig unerwartet, hieß es doch im Internet, long time bedeute "Sun come, I go", und die Sonne stand schon die längste Zeit hoch oben am Firmament. Welch freudige Überraschung, denn zu zweit, ist dem Spass gewiss nicht abträglich.

Als erstes ging es zu Pattayas Begräbnisstätte Wat Chai Mongkhon.
Es war ein Ort der Ruhe und des Friedens, an dem man der Ahnen gedenken und zu ihnen Betten konnte. Wer aber jetzt dabei an einen Friedhof im klassischen Sinn denkt, also eine weitläufige Grünfläche oder an eine Ansammlung von Gräbern, der läge damit vollkommen daneben. Das ganze sah deutlich mehr nach den Tempeln aus, die, dank dem Tipp des Taxifahrers, am letzten Tag in Bangkok besichtigt worden waren. Ein Europäer der nicht weiß was er sich da gerade ansieht, käme nie auf den Gedanken, das hier die Toten bestattet werden.

Kaufen, Kaufen, Kaufen.
Allmählich war es schon geradezu abartig, wie viel Zeit in diesem Urlaub mit diesem Thema zugebracht wurde,und dies ohne dabei auch nur einen Bath auszugeben. Dies musste sich schleunigst ändern. Ein Besichtigung des Wochenmarktes und eines nahegelegen Einkaufszentrums waren für heute vorgesehen, und bei der Gelegenheit sollten diesmal wenigstens zwei, drei T-Shirts den Besitzer wechseln.
Auf dem Wochenmarkt, oder zumindest auf dem Weg dort hin, wurden also ein schwarzes T-Shirt mit einem Sonnenaufgang und der Aufschrift Pattaya, als andenken erstanden, so wie für den täglichen Gebrauch, ein weißes Leinen-Shirt, dass ein schwarzer "tuschestiftgezeichneter" Drache zierte, der sich auf der rechten Seite von der Hüfte bis zum Herzen schlängelte und ein kurzärmliges schwarzes Hemd,
auf dem ganz unten ein großes Feuer loderte, dessen Flammen das ganze Hemd in Brand steckten.
Nach dem Wochenmarkt führte die Straße zur Shopingmall am Strand entlang. Von hieraus konnte nun ein erster Blick aufs Meer erhascht werden. Maew fand dies wohl sehr Romantisch, den sie hatte irgend wie das Bedürfnis sich an einem starken Arm festzuhalten. Somit ging es nun wie ein altes Ehepaar das den zweiten Frühling erlebt, Arm in Arm dem nächsten Bestimmungsort entgegen.
Von der Größe her, konnten, anders als in Bangkok, europäische Exemplare dieser Gattung ohne weiteres mithalten. Im Einkaufszentrum wurde Maew dann aufgefordert, sich doch auch irgend ein Kleidungsstück auszusuchen. Doch sie lehnte ab und meinte "to expansive, leta". Damit war die Arbeit für diesen Tag erledigt, und es konnte zurück zur Soi Diomand in Maews Bar gehen.
Dort galt es ein deutschen Anfang dreißig zu Treffen. Er nannte sich selbst Z und war am Vorabend ebenfalls in Maews Bar gewesen. Es war seine Stammkneipe und da er mitbekommen hatte, dass es da jemanden gab, der ganz allein durch Pattaya streifte, hielt er es für eine gute Idee, mal gemeinsam irgend etwas zu unternehmen.

Auf dem Rückweg lief Maew dann doch noch ein Bekleidungsladen über den weg, der ihr zusagte. Im Inneren fing sie aber an mit "I'm shy" und wollte alleine gelassen werden. Also hieß es erstmal draußen auf der Straße, in der brütenden Hitze der Sonne zu warten.

"I'm shy"? - Seit wann?
Gestern Nacht und heute Morgen hat es danach ganz und gar nicht ausgesehen.
Und zu guter Letzt kam sie auch noch mit lehren Händen heraus und meinte "no time, leta"

Zwar war die letzte Runde mit den Schweizern bereits getrunken, aber dank Z schien dies nun nicht mehr weiter tragisch. Und dann blieb da natürlich auch noch Maew,
gab es doch die Hoffnung, der heutige Tag wäre kein Einzelfall.

Kaum in der Bar angekommen, hatte es sich Maew wieder anders überlegt, und wollte nun Geld, um nochmal zu dem Laden von eben zurück kehren zu können. Also wurden ihr, etwas genervt, 1000THB in die Hand gedrückt, damit sie damit glücklich werde.
Gegenüber der Bar befand sich eine Schneiderei und auf einem Kleiderständer vor dem Laden hing ein rot-schwarz gemustertes, kurzärmliges Hemd. Dies sollte jetzt unbedingt auch noch erworben werden.
Anfangs meinte der Schneider dies sei nur ein Ausstellungsstück, und wollte sich nicht davon trennen. Doch letzten Endes überlegte er es sich doch noch anders. Aber anstatt dabei den Preis nun in die Höhe zu Treiben, war es dann sogar so, als der angeschrieben Preis auf seinem Tresen lag, nahm er sich nur einen Teil des Geldes,
gab den Rest zurück, und meinte: "That's enough"



>>>>>>>>>>>>>>>>> 16:00 <<<<<<<<<<<<<<<<<
that's life

Bei Maews Rückkehr verhielt sie sich wie ein kleines verliebtes Schulmädchen.
Sie versuchte ihr neues Kleid hinter ihren Armen zu verstecken und rief: "don't look, suplise, suplise" und verschwand im Hinterzimmer. Kurz darauf kam sie wieder zurück,präsentierte ihre Neuerwerbung, und übergab das Restgeld.

Mit Z wurde für den nächsten Tag eine Barhopingtour vereinbart. Er meinte er wolle es heute lieber etwas ruhiger angehen, aber morgen sei ja auch noch ein Tag.
Also ging es am Abend nur mit Maew im Schlepptau in ein gemütliches Restaurant. Es lag direkt am Wasser und bot einen herrlichen Ausblick. In der Fernehe waren zwei Schiffe zu erkennen. Von weitem sah es fast so aus, als sein sie mit bunter Christbaumbeleuchtung behangen. Maew erläuterte, dies seien so eine Art Restaurantschiffe, und eines Tages würde auch sie da einmal Abendessen, und sie spare bereits fleißig, denn ein Abend dort sei leider sehr, sehr Teuer.
Nun wer weiß, vielleicht würde sich in diesem Urlaub ja noch eine Gelegenheit ergeben, um ihr diesen Wunsch zu erfüllen.
Doch dies lehnte sie entschieden ab. Sie erklärte, dies sei nicht das erste mal, dass ihr dies angeboten werde, aber es sei nun mal ihr Traum, und wenn sie sich diesen Traum einmal erfüllt, dann will sie es sein, die dorthin einlädt. Bis dahin setze sie keinen Fuß auf eines dieser Schiffe, um weiter davon Träumen zu können, eines Tages da draußen zu sein.

Ein Gespräch mit einer Thai ist durchaus ähnlich der Unterhaltung mit einem kleinen Kind. Zwar sind mit einer Thai sehr viel anspruchsvollere Themen möglich, als mit einem Kind, aber wie bei einem Kind, muss ständig geraten werden, was jetzt eigentlich gemeint ist, und man kann sich seiner Sache nie ganz sicher sein,
vor allem, wenn sich die Kommunikation nur auf einen einzigen kurzen Satz beschränkt.
Danach begann sie ihre Lebensgeschichte aufzurollen.
Ein Motorradunfall hat ihren Traum von eigenen Kindern für immer einen Riegel vorgeschoben.
Als ihr damaliger Freund von einem anderen Verkehrsteilnehmer angefahren wurde, saß sie auf dem Motorrad hinter ihm. Obwohl die beiden keine Schuld an dem Unfall traf, lag sie nun für Wochen im Koma. Als sie aufwachte erfuhr sie, dass man ihre Eierstöcke hatte entfernen müssen.
Ihr damaliger Freund hatte den Unfall leider nicht überlebt.
Sie ist seither nicht mehr die Selbe wie früher.
Sie war gerade mitten in in ihrer Ausbildung zur Hotelmanagerin und hatte eine Rosige Zukunft vor sich, als es zu dem Unfall kam. Aber seit ihrem Unfall fällt es schwer sich dinge zu merken, und kann sich nicht mehr lange konzentrieren. Den Traum von der Hotelmanagerin musste sie somit auch aufgeben.

Im Internet hieß es zwar, alle diese Thai-Frauen hätten irgend eine traurige Geschichte zu erzählen. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass diese deshalb weniger wahr sein müssen, schließlich begünstigt ein tragisches Schicksal den Einstig in dieses Milieu.

Zurück in Maews Bar kam nach einer Weile ein kleiner Junge an der Bar vorbei und verkaufte Blumenketten. Um Maew eine kleine Freude zu bereiten, wurde eine davon für sie erworben, und Maew schien sichtlich erfreut über diese nette klein Geste.
Ein alter betrunkener Mann, der ebenfalls in der Bar saß, und dies sah, begann sich plötzlich aufzuspielen, sagte: "Schenke niemals Blumen in Thailand", und meinte jeder der nach Thailand fährt, solle sich vorher den gleichnamigen Film ansehen, den genau so ist es wirklich. Dann nahm er Maew die Blumenkette weg, und gab sie dem Jungen zurück. Er erklärte, für Maew hätte sie ohnehin keinen nutzen, und so könne der junge die Blumenkette nochmal verkaufen. Und wenn man Maew schon Blumen schenken will, solle ihr das Geld dafür gegeben werden, damit sie sich davon kaufen kann, was immer sie will.

Was bildet sich dieser Kerl bloß ein?
Es sind nicht seine Blumen.
Es ist nicht sein Geld.
Und vor allem,
es geht ihn absolut gar nichts an.

Dem Jungen wurde die Blumenkette wieder abgenommen, und schon aus reinem Protest, wurden ihm zwei weitere Blumenketten abgekauft. Alle drei Blumenketten wurden dann Maew um umgehängt, um sie damit zu schmücken, was der verrückte Säufer so gar nicht verstehen wollte.

Wider im Hotel sollte der Whirlpool eingeweiht werden, wegen dem dieses Zimmer überhaupt erst ausgewählt worden war. Leider besaß das Badewasser einen komisch-unangenhemen Geruch. Daher musste auf den Badespass ausfallen, und der Abend fand sein ausklang doch nur wieder, mit der klassischen "Bettgymnastik".

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