Thailand Trotzdem ist das Leben schön!

Liebe Freunde im TAF,

vielen Dank für eure Likes, auch zu einem etwas trockenen Thema.

Mir geht es, den Umständen entsprechend, ganz ordentlich.

Gestern waren wir mit @Seebiker mal wieder einkaufen.
Das Meiste haben wir jetzt schon beisammen. So viel wie früher, wollen (können) wir auch gar nicht mehr mitnehmen.
Vieles lohnt sich auch nicht mehr, weil es inzwischen in D genauso teuer wie in Thailand ist.
Was mich immer wieder umhaut, ist eine Tüte Brötchen und Brezeln vom Bäcker, die für fünf Personen um die 20 € kostet. Das waren einmal 40 DM, für die man früher einen Bäckerladen aufkaufen konnte.

Nun – früher war einmal, aber waren die Lohnerhöhungen auch so entsprechend, dass sich das ausgeglichen hat? Bei Backwaren sicher nicht.

Kein Vergleich, eher ein Witz:
Ich kann mich noch erinnern, als der Preis für eine Brezel von 7 auf 10 Pfennig angehoben wurde. Da beschimpften Hausfrauen die Bäcker als Wucherer. Das ist jetzt schon 70 Jahre her und ich kann es auch nicht als Vergleich heranziehen weil ich nicht weiß, was damals verdient wurde.
Meine Ma hatte damals auch gerade auf einen Ölofen umgestellt, als der Heizölpreis von 5 Pfennig auf 10 Pfennig für den Liter angehoben wurde.
Ihr Kommentar dazu:
"Diese Säue ziehet einem no d'Haut vom lebendigem Leib."
Trotzdem wurde sie 94.

Genug dieser grausamen Abschweifungen. Das Leben wird weitergehen, wenn auch nicht mehr für jeden deutschen Pensionisten in Thailand.
Gruß G.
 
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Als ich abends mein Handy herauskrame, ist der Geldbeutel weg.
Als ich zuletzt den Geldbeutel verloren habe (ist schon 30 Jahre her), wurde er mir vom ehrlichen Finder noch nach Hause gebracht.

Das ist in Deinem Fall etwas schwierig, falls nur eine thailändische (oder garkeine) Adresse im Geldbeutel zu finden ist.
 
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Heimreise a

wir sind gut zu Hause angekommen.

Die Reise war allerdings sehr anstrengend.

In Radolfzell hatten wir ja über 40 Minuten Aufenthalt. Dabei sind wir fast erfroren.

Weiter ging's bis Karlsruhe. Da war leider wegen Bauarbeiten ein Bahnsteigwechsel.
Das haben wir aber erst gemerkt als wir mit dem Gepäck mit dem Lift runter gefahren und auf der vermeintlich richtigen Seite wieder hoch gefahren sind,
Also flux wieder runter und nun am richtigen (???) Gleis wieder hoch.
Da war aber der Lift kaputt. So mussten wir das Gepäck Stufe für Stufe hoch wuchten.
Wenigstens wurde es uns nicht mehr kalt.

Auf dem richtigen (???) Bahnsteig irrten lauter verzweifelte Reisende herum. Es standen zwei Züge bereit, aber keiner wusste, welcher sein richtiger war.
Wir fragten zwei Bahn-Arbeiter, die wohl vom Ende der Welt stammten. Die schickten uns in den falschen Zug.
Dann hörte ich zufällig eine Durchsage und stellte fest, dass wir doch mit dem anderen fahren mussten. Wir kamen gerade noch heraus, als sich hinter uns die Türen schlossen.
Gut 10 irre Geleiteten, die alle auch nach Heidelberg wollten, blieben sitzen. Ich wünschte ihnen eine gute Reise. 555

Der richtige Zug brachte uns dann nach Heidelberg.
Dort klappte dann das Umsteigen in einen langsamen Regionalzug.

Dieser brachte uns dann tatsächlich nach Frankfurt, aber halt ans obere Deck.

Um ins untere S-Bahn Deck zu kommen, wagten wir es mit einem Aufzug.
Die Aufkleber auf den Tasten waren leider alle mutwillig abgekratzt. So brauchten wir 3 lange Versuche, bis es endlich nach unten los ging. Leider eine Etage zu tief.
Wir bemerkten dies aber sofort, weil es keine Gleise gab.
Allerdings fuhr der Aufzug nicht mehr los. Wir konnten machen was wir wollten, es ging einfach nicht.

Ein weiterer endloser Such-Marsch führte uns zu einer Rolltreppe. Wir erreichten zwar das richtige S-Bahn Deck, mussten aber endlos laufen, bis wir endlich an der Stelle waren, wo man in den S-Bahnzug einsteigen konnte.
Das hat tatsächlich gerade noch gereicht.
Kurz nach Mitternacht erreichten wir den Airport – ufff

Fortsetzung folgt
 
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Heimreise b

Am Airport fuhren wir mit einer endlos langen Rolltreppe zum Übergang zur Fernbahn hoch.
Dann folgte ein endlos langer Marsch zur Halle über der Fernbahn, wo ich unser "Dinner" und unsere "Übernachtung" geplant hatte. Leider hatte ich falsch geplant.

Der Rewe-Laden hatte schon längst bis 7 Uhr früh geschlossen.

Oh du wunderbarer 7/11, der auch noch im tiefsten Hinterland 24 Stunden geöffnet hat.

So hauten wir uns auf zwei harte Bänke. Gröhlende Vatertags-Gruppen zogen noch umher. Alles harmlose Buben, die uns sogar noch etwas vorsangen.

Dann kam eine gefährliche aussehende Alte. Die schrie uns in einer slawischen (???) Sprache an und machte uns klar, dass sie hier wohne. Als ich sie mit meinem Krückstock bedrohte, ging sie auf Abstand.
Da sie aber wieder weiter ununterbrochen schrie, war das auch nichts mit Schlafen.
Zudem kroch die eisige Kälte "Jermanis" in uns hoch.

Wir trappten den endlosen Übergang zum Airport und fuhren eine endlose Rolltreppe in den Ankunfts-Bereich hinunter. Dort war es wärmer und ruhig.
Wegen dem Nachtflug-Verbot war bis 5 Uhr noch nichts los.

Oh du unser wunderbarer Sushibumsi Airport, wo es Tag und Nacht rund läuft und man nach einer kurzen Taxi-Fahrt in ein nahes, günstiges Hotel einchecken kann.
Ich komme in D einfach nicht mehr zurecht.

Wir hauten uns auf eine Steinbank, wo wir ausgestreckt schlafen konnten.

Mehrere Leute hatten dieselbe Idee, wurden aber fast alle verhaftet, als sie bei einer Kontrolle keinen Ausweis vorzeigen konnten. Von uns wollte niemand was.
Mein Fraule hat nur noch gestaunt, wie viele Polizisten und Security Männer und Frauen hier patroullierten. Das kostet doch auch Geld.

Um 6:30 Uhr fuhren wir mit dieser endlosen Rolltreppe wieder zum Übergang zur Fernbahn hoch und trappten den endlosen Gang zur Halle über der Fernbahn.

Der Rewe-Laden war noch geschlossen, aber es standen schon viele Leute davor.
Unsere gefährliche (???) Schreierin war auch dabei und stúrmte zielgerichtet auf uns zu. Diesmal machte sie aber nur das internationale Hunger-Zeichen. Damit trifft man mich mitten ins Herz. In Thailand lade ich derartig armselige Menschen zu einer Reissuppe ein.
Ich gab ihr 3€, doch sie wollte mehr und fing wieder zu Schreien an.
Als der Laden dann pünktlich um 7 Uhr aufgemacht wurde, wollte sie sich mit uns zusammen hinein drängen, wurde aber vom Laden-Personal aufgehalten.

Wir setzen uns auf bequeme Sitze, die es dort direkt neben der Fleischerei-Abteilung gibt.

Wie musste ich wieder einmal staunen, als ich einen miesen Cappuccino aus einem Automaten ließ, der im Pappbecher satte 3€ kostete.
Noch mehr staunte ich, als ich für mein liebes Fraule eine dünne Scheibe Kassler auf ein Brötchen wollte. Die Verkäuferin schnitt ein dermaßen großes Stück ab und wollte dieses auch nicht mehr kleiner schneiden. So nahm ich für mich nichts anderes mehr und verlangte nur noch ein Brötchen mehr dazu.
Zusammen kosteten dann die zwei Brötchen + dem Lappen Fleisch 6,80€. Das waren mal 13,60 DM.
Ah ja - so kann man auch Umsatz machen.

Davon konnten wir gerade mal die Hälfte essen.
Ich kaufte noch einmal ein aufgeschnittenes Brötchen und belegte es mit dem restlichen Fleisch.
Als ich es der Schreierin raus brachte, hat sie es tatsächlich gegessen.

"Chef" - wenn es dich wirklich gibt, so bitte ich, das alles zu berücksichtigen, wenn ich nun bald von Dir gerichtet werde.
Dein Kollege von der unteren Etage soll mich bitte nicht in die tiefste Hólle schicken, wo die Flaschen alle Löcher haben und die Weiber keine.

Fortsetzung folgt
 
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Heimreise c

Wieder trappten wir den endlosen Gang zum Airport und setzten uns in die Nähe unseres Schalters 720.
Hier gab es viel zu wenig Sitzplätze. Auch hier saßen einige ohne Geld und falschen Tickets. Aber auch diese wurden so nach und nach kontrolliert und verhaftet.

In unserer Sitzreihe saßen 2 Weiber, die sich auf "Ätschke Dätschke" fortwährend stritten und sich schließlich auch noch verklopften. Für mich war jeder Schlag ein Hochgenuss. Leider wurden auch die alsbald verhaftet.

So verging diese interessante Zeit bis zum Einchecken recht schnell.

Um 11 Uhr standen wir als Erste vor dem Schalter 720.
Ein deutsches Ehepaar stand direkt hinter uns und stritten sich fortwährend über irgendeinen Scheißdreck.
Auch die meisten Leute in der Line waren teilweise recht aggressiv.
Ich fühlte mich zwar gestresst, verhielt mich aber ganz ruhig.

Als wir aufgerufen wurden ging alles recht problemlos. Ich wurde noch gefragt ob ich alleine zurechtkomme, oder Hilfe brauche. Ich sagte "nein" und bedankte mich recht herzlich.

Die Terroristen-Gedenkzeit (Handgepäckkontrolle) war wieder sehr pingelig. Ich stand ohne Gürtel da und meine Jeans fiel in die Kniekehlen.

Als wir endlich durch und wieder angezogen waren, ging es mir plötzlich etwas schlecht. Mit vielen Pausen und langsamen Schrittes erreichten wir schließlich das Gate.
Es wurde pünktlich geboardet und abgeflogen. Deutschland ade - vermutlich für immer.

Fortsetzung folgt
 
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Heimreise d

Der Flieger war, wie von mir erwartet, derselbe (???) abgenutzte B777.
Obwohl ich beim Einchecken um einen Platz nahe der Toilette gebeten hatte, saßen wir dann so:

XXXXX Wand zur 2. Cl
ooo ooo ooo leer
ooo ooo oxx zweite R.
+
+
+
ooo ooo ooo letzte R,
WC

Hat mich geärgert. Vielleicht sollte man da mal neben die T ........?
Kann einem alten Mann durchaus mal passieren.555

Das Breakfast was great. S'gab leider nur eine Version – die mit Chicken, welche ich nicht runter kriege. Aber dafür war es so viel, das der Rest vom wirklich Leckerem ausgereicht hat.

Die Verdunkelung war diesmal auch nur 50% vom Hinflug.

Lunch was great, nur halt so spät serviert, dass das Personal es kaum schaffte, vor der Landung abzuäumen, geschweige denn, es in Ruhe genießen zu können. Mit meinen Parkinson Krallen brauche ich sowieso länger.
Ansonsten eine 3+, mit der Option:
Wenn ich noch lebe, fliege ich wieder mit denen.

3+ ist, von mir vergeben, eine sehr gute Benotung.
Ich bin alt und habe halt auch schon viel Anderes erlebt.

Die Zeiten, wo man von Singapur Airlines Flugbegleiterinnen ständig gefragt wurde, ob man noch etwas trinken will und wo die ganze Nacht belegte Brötchen gereicht wurden und jede Stunde einmal die Toiletten gereinigt, sind in der Holzklasse wohl endgültig vorbei.

Oder wo uralte sowjetische Iljuschin Maschinen der Tschechoslowakischen Airline, auf dem Flug von.Prag nach BKK, in Indien auftanken mussten, es dafür aber Schweinshaxe mit Sauerkraut und Knödel gab und Pilsner Urquell, soviel man wollte, in Glasflaschen gereicht wurde und der Sitzabstand gut doppelt so weit war.

Oder wo bei "GULF AiR", nach dreimaligem Nachschenken, praktischerweise gleich volle Weinflaschen serviert wurden.
Oder oder oder ....

Jaaahhh - ich weiß, jetzt haut die Keule auf den Alki, der einen Flug nur nach Fressen und Saufen beurteilt.
Aber schön war es doch, als man leicht beschwingt am Urlaubsairport ankam.

Fortsetzung folgt
 
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Heimreise e

Direkt an der Tür zum Flieger standen 3 Porter mit Rollstühlen.
Die waren nicht bestellt, jedenfalls nicht von mir. Mit meiner Krücke war ich ein Opfer.

Einer davon hat mich regelrecht in seinen Rollstuhl rein-vergewaltigt.

Ob ich eine Voranmeldung über das Internet gemacht hätte?
April April – brauche ich doch gar nicht mit einer Thaifrau und einem Reentry Stempel in einer Jahresaufenthalts Genehmigung.
Doch doch – das braucht jetzt jeder. Ohne kommt niemand mehr rein ins Königreich.

So halb überzeugt ließ ich mich auf ihn ein .
Flux schob er mich durch die Gänge, das mein Fraule kaum hinterher kam.

An einer Theke standen schon einige verzweifelte Menschen. Mein Porter drängte sich vor und fragte mich nach den erforderlichen Daten. In 5 Minuten war alles geschafft. Ufff

Allerdings bekam ich einen Schwächeanfall mit heftigem Zittern
Alle Versuche von Fragenden, die regelrecht um Hilfe bettelten, blockte er ab und kümmerte sich nur um mich.

Am Priority Schalter der Passkontrolle war er bekannt und auch hier waren wir sofort draußen. Ufff

Am Gepäckband fragte er uns, ob wir nun ohne ihn weiterkommen würden. Natürlich klar!

Dass er diese Hilfe nicht aus Gutherzigkeit gemacht hat, ist wohl jedem bewusst. Ich gab ihm 10€, über die er sich wirklich gefreut hat. Das war es mir wert.

Da war auch schon unser Gepäck, zwei Rollkoffer mit 18 kg und 21 kg, die mein Fraule alleine vom Band wuchtete.

Dann tyrü tyrall, wie in D auf dem Strässle zum Puff, ganz unauffällig durch den Green Channel geschlendert und schon waren einige Stangen Salami, Käse, Schokolade, Likör, und vieles andere sicher in Thailand. Ufff Ufff
Meine angeheiratete Family wird sich freuen

Anruf bei meiner Stieftochter, wir sind da. Die startete sofort und holte uns am Ausgang (?) mit dem SUV von meinem Fraule ab.

Nur noch 6 Stunden Fahrt und schon waren wir zu Hause.

Home sweet home im Paradies, sogar schon ohne das man vorher sterben muss.

Ende
 
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