Thailand Bangkok, Siem Reap, Pattaya, Koh Samet und Pattaya - Reisen im Grenzland

"Ich gehe auf die Piste ...."

und laufe durch die Gegend. Irgendwann erreiche ich die Second Road. Dort bemerke ich einen Beerbar-Komplex. Die einzelnen Bars sind - wie viele hier - nicht gut besucht. In einer Bar sehe ich von weitem ein Girl in so etwas Ähnlichem wie einem weißen Abendkleid, aufrecht stehend. Unsere Blicke kreuzen sich. Sie lächelt mir zu, aber ohne den ortsüblichen Radau.

Ich werde neugierig - und werde direkt von einem „LD-Empfangskomitee“, bestehend aus den berühmten „Schwestern“, attackiert. Es gibt hier wohl ein entsprechendes Fortbildungsprogramm, denke ich.

Okay, Theater muss her. „Tilak“ „Tilak“ rufe ich laut winkend und renne an den beiden verdutzten „Schwestern“ vorbei. Das Girl (ich nenne sie Nan) und ich fallen uns „nach so langer erzwungener Abwesenheit“ freudestrahlend in die Arme. Braves Girl. Nan meint aber lachend „bad boy“ und kneift mir in den Bauch. Die Chemie stimmt offensichtlich. Ihr Englisch ist ordentlich, der Spaßfaktor groß. Sie ist hübsch und schlank.

Die zahlreich vertretenen nautisch interessierten Member dieses Forums („Kreuzer der Admiral-Hipper-Klasse“) dürfen versichert sein, dass dieses Girl der legendären „40 kg-Klasse“ angehört, wie sie mir selber stolz erzählt. Gewogen habe ich sie nicht.

Ich will sie direkt mitnehmen, sie meint aber, ich solle warten und erst um 23:00 Uhr wieder kommen. Vorher dürfe sie nicht weg, und wenn ich hier bliebe, müsste ich teure LD´s spendieren. Also gehe ich wieder. An der Beach Road macht sich der Parforceritt der letzten Tage bemerkbar. Ich döse ein bisschen weg und stelle fest, es ist kurz vor Mitternacht. Shit. Schnell zurück in die Bar, hoffentlich hat sie niemand ausgelöst. Sie steht noch da. Als sie mich sieht, ist sie erleichtert und gleichzeitig ein bisschen sauer. Ich erkläre ihr die Sache. Sie lacht.

Im Zimmer entdeckt Nan meine achtlos auf dem Bett herum liegende Kamera. Diese gehöre in den Safe, ermahnt sie mich. Vorher nutze ich sie aber für eine harmlose kleine Fotosession.

Anhang anzeigen Nr. 10-1 - Kopie.jpg

Im Bett ist sie ganz verschmust und zart, aber durchaus feurig. GFS vom Feinsten. Wir schlafen eng umschlungen ein.
 
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Exkurs: Thai-Zickenterror XL


Die meisten werden es kennen. Wer noch nicht, für den dürfte diese kleine Episode vielleicht interessant sein. Sie ereignete sich während meines „Liebesrausches“.

Ich habe für heute morgen um 09:00 Uhr mit der Wäscherei gleich um das Hotel einen Abholungstermin vereinbart. Warum so früh, weiß ich auch nicht mehr. Auf jeden Fall, im Rausche vergesse ich das vollständig. Dabei habe ich die Inhaberin noch etwas zur Eile gedrängt. Spät am Nachmittag fällt es mir wieder ein. Also schnell zurück zum Hotel und ab zur Wäscherei.

Auf der Terrasse erblicke ich schon von weitem ein weibliches Wesen, welches mir grimmig entgegen starrt. Oh oh, denke ich, das gibt jetzt was auf die Glocke. Es ist die Schwester, welche von der Inhaberin, da selbige von sanftem Wesen und des Englischen kaum mächtig, wohl hinzugezogen ist, um mir die fällige Abreibung zu verpassen.

Die Schwester, eine rabiates Bargirl, fällt sofort über mich her und veranstaltet ein klassisches Thai-Beschimpfungs-Spektakel, zuerst auf Thai, und dann, weil es so schön ist, in recht gutem Englisch. Natürlich finden sich sofort einige Beobachter ein, um das Schauspiel zu genießen.

Dabei erzielt die Schwester, mich eigentlich überhaupt gar nicht kennend, gute Wirkungstreffer. Was ich mir denn einbilde? Ich glaube wohl, mit Geld, gutem Aussehen und charmantem Lächeln mir alles erlauben zu können? Ob ich das immer so mache? Usw. usw. Nicht schlecht, denke ich.

Ich höre mir das Ganze mit betrübter Miene gleichmütig unter Bekundung der von mir erwarteten Demutsgesten an. Dann beginnt sie zu schwächeln, ich muss grinsen, sie auch, und ich sage zu ihr: „Okay, that´s enough. I want to talk to your sister now. Please translate“.

Da entschuldige ich mich dann wirklich, und es ist in Ordnung.

Das Bargil schaltet nun sofort auf Stufe „S“ (sweet) und Stufe „C“ (Customer-Gewinnungs-Modus) um und meint, in ihrer Bar in der Soi7 fände heute eine Birthday-Party statt und da müsse so ein "nice and handsame man" doch unbedingt hin. Blablabla. Die suchen natürlich noch einen Sponsor für das zu erwartende Besäufnis. Ich antworte mit einem ehrlich gemeinten Blablabla (nice idea, nice girl, maybe I come, but cannot promise ......). Ich gehe natürlich nicht hin. Ich habe etwas Besseres vor.

Dieses Foto von der Wäscherei und ihrer freundlichen Inhaberin nahm ich am letzten Tage auf.

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Tag 17: Pattaya, Teil 3

Am nächsten Morgen geht Nan ins Bad, und erscheint dann: „Good morning Mr. Cavigliano, bum bum now!" - “Yes Ma´am“!.

Nach bum bum bittet sie mich, noch bis gegen 15:00 Uhr bleiben zu dürfen. Eigentlich bin ich nicht der „Tagesbespaßungstyp“. Der Horrortrip für mich schlechthin wäre ein Urlaub auf einer möglichst kleinen Malediven-Insel. „Schatzi, ist das nicht schön, dass wir jetzt einmal ganz entspannen dürfen und Zeit füreinander haben“?

Aber Nan ist süß und anschmiegsam, auch lustig, ich habe sie gerne um mich. Ich willige also ein.

Wir liegen und schmusen herum. Nan guckt irgendwann auch einmal TV. Tierfilm-Dokus interessieren sie ganz besonders. Seltsames Girl.

Irgendwann erscheint ihre Schwester und bringt etwas Essen vorbei. Wir essen zu Dritt auf dem Balkon.

Sie spricht etwas über ihre Arbeit. Zur Zeit zu wenig Customer, kaum LD´s, wenig Auslösen. Viele Customer kämen nur auf ein Bier zum Glotzen und bisschen Tätscheln. Wenigstens kein Mineralwasser, denke ich.

Ihr „Dienstvorname“ ist aus diversen Teilen zusammen gestückelt und lässt auf fast erschreckende Weise eine Distanzierung von der eigenen Person erkennen. Ich frage sie, warum sie nicht ihren hübschen, in der ID eingetragenen Vornamen benutze. Sie erklärt mit großem Ernst, dass sie mit ihrem wirklichen Vornamen diese Arbeit nicht machen könne. Manche andere Girls würden ebenfalls Vornamen erfinden. Gerne arbeite eigentlich keine in dem Metier.

Ich frage nicht weiter nach.

Gegen 15:00 Uhr geht sie. Wir umarmen uns. Geldübergabe (2000 Baht, ja, bestimmt zu viel) und "take care".

Dann besorge ich mir auf der Pattaya Klang ein Ticket für die morgendliche Rückfahrt. Es geht früh los: Wecken um 04.30 Uhr, Pick-up im Hotel um 05:30 Uhr.

Ich will noch etwas am Strand herum schlendern. An der nördlichen Beach Road gerate ich plötzlich in ein heftiges Unwetter.

Alles flüchtet, und fast sofort beginnt die Beach Road voll zu laufen. Erste Autos bleiben liegen, Chaos pur. Die Kanalisation gibt den Geist auf, und es riecht heftig nach Kloake. Ich rette mich dann in eine Verkaufsbude, deren Inhaber wie alle anderen auch versucht, seine Sachen zu retten. Alles rennt hin und her, und alle lachen sich halb tot dabei. Ich stehe vollkommen fassungslos daneben. Der Inhaber stellt mir dann sogar noch lachend seinen einzigen Stuhl hin, damit ich es bequemer habe. Unglaublich. Dann versucht er, eine Spundwand zu errichten, was ihm aber allein nicht gelingt. Nach kurzem Zögern gebe ich mir einen Ruck, renne in die Brühe und helfe ihm. Einige Minuten später haben wir es, und das Ding hält den Fluten auch stand. Und das ich als der begnadete (Nicht-)Superhandwerker.

Dann fallen mir meine offenen Sandalen und die diversen Kratzer und Blessuren an den Füßen ein. Shit! Als zumindest die robusten Baht-Busse wieder fahren, winke ich mir eines heran. Dann das nächste Problem: der Fahrer kennt mein Hotel nicht. Ich muss daher zum Dirigieren auf den Beifahrersitz. Dort sitzt seine ca. 10-jaehrige Tochter. Zusammen haben wir nicht alle Platz. Sie hat offenbar Angst vor den Fluten. Also seine Tochter huckepack genommen, ab zur Rückseite des Autos und dort auf der Sitzbank abgestellt. Ich bin jetzt komplett nass und rieche auch bestimmt sehr „angenehm“. Als ich ihm beim Abschied sage - I hope your daughter is well - freut er sich sehr, gimme five. Schnell unter die heiße (!) Dusche und die Füße mit Desinfektionschreme versorgt.

Als die Straßen wieder trocken sind, gehe ich zu einem kleinen Abschieds-Spaziergang an die Beach Road.

Es wird ein wirklicher Abschied werden …..........
 
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Auf der Beach Road suche ich mit einer Büchse Chang in der Hand nach einer freien Sitzgelegenheit. Ein schon etwas älteres, mit Kleidchen und Sportschuhen ausgestattetes Girl macht mich auf eine Sitzgelegenheit (freie Bank) aufmerksam. Sie folgt mir. Bestimmt wird sie jetzt auf meinem Schoß Platz nehmen. Tut sie aber nicht, sie setzt sich neben mich und fragt mich sogar höflich, ob sie dies dürfe. Mir fällt sofort auf, dass sie ein sehr gewähltes, flüssiges Englisch spricht. Ich teile ihr aber sofort mit, dass ich früh aufbreche und weder Zeit, Lust noch genügend Barschaft für ST/LT habe. Kein Problem meint sie, sie könne auch hier nach Customern Ausschau halten.

Wir kommen ins Gespräch. Sie ist 40 Jahre alt, was man ihr auch ansieht. Chinesische Vorfahren (ich nenne sie „Ling“). Sie kennt hier Gott und die Welt, wird von allen möglichen Leuten, Customern etc. gegrüßt. Und sie ist unglaublich sarkastisch. Wenn sie das Verhalten von einigen Leuten hier kommentiert, falle ich vor Lachen fast von der Bank.

Sie macht mit mir den „Ladyboy-Erkennungs-Test“. Ich bin ziemlich gut, aber einer „rutscht“ mir doch durch. Really? Really! Man merke es auch an ihrer Haut. Das ist mir in der Tat bei dem Ladyboy in Bangkok aufgefallen: eine undurchdringliche „Lack-Haut“. Das käme von dem Zeugs, das sie immer nehmen, meint Ling.

Sie fragt mich, ob ich es schon mal wissentlich mit einem getrieben habe. Ich entgegne, dass ich nicht jede Perversion in diesem Leben mitmachen müsse. Sie ist erleichtert und meint, die Girls würden Männer verachten, die es mit Ladyboys trieben.

Nun mache ich mit ihr den „1000-Baht-Test“. Das ist mein letzter Schein dieser Kategorie. Ich bitte sie, mit diesem Schein für mich zwei Chang und für sie einen Drink ihrer Wahl aus dem gegenüber liegenden 7/11 zu holen. Sie joggt hinüber und ich überlege, welchen Seitenausgang zur Soi7 sie jetzt nehmen wird. Dann ist sie wieder da, mit Getränken und dem Wechselgeld samt Quittung. Sie fordert mich auf, nachzuzählen. „I trust you“ ist die Antwort.

Dann kommt ein fetter Schwarzer mit seiner betrunkenen Thai-Freundin. Ling verzieht das Gesicht. Er fragt mich, ob er sich setzen dürfe. Dann lägen Ling und ich im Dreck. „No!“. Sie stehen jetzt herum. Die Freundin faselt einen von Bayern Munich. Als Deutscher trage ich hier wohl ein Kainsmal auf der Stirn, denn unvermittelt fragt sie mich, aus welcher deutschen Stadt ich käme. „Kreuzfeld-Helberhausen“. What? Mehrmaliges Nachfragen. Ich teile mit, dass dies eine Kleinstadt sei. Ling blickt mich grinsend an.

Dann der Vorname: Peter Johannes Wolfgang. Sie fragt, ob ich sie verarschen wolle. Keineswegs, meine Familie wähle für die männlichen Mitglieder immer aus diesen drei Vornamen aus, und mein Vater habe sich eben nicht entscheiden können. Da habe ich alle bekommen.

Die Tusse bleibt etwas skeptisch. Lings Schultern zucken. Sie flüstert mir zu, dass ich jetzt mal die Klappe halten solle, was ich auch tue.

Eigentlich wäre Ling genau die Richtige, denke ich. Endlich mal jemand, wo ich mir nicht vorkomme, als wäre ich sonderlich (was ich natürlich bin).

Später stoßen noch einige Freundinnen hinzu, alles alterprobte Kämpen der Beach Road. Sie bringen eigene Getränke mit. Niemand kobert. Wir sitzen mittlerweile auf den Flutschutz-Säcken, weil uns der fette Schwarze mit seiner Tusse doch zu sehr auf den Keks gegangen ist und es sicherlich irgendwann eskaliert wäre. Das muss ich nicht haben.

Auf einmal ertönt von der gegenüber liegenden „One World Bar“ (oder so ähnlich) von der dort spielenden Live-Band ein melancholischer aktueller Hit (Name unbekannt). Wir beginnen, im Chor mitzusingen.

Es ist eine merkwürdige Stimmung auf der Beach Road. Zumindest für mich. Abschied. Es ist nach Mitternacht. Ich habe noch nichts gepackt und muss ins Hotel. Ling steht auf und ruft ein Motorbiketaxi. Sie fahre mit, keine Diskussion, sie wolle, dass ich auch wirklich pünktlich abreise.

Ich bin in der Tat nicht mehr nüchtern.

Die Rezeptionistin im Hotel blickt mich beim Anblick von Ling fassungslos an und fragt mich, ob mir klar sei, dass ich in wenigen Stunden ausschecke. „Yes“.

Ich fürchte, sie halten mich hier ohnehin für einen komischen Kauz. Da erscheint Abends ein Farang, hält sich kurz im Zimmer auf, läuft „geschniegellt“ wieder raus und ward einige Tage nur dann noch gesehen, wenn er mit Wäsche von A nach B lief Dann taucht er wieder auf, in düsterer Laune, und verkündet sarkastisch, am folgenden Tage nach Koh Samet zu reisen und dort zu übernachten. Man müsse also weder seine Familie, noch die Polizei oder den Priester informieren. Dann ist er wieder da und erscheint mit einem Girl, welches fast den ganzen Tag bleibt. Dann hat er kurz vor Schluss ein neues Girl. Naja, so schlimm war es wohl auch nicht, denn ich erhielt keinen Besuch des Hotel-Psychologen.

Im Zimmer lehne ich Lings Mithilfe beim Packen freundlich ab und trinke erst mal einen Kaffee. Dann geht es los. Sie macht es sich auf dem Bett gemütlich, guckt Glotze und kommentiert sarkastisch meine Bemühungen. Warum ich eigentlich immer ins Badezimmer renne, anstatt den Mülleimer einfach hierhin zu stellen, will sie wissen. „Because german man always like to walk“. Warum denn viele so dick seien? „They go wrong“.

Dann bin ich fertig. Ich verrammele den Koffer. Ob ich wirklich nichts vergessen habe? Nein. Sie deutet mit dem Kinn zur Balkontür. Da baumelt außen noch eine Hose. Miststück!

Wir liegen zusammen angezogen auf dem Bett. Ich frage sie nach ihrem exzellenten Englisch. „Ich kann sogar ein bisschen Deutsch“, ist die Antwort. Sie sei, als sie 20 Jahre alt gewesen sei, mal mit einem aus DACH verheiratet gewesen. Glaube ich nicht. Wie käme es dann dazu, dass sie nicht dort geblieben sei und die Staatsbürgerschaft erworben habe, sondern sich statt dessen nun auf der Beach Road verdingen müsse, frage ich sehr direkt.

„Cavigliano, do you want to hear the true story“? „Okay“.

Eine deprimierende Geschichte von Träumen, Scheitern und einer trickreichen „Entsorgung“ des jungen Girls wieder nach Thailand. Ihr gegenwärtiges Leben: auch deprimierend. Sie wohne mit einigen anderen Girls zusammen, darunter auch Bargirls aus der Soi7. Einige würden noch weniger verdienen als sie. Mittlerweile würden Bargirls zu den Freelancern wechseln. Einfach nicht mehr genügend Money im Umlauf.

Sie erzählt dann noch, was passiere, wenn ein Girl mal die Miete nicht bezahlen könne und von einigen „Stammkunden“, die sie immer dann anriefen würden, wenn sie genau wüssten, dass sie wieder klamm sei. Dann würde der Preis gedrückt und eben das verlangt, was das Girl normalerweise nicht zu machen bereit sei.

Unwillkürlich muss ich an einen ehemaligen Forumskollegen mit seinem Hang zu „verbraucherfreundlichen“ Preisen denken. Beruhigend, dass ihm dieses Girl auf jeden Fall zu alt ist.

Und, und, und ….

Ich kann es nicht mehr hören. Manches ist vielleicht erfunden oder übertrieben (vielleicht aber auch nicht). Der verbleibende „Rest“ reicht mir immer noch.

Ling hat eine verzogene Schulter und bittet mich um eine Massage. Ich löse das (soweit es geht) und lockere auch noch die beiden Muskelseitenstränge neben der Wirbelsäule. Sie beginnt zu schnurren und meint, „Cavigliano, I´m getting horny“. Ich aber nicht. Die Massage ist beendet. Sie ist auch nicht wirklich „horny“, ich glaube, das ist für sie wohl eine Art (die einzige?), etwas Nähe herzustellen.

Sie schläft jetzt ein bisschen, meinen linken Arm fest umklammernd. Ich lasse sie gewähren. Wir haben jetzt fast 04:00 Uhr. Bald ist Wecken.

Ich schaue ihr Gesicht an. Es ist jetzt gelöst. Sie war früher mal ein schönes Girl. Dass so ein Girl mit dieser Intelligenz und diesem Esprit hier mit 40 Jahren auf der Beach Road steht, ist kaum zu ertragen (vor allem für sie).

Niemand sollte einen solchen Job machen müssen.

Der Weckruf ertönt. Wir stehen auf.

Ich mache noch ein Foto von dem „brave girl“.


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Sie wartet zusammen mit mir in der Lobby auf das Erscheinen des Vans. Als er nicht pünktlich erscheint, ist sie nervöser als ich und drängt mich immer, bei der Travel Agency anzurufen. Irgendwann mache ich es. Kein Problem, bereits unterwegs. Dann ist er da.

Ich übergebe Ling all meine verbleibende Barschaft (viel ist es nicht, etwas über 500 Baht sind noch da, einen 20€-Schein, der dort aus welchem Grund auch immer steckt, packe ich noch dazu, dto. meine noch nicht ganz abgefutterte Karte für den Foodcourt im Central Festival und meine fast gar nicht benutzte SIM-Karte). Wir umarmen uns, „take care“ und Tschüß.

Ich verlasse Pattaya ohne einen einzigen Baht in der Tasche.

Im Bus werde ich dann neben eine erfahrene „Frontfrau“ aus den „guten alten Tagen“ gesetzt. 59 Jahre alt (sieht aus wie 70), sie hole ihren deutschen Boyfriend ab, er komme zweimal im Jahr. Mehr sei nicht drin, seine Rente sei nicht sehr hoch, und er müsse sie ja unterstützen. Ob sie ihn vielleicht, wenn das Geld stimme, auch einmal in Germany besuchen wolle, will ich wissen. Sie reißt die Augen erschrocken auf. „I am a girl from Pattaya“! Wusste gar nicht, dass die Stadtväter von Pattaya Ausreiseverbote für bestimmte Berufsgruppen verhängen, denke ich. Sie würde ihre Freunde aus den Bars etc. nie verlassen. Sie habe über 20 Jahre als Bargirl gearbeitet, verkündet sie sichtlich stolz. Damit hat sie offensichtlich eine Anwartschaft auf die gesetzlichen Rentenansprüche ihres deutschen Boyfriends erworben. Wie sie aussehe? Great, sage ich. Sie ist zufrieden. Wir verabschieden uns freundlich ("take care").

Beim Ausstiegen aus dem Bus ist mir klar: Pattaya sieht mich nicht wieder.

Der Rückflug verläuft reibungslos und unkompliziert. Ich stehe kurz nach Mitternacht wieder in meiner Wohnung.

Uff, das war jetzt auch ein Schreib-Parforce-Ritt!

Ende der Reise - Danke fürs Mitlesen und Kommentieren!

Es folgt noch ein Fazit. Lasse den Bericht erst mal etwas „sacken“. Kann also ein paar Tage dauern.

Gruss

Cavigliano
 
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Interessanter Bericht. Man kommt bei deinem Tempo ja kaum mit. Du bist ja eins sehr sehr guter Beobachter. Fingerabdruck, 30 Tage Knast wegen Kiffen und so. Solche Details bekomme ich alle gar nicht mit.

Dieses sture beharren auf die 40 Kilo Klasse finde ich genau so lächerlich wie dieser Zwang zum gemeinsamen Duschen, nackt durch das Zimmer laufen und dann darf ja nicht das Licht ausgemacht werden oder der Fernseher darf laufen. Irgendwie sind das wohl in Stein gemeisselte Sextouristen Regeln. :mrgreen: Mir ist das alles ziemlich Schnuppe.

Vermutlich kannte deine Dame diese 40 Kilo Regel auch und hat vielleicht ein bisschen gemogelt. Sieht zumindest für mich auf dem Foto so aus. Es sei denn sie ist 1,30m

Zu deinem letzten Teil: Mit welche Vorstellungen bist du nach Pattaya gereist? Du hast ja sicherlich auch schon einige Berichte hier über die Damen dort gelesen. Das sind nicht alles Partygirls die 20 Jahre just for fun die Beine breit machen. Da wird jeden Tag gelogen und betrogen. Du weißt nie, was ist wahr und was ist gelogen. Es wird ausgebeutet, verarscht und sich hintergangen. Auf beiden Seiten.


Lass mal alles sacken! "German man always come back" :wink0:


:jil: Sie war über 1,30 m groß und hat daher gemogelt. Ich will sofort mein Geld zurück!:lach:
Btw: meine persönliche Einschätzung, liege da aber oft fasch, war so etwas unter 50 kg, aber so was sagt man einer Dame ja nicht.
:mrgreen: Gibt es eigentlich auch "Zwischenklassen", z. B. "40-50kg-Klasse?

Meine Vorstellung von Pattaya war, wie im Vorspann kurz angedeutet, jeden Abend ein anderes Girl, vorzugsweise aus ner Beerbar, ggf. auch ne Freelancerin von der Beach Road, dann gemeinsam Essen, Sanuk und ab in die Kiste mit eher frühem Auscheck am Morgen (brauche keine "Tagesbespaßung"), verbunden mit der Option, ggf. eine SLT daraus zu machen. A-Gogo/Disco ist nicht so mein Fall (schon alleine wegen der blöden Klimaanlagen, abgesehen davon nervt mich auch das Gelärme). Am ersten Abend in Pattaya wollte ich jedoch mal was "Edleres" ausprobieren ....

Ist heute bereits alles "gesackt"! Bin eben ein notorischer Hektiker.

Daher schreibe ich mein Fazit heute Abend.
 
Uff, überstanden, nun der Abschluss ....

Fazit:


Reisen bieten ja meistens interessante Einblicke in eigenes Verhalten und Wünsche. Einige entdecken ganz neue Möglichkeiten, ihre Freizeit vergnüglich zu gestalten, andere stellen fest, dass sich viele Wünsche und Vorstellungen bereits erledigt haben und man einer Illusion hinterhergerannt ist.

Wie im Vorspann bereits erwähnt, wollte ich es diesmal ein bisschen „anstrengender“ haben und habe es dann ja auch so bekommen.

Worauf ich mich dann wirklich einließ, wusste ich vorher nicht, aber das ist ja das Schöne am Reisen, man weiß nie, was einen wirklich erwartet.

Überrascht war ich, dass ich - obwohl zur Zeit ziemlich untrainiert - überhaupt keine Probleme hatte, stundenlang in brüllender Hitze mit diesem Schrottstück von Fahrrad rumzugurken und durch die Tempel zu krabbeln. Da hatte ich immer das Gefühl, noch ne „Schippe“ drauflegen zu können. Meine „Maximalleistung“ musste ich zu keinem Zeitpunkt erbringen. Vielleicht mache ich ja doch mal eine richtige Trekkingtour.

Bis auf dieses dämliche „Kamera-Drama“ in Siem Reap hat mich während der Reise auch eigentlich nichts so richtig aus der Fassung gebracht, was bei mir eher ungewöhnlich ist, und stundenlang an einem Grenzübergang rumzuhängen, hat meine Geduld im Gegensatz zu früher auch nicht auf das Unerträglichste strapaziert. Im Gegenteil, es war richtig interessant, dann mal einen entspannten Blick auf das Gewusel um mich herum zu werfen.

Meine früher etwas übertriebene Angst vor Peinlichkeiten aller Art hat sich da wohl auch verflüchtigt. Dieses Bangkok-Interview hätte mich früher eher gestresst; ich habe es genossen. Und mir diese „Sittenwächter-family“ zur Brust zu nehmen, war ein richtiges Vergnügen. Falsche Zurückhaltung kann man sich wirklich sparen.

Die Konfrontation mit Ungerechtigkeit und Armut gerade in Siem Reap ging schon unter die Haut. Natürlich weiß jeder, der nicht gerade aus der Welt gefallen ist, aus den Medien, wie es in solchen Ländern grundsätzlich zugeht. Es ist aber ein Unterschied, dies vor Ort so unmittelbar mitzubekommen.

Die unerwartete Begegnung mit Rom hat mich tief berührt. Wie auch einige andere Begegnungen und Ereignisse, die ich an mich heranließ.

Durch die ganzen Anstrengungen in den Tagen zuvor war bei meiner Ankunft in Pattaya wahrscheinlich der übliche „Panzer“ etwas durchlässiger geworden, und sofort stolperte ich in eine „love affair“ hinein, wo ich im nachhinein über meine Naivität auch etwas lächeln muss. But anyway. Es waren tolle Tage und Nächte, und zu meiner wirklich großen Überraschung habe ich festgestellt, dass der mir selbst prognostizierte weitere Lebensweg hin zum zynischen „räudigen, alten Kater“ nicht unabwendbar ist, sondern ich selber entscheide, wohin die Reise geht.

Konkret gesagt, ich kann mir jetzt wieder durchaus eine feste Beziehung mit Zusammenleben etc. vorstellen. Mit dem Thema war ich nach Beendigung meiner letzten Langzeitbeziehung eigentlich durch. Meine Freiräume brauche ich natürlich (Malediven geht gar nicht, das hab ich ja bereits schon mal gesagt).

Und warum nicht hier in DACH? Nach Beginn meines Single-Daseins habe ich erstaunt festgestellt, wie viele offene, gutaussehende, interessante Frauen hier herum laufen und wie leicht es ist, sie kennen zu lernen. Dass diese Damen ihr eigenes Geld verdienen, ihre eigenen Vorstellungen haben und in diesem Sinne auch „emanzipiert“ sind, versetzt mich nicht in Angst und Schrecken.

Da wird ja oft, auch hier im Forum, fast schon ein Feindbild aufgebaut, „Vorsicht, emanzipierte Frau nähert sich“. Hannibal ante portas! Dass ich mit diesen klassischen, ollen, drüschen Emanzen nichts anfangen kann, ist klar. Aber diesen kann man ja aus dem Wege gehen, und so viele sind es auch nicht. Und die oft genannten „Gretels“. Also ich bin noch nie von einer Bisonherde, zusammengesetzt aus „Gretels mit den Büffelhüften“, überrollt worden.

Dass Frauen in Beziehungen mit Männern so ihre eigenen Vorstellungen haben, insbesondere gerne an ihnen herum verbessern und - natürlich immer zu seinem Besten, versteht sich - auch gerne seine Freiräume bis zu einem Zustand einengen, den der Mann als Freiheitsberaubung wahrnimmt, ist ebenfalls klar. Das muss man aber nicht mitmachen. Verhandlungsgeschick und das freundliche, aber entschlossene Setzen von Grenzen sind da gefragt. Wenn der Mann aber stumm bleibt, sich nur ärgert und versucht, „auszuweichen“, wird die Frau, so zumindest meine Erfahrung, noch „einengender“. Klare Kante fahren (natürlich freundlich). Wenn es dann wirklich „knallt“ und die Beziehung endet, dann waren es eben Vorstellungen, die nicht zusammen passten, kein Drama also. Auf die von mir früher anscheinend so beliebten „Beziehungsdramen“ mit dafür bestens geeignetem weiblichen Personal habe ich nun wirklich keine Lust mehr.

So, ich komme jetzt mal zu dem „Eingemachten“ dieses Forums, den süßen Mädels in SOA und anderswo, die einem gegen Übergabe einer frei auszuhandelnden Aufwandsentschädigung die Zeit versüßen. Der berüchtigte SEXTOURISMUS.

Da existieren, angeheizt durch die Medien, ja bekanntlich einige unsinnige Vorstellungen (alle Barmädchen von ihren Eltern an die Barbesitzer verkauft, Flucht aus unerträglichen Lebensumständen etc.). Das ist zumindest in Thailand, soweit ich mir darüber überhaupt ein Urteil erlauben kann, wohl nicht oder eher selten der Fall. Wie es in anderen Ländern zugeht, davon habe ich keine Ahnung. Da war ich noch nicht. Armutsbedingte Gründe für den Weg in die Prostitution gäbe es in Cambodia jede Menge. Dort versucht man aber offenkundig, „gegen zu halten“.

Vor meinem „Erstauftritt“ in Pattaya hatte ich bzgl. „pay6“ eine eher „klassisch-konservativ-moralische“ Auffassung: geht gar nicht! Ende der Diskussion! Hatte auch nie das Bedürfnis, derartige Angebote auszuprobieren. Es änderte sich dann dort (zwangsläufig). Meine Haltung danach war: warum nicht. Girl anständig behandeln und bezahlen, dann ist es okay.

Dieses Thema „anständig behandeln und bezahlen“ taucht hier im Forum ja ständig auf. Insbesondere der „Bezahlteil“ führt zu geradezu „seminarartigen“ Diskussionen im einschlägigen Thread.

Mein Eindruck ist, dass die meisten, die hier berichten, ihre Girls anständig behandeln und auch - aus der jeweiligen subjektiven Sicht - fair bezahlen. Sonst würde ich hier eh nix schreiben.

@riva hat gestern zutreffend erwähnt, dass die „scene“ eine Scheinwelt darstellt, in der „Tarnen, Tricksen, Täuschen“ oberstes Gebot ist. Da hat er zweifellos Recht. Und diverse Farangs laufen da voll ins Messer. Kürzlich las ich von der Geschichte eines älteren Mannes, der in Pattaya wegen „overstay“ aufgegriffen wurde und jetzt in Abschiebehaft sitzt; ein Girl hatte ihm seine ganzes Vermögen abgeknöpft.

Dass die Geschichten der Bargirls nicht „lügendetektorfest“ sind, davon bin ich immer ausgegangen.

Einige Dinge sind mir während dieser Reise aber viel klarer geworden (bekannt waren sie mir natürlich schon vorher).

Die Girls schlafen mit einem Farang ausschließlich deshalb, weil sie dafür Geld bekommen. Man liest ja manchmal stolze Berichte darüber, „es“ umsonst bekommen zu haben. Das wird aber ja wohl die absolute Ausnahme sein, und kann auch durchaus der versuchte Beginn einer klassischen Abzockvariante bedeuten.

Da fängt es für mich bereits an. Warum soll ich für Sex um die halbe Welt fliegen und dafür auch noch bezahlen? Das kann ich hier haben, und zwar umsonst. Gut, die Girls sind dann keine Zwanzig, aber ich finde wirklich geilen Sex mit einer 45-jährigen eigentlich wesentlich interessanter. Es ist wirklich nicht so schwer, und ich bin kein „womanizer“ und sehe auch nicht aus wie George Clooney.

Dann habe ich auch den Eindruck bekommen, dass die Girls im Grunde genommen ihren Job eigentlich ungern machen, von Ausnahmen einmal abgesehen. Es gibt natürlich angenehme und unangenehme Customer. Mit Erstgenannten ist es für die Mädels leichter. Mich darf ich wohl auch zu den „ Erstgenannten“ zählen: ich bezahle eher etwas mehr als der Durchschnitt, behandle die Mädels wie eine Lady, sorge soweit möglich für etwas „sanuk“ und mache im Betts nichts, wovor sie sich ekeln. Meine äußere Erscheinung ist erträglich (keine Bierwampe etc.), und meine Statur ist auch nicht derart riesenhaft, dass die Girls bei meinem Anblick in Ohnmacht fallen. Ich werde sogar von den Mädels, insbesondere in den Massagesalons, gerne angefasst („you have such a soft skin, like ab baby). Einmal erschien sogar die ganze Truppe eines Salons zum kollektiven „Fühltest“.

Und dennoch: Jedes Girl dort ist mit mir nur deshalb zusammen, weil ich ihr Geld gebe. Viel lieber wäre sie jetzt mit einem einheimischen (zumeist jungen) Kerl zusammen!

Und wenn ich da mal so richtig „reinspüre“ (wie es immer so schön heißt), dann stelle ich fest, dass es mir eher unangenehm ist, mit einer Frau zu schlafen, die dies eigentlich gar nicht will. Und noch weiter: so etwas geht mit einem Verlust an Würde daher, bei mir und dem Girl. So sehe ich das.

Dann ist da noch eine andere Sache: Viele der Girls geraten da voll unter die Räder, vor allem, wenn sie älter werden. Da muss man nur mal über die Beach Road wandeln. Und was die sich dann bieten lassen müssen, ist schon krass.

Natürlich gibt es die I-Bar-Stunner, die mit ihrem neuesten Smartphone spielen und sich in FC über ihren Sponsor in Übersee amüsieren, der sie auf dem heimischen Reisfeld werkelnd im Isaan wähnt (selber erlebt). Aber wie viele sind das denn? Und wie lange lachen sie? Irgendwann werden auch sie älter, und dann beginnt der Abstieg (von Sparen“ halten die Thais ja bekanntlich wenig). Und das Glück, einen Farang so richtig abzuzocken und mit seinem Vermögen eine Farm etc. aufzubauen, oder, in der Positivvariante, einen guten Ehemann aus Übersee zu ergattern, haben auch bestimmt nur die wenigsten. Eine Ausnahme wird wohl auch die von „Pattaya-Bürgerstolz“ erfüllte besagte Dame in dem Bus darstellen, die erfolgreich einen deutschen Rentner „anzapft“.

Und da stelle ich mir schon die Frage: Möchte ich als aktiver Part an einem Geschäftsmodell teilnehmen, an dem die meisten Spieler auf der anderen Seite irgendwann einmal voll unter die Räder kommen? Auch da ist die Antwort: nein.

Was die ethische Dimension angeht, greift ja das Christentum mit seiner verklemmten Moral bekanntlich viel zu kurz, von abstrus-unsinnigen Vorstellungen anderer Religionen (ich danke da gerade an die „Religion des Frieden“) einmal ganz abgesehen.

Eine für mich plausible Antwort kann allenfalls der Buddhismus geben: da wird recht nüchtern die Frage gestellt, ob eine Handlung „heilsam“ ist oder „unheilsam“. Heilsame Handlungen sind, so habe ich es verstanden, solche, die geeignet, sind, in sich und anderen gesunde Geisteszustände, Glück, gutes Karma und die Befreiung vom Leiden hervorzurufen, unheilsame Handlungen sind eben das Gegenteil. Zu welcher Kategorie ich „spasstouristische Aktionen“ zähle, ist klar.

Ich bin mir natürlich bewusst, dass meine etwas geänderte Sichtweise auf das Thema „pay6“ auch mit der aus der „love affair“ resultierenden „Fallhöhe“ zusammen hängt, ferner mit meinem Zustand nach dem Platzen der „Seifenblase“, ebenso wie mit den Erlebnissen in Siem Reap. Manchmal ist man eben wirklich offen, und dies ist kein Nachteil. Ohne Offenheit keine Veränderung, und wer will schon ewig auf der Stelle treten.

Endgültig wurde mir alles am letzten Abend klar, beim Betrachten des ganzen Beach-Road-Personals samt Customern. Die Geschichte, die mir Ling erzählte, halte ich von möglichen Übertreibungen einmal abgesehen, für wahr, einfach deswegen, weil bei mir „nichts zu holen“ war (meine Restbarschaft hatte ich ihr vor Besteigen des Bikes versprochen mit der Auflage, in meinem „loom“ kein Drama oder Sonstiges zu veranstalten, wollte nämlich nicht noch zum Abschluss „einen @riva bauen“) und weil sie in diesem Moment nur wollte, dass ihr jemand zuhört. Und dann dieses im Grunde tolle und unter ihrer ruppigen Schale auch liebenswerte Girl in dieser Situation zu erleben, das war irgendwie too much. Es war für mich nur noch das „Tüpfelchen auf dem i“. Aus so einer Art business entsteht einfach nichts Gutes.

Reisen nach SOA kann ich mir weiterhin gut vorstellen. Die liebenswerten Schlitzohren in Thailand z. B., bei denen man oft ein bisschen auf der Hut sein muss, aber die ich als erstaunlich korrekt und fair erlebt habe, sind mir irgendwie ans Herz gewachsen. Ihr unverwüstlicher Humor ist nahezu unvergleichlich, ebenso die Bereitschaft, in alltäglichen Situationen „sanuk“ zu erleben.

Ich weiß, dass fast alle hier im Forum zu diesem Thema anderer Meinung sind. Das ist auch vollkommen in Ordnung. Es muss sich auch niemand „schämen“, bis auf diejenigen natürlich, die ihre Girls mies behandeln. Den Spaß am „Spaßtourismus“ möchte ich hier keinem verderben, es muss eh jeder selber wissen, was er tut oder was er eben nicht tut. Und dass mein „Fazit“ ausschließlich meine derzeitigen subjektiven Ansichten wieder spiegelt, liegt auf der Hand.

Meine Meinungen habe ich im Leben schon so manches Mal geändert, gut möglich also, dass ich in 10 Jahren etwa, wenn mich in DACH ohnehin keine Frau mehr mit dem A.... anguckt, den einschlägigen Thread hier mit Beiträgen wie „nur noch 3 Tage bis zum Abflug ins Gelobte Land“ fluten werde. Es ist ja bekanntlich alles möglich.

Interessante Reiseberichte werde ich hier weiterhin verfolgen. Ich hatte immer schon ein Faible für lustige Geschichten. Es sind ja auch einige gute Schreiber im Forum unterwegs. So werde ich z. B. @rivas Streifzüge durch Kontinente mit „Innenfuttern aller Farben“ weiterhin verfolgen, mir ab und an auch mal ansehen, wie sich der „Krankheitsverlauf“ bei @benzel so entwickelt („Pflegestufe SEX – XXXL“?), und falls @Nebulon versucht, zum 6.666sten Mal eine geeignete LT zu finden, werde ich wahrscheinlich auch dabei sein.

Letztendlich sind wir ja alle Kurzzeit-Reisende auf dieser Welt.

In diesem Sinne, macht´s gut!

Und Danke fürs Mitlesen und Kommentieren!

Gruß

Cavigliano
 
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......Die Befreiung von Leid und Glück durch Sicherung des Lebensunterhalts des girls incl. anhängender Sippschaft ist Deiner Meinung nach nicht heilsam?

Das wird oft angeführt. DAS "Standardargument". Aus meiner Sicht überwiegen sogar da die "heilsamen" Aspekte, auch wenn selbst diese Konstellation (Ungleichgewichtigkeit der Beziehungen) nicht unproblematisch ist. Ich habe es ja bereits erwähnt, es gibt auch "Positivalternativen" (funktionierende Ehe Farang - Thai). Nur, wie oft ist denn dies der Fall? Wird jedes Girl samt Sippschaft derart versorgt? Bestimmt nicht. Und zieht dieser Traum, für die meisten Girls unerreichbar, nicht immer wieder den "Nachwuchs" an? Ist dieses business in toto fair?

Dass dies in der REALITÄT in der 3. Welt vorkommt (und vieles anderes), ist fact und von niemandem hier zu ändern. Die Frage ist allerdings, muss man wirklich daran teilnehmen? Seinen kleinen privaten "Marshall-Plan" könnte man ja auch von DACH aus durchziehen, oder? Es gibt da so vieles, Patenschaften usw. usw. Viele "Sippschaften" harren der Unterstützung.

Nimm es bitte nicht persönlich @ogeretla, aber ein bisschen erinnert mich dieses "Sippschafts-Unterstützungs-Argument" an diesen ungewollt komischen "Empörungs-Film" kurz nach dem Tsunami (auf youtube bestimmt erhältlich), wo ein beleibter Herr, ich glaube es war auf Phuket, dem grandios fassungslosen Fernsehteam unter Beisein seines natürlich nichts verstehenden Girls erläuterte, dass man die Leute "jetzt nicht im Stich lassen dürfe" und gerade deswegen wieder hier erschienen sei.
 
@UschiGlas, @PattayaFan, @Thaivisit, @johnny thai and all: Danke für das freundliche Feed back!

@PattayaFan: Wenn es mich wieder nach SOA verschlägt, werde ich natürlich auch wieder berichten. Es ist zwar zeitraubend und durchaus auch etwas anstrengend, macht aber auch viel Spaß und bietet die Gelegenheit, noch einmal alles zu erleben, in einen persönlichen Zusammenhang zu stellen und dann los zu lassen. Kann ich nur jedem hier im Forum empfehlen. Und dass andere Member mitlesen und kommentieren, ist ja auch schön.

Vielleicht werde ich euch ja das nächste Mal mit einem "Jörmelbericht" aus dem Dschungel (diese Moskitos, ich will hier raus!) traktieren. :yes:

Von meiner "Berichtspflicht" ausgenommen wäre natürlich ein Urlaub mit Partnerin, schon allein deswegen, weil Member @thaivisit mit seinem Bericht die Messlatte einfach zu hoch gelegt hat. :wink0:

Gruss

Cavigliano
 
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@buemikey2, @HaveFun, @Straycat, @Peppino und @whynotinmuc: THX!

@whynotinmuc: Wünsche Dir und Deiner Familie Glück und gute Gesundheit - und dem Wasserbüffel natürlich auch ....:wink0:
 
@Dali, @Alexander_K, @boygeorge, @Microdyne und @putte: Dank auch an euch für die freundlichen Kommentare.

.......(Und ich komm' jetzt zu spät zur Arbeit. Na ja.)

Hoffe, Dein Chef hat nicht allzu sehr geschimpft. Aber wir Kölner sind ja tolerant (oder arbeitest Du in Düsseldorf ........:ironie:).

......Ich denke das viele hier Angst vor den"Emanzen" im "Kummerland" haben und deswegen nach Thailand fliegen müssen.
Viele hier sind noch Jung genug um auch hier Ihr Glück zu suchen........

Interessanter Gedanke. Ich habe mich auch schon einmal gefragt, warum hier so viele junge Leute (25 - 30 J) unterwegs sind. Einem von ihnen bin ich mal begegnet, sympathischer Kerl, gut aussehend (soweit ich das beurteilen kann), dürfte also kaum Probleme haben, in DACH bei den Girls zum Zuge zu kommen. Statt dessen pendelt er zwischen AC und FC hin und her.
Hatte bis dahin gedacht, das Forum wäre nur etwas für "scheidungsgeschädigte, alternde Knacker" wie mich.
Mir als Twen wäre der Gedanke an pay6 vollkommen verrückt vorgekommen. Warum für etwas zahlen, was es hier umsonst gibt. Wenn ich mal wieder Single war und ein Abenteuer suchte, ging es in die klassischen "Aufrisslocations" (z. B. die legendäre Bhagwan-Disco). Und als ich es einmal besonders "nötig" hatte, flog ich mit einem Kumpel nach San Antonio (Ibiza); in dem als "für unternehmungslustige junge Leute" angepriesenen Resort wurde man fast schon unmittelbar nach dem Auspacken "flach gelegt".
Aber vielleicht sind die jungen Damen heute etwas "zugeknöpfter" oder die Geschmäcker haben sich geändert. Wer weiß.

A la bonheur ich habe mich fast weggeworfen, als Du die Scene mit den Schwaben beschrieben hast....selten so gelacht....

Ich habe zum Schluss selber für einen kurzen Moment gedacht, da läuft vielleicht "Versteckte Kamera". Es ist aber sowieso unglaublich, was einige Reisende da veranstalten. Wenige Minuten vorher hatte in dem Lokal ein anderer Gast erbittert über den angeblich zu hohen Preis für seine Limo gemault, nachdem er bereits gezahlt hatte. Der Inhaber hat nur die Augen verdreht.

Und wie einige Leute rumlaufen, ist auch schon denkwürdig:

- mit Minishorts und tank top durch die Tempel von Angkor Wat: für einige Damen offenkundig selbstverständlich. Die Parkverwaltung will dort jetzt sogar Schilder aufstellen, wonach Nacktfotos ausdrücklich verboten sind!
- oder als Herr mit Shorts und Badelatschen durch Bangkok schlendern, kommt dort "sehr gut" an
- über die diversen nackten Bierbäuche auf der Soi Buakhao braucht man sich schon gar nicht mehr zu wundern.

Das Gros der Touristen aus DACH benimmt sich wohl korrekt, aber die anderen fallen eben auf. Was viele Thai/Khmer über die Farangs im allgemeinen so denken, möchte ich lieber nicht wissen.
 
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